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Francesca, Alan, Erik Haemmerli, Elena und Eva (v.l.) beglücken einander. Bild: Screenshot telezüri

Kochshows sind Trostkoks. Bis auf die mit Bachelor Alan und seinen Ladys ...

Zufälligerweise ist die Autorin dieses Artikels auf die Trash-Promi-Edition von «SwissDinner» gestossen. Wo Menschen Dinge kochen, die sie weder kennen noch können.



Liebstes Lieblingspublikum, erinnert ihr euch noch an dieses Ding namens «Der Bachelor»? Nicht? Ich schon! Ich hatte es im zwischenmenschlich so kargen, ausgejäteten, abgekühlten Corona-Winter 2020 über Gebühr ins Herz geschlossen. Weil es aussah wie immer. Weil man ihm nicht anmerkte, dass Alan und die Ladys sich einem Sperrfeuer an Tests (wahlweise auch «Testene») aussetzten und auch sonst nichts machten, was ausserhalb ihres Geheges (wahlweise auch Villene) als gefährliches Verhalten hätte geahndet werden müssen.

Aber egal, alles Vergangenheit. Jetzt ist jetzt. Und jetzt heisst: Alle stehen am Herd. Auch Alan. Gut, der erst am kommenden Samstag, aber er hat schon angekündigt, dass er zwar ein Gernesser, aber Schlechtkocher sei. Was ihn allerdings nicht von den drei seiner Ladys unterscheiden wird, die schon vor ihm und für ihn gekocht haben. Sie sind nämlich zu viert in die 100. Staffel der Kochsendung «SwissDinner» verpflanzt worden. Neben Alan sind das Elena, mit der ich leider nichts verbinden kann, oder Eva, die nette Stripperin aus Basel.

SwissDinner

So empfängt Eva das Team hinter «SwissDinner». Bild: screenshot telezüri

Und schliesslich natürlich Siegerin Francesca, die sich direkt nach dem «Bachelor» eine Brustvergrösserung sponsern liess, was Alan okay fand, weil sie das schliesslich «für sich selbst» tun würde und er keiner sei, der «im Quadrat» denke. Überhaupt sei zwischen ihnen alles super, sagt Alan, weil sie «das gleiche Mindset» hätten und «auf der gleichen Frequenz» seien. Romantik ist, wenn Roboter Gefühle beschreiben.

SwissDinner

Nein, das sind keine Implantate, das sind die Plastikkugeln, aus denen Eva gleich eine Gourmetkomposition ziehen wird. Bild: screenshot telezüri

Leute, kennt ihr «SwissDinner»? Nicht? Ich schon! Ich habe es wie alle Kochshows in diesem töteligen Winter noch nötiger als sonst, denn Kochshows bedeuten, dass ehrgeizige Menschen andern Menschen mit Raffinesse Gourmetgutes tun, dass sie sich in Gesellschaft befinden, dass sich Fremde zwanglos begegnen, fast wie im Restaurant ... Kochshows sind reinstes Trostkoks. Okay, die folgende Sendung ist es nicht. Aber was zieht man sich nicht alles rein, wenn man auf Entzug ist?

Als erste in der «Bachelor»-Trash-Promi-Edition von «SwissDinner» zog Eva das von Francesca designte Festmahl aus einer desinfizierten Plastikkugel und lüftete eins der grössten Geheimnisse der Jetztzeit:

«S'Coole an langen Nägeln isch, man kann heisse Sachen anlangen, ohne dass man sich verbrennt.»

Eva

SwissDinner

Nein, das sind nicht Evas, sondern Francescas Nägel. Bild: screenshot telezüri

Es gibt Bruschette, Carbonara mit Rahm und eine Orangensuppensauce, die leider keine Crème geworden ist. Francesca findet alles «megahärzig». Elena sagt: «Ich lieb Chäs, Chäs isch Lideschaft, Chäs isch Liebe, Chäs isch alles.» Alan ist eher so der Typ Schweiger und Geniesser. Profikoch und Sendungschef Erik Haemmerli betont, dass er erwartet habe, dass Eva GAR NICHT kochen könne und er jetzt doch ein bisschen positiv überrascht sei.

Am nächsten Abend kocht Francesca Alans Menu, also Kürbiscremesuppe («hani no nie gmacht»), Shrimps und Risotto («Wer mich kännt weiss, dass ich nid die beschti Risottochöchin bin») und Dessert («Ich bi nid so de Dessertyp»). Francesca kocht sonst nur Fertigrisotto. Ratlos steht sie vor dem Safran: «De han ich susch no nie so gseh, so mit Fädeli.»

Alan findet: «D'Crevette hätte sölle frisch gkauft wärde, bim Fischer.»

SwissDinner

Francesca findet «Alufolie mega aschträngend». Besonders wenn sie aus Plastik ist. Bild: screenshot telezüri

Elena versucht sich in Kochshow-Speech: «Wenni jetzt mol nur s'Optisch betrachte, isch's au wieder sehr schön aagrichtet worde, aso me merkt, dass si sich Müeh gäh hät. Weisch was? Näi! Voll Nöd! Ich sägs nomal: S'isch eifach so parat gsi.»

Alan: «S'Dessert isch himmlisch gsi, fantastisch, wundervoll!»
Erik: «S'Dessert isch erlediget.»

SwissDinner

Elena mag an diesem Gericht den Amaretto am meisten. Bild: screenshot telezüri

Und dann ist Elena selbst dran, mit einem Nüsslisalat, einer Quiche und einem Dessert, «alles Gricht, woni no nie gchocht ha und au no nie gässe». Alan, dem immer alles zu fad ist, träumt davon, dass Co-Südländerin Elena endlich «mit Gwürz» arbeitet, wie das «mir Südländer» eben so tun, fühlt sich dann aber angesichts des unterwürzten Salates «wine Chue». Auch dekorieren können Südländer super, sagt er.

SwissDinner

«Es gseht mega schön us», sagt Elena über ihren Dessert-Becher. Bild: screenshot telezüri

Der Quiche-Teig ist teigig und das Dessert im Alkohol ertränkt, und so warten wir jetzt ungeduldig auf die vierte und letzte Folge des «Bachelor»-Spin-Offs, in dem Leute Dinge zubereiten, die sie weder kennen noch können. Koch Alan sei, so sagt seine Mindset-Gefährtin Francesca, «en ganz, ganz schlächte Verlürer». Also ein schlechter Koch und ein schlechter Verlierer? Möge er den Erwartungen gerecht werden!

Alle bisherigen Folgen gibts hier zu sehen, die neuste mit Alan ab dem 16. Januar um 18.25 Uhr auf TeleZüri.

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