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Niklas Bayer-Eynck hat Jauchs Warnhinweis ignoriert. Bild: Screenshot rtl

Dieser Kandidat scheitert bei «Wer wird Millionär» zum zweiten Mal krachend

dirk krampitz / watson.de



Wer seinen Auftritt bei Günther Jauch verbockt hat, bekommt in der Regel keine zweite Chance. «Heute brechen wir mit einer Grundregel», kündigt Günther Jauch das «Zocker-Special – Die zweite Chance» an.

Denn diese Ausgabe widmet sich ausschliesslich «unglücklich Abgestürzten». Zuerst begrüsst Jauch einen Sonderfall: Niklas Bayer-Eynck ist vor gerade einmal drei Wochen an der 125'000-Euro-Frage gescheitert: «Wer ist im bekannten Volkslied 'Die Vogelhochzeit' der Bräutigam?» A) Amsel B) Drossel C) Fink D) Star. Der Kandidat entschied sich für «Amsel», Jauch wollte aber «Drossel» hören. Und so war Bayer-Eynck auf gerade einmal 1000 Euro zurückgefallen.

Das Problem im Nachhinein: Es gibt verschiedene Textversionen des Liedes. «Ehe wir uns da auf Diskussionen einlassen, haben wir gesagt, wir streiten nicht, Sie bekommen eine zweite Chance», erklärt Jauch.

Nun ist der 31-jährige Psychologe aus Dortmund also wieder im Studio. Nach seiner Niederlage habe ein «ziemliches Gefühlchaos» geherrscht. «Hättest du nicht einfach das Geld nehmen können?“, fragte er sich. Dann meldeten sich immer mehr Freunde, die andere Text-Fassungen in ihren Liederbüchern gefunden haben. Irgendwann hat er dann selbst nachgesehen und schliesslich Kontakt mit der Redaktion aufgenommen. »Sie haben die Kuh im Dorf gelassen und wir die Kirche vom Eis geholt", mixt Jauch zwei Redensarten.

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Zuerst sah es gut aus für den Kandidaten. Bild: Screenshot rtl

«Eigentlich müssten sie den Tausender zurückgeben», sagt Jauch, bevor das Spiel losgeht. Doch der Kandidat kontert frech: «Eigentlich müsste ich bei 125'000 weitermachen.»

Ohne Probleme schafft er es bis zur 32'000-Euro-Frage. Da geht es darum, wer im Frühjahr 2020 zum ersten Mal die Marke von 100'000 Mitgliedern überschritten hat. A) Bayern München B) Bündnis 90/Die Grünen C) Deutscher Alpenverein D) IG Metall.

Jauch schickt noch Warnhinweis, doch ohne Erfolg – danach wird er hämisch

Bayer-Eynck tendiert stark zum Alpenverein, setzt noch den Kandidatenjoker, und es entscheiden sich 50 Prozent der im Publikum anwesenden Ex-Gewinner ebenfalls für den Alpenverein. «Deckt sich mit meiner Vermutung.» Er überlegt noch laut: Wandern würde boomen, weil man ja nicht viel anderes machen könne in Corona-Zeiten. «Sollen wir es absichern?» gibt Jauch ihm einen kleinen Warnhinweis. Doch der Kandidat verzichtet. Sein Pech. Der Alpenverein hat über eine Million Mitglieder. Die richtige Lösung: die Grünen.

«Und war so reich als wie zuvor» zitiert Jauch Goethe ein bisschen an die Situation angepasst und schickt noch ein bisschen mehr Häme hinterher: «Wir gratulieren zum nächsten Tausender – mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.»

«Das geht ja gleich wieder mit einem kleinen Drama los.»

Günther Jauch

Und auch in ihrem Fortgang bleibt die Sendung nicht ohne Enttäuschung: Die Kandidatin Lisa Bross fällt ebenfalls auf 1000 Euro zurück. Doch insgesamt wird in der knapp vierstündigen Show einiges an Geld gewonnen: Der Radiomoderator Lutz Gerling erspielt sich 64'000 Euro für einen Zweitwagen und Immobilienanzahlung, die Journalistin Julia Dettmer 125'000 Euro für ihre Hochzeitsreise nach Hawaii und der Autoverkäufer André Schur konnte sich über 64'000 Euro freuen.

Jauchs Freundin-Witz geht schief

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Christoph Lang hat 250.000 Euro abgeräumt. Bild: Screenshot rtl

Am meisten räumt der Österreicher Christoph Lang ab. Er war im Mai 2018 in der Sendung und scheiterte an der Frage «Welchen Begriff findet man in zahlreichen Produktbeschreibungen von BHs?» A) Ringerrücken B) Tennisarm, C) Golfschulter D) Gewichtheberbrust. Er tippte auf Golfschulter, richtig war Ringerrücken. «Aber immer noch dieselbe Freundin?», versucht Jauch einen Witz mit Blick auf die Freundin im Publikum. Doch der Scherz geht schief. «Die Freundin hat gewechselt, ist aber immer noch blond», sagt der Kandidat trocken. Jauch entfährt ein peinlich berührtes «Oh Gott».

Verzweifelt bei der 1000-Euro-Frage

Der Kandidat kommt zunächst gut durch die ersten Wortspielfragen. Doch bereits bei der 1000-Euro-Frage tut er sich überraschend schwer: «Wem vertraut man private Probleme an, obwohl er gar nicht zur Verwandtschaft gehört?» A) Briefkastenonkel B) Bierkastenbruder C) Sandkastenvater D) Leierkastenopa. Der Kandidat ist milde verzweifelt. «Dürfte man gehen mit 500 Euro?», fragt er Jauch. «Selbstverständlich und die Joker packen wir ihnen alle liebevoll ein, bruchfest», witzelt der Moderator gut gelaunt.

In diesem Special haben die Kandidaten die Joker sowieso erst ab Frage 9 zur Verfügung. Lang entscheidet sich dann doch für Briefkastenonkel. Jauch trocken: «Eine seltenschwere Geburt für 1000 Euro». Relativ locker geht es weiter bis zur 32'000-Euro-Frage: «Seit Oktober zählt Reinhard Genzel zur Reihe der deutschen …?» A) Nobelpreisträger B) Ministerpräsidenten C) Kurienkardinäle d) Fussballnationalspieler kann er sich zum Glück auf seinen Vater als Telefonjoker verlassen. Der ist ziemlich sicher: Nobelpreisträger. Richtig: 32'000 Euro.

Ungewöhnlich einfach ist die 64'000-Euro-Frage für jeden, der einen Reisepass und ein bisschen Reiseerfahrung hat: «Was ist in der EU bordeauxrot, in Afrika häufig grün und in Kanada sowie den USA üblicherweise blau?» A) Stoppschilder B) Reisepässe C) Feuerlöscher D) Standby-Leuchte am TV. Christoph Lang findet die Frage offenbar nicht so einfach. Anfangs ist er noch sicher, dass Feuerlöscher in Deutschland bordeauxrot sind. Doppelt erstaunlich ist seine Unschlüssigkeit, weil er bei einer Firma arbeitet, die für diverse Länder der Welt Geldscheine und Reisepässe herstellt.

Joker ist ein Volltreffer

Irgendwann tendiert er dann doch zu Reisepässen. «Aber wenn ich diese Frage falsch mache …» überlegt er laut. Er hat Angst vor Kollegenhäme. Auch wenn ihm die in jedem Fall sicher sein dürfte, sichert er sich lieber mit dem Publikumsjoker ab. Jurist Mohamed Mahjoubi („Glatzenträger halten zusammen“) ist da ein Volltreffer. Er hat den Deutschen (bordeaux) und den tunesischen Pass (grün), hat in Amerika (blau) studiert und dort Verträge abgeschlossen, dabei kanadische Pässe (blau) gesehen. Er ist sich also ziemlich sicher: Pässe. Lang folgt ihm und klettert auf 64'000 Euro.

Weiter geht’s mit einer Literaturfrage: «Wie wir von Schiller wissen: Raum ist in der kleinsten Hütte für …?» A) ein pfeifend Lied B) ein gross gewachsen Kind C) ein glücklich liebend Paar D) ein Freud verheissend Bett.

Lang weiss es nicht und fragt alle Zuschauer. Die entscheiden sich mit 67 Prozent für C). Er loggt die Antwort ein und steht bei 125'000 Euro. Dann kommt die 250'000-Euro-Frage: «100 Jahre nach dem Tod welches berühmten Architekten soll 2026 dessen wohl bekanntestes Bauwerk fertiggestellt werden?» A) Walter Gropius B) Norman Foster C) Antoni Gaudí D) Ludwig Mies van der Rohe.

«Ich glaube, ich weiss es wieder, aber ich bin echt feige», gesteht der Kandidat. Offenbar steckt ihm sein Scheitern vom ersten Besuch bei Jauch wirklich tief in den Knochen. Er tippt auf die Sagrada Família von Gaudì, hält aber auch Gropius für möglich. Zur Sicherheit setzt er den 50:50 Joker ein. Übrig bleiben ausgerechnet Gropius und Gaudì. Er pokert dann, entscheidet sich für Gaudì und gewinnt damit 250'000 Euro. Praktisch: Seine neue blonde Freundin ist auch seine Bankberaterin. Ihr Tipp, wie er den Gewinn anlegen soll: «Breit streuen und nachhaltig.»

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