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So viel (mehr) bezahlst du für Netflix im Vergleich zum Rest der Welt



Netflix gibt es mittlerweile beinahe in jedem Land auf der Welt. Das hat den Vergleichsdienst Comparitech dazu veranlasst, die landesspezifischen Netflix-Angebote etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Herausgekommen ist ein Ranking, bei dem die Schweiz vor allem in einer Kategorie ganz vorne dabei ist: Länder mit den teuersten Abos.

So wurde verglichen

Pro Land wurden alle verfügbaren Titel (Serien und Filme) durch den monatlichen Abo-Preis geteilt, um die Kosten pro Titel zu ermitteln. Bei Standard- und Premium-Abonnements wurden auch die Anzahl Benutzer, die ein Konto verwenden dürfen, berücksichtigt: Die Nutzeranzahl wurde mit den verfügbaren Titeln multipliziert und dann durch den entsprechenden Abo-Preis geteilt. Bei einem Standardabo sind das zwei, bei einem Premiumabo vier Nutzer. Um den Vergleich zu vereinfachen, wurden alle Abopreise in US-Dollar umgerechnet.

Hier ist Netflix nach Kosten pro Titel am günstigsten

Schaut man sich nun die Kosten pro Titel an, ist Netflix in Brasilien klar am günstigsten. Die Top 5 für das Basisabo setzen sich folgendermassen zusammen:

Die 10 günstigsten Länder (Kosten pro Titel): Basis-Abo

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Bild: comparitech

Die 10 günstigsten Länder (Kosten pro Titel): Standard-Abo

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Bild: comparitech

Die 10 günstigsten Länder (Kosten pro Titel): Premium-Abo

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Bild: comparitech

Auffällig ist, dass mit dem Vereinigten Königreich zumindest bei den Basis- und Standardabos ein einkommensstarkes Land in den Top 10 vertreten ist. Erst bei den Premiumabos kann sich das Vereinigte Königreich nicht mehr unter den zehn günstigsten Ländern halten.

Hier ist Netflix nach Kosten pro Titel am teuersten

Am teuersten pro Titel ist Netflix in der Schweiz und Dänemark. Comparitech schreibt dazu:

«Beide [Länder] haben teure monatliche Kosten und eine unterdurchschnittliche Bibliotheksgrösse. In der Schweiz gibt es insgesamt 4326 Titel – 10,5 Prozent weniger als der Durchschnitt und in Dänemark 3.808 – 23 Prozent weniger als der Durchschnitt.

Das bedeutet, dass dänische Kunden für Basis- oder Standardpläne 112, respektive 61 Prozent mehr pro Titel zahlen als Brasilianer (54, respektive 45 Prozent mehr als der Durchschnitt), während Schweizer Kunden für Basis- oder Standardpläne fast 106, respektive 101 Prozent mehr pro Titel zahlen als Brasilianer (45, respektive 48 Prozent mehr als der Durchschnitt).»

Die 10 teuersten Länder (Kosten pro Titel): Basis-Abo

Die 10 teuersten Länder (Kosten pro Titel): Standard-Abo

Die 10 teuersten Länder (Kosten pro Titel): Premium-Abo

Weshalb man nicht nur auf die Kosten pro Titel schauen sollte

Anders sieht es aus, wenn man den Abopreis anhand des durchschnittlichen Einkommens eines Landes betrachtet. Hier ist die Schweiz dann plötzlich nicht mehr unter den Top 10 der teuersten Abos. Zwar ist das Premiumabo in der Schweiz mit 24,04 Dollar (21,90 Franken) in der Statistik am teuersten, allerdings macht dieser Betrag nur 0,43 Prozent des durchschnittlichen Einkommens aus.

Zum Vergleich: In Brasilien, wo das Premiumabo mit 8,36 Dollar am günstigsten ist, macht dies 1,10 Prozent des durchschnittlichen Monatseinkommens aus. Inder müssen sogar um einiges tiefer in die Tasche greifen, obwohl das Abo mit 10,67 Dollar günstig scheint: 6,01 Prozent frisst der Abopreis vom durchschnittlichen Monatsverdienst. Wäre dies auch in der Schweiz der Fall, müssten wir für das Premiumabo pro Monat 341 Franken bezahlen.

Ebenfalls hat die Schweiz eine der höchsten Streaming-Geschwindigkeiten. Laut einer offiziellen Rangliste von Netflix aus dem Jahr 2017 lag die Schweiz sogar an der Spitze. Im Februar 2020 konnten wir hierzulande mit bis zu 5,28 Mbit/s streamen, während in Brasilien die Höchstgeschwindigkeit zur gleichen Zeit bei 4,10 Mbit/s lag.

Warum sind die Schweizer Abopreise so hoch?

(pls/oli)

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