Leben
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25 völlig unterschätzte Filme, die mehr als nur Geheimtipps sein sollten

Nicht jeder Film hat das Zeug zum Kassenschlager, nicht jede Produktion das Marketing-Budget, einen Klassiker-Kult zu generieren. Vergessen wir daher nicht die kleinen Geheimtipps und Filmperlen unserer Zeit!



Gleich vorweg: Filme sind eine Form der Kunst und werden folglich stets sehr individuell rezipiert. Daher ist es schwierig, eine Liste mit Filmgeheimtipps zu generieren, die jedem Geschmack entspricht. Das dürfte in naher Zukunft denn auch unmöglich bleiben. Die Liste besteht daher aus verschiedensten Genres und Filmschulen, damit möglichst für alle etwas dabei ist.

Ebenfalls muss angemerkt werden, dass die Liste in keiner Form abschliessend ist. In der Kommentarspalte ist aber genügend Platz, um aus einer Liste mit 25 Filmgeheimtipps eine ganze Filmperlen-Enzyklopädie zu machen. Wenn ihr versteht, was ich meine ...

«Before Devil Knows You're Dead» (2007)

«Tödliche Entscheidung»

Regie: Sidney Lumet
Cast: Philip Seymour Hoffman, Ethan Hawke, Albert Finney
Filmlänge: 117 Min.

Tödliche Entscheidung Film 2007 Philip Seymour Hoffman Ethan Hawke Hollywood Before Devil Knows You're Dead Geheimtipp

Bild: imdb

Ein Familiendrama zwischen zwei Brüdern, das irgendwie alles abgrast: ethische Grundsatzfragen, Loyalität, das Konzept der Familie, Spannung, Dramatik und Beziehungen. Zu keiner Zeit langweilig, nie unnötig rührselig, kein Kitsch, keine Überdramatisierung. Dazu eine filmische Erzählperspektive, die so kaum je gesehen wurde. Nicht nur ein Geheimtipp, sondern meines Erachtens das beste Crime-Drama, das ich je gesehen habe.

«The Lobster» (2015)

«The Lobster: Eine unkonventionelle Liebesgeschichte»

Regie: Yorgos Lanthimos
Cast: Colin Farrell, Rachel Weisz, Jessica Barden
Filmlänge: 119 Min.

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Bild: imdb

Ein Film, der irgendwas zwischen dystopischem Liebesfilm und kunstvoller Gesellschaftskritik ist, ohne dabei je hochgestochen rüberzukommen. Das filmische Narrativ ist nur schwer zu durchblicken und geizt nicht mit grotesk-lustigen Sequenzen, denen es an Tiefgang zu keiner Zeit mangelt. Grossartige Unterhaltung mit Köpfchen, Geist und Charme, die direkt ins Herz trifft.

«Oh Boy» (2012)

Regie: Jan-Ole Gerster
Cast: Tom Schilling, Katharina Schüttler, Justus von Dohnányi
Filmlänge: 86 Min.

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Bild: imdb

Ein grandioser Beweis dafür, dass man für ein Stück Filmgenuss keines grossen Budgets bedarf. Schlicht in Schwarzweiss gedreht, fängt diese Dramakomödie den Geist der Millennial-Generation ein, die einfach nicht weiss, was sie soll, was sie darf und was sie will. Herausragende Schauspieler, stimmige Bilder und ein Lehrstück in Sachen subtiler Komik. Hätte stilbildend sein können – wäre da doch nur «Hollywood» anstatt «Deutschland» draufgestanden ...

«The Next Three Days» (2010)

«72 Stunden – The Next Three Days»

Regie: Paul Haggis
Cast: Russell Crowe, Elizabeth Banks, Liam Neeson
Filmlänge: 133 Min.

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Bild: imdb

Dieser Thriller kommt oberflächlich wie ein 0815-Blockbuster daher. Dabei ist er so viel mehr, weil er tatsächlich viel weniger ist. Russell Crowe ist kein Superheld und kein Megabrain, sondern ein völlig normaler, gutmütiger Familienvater. Dabei behandelt der Film diverse moralische Dilemmas, setzt auf sehr nachvollziehbare Handlungsmuster und bietet so eine sehr authentische Psychologisierung der Protagonisten. Phänomenales Storytelling mit mehr als überzeugenden Darstellern und Action mit enorm viel Herzblut.

«Relatos salvajes» (2014)

«Wild Tales: Jeder dreht mal durch!»

Regie: Damián Szifron
Cast: Darío Grandinetti, María Marull, Mónica Villa
Filmlänge: 122 Min.

Wild Tales Film Drama Komödie Geheimtipp

Bild: imdb

«Wild Tales» ist ein sogenannter Episodenfilm, in dem sechs Kurzgeschichten unabhängig voneinander erzählt werden. Sie sind allesamt durchtränkt von schwarzem Humor, Ironie und Leidenschaft und bestechen durch eine erfrischende Fotografie. Glaubt mir, es ist wirklich ein Genuss, bei dem man die nächste Geschichte kaum mehr erwarten kann. Ein bis in die kleinste Faser unterschätzter Film, der irgendwie zu jeder Gemütslage passt.

«Trance» (2013)

«Trance – Gefährliche Erinnerung»

Regie: Danny Boyle
Cast: James McAvoy, Rosario Dawson, Vincent Cassel
Filmlänge: 101 Min.

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Bild: imdb

Danny Boyle ist unter Cinephilen beim besten Willen kein Unbekannter. Dieser Film von ihm womöglich schon. In diesem sehr stilvoll inszenierten Thriller wird der Zuschauer mehrmals von Plottwists überrumpelt, ohne, dass diese erzwungen daherkommen. Der Soundtrack von Moby, der sehr charismatische Cast und Boyles Auge für filmische Metaebenen machen diesen Film zu einem sehr abgerundeten Geheimtipp, bei dem man sich fragt, wieso ihn nicht alle kennen.

«The Necessary Death of Charlie Countryman» (2013)

«Lang lebe Charlie Countryman»

Regie: Fredrik Bond
Cast: Shia LaBeouf, Evan Rachel Wood, Mads Mikkelsen
Filmlänge: 103 Min.

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Bild: imdb

Freunde, ich sag's euch, dieser Film hat's auf jeder Ebene faustdick hinter den Ohren. Es ist die womöglich unkonventionellste, verwirrteste, brutalste und schönste Liebesgeschichte der jüngeren Moderne. Ah ja, das alles natürlich verwoben in eine ebenso undurchsichtige Thriller-Erzählebene. Willkürlich, direkt und unheimlich leidenschaftlich. Als hätte Tarantino das Drehbuch zu «Lola rennt» geschrieben und Scorsese es verfilmt. Der Cast, das Set-Design, der Soundtrack – eine Symphonie des 21. Jahrhunderts.

«The Broken Circle Breakdown» (2012)

«The Broken Circle»

Regie: Felix van Groeningen
Cast: Veerle Baetens, Johan Heldenbergh, Nell Cattrysse
Filmlänge: 111 Min.

The Broken Circle Breakdown Film Indie-Cinema Indie-Film Musikfilm Tragödie Geheimtipp

Bild: imdb

Ich wüsste nicht, wie ein Drama sowohl schöner als auch tragischer sein könnte. Eine folkige Hipster-Ode an die moderne Bohème – und das überraschenderweise gänzlich ohne unnötigen Kitsch oder makellose Optik. Der Film ist schlicht von einer brachialen Natürlichkeit geprägt, der durch den Bluegrass-Soundtrack zu einem modernen, schmerzhaften Märchen über Liebe, Verlust, Frust, Hass und Versöhnung heraufgehoben wird. Das ist so gross, dass man den Hut davor ziehen will.

«Nocturnal Animals» (2016)

Regie: Tom Ford
Cast: Amy Adams, Jake Gyllenhaal, Michael Shannon
Filmlänge: 114 Min.

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Bild: imdb

Dass Modedesigner Tom Ford auch ein begnadeter Regisseur ist, zeigte er mit seinem Debüt «A Single Man» (2009) und «Nocturnal Animals» steht diesem in Nichts nach. Das Filmbild ist eine Ode an die Ästhetik und quasi «uncredited cast» des Films. Dazu kommt die Geschichte, die in diesem Fall einiges düsterer und wesentlich undurchschaubarer ist. Der Thriller fesselt nicht nur, sondern hypnotisiert einen zugleich. Ein Meisterwerk, das bislang viel zu wenig Beachtung erhielt.

«Kiss Kiss Bang Bang» (2005)

Regie: Shane Black
Cast: Robert Downey Jr., Val Kilmer, Michelle Monaghan
Filmlänge: 103 Min.

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Bild: imdb

Der Titel dürfte vielen immerhin ein Begriff (oder sogar mehr?) sein, doch alles in allem verdient diese Krimi-Komödie mehr Anerkennung. Die filmische Erzählform ist für Hollywood eher gewagt, ebenso wie die darin angeschnittenen Themen. Zwischen all den kauzigen Charakteren und den ulkigen Situationen gelingt es dem Film dennoch, seine seriöse Aura zu wahren. Wirklich grosses Kino, das auf den Schultern eines liebenswerten Casts ausgetragen wird.

«3:10 to Yuma» (2007)

«Todeszug nach Yuma»

Regie: James Mangold
Cast: Russell Crowe, Christian Bale, Ben Foster
Filmlänge: 122 Min.

Todeszug nach Yuma Russell Crowe Christian Bale Film Geheimtipp Western Hollywood

Bild: imdb

Wer dachte, dass die Ära des Western vorbei ist, hat vermutlich Recht. Das ist ein Jammer. Denn wäre dieser Streifen ein paar Dekaden früher erschienen, wäre es gut möglich, dass er zu dem Klassiker schlechthin geworden wäre. Ein enorm sorgfältig konzipierter Film, der die gleichwohl simple als auch vielschichtige Handlung in einem Tempo vorantriebt, das es erlaubt, Nuancen zu akzentuieren, ohne in Langatmigkeit zu verfallen. In meinen Augen der beste Western bislang.

«Beasts of the Southern Wild» (2012)

Regie: Benh Zeitlin
Cast: Quvenzhané Wallis, Dwight Henry, Levy Easterly
Filmlänge: 93 Min.

Beasts of the Southern Wild Film Hollywood Geheimtipp Oscars 2012

Bild: imdb

Dieser visuell wuchtige Film ist ein Denkmal für den kindlichen Blick auf die Welt. Sorry fürs Pathos, aber man kann es kaum anders sagen. Von diversen Jurys mit Lob überhäuft, fand er dennoch kaum den Weg zur breiten Masse. Es ist eine Fabel übers Kind-Sein, die vor allem für «uns Erwachsene» von Zeit zu Zeit Pflichtstoff sein sollte. Eine Mischung zwischen Drama, Fantasy und Mystery mit wahnsinnigem Unterhaltungswert, die es nicht verdient, «nur» Geheimtipp zu sein.

«God's Pocket» (2014)

«Leben und Sterben in God's Pocket»

Regie: John Slattery
Cast: Philip Seymour Hoffman, Christina Hendricks, Richard Jenkins
Filmlänge: 88 Min.

God's Pocket Philip Seymour  Hoffmann  John Torturro Hollywood Geheimtipp Film

Bild: imdb

Einer der letzten Filme, die Philip Seymour Hoffman gedreht hat. Doch nicht nur darum ist dieser Film eine kleine, gut versteckte Perle. Es ist ein Drama am Puls der normalen Menschen, die dieselben Probleme wie wir haben. Nicht überzeichnet, nicht beschönigt und eben auch nicht für die Dramaturgie aufgehübscht. Es geht um Recht, Unrecht, Zuneigung und Ablehnung – die vier Pole des Lebens. Alles ohne Pathos, der Subtilität verschrieben. Es ist ein leiser Film, dem man (im metaphorischen Sinne) zuhören muss, um ihn zu verstehen. Ein bisschen wie das Leben halt.

«Inherent Vice» (2014)

«Inherent Vice – Natürliche Mängel»

Regie: Paul Thomas Anderson
Cast: Joaquin Phoenix, Josh Brolin, Owen Wilson
Filmlänge: 148 Min.

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Bild: imdb

Ein Hippie-Neo-Noir, der 1970 spielt und vom Visuellen, übers Dramaturgische bis hin zum Darstellerischen diverse Facetten des filmischen Schaffens wiedergibt. Eine an sich klassische Detektivstory, die in jedweder Hinsicht auf eine schiefe Bahn gerät und zwischenzeitlich in andere Genres abdriftet. Selten hab ich einen wilderen Film gesehen, selten wurde ich mehr überrascht, selten hab ich mehr geschmunzelt. Wieso dieser Film kein Klassiker ist? Keinen blassen Schimmer.

«Little Children» (2006)

Regie: Todd Field
Cast: Kate Winslet, Jennifer Connelly, Patrick Wilson
Filmlänge: 137 Min.

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Bild: imdb

Als Kind erscheinen einem die Erwachsenen stets als abgeschlossene Wesen. Selbst erwachsen, weiss man, dass dem nicht so ist, versucht es aber irgendwie zu vertuschen. Dieser Film bricht mit dieser Heuchelei. Teils beklemmend, teils traurig, teils einfach nur schön. Ein filmisches Gefühlschaos, das Klischees umgeht und dem alle irgendwas abgewinnen können. Auch wenn es nicht immer so angenehm ist.

«A Bigger Splash» (2015)

Regie: Luca Guadagnino
Cast: Tilda Swinton, Matthias Schoenaerts, Ralph Fiennes
Filmlänge: 125 Min.

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Bild: imdb

Ja, dieser Film fand bereits Eingang in ein anderes Film-Listicle. Aber er gehört schlicht auf diese Liste, weil der Film von A bis Z alles hat, was man sich wünscht. Die archaische Szenerie der süditalienischen Insel Pantelleria untermalt das Schaffen und Wirken ebenso archaischer Triebe in kultivierten Menschen. Ikonische Filmbilder und intime Momentaufnahmen wechseln sich im Minutentakt ab, wobei der hochkarätige Cast unscheinbar zur Höchstform aufläuft. Leute, das ist ein Muss!

«Rampart» (2011)

«Rampart – Cop ausser Kontrolle»

Regie: Oren Moverman
Cast: Woody Harrelson, Ben Foster, Sigourney Weaver
Filmlänge: 108 Min.

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Bild: imdb

Polizeigewalt in den USA – in jüngster Zeit ein gesellschaftlich sehr präsentes Thema. Bereits 2011 porträtierte Woody Harrelson einen gewalttätigen Cop, wobei der Film die Leinwand für seine eindrückliche Charakterstudie ist. Beschönigt wird nichts, ausgeteilt dafür auf alle Seiten. Die Performance von Harrelson alleine lohnt sich. Und die ganze Thematik, der Plot und die filmische Inszenierung stehen Harrelson jedoch in Nichts nach.

«Romance & Cigarettes» (2005)

Regie: John Turturro
Cast: James Gandolfini, Susan Sarandon, Kate Winslet
Filmlänge: 105 Min.

Romance & Cigarettes Kate Winslet Film Hollywood Musical Komödie Liebesfilm Romance Geheimtipp

Bild: imdb

Achtung, Musical. Wobei ... Wieso eigentlich? Musicals haben in «unserer» Generation einen schweren Stand. Und das völlig zu Unrecht, wie dieser Geheimtipp zeigt. Hier wird anhand eines Musicals eine zerrüttete Ehe aufgearbeitet, mit all den miesen Dingen, die dazugehören. Es ist halbernst, halbparodierend, dabei nie langweilig und alles in allem einfach sowas von anders, dass es unheimlich gut tut. Und wer wollte schon nicht mal James Gandolfini, Steve Buscemi, Christopher Walken und Kate Winslet singen hören?

«Revolver» (2005)

Regie: Guy Ritchie
Cast: Jason Statham, Ray Liotta, André 3000
Filmlänge: 111 Min.

Revolver Film Guy Ritchie Jason Statham Ray Liotta Thriller spannend speziell Geheimtipp

Bild: imdb

Hier mal wieder ein unterschätzter Film für alle, die ein Faible für komplexere Geschichten haben. Die anachronistische Erzählart ist zu Beginn ein wenig gewöhnungsbedürftig, schafft auf längere Sicht jedoch oft gemisster Platz für erzählerische Dichte. Fotografisch bildet der Film eine unheimlich gut abgestimmte Einheit, die das dichte Geflecht vereinheitlicht. Je länger (oder öfter) man hinsieht, desto mehr entdeckt man – wie das bei gelungener Kunst nun mal so ist.

«American Honey» (2016)

Regie: Andrea Arnold
Cast: Sasha Lane, Shia LaBeouf, Riley Keough
Filmlänge: 163 Min.

American Honey Film Independent-Cinema Indie Drama Liebesgeschichte Geheimtipp

Bild: imdb

Auch dieser Film wurde bereits in einer Film-Story erwähnt. Und das ist gut so. Denn die Indie-Produktion von Andrea Arnold verdient massig Aufmerksamkeit und nicht weniger Respekt. Hier wird mit dem dramaturgischen Sujet der Liebesgeschichte, dem Soundtrack, sowie dem Bildformat experimentiert. Und anders als in so manch anderen Fällen geht dies auf – und zwar «with a bang». Uff, ist dieser Film eine Wucht!

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Video: YouTube/A24

«J'ai toujours rêvé d'être un gangster» (2007)

Regie: Samuel Benchetrit
Cast: Anna Mouglalis, Edouard Baer, Jean Rochefort
Filmlänge: 117 Min.

J'ai toujours rêvé d'être un gangster Film französisch Schwarzweiss Indie-Cinema Independant Geheimtipp

Bild: imdb

Französisches Kino ist gewiss nicht jedermanns Sache. Das ist in Anbetracht des hiesigen künstlerischen Elitismus auch verständlich. Genau hier knüpft diese kleine Filmperle an. Ein Indie-Film der sich süss gibt, aber viel Wahres in sich birgt und zuweilen bittere Noten hinterlässt. Es ist eine Kunst, das Komplexe einfach erscheinen zu lassen. Und diese Dramakomödie meistert diese Kunst mit einer zusätzlichen Nonchalance. Chapeau.

«Drive» (2011)

Regie: Nicolas Winding Refn
Cast: Ryan Gosling, Carey Mulligan, Bryan Cranston
Filmlänge: 100 Min.

Drive Ryan Gosling Bryan Cranston Carey Mulligan Film Hollywood Thriller Drama Geheimtipp

Bild: imdb

Eigentlich inszeniert dieser Film schlicht die alte Leier vom neutralen, geheimnisvollen Fluchtwagenfahrer, der sich zu Emotionalität verleiten lässt. ABER: Wie dies inszeniert wird, verdient unsere Liebe. Ryan Gosling als wortkarger, robotischer Typ, in einem Set-Design, das von Neo-Noir- und Cyberpunk-Elementen geprägt ist und mit einer Kameraarbeit, die sich vor experimentellen Einstellungen nicht scheut. Ein filmisches Understatement, das leider ziemlich unterschätzt ist.

«Sightseers» (2012)

Regie: Ben Wheatley
Cast: Alice Lowe, Kenneth Hadley, Steve Oram
Filmlänge: 88 Min.

Sightseers Film Komödie Crime Krimi Geheimtipp Indie-Cinema Independent

Bild: imdb

Eine Komödie, so schwarz, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Abstrakt, grotesk, irrwitzig und vielleicht auch darum irrewitzig. Es müsste zuerst ein Genre erfunden werden, um es einordnen zu können. «Roadtrip-Crime-Comedy»? «Beziehungs-Mord-Roadmovie»? Keine Ahnung, ist aber auch egal. Wunderschöne (weil simple) Landschaftsbilder, ulkige Darsteller und ein Drehbuch, dass uns nach allen Regeln der Kunst unterhält.

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Video: YouTube/IGN

«We Own the Night» (2007)

«Helden der Nacht – We Own the Night»

Regie: James Gray
Cast: Joaquin Phoenix, Mark Wahlberg, Eva Mendes
Filmlänge: 117 Min.

Helden der Nacht we own the night Film Joaquin Phoenix Mark Wahlberg Thriller Krimi Crime Mafia Hollywood Geheimtipp

Bild: imdb

Vom Aussehen her ein klassischer Mafia-Thriller. Aber die Aura dieses Films hat irgendwie mehr, ist intensiver, ist präsenter und macht ihn zum absoluten Geheimtipp. Vielleicht wegen des Casts, der auf jeder Ebene Sensationelles leistet; vielleicht auch einfach wegen der intimen Kameraführung. Düstere und rührende Elemente sind gleichsam enthalten, das Sounddesign ist äusserst intelligent umgesetzt und das Set-Design ist wie aus einem Guss. Popcorn-Kino mit ganz viel Stil.

«Toni Erdmann» (2016)

Regie: Maren Ade
Cast: Sandra Hüller, Peter Simonischek, Michael Wittenborn
Filmlänge: 162 Min.

Tondi Erdmann Film Indie-Cinema Independent Deutschland deutsch Komödie Drama Geheimtipp

Bild: imdb

Da ist einer. Ein sogenannter Kritikerliebling. Aber Mamma mia, ist der gut. Eine tragikomische Generationenstudie, die praktisch alles richtig macht. Eine Vatergeneration, die sich der Verantwortung der Erziehung entzogen hat und eine Kinder-Generation, die im Wechselbad zwischen Gefallsucht und Rebellion hin und her irrt. Nein, das soll kein Geheimtipp sein, sondern Pflichtstoff für beide Generationen.

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