Ottmar Hitzfeld
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Bild: EPA/EFE

Das tut weh

So knapp, so bitter – über diese Szene von Blerim Dzemaili werden Schweizer Fussballfans noch in 20 Jahren reden

Genickschlag in der 118. Minute Egal! Die Schweizer Nati kämpft in Sao Paulo wie einst Winkelried bis zur letzten Sekunde. Dann kommt Blerim Dzemaili noch einmal an den Ball ...



In der Arena de Sao Paulo läuft die 121. Minute: Elf Schweizer werfen jedes Gramm nach vorne – der späte Treffer von Angel di Maria kann es nach dieser Weltklasse-Leistung einfach noch nicht gewesen sein.

Die Sekunden verrinnen. Xherdan Shaqiri hat auf rechts plötzlich viel Platz. Der Kraftwürfel mobilisiert seine letzten Reserven, flankt: Der Ball wird lang und länger – sogar Diego Benaglio wartet im Strafraum der Argentinier.

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Noch besser postiert ist aber Blerim Dzemaili. Er wittert die Chance, sich unsterblich zu machen. Der Joker steht seit neun Minuten auf dem Platz, kam für den völlig ausgepumpten Admir Mehmedi. 

Dzemaili hängt seine Bewacher clever ab. Steigt hoch – er köpft – und setzt den Ball krachend an den Pfosten. Aber auch das war es noch nicht!

Vom Aluminium prallt das Leder zurück ans linke Schienbein des Schweizer Jokers – und von da endgültig ins Aus. Wie bitter!

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Dzemaili kann sein Pech kaum fassen, vergräbt das Gesicht in den Händen. Auch Ottmar Hitzfeld ist in den letzten Sekunden seiner Karriere völlig konsterniert. Das war die grosse Chance – der Ausgleich, er wäre hochverdient gewesen.

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Ähnlich sieht es Sascha Ruefer im SRF. Sein Kommentar der letzten grossen Schweizer Chance in Brasilien ist, wie diese Szene, einer für die Ewigkeit:

«Möglichkeit, Tor – Nein! Nein! Nein! Bitte nicht! Das gibt's doch gar nicht. Mein ... Gott. An den Pfosten prallt der Ball. Das ist doch nicht möglich. Ich halt's im Kopf nicht aus.»

Sascha Ruefer

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