Leben
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material: shutterstock / bearbeitung: watson

Emma Amour

Na super, jetzt habe ich ein deftiges Kack-Problem!

Wenn das mit dem Zyklopen und mir so weiter geht, riskiere ich bald eine massive Koffeinvergiftung. Nicht, weil ich Kaffee so krass liebe. Schuld ist seine Wohnung. Und ein bisschen meine Freundinnen Cleo und Sophie.



Wir müssen reden. Also ich. Vielleicht am besten mal mit meiner Freundin, der Therapeutin. Bevor ich das aber tue, muss ich hier einer sehr fiesen Tatsache ins Auge sehen.

Ich bin ja immer noch krass in den Zyklopen verliebt. Bis hierhin also alles rosa, hellblau, Zuckerwatte. Super eben.

Meine Neo-Beziehung hat sich irgendwie so entwickelt, dass wir mehr beim Zyklopen als bei mir daheim abhängen. Grundsätzlich easy. Objektiv gesehen haben wir bei ihm mehr Platz, mehr Küchengeräte (wusstet ihr, wie geil ein Waffel-Eisen ist?) und einen krasseren TV.

Was wir beim Zyklopen aber nicht haben, ist eine befriedigende WC-Situation. Das Klo befindet sich gleich neben der Küche und gleich gegenüber vom Wohn-und Schlafzimmer. Das würde ja noch gehen. Das Ding ist bloss: Die Türe ist ein Witz.

Und sie geht nicht ganz zu. Beziehungsweise geht sie immer wieder auf. Dazu ist sie gerade mal maximal drei Zentimeter breit. Sie könnte also genau so gut nicht da sein.

Hier gerate ich an meine Grenzen.

Dank Alibi-Kaffees undercover aufs Klo!

Es ist eben so, dass ich leider eine Verdauung habe. Und leider ist es so, dass ich meist morgens gross muss.

Bis jetzt war das nie ein Problem. Wenn ich kacken musste, hab ich gekackt. Bei mir daheim weiss ich genau, was ich tun muss, damit ich nicht gehört werde. Ausserdem habe ich ein Fenster. Und ein uraltes Parfüm, das jeden Gestank im Nu eliminiert.

Ich war sowieso bis jetzt immer und per se recht cool in Sachen Scheissen.

Tempi passati! Die einzigen zwei, die das verstehen, sind Cleo und Sophie. Die können ja beide nicht Gross, wenn ein Typ in der Nähe ist. Sophie wohnt schon seit fünf Jahren mit ihrem Freund zusammen. Sie hat sogar ein eigenes Klo. Sie kann dennoch nicht, wenn er daheim ist.

Und Cleo ist ja noch irrer. Ihr erinnert euch. Die Gute hat mal einen Typen daheim sitzen gelassen, um es in einem öffentlichen WC krachen zu lassen.

Eine Geschichte, über die ich bis jetzt gelacht habe.

Mit Betonung auf «bis jetzt». Beziehungsweise bis zu Zyklops Toilette.

Also musste eine Lösung her. Zum allerbesten Glück wohnt der Zyklop unmittelbar neben einem Café. So hat es sich eingependelt, dass ich da jeden Morgen aufs Klo und mir einen Kaffee holen gehe.

Eigentlich perfekt.

Nur der Zyklop siehts nicht ganz. Zumal er eine Kaffemaschine besitzt. Zu meinem Glück kann sie keinen Cappuccino. Was mir die beste Ausrede liefert, um eben ständig ins Café zu rennen.

Von der grossen Kack-Beichte!

Das hat jetzt also lange gut geklappt. Bis letzten Sonntag. Am Samstag assen wir indisch. Was sich am Sonntag mehrfach rächte. In Form von Schweissausbrüchen, heftigen – sorry – Durchfällen und Bauchkrämpfen.

So kam es, dass ich innerhalb einer Stunde «vier Kaffees holen» musste. Nach dem dritten war mir schon bereits so schlecht, dass ich beim vierten Mal ohne Gesöff zurück kam. Und irgendwas von «viel zu lange Schlange und keine Lust zum warten» geredet hab.

20 Minuten später deutete das Rumoren in meinen Gedärmen die nächste Explosion an. Überstürzt verliess ich das Haus. Um wieder ohne Kaffee nach Hause zu kommen und dem Zyklopen zu sagen, dass die Kaffemaschine im Café jetzt auch noch kaputt ist.

Gestern ist es dann doch noch aus mir rausgeplatzt. Musste es ja. Weil ja heute dieser Text erscheint. Und der Zyklop mitliest. (@Zyklop: Du bist wahnsinnig gut im Bett.) Ich habe mein Scheiss-Problem gebeichtet. Und bin dabei 1000 Tode gestorben.

Ich habe mit allem gerechnet. Auch mit einer Trennung.

Nur mit Zyklops Lachflash habe ich nicht gerechnet. Sein Lachen galt aber nicht meiner sehr unlockeren Seite (also schon auch), sondern dem Geschenk, das er mir überreichte.

Der Zyklop hat im Café vor dem Haus ein Kafi-Konto für mich eingerichtet. Auf dem er 100 Stutz einbezahlt hat.

Ich sterbe also eventuell immer noch an einer Koffeinvergiftung. Aber dafür wenigstens als sehr glücklich liierte Ex-Raucherin.

Adieu,

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Emma Amour ist ...

… Stadtmensch, Single, Mitte 30 – und watsons Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch deiner Fragen annimmt. Und keine Sorge: Du wirst mit deinen Fragen anonym bleiben – so wie auch Emma. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.

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Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe. bild: watson

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