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Jacky wurde das 15. «GNTM». bild: prosieben

Jacky gewinnt – Heidi-Klum-Schalte sorgt für Fremdschäm-Moment

Imke Gerriets / watson.de



17 Wochen war Heidi Klum auf der Suche nach «Germany's next Topmodel» – am Donnerstag wurde auf ProSieben die Gewinnerin der 15. Staffel gekürt. Sarah, Maureen, Lijana und Nachrückerin Jacky wollten sich den Titel krallen, der in greifbarer Nähe lag.

Sarah zeigte sich zu Beginn der Show siegessicher: «Ich würde sagen, ich habe einfach das Gesamtpaket, welches man als Model mitbringen muss. Auch auf dem Catwalk konnte mir noch niemand das Wasser reichen.» Maureen brachte ganz andere Qualitäten mit ins grosse Finale: «Ich habe ein Strahlen, das nicht nur von aussen, sondern auch von innen kommt.»

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Im Final gab es die eine oder andere Überraschung. bild: prosieben

Fans der Show wissen natürlich: Nur eine konnte «Germany's next Topmodel» werden und neben dem Titel das Cover der deutschen «Harper's Bazaar», einen Modelvertrag und eine Siegerinnenprämie von 100'000 Euro abstauben. Auf eines musste die Gewinnerin allerdings verzichten: Aufgrund der Corona-Krise konnte die Glückliche von Heidi nicht persönlich in den Arm genommen werden. Der Applaus von 9'000 Fans im TV-Studio blieb auch aus, der Jubel im Studio kam vom Band.

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Heidi Klum und Lijana: Das Model präsentierte hier ihren letzten vorläufigen Walk. bild: prosieben

Das neue Topmodel

Für Kandidatin Jacky haben sich die Zickereien in der Show, die Shootings und ihr Durchhaltevermögen gelohnt. Unter Tausenden von Bewerberinnen wurde sie das 15. «Germany's next Topmodel». Zuvor sagte sie noch: «Ich möchte meinen Traum fortsetzen, weil ich es liebe, vor der Kamera zu stehen, dabei in Rollen zu schlüpfen, Geschichten zu erzählen oder einfach ich selbst sein zu können. Ich möchte eine weitere Tür öffnen, um Menschen zu inspirieren und meine Reichweite nutzen, um Gutes zu tun.» Das kann sie jetzt beweisen. Die Drittplatzierte wurde übrigens Maureen. Sarah schaffe es auf den zweiten Platz.

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Jacky ist das neue Topmodel. bild: prosieben

Es kann nur eine Heidi Klum geben

Sehr zur Enttäuschung von Fans und Finalistinnen war Heidi Klum erstmals in der Geschichte der Show nicht live vor Ort. Sie wurde aus ihrer Wahlheimat Los Angeles zugeschaltet, als das grosse Finale in Berlin-Adlershof ausgetragen wurde. In einem Glitzer-Look präsentierte sie sich dem Millionen-Publikum. Zuvor erklärte sie: «Ihr wisst, dass das Reisen momentan nicht ungefährlich ist und ich habe vier Kinder, die ich nicht zurücklassen werde in der heutigen Zeit.» Im Gegensatz zu Heidi mussten allerdings die vier Finalistinnen auf ihre Familie im Finale verzichten. Kein grosser Fanblock, der noch mal die Models pushte und anfeuerte.

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Heidi Klum: Das Model steckte in einem Koffer. bild: prosieben

Heidi sorgt für Fremdschäm-Moment

Heidi moderierte virtuell übrigens aus einem alten Koffer heraus. Ja, richtig gelesen. Zuvor war sie von ihrem Ersatz-Moderator mit einem Gepäcktrolley auf die Bühne gerollt worden. Dies mutete aber nicht gagig oder edgy, sondern einfach nur unangenehm an. Auf Twitter fühlten sich die «GNTM»-Zuschauer an die Kindersendung «Siebenstein» erinnert, in der ein sprechender Lederkoffer eine tragende Rolle spielte.

Hier nochmal in der direkten Gegenüberstellung. Oben: nerviger sprechender Koffer aus der ZDF Siebenstein-Serie. Unten: nerviger sprechender Koffer aus GNTM Pro7.

Die Produktion kam auch nicht umhin, den ein oder anderen Koffer-Gag mit Heidi abzuziehen. So musste Ersatz-Moderator Christian La Klum erst vom restlichen Sperrgepäck befreien, dann rieb er zwischenzeitlich auch noch wie an einer Wunderlampe am Heidi-Koffer und rubbelte an ihrem Sticker. Autsch.

Gepäck-Klum blieb davon unbeeindruckt. «Ich schicke euch ganz viele Küsse aus Los Angeles. Normalerweise würdet ihr in 20'000 grosse erwartungsvolle Augen schauen. Ich bin traurig, dass ich nicht neben euch stehen kann», sagte sie zur Begrüssung. An die Models gerichtet, meinte Heidi: «Es heisst noch lange nicht, dass ihr euch weniger anstrengen müsst. Der einzige, der wackeln wird, bin heute ich. Danke Christian, dass du heute einspringst.»

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Heidi Klum zeigte sich gut gelaunt in ihrem Studio in Los Angeles. bild: prosieben

Somit urteilte sie aus der Ferne über die Laufstegqualitäten ihre vier Schützlinge. Das letzte Shooting wurde bereits im Vorfeld aufgezeichnet, sodass sie nur noch final urteilen musste. Mitten im «Sat.1-Frühstücksfernsehen» waren die Teilnehmerinnen überrascht worden und mussten in einem riesigen Champagnerglas auf der Spree shooten.

Der Heidi-Ersatz

Christian Anwander führte als Heidi-Ersatz durch den Final-Abend. Der Fotograf musste die 46-Jährige in dieser Staffel schon einmal vertreten. Damals litt sie an einem Parasiten. Mit den Worten «Herzlich willkommen zum grossen Finale, diesmal ist alles anders als geplant», begrüsste er die Zuschauer. Heidi war von den Moderationskünsten des Fotografen übrigens schnell überzeugt: «Perfekt, du bist ein Naturtalent. Du rettest mir schon zum zweiten Mal den Allerwertesten. Ich bin nicht nur dir dankbar, sondern auch meinen treuen Fans. Auch wenn es nicht immer so lief, wie es geplant war.»

Das stimmt, im Laufe der Show wurde es immer wieder an der einen oder anderen Stelle etwas holprig.

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Christian Anwander: Der Fotograf sprang für Heidi ein. bild: prosieben

Für einen Wow-Moment sorgten vor allem 50 Tänzer vom Friedrichstadt-Palast, die das Spektakel eröffneten. Rebecca Mir, die 2011 selbst im Finale stand, bewertete die Topmodel-Anwärterinnen und verlieh auch den «Personality Award». In der Vergangenheit durfte sie bereits Backstage moderieren, nun wurde es Zeit für die grosse Bühne, nachdem sie schon in der Show eine der Gastjuroren war. «GNTM»-Gesicht Thomas Hayo war ebenfalls mit von der Partie. Von 2011 bis 2018 war er sogar festes Jury-Mitglied, wollte sich dann aber intensiver auf andere Projekte konzentrieren.

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Philipp Plein: Der Designer war auch Teil der Show. bild: prosieben

Philipp Plein, der sich zuletzt bei den «GNTM»-Fans nicht sonderlich beliebt gemacht hatte, reiste extra mit dem Auto aus der Schweiz an. Zur Erinnerung: Für seine Show bei der Fashion Week in Mailand hatte er sich damals für Tamara entschieden, ihr aber eine Warnung mit auf den Weg gegeben. «Wenn du's verkackst, dann läufst du nicht», urteilte er hart. Diesmal war er zahmer und überschüttete die jungen Frauen mit Komplimenten. «Die Siegerin von mir wird das neue Gesicht meiner Parfumkampagne sein, zusammen mit mir», verkündete er dann noch.

Trashauftritt des Abends

«15 Jahre ‹GNTM›, hier sind die grössten Persönlichkeiten der letzten Jahre. Es gibt keine TV-Show, die ohne sie ausgekommen wären», wurde aus dem Off angekündigt. Plötzlich liefen Ex-Kandidaten wie Micaela Schäfer, Sara Kulka, Tatjana Wiedemann, Jacqueline Tiessen oder Gisele Oppermann über den Laufsteg. Micaela sagte selbstironisch zu Heidi: «Ich liebe es nackt zu sein. Keine Angst Heidi, heute sind meine Brüste in Quarantäne.» Heidi meinte amüsiert: «Ich bin froh, dass du ein tolles Outfit gewählt hast.» Danach plauderten die Realitysternchen darüber, was sie in ihrem Leben so treiben und ob sie immer noch modeln.

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Ex-Kandidatin Micaela Schäfer: Auch sie war Teil des Finales. bild: prosieben

Der OMG-Moment

Beim «Be yourself»-Walk konnten sich die Finalistinnen ihre Performance selbst überlegen. Doch nachdem Lijana mit ihrem Walk fertig war, verkündete sie plötzlich: «Liebe ist etwas ganz besonderes, mit der wir sparsam umgehen. Genauso mächtig ist der Hass. Ich werde den Hass nicht füttern, ich wende mich der Liebe zu.» Und weiter:

«Die Wörter auf meinem Mantel [Hassnachrichten, Anm. d. Red.] sind nur ein Ausschnitt von dem, was man sagt. Viele sind an solchen Taten schon zerbrochen. Ich habe auch gelernt und bin daran gewachsen. Ich habe schon gewonnen. Ab jetzt höre ich nur auf mein Herz. Und deswegen verzichte ich auf das Finale.»

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Lijana: Sie verkündete in der Sendung ihren freiwilligen Ausstieg. bild: prosieben

Danach bedankte sie sich bei Heidi: «Ich möchte das den Hatern nie wieder geben. Ich bestimme selbst, was ich wert bin.» Heidi war überrascht und entgegnete: «Du hast definitiv polarisiert diese Staffel. Ich finde es schade, dass du aussteigst. Ich wünsche dir alles Gute.» Damit war für Lijana der grosse Traum von «Germany's next Topmodel» schon vor der ersten Entscheidung geplatzt.

Der letzte Walk

Nachdem Lijana freiwillig gegangen und Maureen rausgewählt worden war, gaben die verbliebenen zwei Kandidatinnen Jacky und Sarah beim letzten Walk noch mal alles. In einer goldenen Abendrobe strahlten sie auf der Bühne und zeigten, was sie alles in 17 Wochen gelernt hatten. Der Applaus kam natürlich vom Band und sollte für Stimmung sorgen. Heidi sagte: «Ihr habt das beide so gerockt, das sah super schön aus. Es wird so schwer, ich weiss echt nicht was ich machen soll.»

Thomas Hayo meinte zu Jacky: «Ich bin nach wie vor begeistert mit was für einer Souveränität du das machst.» Und dann meinte er zu Sarah: «Du hast natürlich ein Talent dafür. Auf dem Catwalk hast du so eine Power und ein Selbstbewusstsein. Das könnte ein professionelles Model nicht besser machen.»

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Die beiden verbliebenen Finalistinnen. bild: prosieben

Der Abschalt-Moment

Designer und Gast-Juror Philipp Plein kam mit einer Protz-Karre ins Studio gefahren. Selbst Heidi kommentierte süffisant: «Was für ein dezenter Auftritt.» Seine Erklärung: «Ich musste mit dem Auto anreisen, wegen Corona gab es keine Flugzeuge.» Danach lief die Top 20 über den Catwalk. Tamara, die Plein zuvor in der Staffel angegangen hatte, sagte danach stolz: «Diesmal bin ich nicht gestolpert.» Plein erklärte, bei seiner nächsten Show dürfte sie wieder laufen. Zu der Kritik im Netz nach dem Casting-Aufritt in der Staffel blieb er wortkarg.

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Philipp Plein: Der Designer kam mit einem Auto in die Halle gefahren. bild: prosieben

Der Award des Abends

Rebecca Mir verlieh in diesem Jahr den «Best Personality Award», den es erst seit 2017 gibt. Zur Auswahl standen in diesem Jahr Anastasia, Tamara, Larissa, Maribel, Vivian, Nadine, Julia P. oder Mareike. Die Fans konnten auf der Topmodel-Homepage für ihren Liebling voten, der in der Staffel am meisten mit seiner Persönlichkeit überzeugt hat. Da lag es bei ihrer Präsenz in der Staffel schon fast auf der Hand, dass sich die Zuschauer für Tamara entscheiden würden. So kam es dann auch. Sie verkündete nach ihrem Sieg: «Ich bin happy, dass ihr mit mir lachen konntet. Es ist so crazy, ihr nehmt mich überall mit Liebe auf und deswegen sage ich ‹Dankyou›. Wenn ihr euch manchmal blamiert, ist es nicht im deutschen Fernsehen. Bye Bitches und bleibt schön disgusting.»

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Tamara: Nach dem Award hielt sie ihre Dankesrede. bild: prosieben

Die Kandidatin des Jahres

Tamara Hitz aus Österreich ist die heimliche Gewinnerin von «GNTM». Mit ihrer offenen und nicht selten verpeilten Art eroberte sie die Herzen der Zuschauer von Show zu Show. Auch, wenn es beim gemeinsamen Besuch mit Heidi auf der AmfAR-Gala mehr schlecht als recht für sie lief, unterhielt sie mit ihren frechen Sprüchen die Fans. Unvergessen ihre Antwort, als sie nach der Mode-Ikone schlechthin gefragt wurde. Tamaras Reaktion, die für mächtig Ärger sorgte: «Wer bitte ist Anna Wintour?»

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Tamara: Die Österreicherin moderierte Backstage. bild: prosieben

Auf Instagram hat sie bereits über 440'000 Abonnenten und ist damit die absolute Spitzenreiterin. Mehr als 100'000 Nutzer liken regelmässig ihre Beiträge. Stets betonte sie, dass es ihr Ziel sei, berühmt zu werden. Für den Moment hat sie das schon mal geschafft. Übrigens durfte Tamara die Backstage-Moderation übernehmen. Ein kleiner Trostpreis für die Sechstplatzierte, die im Halbfinale aufgrund ihrer Höhenangst ausschied.

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53 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Glenn Quagmire
22.05.2020 07:34registriert July 2015
Wie wärs mal mit der Mega-Trash-Show: „Germany‘s Next Top Jungle Camp Bachlorette Nackt Im Promi Big Brother Sommer Insel Haus“
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philosophund
22.05.2020 07:48registriert September 2015
Tatsächlich wie bei Siebenstein: nur diesmal ist die Krähe im Koffer drin
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Brockoli
22.05.2020 08:25registriert August 2016
"Ich kann Koffer Klum nicht ernst nehmen" schreibt da jemand auf Twitter. Über ein Vierteljahr lang mitverfolgen, wie Heidi sich in bizarren Outfits über das nächste in ein paar Wochen vergessene Meeeedchen und ihre Konkurrentinen auslässt ist dagegen voll prima und ok.
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