Leben
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bild: shutterstock / watson

Emma Amour

Moment, machen wir gerade Schluss?

Nachdem sich der Zyklop und ich entschieden haben, uns etwas Raum und Zeit zu geben, geht es mir enorm gut. Was mich paradoxerweise traurig stimmt. Willkommen auf meiner Achterbahn der Gefühle.



Eigentlich ist es ja «stigelisinnig», sich zu beklagen, wenn es einem gut geht. Genau das will ich hier jetzt aber machen. Ich finde es nämlich erschreckend, dass ich mich so fühle, wie ich es tue.

Frei, ausgeglichen, zufrieden, Zen. Was will ich also mehr? Ich würde mir wünschen, dass ich den Zyklopen heftiger vermissen würde. Dass sich jede Faser meines Körpers und meines Herzens nach ihm sehnt. Dass ich alles stehen und liegen lassen will, um in Zeitlupe zu ihm zu rennen.

In etwas so:

«Reality» aus La Boum <3

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Video: YouTube/Dudon555

Es ist nicht so, dass ich den Guten null vermisse. Der Zyklop fehlt mir sehr wohl. Das zusammen Einschlafen, das gemeinsame Aufwachen. Das löffelnd auf dem Sofa liegen und Filme schauen. Das gemeinsame Kochen und Essen.

Vor allem aber das gemeinsame Lachen. Und okay, logisch, der Sex. All das vermisse ich sehr wohl.

Diese Traute-Heim-Zweisamkeit ist einfach nicht unser Ding ...

Die guten Gefühle aber, die das Wieder-Alleinherrscherin-meiner-eigenen-Welt-Sein auslösen, sind stärker als die Wehmut, die ich fühle, wenn ich an den Zyklopen denke.

Ihm geht es übrigens ähnlich. Er ist vielleicht etwas frustrierter als ich. Es macht ihn hässig, dass wir beide zu wenig Kampfgeist zeigen. Dass wir uns eventuell zu schnell in etwas rein begeben haben, das uns nun zu viel wurde.

Wir wissen beide nicht, ob und inwiefern uns der Lockdown einen Strich durch die Rechnung machte. Aber wir wissen beide, dass wir nicht für dieses häusliche Pärchenleben im trauten Heim gemacht sind.

Und dass wir sehr wohl sehr schnell sehr verknallt waren, beide aber eher Mühe damit haben, Gefühle dieser Art über längere Zeit aufrecht zu erhalten. Oder uns damit abzufinden, dass sie sich verändern. Dass aus krasser Verliebtheit Liebe wird.

Oder, und das ist so ein bisschen meine These, wir waren und sind immer noch ein bisschen eine wunderbare Amour fou, die aber nicht dafür gemacht ist, sich zu einer richtig langfristigen Beziehung zu etablieren.

Sind wir eins vor alles aus und vorbei?

Das ist zwar schade, da sind wir uns einig, der Zyklop und ich. Und dann finden wir aber beide dennoch, das es auch okay ist. Dass wir unglaublich viele unbezahlbare Momente hatten, die wir nicht missen möchten.

Moment, machen wir gerade Schluss? An diesem gewöhnlichen Dienstagabend kurz vor Mitternacht am Telefon?

Nein. Das will ich nicht. Das will der Zyklop nicht.

Wir amüsieren uns husch über die User, die aber genau das wollen. Und über die, die noch enttäuschter sein könnten, als wir es gerade sind. Und über die «Werdet mal erwachsen»- und «WIR HABEN ES VON ANFANG AN GEWUSST»-Fraktion.

(Hach, I love you all. Und der Zyklop liebt euch auch.)

Wir telefonieren und lachen noch lange weiter.

Und dann verabreden wir uns für kommenden Freitag.

Was da geschehen wird, wissen die Götter und ihr, liebe User. Nächste Woche an dieser Stelle.

Sorry für den Cliffhanger.

(Er stresst mich ja auch.)

Aber kommt, wir schaffen gerade Schlimmeres.

Adieu,

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Genauer nachzulesen hier >>

Es dankt: die Redaktion

Hier war wirklich Schluss: Von diesen 10 Serien müssen wir uns 2019 verabschieden

Sätze, die in jeder Beziehung in der Quarantäne fallen:

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Emily Engkent

Emma Amour ist ...

… Stadtmensch, momentan in einer Beziehung, Mitte 30 – und watsons Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch deiner Fragen annimmt. Und keine Sorge: Du wirst mit deinen Fragen anonym bleiben – so wie auch Emma. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.

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Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe. bild: watson

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