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Influencer will gratis essen – Restaurant macht interessanten Gegenvorschlag



Es ist nicht die erste Geschichte dieser Art und wird es wohl auch nicht bleiben: Influencer, die Restaurants um kostenloses Essen bitten. Im Gegenzug versprechen sie, die Gaststätte positiv gegenüber ihrer Anhängerschaft zu erwähnen. Das kann sich für ein Etablissement durchaus lohnen und wird daher auch oft gemacht.

Manchmal aber gibt es auch Restaurants, die keine Lust auf diese moderne Art der Werbung haben. Jüngstes Beispiel dafür ist ein Restaurant aus Griechenland. Auf Twitter berichtet ein User namens Mr. Bobbah, dessen Familie das betreffende Restaurant gehören soll, von seinen Erlebnissen mit Influencern.

Bild

Der erste von vielen Posts zur Geschichte.

Mit Followerschaft darüber sprechen

Mr. Bobbah schreibt, dass sein Restaurant pro Jahr mehrere dutzend Anfragen von Influencern erhalte. Darin gehe es eigentlich immer darum, dass diese gratis essen wollen. Im Gegenzug versprechen diese dann, das Restaurant in Storys und Posts positiv zu erwähnen. Er hat sogar ein aktuelles Beispiel eines Influencers, der kürzlich beim Griechen kostenlos essen wollte. In der Nachricht heisst es unter anderem:

«Hallo

Ich hoffe, Ihnen geht es gut. Ich habe kürzlich durch einen Freund von ihrem Restaurant erfahren. Er sagte, Sie servieren grossartige griechische Gerichte und bieten auch vegane Optionen an. Ich würde es lieben, mit meinem Freund bei Ihnen zu essen – im Austausch für Social-Media-Erwähnung.»

Zwar spreche die Person nicht direkt an, dass sie gratis essen wolle, die Absicht hinter der Anfrage sei aber genau diese. Das weiss Mr. Bobbah aus Erfahrung. Trudeln solche Anfragen ein, antworte man aber immer gleich, so auch in diesem Fall:

«Wir fühlen uns geschmeichelt, dass Sie unser Restaurant ausgesucht haben und sind uns sicher, dass wir Ihnen ein unvergessliches Abendessen bereiten werden.

In den letzten Jahren haben wir mit Instagram-Foodies und Influencern eine Politik der sozialen Verantwortung eingeführt:

Für jedes Essen, das wir an einen Influencer verkaufen, der unser Gericht dann auf Instagram postet, geben wir ein gleichwertiges Gericht an eine Person in Not (Obdachlose, Flüchtlinge, etc).

Auf diese Art profitieren wir von Ihrer Reichweite und Sie steigern Ihr Markenimage, weil Sie zeigen, dass sie etwas an die Gesellschaft zurückgeben. Wir posten Influencer, die bei dieser Initiative mitmachen immer und kriegen normalerweise hunderte positiver Rückmeldungen.

Bitte lassen Sie uns wissen, was Sie darüber denken.»

Das traurige Resultat: Keiner der Influencer, die ursprünglich ein Gratis-Essen wollten, habe bisher unter diesen Konditionen beim Restaurant essen wollen – so auch nicht die Person des jüngsten Beispiels. Teilweise hätten die Influencer nicht einmal mehr geantwortet oder die Anfrage im Chatverlauf gleich gelöscht.

Mr. Bobbahs abschliessende Meinung ist eindeutig:

«Liebe Influencer

Ihr macht euch nur zum Narren, indem ihr versucht, einen vorgetäuschten, kosmopolitischen Lebensstil zu schaffen, der auf Betteln basiert.»

(pls)

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(pls)

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