Leben
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Halima Aden ist auf der Titelseite der «Sports Illustrated»-Swimmsuit-Issue in einem Burkini zu sehen

Bild: Sports Illustrated

Dieses Model trägt als Erste einen Burkini auf der Titelseite der «Sports Illustrated»

Anna-Lena Janzen / watson.de



Die Models tragen kurze Höschen, knappe Bikini-Tops, und haben braun gebrannte Haut: «Sports Illustrated» ist ein amerikanisches Magazin – mit überwiegend männlicher Leserschaft. Und so posieren die Damen der jährlichen «Swimsuit»-Ausgabe des Magazins üblicherweise so:

Dieses Jahr wagt das Magazin ein ganz anderes Bild:

In der diesjährigen Ausgabe ist das Model Halima Aden auf der Titelseite in einem Burkini zu sehen. Die Bekleidung bedeckt – bis auf Gesicht, Hände und Füsse – ihren gesamten Körper.

Auf ihrem Kopf trägt das amerikanische Model mit somalischen Wurzeln ausserdem einen Hijab. Sie ist damit das erste Model, das sich voll bekleidet auf der Titelseite des Magazins räkelt.

Halima Aden, die in einem kenianischen Flüchtlingslager aufwuchs, zog im Alter von sieben Jahren in die USA und begann kurz darauf den Hijab zu tragen. Schon im Jahr 2017 erschien sie als erstes Hijab-Modell auf dem Cover eines grossen US-Magazins.

Und das sagt das Model selbst zu der Aktion:

In einem Interview mit der BBC sagte Aden: «Junge Mädchen, die einen Hijab tragen, sollten auch Frauen in jeder Branche haben, zu denen sie aufschauen können.»

«Wir sehen jetzt Politiker, Geschäftsfrauen, Fernsehreporter und andere erfolgreiche Hijabi-Frauen in sichtbaren Rollen, und das ist die Botschaft, die wir senden müssen.»

Halima Arden bbc

Bild

Bild: yu tsai/sports illustrated/sports illustrated

«Die Resonanz war unglaublich und ich fühle mich so geehrt, dass ‹Sports Illustrated› die Schönheit dieser bescheiden gekleideten Frauen gezeigt hat.»

Im Netz sorgten die Fotos für unterschiedliche Reaktionen...

Ein Instagram-User schrieb: «Du bist so ein absoluter Star Halima!!!!!! Herzliche Glückwünsche!!!!»

Mehrere Nutzer kommentierten, sie seien inspiriert von der Aktion.

«Schaut euch die Schönheit an, die wir besitzen. Auch komplett angezogen! Ja!!! Herzlichen Glückwunsch meine schöne Schwester!!! Du bist ein Vorbild!!!»

«Die Kultur der Bescheidenheit ist rückständig und gegen Frauen. Tausende von Frauen werden in islamischen Ländern festgenommen, um gegen Verschleierung zu protestieren. Und doch feiert Ihr albernes Magazin ein Symbol der Unterdrückung ... auf die absurdeste Weise, die man sich vorstellen kann. Fail.»

«Die (Burkini) gibt's auch für Männer, richtig?»

Halima Aden war auch schon auf der Titelseite der «Vogue» zu sehen:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Hidschab & Co. – Verhüllungen vom Kopftuch bis zur Burka

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Emma Amour

5 Tipps, wie du heartbroken Corona-Weihnachten überstehst

Ich will mir schon gar nicht Mühe geben, um so zu tun, als würde ich mich auf Weihnachten freuen. Wir stecken mitten in einer Pandemie. Ausserdem habe ich Herzschmerz. Und eine sehr aufgelöste Mutter an der Backe.

Von wegen stille Nacht, heilige Nacht. Das wäre ja noch schön. Vor allem die Stille. Die würde ich heute, morgen und übermorgen sehr gerne zelebrieren. Ich, meine Wolldecke, mein TV. Und Soulfood. Und last but not least: mein Herzschmerz!

Mir ist bewusst, dass die Story mit dem Doc und mir nur ein Date und etwas virtuellen Austausch beinhaltete. Dennoch ist es nun so, dass ich immer noch sehr auf ihn stehe. Er hingegen steht auf seine Ex. Klassiker. Drei Sekunden vor Weihnachten noch …

Artikel lesen
Link zum Artikel