Leben
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«Little Women» Greta Gerwig, Emma Watson, Florence Pough, Saoirse Ronan

Das sind Meg, Amy, Jo und Beth (v.l.). Sie wollen viel und besitzen wenig. Besonders die Sache mit der Anerkennung ist schwer. Da sind sie nicht die einzigen! Bild: sony pictures

Analyse

Wo haben Männer 90 Mal mehr Chancen? Bei den Oscars! «Little Women» zeigt's erneut

Wer Regie führt und für einen Oscar nominiert werden will, muss zwingend ein Mann sein. Da ist die Academy unbelehrbar. Seit 92 Jahren. Wie Greta Gerwig gerade wieder erfahren darf.



Die Academy hat also mal wieder keine Frau gefunden. Oder finden wollen. Nämlich in exakt einer Kategorie, über die in der Oscarnacht abgestimmt werden wird. Sie heisst Best Achievement in Directing. Beste Regie. Gut, das kennen wir, das ist normal. War da nicht eben erst eine Frau nominiert? Nämlich 2018 Greta Gerwig für «Lady Bird»? Wär ja verrückt, jetzt schon wieder eine zu berücksichtigen!

Auch 2020 geht's wieder um Greta Gerwig. Ihr «Little Women» kämpft um den Oscar als Best Picture, aber in der Regie-Kategorie finden sich nur Männer. Was vorkommen kann. Schliesslich gibt es 9 Nominierungen für Best Picture, aber nur 5 für Regie. Aber schauen wir uns die Dimension des Ärgers mal an, den sich die Academy mit ihrem kontinuierlichen Ausschluss von Regisseurinnen erneut eingehandelt hat. Er ist riesig. Die Zahlen zeigen's.

FILE - In this March 7, 2010 file photo, Kathryn Bigelow poses backstage with the Oscar for best achievement in directing for

Quasi ein Weltwunder: Kathryn Bigelow holte 2010 als erste und immer noch einzige Frau einen Oscar für die beste Regie. Bild: AP/AP

Für die beste Regie sind heuer neben dem koreanischen Familienfilm «Parasite» vier ausgemachte Männerfilme nominiert, nämlich «The Irishman» (Mafia forever), «1917» (Erst-Weltkriegs-Schlachtfest), «Once Upon a Time ... in Hollywood» (Brad-&-Leo-&-Männerfantasien-Nostalgie-Festspiele), «Joker» (Genese eines männlichen Psychopathen).

Greta Gerwigs «Little Women» erzählt eine ganz andere Geschichte. Zugrunde liegt dem Film der gleichnamige Roman von Louisa May Alcott aus dem Jahr 1868, ein amerikanischer Bestseller, zwölf Jahre vor unserem «Heidi» publiziert und genauso sehr von einem jungen weiblichen Freiheitsbestreben beseelt.

Doch im Gegensatz zu Heidi zieht es die vier Marsh-Schwestern, die «kleinen Frauen», nicht in die Freiheit der Natur, sondern im Gegenteil in die der Zivilisation, der Bildung, der Kunst und der finanziellen Unabhängigkeit. Jo (Saoirse Ronan) will und wird Schriftstellerin werden, Amy (Florence Pough) Malerin, Beth (Eliza Scanlen) Musikerin, Geld ist keines dafür da. Einzig Meg (Emma Watson) geht als selbstlos Liebende in die Ehe und wird eine bescheidene Hausfrau. Für die kühl kalkulierende Amy hängt die Idee der Ehe eher von materiellen Faktoren ab, Jo tendiert eh zur Sapiosexualität, und die kleine Beth ... ach, ihr Leben ist das schwerste.

Es gibt eine Mutter (Laura Dern), die zu gut für diese Welt ist, einen Vater (Bob Odenkirk), der aus dem Krieg heimkehrt, einen superreichen, superfaulen, superschönen Cousin (Timothée Chalamet), der mindestens zwei Schwestern Leben und Herz schwer macht, und eine bissige alte reiche Tante (Meryl Streep), die ein Erbe zu vergeben hat und mit der Zuneigung der Mädchen berechnende Spiele spielt.

«Little Women» ist ein Schüttelbecher junger Gefühle, da ist so viel Offenes, Hoffendes, zart Aufkeimendes, blindwütig Enttäuschtes, Furioses und irgendwann – nach harten Kämpfen – Gelingendes. Coming-of-Age eben. Kann man nachvollziehen, sieht man immer gern. Und die Fernsehprogramme dieser Welt haben ihren Weihnachtshit für die nächsten zwanzig Jahre gefunden.

In this Tuesday, Dec. 10, 2019, photo, actor and director, Greta Gerwig, poses for a portrait in New York. Gerwig's film,

Greta Gerwig, 36, hochbegabt. Bild: AP

Aber – wenn der Film schon für grosse Weihe eines Best Picture vorgeschlagen ist, wieso ist es dann so ärgerlich, dass die 36-jährige Greta Gerwig nicht auch für die Regie nominiert ist? Ist sie etwa noch zu jung? Muss sie sich erst hochdienen, wie ein SRF-Reporter in der «Tagesschau» vorschlug? Quatsch!

Greta Gerwig ist im potentesten Alter. Woran kann es also liegen? Schliesslich wurde die Academy in den letzten Jahren leicht verjüngt, leicht verweiblicht, ist allgemein leicht diverser geworden. Aber offenbar nicht genug. Die Oscars sind die ultimative Festung des weissen Mannes, da können noch so viele Weinsteins fallen und sich auf allen Streaming-Kanälen noch viele prominente Frauenkollektive um neue Stoffe kümmern.

Oder wie es Florence Pugh, die in der Kategorie Nebendarstellerin nominiert ist, formulierte: «Sie (Gerwig) hat exakt darüber einen Film gemacht. Über arbeitende Frauen und ihre Beziehung zu Geld und ihre Beziehung zur Arbeit in einer Männerwelt. Genau davon handelt ‹Little Women›, und das hier (die Nicht-Nominierung) unterstreicht nur, wie wichtig der Film ist.»

«Little Women» Greta Gerwig, Emma Watson, Florence Pough, Saoirse Ronan

Amy will sich nur mit dem Besten zufrieden geben. Und was heisst das für die Liebe? (Timothée Chalamet und Florence Pough). Bild: sony pictures

Ärgerlich ist Gerwigs Nicht-Berücksichtigung aber weniger aus statistischen Gründen, sondern weil sie wirklich ein kleines Wunder vollbracht hat. Spätestens nach fünf Minuten wollte ich im Kino nur noch weinen. Nicht, weil es gerade so traurig gewesen wäre – im Gegenteil, Jos Suche nach einem Verleger war todeslustig –, aber weil es so gut ist! So lebendig, flirrend, die Dialoge schnell, präzis, witzig (auch das Drehbuch ist von Gerwig), die jungen Schauspielerinnen fiebrig strahlend vor lauter Spielfreude, selbst Emma Watson, die immer so zum Blümchenhaften neigt, ist plötzlich angeknipst.

Das Erwachen des Erwachsenwerdens wird grosszügig oft mit Kindheitsszenen gegen geschnitten. Verrückt, dass es dabei nicht nötig ist, das Ensemble ähnlich aufwändig zu verjüngen wie das mit Robert De Niro in «The Irishman» geschieht. Aber das ist ja die Kunst in Kino und Theater: Man muss etwas nur überzeugend genug spielen, dann glauben es alle.

Und ganz selten geschieht es, dass sich nicht nur die Jahre auf der Leinwand oder der Bühne, sondern auch jedes Gefühl für Raum und Zeit im Zuschauerraum auflösen. Dass wir mit drin sind. Teilhaben. Die Hitze einer Wange, das Krachen von Eis, das Prasseln des Regens, das irre Weh der ersten Liebe spüren. «Little Women» kann das. Und nicht etwa, weil sich der Film von selbst gedreht hat. Sondern weil da eine Regisseurin mit einem Können, einer Vision und einer Handschrift am Werk war.

«Little Women» gibt es ab dem 30. Januar im Kino zu sehen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • John Mircovic 17.01.2020 18:54
    Highlight Highlight Schöner Artikel 👍🏻
  • Älplermagrönli mit Öpfelmues 17.01.2020 18:17
    Highlight Highlight Little Woman entspricht wahrscheinlich einfach nicht dem Standard-Geschmack von den moisten Leuten (mich eingeschlossen). Sorry, aber Filme sind nunmal Geschmackssache. Vielleicht war die Regie gut, aber es gibt nunmal viel mehr Maenner als Regisseure als Frauen. Logisch kommt da eine Diskrepanz auf. Ich als Frau fuehle mich nicht gerade wegen jedem kleinen Firlefanz diskriminiert. Auch schon nur die Jahreszahlen wo der Vergleich anfaengt. 1929. Da durften wir Frauen nicht mal abstimmen. Also bitte, das ist etwas laecherlich und gesucht.
  • ldk 17.01.2020 17:49
    Highlight Highlight Das wären dann auch Regiseussen nicht Regisseurinnen, oder so.
  • uhl 17.01.2020 12:18
    Highlight Highlight Sogar wenn eine Frau nominiert worden wäre und gewonnen hätte: Nächstes Jahr kommt der gleiche Artikel und dann ist es halt 1 Million zu 2. Ich sehe nicht, was uns der Artikel sagen will, denn dass viiiiiiiiel mehr Männer den Oscar gewonnen haben, das weiss jetzt nun wirklich jeder. Aber was will die Autorin? Dass jetzt die nächsten 100 Jahre nur Frauen gewinnen, damit ab dem Jahr 2121 alles schön fair verteilt ist? Ist genau der gleiche Bullsh*t, sorry...
  • Der müde Joe 17.01.2020 10:04
    Highlight Highlight Es müssen auch 100mal mehr Männer als Frauen ins Militär, aber das juckt sie wahrscheinlich auch nicht – oder Frau Meier?😉

    Dieses krampfhafte suchen, nach "wo Frauen überall benachteiligt" werden, kann mit der Zeit auch kontraproduktiv werden.

    In gewissen Branchen/Bereichen werden Frauen benachteiligt und in anderen Männer.
    Muss man das einfach so hinnehmen? Nein! Aber man sollte darauf achten, dass es nicht nur auf eine Seite ausschlägt.

    Oder möchten Sie jede Woche einen "Mimimi-Artikel" über Männer lesen?

    Ich imfall auch nicht!😉

  • Xavier Zinkl 17.01.2020 09:30
    Highlight Highlight Parasite ist also ein Familienfilm... schwierig
  • Nerd077 17.01.2020 07:37
    Highlight Highlight Und wieviele Frauen entscheiden sich dazu Regisseurin zu werden? Der Artikel ist ja schön und gut, aber wenn diese Zahlen nicht mit dem Verhältnis der allgemein berufstätigen Regisseuren und Regisseurinen über alle Jahre, wo die Oscars verteilt wurden, verglichen wird, ist der Artikel für mich nicht aussagekräftig.
    Ich bestreite nicht, dass in Hollywood wohl ein gewisser Sexismus besteht (z.B. Lohn für eine Frau in der Hauptrolle vs. Lohn eines Mannes in einer Hauptrolle) aber wenn schon Berichterstattung dann bitte vollständig.
  • Scaros_2 16.01.2020 21:04
    Highlight Highlight Ja dann ist es halt so. Aber wenn es die Frauen-Regie welt so stört könnte man ja was eigenes Aufbauen. Einen eigenen Preis und diesen so aufsetzen wie gewollt.

    WOZU soll man an den Oscars festhalten wenn sie scheinbar ein konservatives altes Artefakt sind.

    ICH VERSTEHE ES NICHT.
    Mut für neues würde man eben sagen. Aber das schafft man ja auch nicht.

    Also belässt man den Status quo und jammert. Hervorragende Leistung.
  • dommen 16.01.2020 20:49
    Highlight Highlight Ja Frau Meiers Analyse ist evt. etwas einseitig geraten und ja, absolute Zahlen zu verwenden ist statistisch etwas fragwürdig. Das ändert aber nichts an dem Umstand, dass es sich bei dieser Art von Gremium wie es bei den Oscarverleihungen gegeben ist, um verfahrene und längst veraltete Strukturen handelt (ich bevorzuge diese Wendung statt "weisse alte Männer", obwohl jeder weiss, was gemeint ist) welche ihnen gefällige Formate begünstigen.
  • bruuslii 16.01.2020 20:40
    Highlight Highlight @simone: "Von den 500 erfolgreichsten Regieschaffenden, deren Filme 2019 in den amerikanischen Kinos gezeigt wurden, waren 115 Frauen."

    passt mmn nicht genau zu:
    "Women comprised 23% of all directors, writers, producers, executive producers, editors, and cinematographers."
    von wo du wohl die zahl 115 hast (500x23%=115). da sind lange nicht alle 115 regiseurinnen.
    oder steh ich jetzt irgendwo auf dem schlauch?

    ich finde diese zahl schon aussagekräftiger: "Of the top-grossing 1,300 films from 2007-2019: 4.8% of directors were women."

    wobei das auch nur eine neuere teilmenge ist.
    • FaktenCheck - ohne Bla Bla 16.01.2020 23:17
      Highlight Highlight "oder steh ich jetzt irgendwo auf dem schlauch?"

      Nein, ist uns auch aufgefallen. Für 2019 werden 14% weibliche Regisseure in den Top-500 Filmen ausgewiesen.
    • bruuslii 17.01.2020 08:07
      Highlight Highlight danke faktencheck. "Für 2019 werden 14% weibliche Regisseure in den Top-500 Filmen ausgewiesen." - ist doch ein guter fortschritt zu vorher 14% gegenüber 4.8%.
      vielleicht würde es sich lohnen, darüber zu berichten, frau meier 😉
  • FaktenCheck - ohne Bla Bla 16.01.2020 20:26
    Highlight Highlight "Von den 500 erfolgreichsten Regieschaffenden, deren Filme 2019 in den amerikanischen Kinos gezeigt wurden, waren 115 Frauen."

    Die ausgewiesene Zahl im verlinkten Artikel bezieht sich auf Frauen in unterschiedlichsten Rollen (Produzenten, Editoren, Drehbuchschreiber, Regie etc.). Unter den Top-500 erfolgreichsten Filmen gab es laut der Quelle 14% weibliche Regisseure. Die W'keit bei rein zufälliger Auswahl auf eine reine Männer-Nomination zu treffen liegt mit diesen Zahlen bei knapp 47%.
  • Mooncat 16.01.2020 19:51
    Highlight Highlight Es ist ein Remake. Zugegeben, der erste Film ist ‚uralt‘, schwarz-weiss, man stelle sich das vor, trotzdem: vielleicht fanden viele die alte Verfilmung mit Katherine Hebburn einfach besser? So oder so, Remakes haben es öfters mal schwerer.
    Oder er hatte effektiv zu wenig Zeit.
    Oder dieses Jahr hat die Academy einfach ein anderes Motto.
    Was den Film angeht: Ich finde, Little Women (der alte) ist ein Klassiker, den man mal gesehen haben sollte. Aber das reicht mir dann auch, dafür ist mir der Film insgesamt zu traurig. Hoffentlich gilt das aber dann auch für diesen neuen.
  • zutt 16.01.2020 19:40
    Highlight Highlight Wieso sollen the irishmen und 1917 reine männerfilme sein? Weil fast nur männliche Protagonisten vorkommen oder weil sie "nur" von Männern geschaut werden? Frauen waren im ersten Weltkrieg fast nur für ihren Einsatz in Lazaretten bekannt und nicht als Soldaten. Also ist ja auch nicht falsch diesen Film so zu besetzen wie es nun mal war...
    • ingmarbergman 16.01.2020 23:19
      Highlight Highlight Die Geschichte ist frei erfunden, keine Minute in dem Film ist so „wie es nun mal war“.
    • sickkicks21 17.01.2020 01:08
      Highlight Highlight @ingmarbergmann
      Naja auch wenn die Geschichte erfunden wurde haben fast nur Männer in den Gräben gekämpft. Der Film soll genau das zeigen.
    • cheeky Badger 17.01.2020 17:05
      Highlight Highlight Die Geschichte von the Irishman hat sich bestimmt nicht genau so zugetragen. Hollywood nimmt meistens nicht so genau.

      Trotzdem waren die Figuren tatsächlich reale Personen und der rote Faden stimmt mit der Realität über ein.
  • MacB 16.01.2020 18:55
    Highlight Highlight Kann Simone Meier auch was anderes als "männer sind böse?" ich kann es (leider) nicht mehr ernst nehmen.
    • RicoH 16.01.2020 19:40
      Highlight Highlight Das ist deine Interpretation und scheint dich in deinem Innersten irgendwie zu treffen.

      Ich finde es interessant, ihre Betrachtungen zu lesen. Und ja, ein Ungleichgewicht ist vorhanden. Darüber soll man ja noch schreiben dürfen, ohne dass Mann sich gleich angegriffen fühlt.
    • MacB 16.01.2020 21:41
      Highlight Highlight Nein sie trifft mich keineswegs. Ich bin Freund der Gleichberechtigung und setze das auch in meinem Leben um. Dennoch hat sie m. E. das Mass verloren, die Berichterstattung ist mega einseitig.
    • ingmarbergman 16.01.2020 23:22
      Highlight Highlight „ich bin ein freund der gleichberechtiung“ klingt wie „ich kenne auch ausländer, aber das wird man ja noch sagen dürfen“

      Anscheinend ist es bei dir nicht so weit her mit gleichberechtigung sonst würdest du nicht so einen kommentar abgeben
    Weitere Antworten anzeigen
  • Patamat 16.01.2020 18:51
    Highlight Highlight Little Women kam erst Ende Dez. 2019 in die Kinos (in vielen Ländern noch später). Er wurde weder am Sundance, noch in Cannes, Venedig, Toronto, NY oder sonst einem Filmfestival gezeigt. Die Liste des American Film Institute (AFI), welche als Vorbote für die Oscars gilt, kam schon anfangs Dezember raus. Dass der Film dennoch nominiert wurde, ist doch super. Aber um auch noch in die Top 5 der Directors (vs. Top 9 der Filme) zu kommen, war die Konkurrenz vielleicht einfach zu gut. Aber anstatt zu analysieren, woran es gelegen haben könnte, heult man rum und macht die Männer schlecht. Setzen6
  • Garp 16.01.2020 18:34
    Highlight Highlight Simone hat schon recht. Das ist in allen Kunstbereichen so und es wird Zeit, dass sich auch da was ändert und darauf aufmerksam gemacht wird.
  • CalibriLight 16.01.2020 18:22
    Highlight Highlight Zuerst musste ich ein bisschen lachen über "Der weisse Mann hat diese Festung aufgebaut".
    Festung? Na Bravo, wie passend. Frauen würden dann wohl eher Küchen bauen oder was? ...aber ich schweife ab oder amüsiere mich weiterhin.
    Klar haben Frauen einen schwereren Stand als Männer in Hollywood, das soll wohl endlich kein Thema mehr sein Dass aber ein Film wie "Little Women" ausgezeichnet werden soll, der zwar wunderbares Wohlfühlkino ist, aber jetzt nicht unbedingt das "Kino der Emanzipation" repräsentiert, scheint mir etwas weithergeholt. Da gibt es besseres, finde ich.
    • RicoH 16.01.2020 19:54
      Highlight Highlight "Klar haben Frauen einen schwereren Stand als Männer in Hollywood, das soll wohl endlich kein Thema mehr sein"

      Dein Kommentar macht überdeutlich, dass das immer noch ein Thema ist...
  • Lucida Sans 16.01.2020 18:18
    Highlight Highlight Stell dir vor, es ist Oscar und keinen interessierts. Prämiert wird, was dem amerikanischen Massengeschmack entspricht. Und was die dort drüben gut finden........ eben.
  • DieserNicknamewirdschonverwendet 16.01.2020 18:13
    Highlight Highlight "Im Vergleich: Von den 500 erfolgreichsten Regieschaffenden, deren Filme 2019 in den amerikanischen Kinos gezeigt wurden, waren 115 Frauen." = 23% (sehr wenig m.M.n.)
    Für mich stellt sich somit eher die Frage, ob Frauen es schwerer haben an einen Job als Regisseurin zu gelangen oder ob es tatsächlich von 100 Interessenten nur 23 Weibliche hat.
    In der Schweiz mag es sein, dass Frauen oftmals die gleichen Chancen wie Männer haben (zumindest empfinde ich als Frau dies so), aber in Amerika vermute ich mal, dass Frauen es in gewissen Bereichen wohl noch immer schwerer haben...
    Wie seht ihr dies?
  • Rethinking 16.01.2020 17:52
    Highlight Highlight Wir lassen uns leider all zu oft von Selbstvertrauen, Charisma und Narzissmus blenden...

    Play Icon
    • Rethinking 17.01.2020 15:58
      Highlight Highlight @ The Emperor: Was jetzt? Das blenden lassen oder das Blender sein?

      Es scheint mir egal wer was mehr hat...

      Wichtig wäre es wenn wir eben genau nicht den Personen mit Selbstvertrauen, Charisma und Narzissmus folgen und sie nicht in Führungspositionen befördern...

      Was wir dort an solchen Positionen viel mehr benötigen ist Kompetenz, Demut und Integrität...
  • Sauäschnörrli 16.01.2020 17:39
    Highlight Highlight Ich verliere langsam den Überblick über was sich Frau Meier so alles empört.
    • MacB 16.01.2020 18:53
      Highlight Highlight Ich nicht. Zu 100% eibfach pauschal über Männer.
    • Sauäschnörrli 16.01.2020 19:16
      Highlight Highlight @MacB, in diesem speziellen Fall, geht es wohl eher darum dass man von eben diesen bösen Männern keine Anerkennung bekommt. Auch wenn diese dafür verantwortlich sind, dass Frauen jahrzehntelang in Filmen nur Rollen spielen durften, in welchen sie den doppelt so alten Hauptdarsteller anzuhimmeln hatten.
    • MacB 17.01.2020 13:38
      Highlight Highlight Das mag sogar sein, es war aber nunmal das vorherrschende Frauen- und Rollenbild des letzten Jahrtausends. Frag mal deinen Opa, ob die Frau kochen sollte oder arbeiten.

      Das ist nicht wertend, das ist einfach Fakt, dass es früher anders war. Machen wir es doch heute besser und regen uns nicht über die Vergangenheit auf.
  • Nameundsonzeugs 16.01.2020 17:23
    Highlight Highlight Könnte mir bitte jemand erklären was die Oskars sind und wieso die so extrem relevant für die Genderdebatte in der Schweiz sind?
  • greeZH 16.01.2020 16:59
    Highlight Highlight "Die Oscars sind die ultimative Festung des weissen Mannes"

    Der weisse Mann hat diese Festung ja auch aufgebaut. Baut was neues auf wenn ihr Veränderung wollt.
    • Rechthaberwoman 16.01.2020 20:03
      Highlight Highlight Der weisse Mann hat doese Festung deshalb aufgebaut, weil - zu der Zeit, in der er damit begonnen hat - Frauen nichts zu melden hatten. Und warum nicht? Wegen des weissen Mannes.
    • Enzasa 17.01.2020 00:17
      Highlight Highlight Lieber Gemeinsam statt Einsam
    • Hiker 17.01.2020 09:04
      Highlight Highlight Ein neues Feinbild scheint sich zu etablieren. Du böser alter weisser Mann. Kommt es nur mir etwas gar pauschalisierend vor? Bis die Gesellschaft den Frauen gleiche Möglichkeiten zugesteht ist noch ein sehr langer Weg. Waren es nur böse alte weisse Männer die Trump gewählt haben und weiterhin zu ihm halten?
  • Zrombi 16.01.2020 16:57
    Highlight Highlight Ich unterstütze Ihr Anliegen..
    Aber die anderen nominierten Filme muss man wegen dem nicht so abschätzig aufzählen. Die haben sicher auch Ihre Berechtigung auf dieser Liste. Es hilft nicht den Spiess umzukehren.
  • Delos 16.01.2020 16:42
    Highlight Highlight Da gibts nur eine Lösung: Frauenquote!
    • RicoH 16.01.2020 19:56
      Highlight Highlight Nein, besser ist es,
      dafür zu sorgen, dass Frauenquote nicht einmal mehr erwähnt werden muss.
  • just sayin' 16.01.2020 16:42
    Highlight Highlight ricky gervais hat das thema diversität bei den golden globes sehr schön zusammengefasst.
    Play Icon
  • Alberto Sieef 16.01.2020 16:34
    Highlight Highlight Ich vermute auch, dass ganz Hollywood sich verschworen hat, um ja keine Regisseurinnen zu nominieren. Im Ernst: Eine Coming-of-Age-Story, welche um eine Frau handelt und die Regie von einer Frau geführt wurde, sollte nicht automatisch eine Nominierung erhalten. Zumal es bei solchen Geschichten eher um das Drehbuch so wie die schauspielerische Leistung geht, anstatt um die Regie.

    PS. Wenn eine Frau dieses Jahr die nominierung in der Kategorie verdient haben sollte, dann wäre es Céline Sciamma und nicht Gerwig.
  • Kiro Striked 16.01.2020 16:32
    Highlight Highlight Ich finde an Weiblichen Schauspielerinnen immer sehr schwierig, dass ich sie immer so "interchangeable" finde.

    Ausser wenige Ausnahmen kann ich keine Auseinander halten, und meist kann man sie in jeder Rolle im Kopf perfekt Austauschen mit einer anderen. Dafür kann fast jede Schauspielerin, jede Rolle recht gut spielen.

    Bei den Männern haben wir sehr viele "Charakterschauspieler" die können 1-2 Arten von Rollen, und in diesen Rollen will man sie sehen, und in diesen Rollen werden sie zu Göttern. Alles andere was sie drehen, ist dann meist nicht sehr gut.

    • who cares? 16.01.2020 16:46
      Highlight Highlight Weil Frauen keine Charakterschauspielerinnen sein dürfen. Sie müssen alle jung, schlank, langhaarig, kleinnasig, grossäugig und heiss sein. Ist eine dick, bekommt sie vielleicht noch eine Comedyrolle, das wars. Ältere Frauen werden aussortiert oder glattgebügelt (Sandra Bullock, Meryl Streep) Niemand wird entstellt wie Christian Bale in Vice oder Joaquim Phoenix in Joker. Sogar "kaputte" Frauen müssen noch fuckable aussehen (wie z.B. in Requiem for a Dream).
    • bruuslii 16.01.2020 17:27
      Highlight Highlight who cars?: in diesem sinne kommt mir z.b. judy dench in den sinn. eine schauspielerin, die mmn kaum austauschbar ist.

      geblieben ist mir immer noch ihre rolle in iris (obwohl nur damals genau einmal im kino geschaut).

      https://de.wikipedia.org/wiki/Iris_(Film)
    • Auti Aare 16.01.2020 17:47
      Highlight Highlight Monster mit Charlize Theron gesehen? Die erhielt für diese Rolle den Oscar. 2004 war das.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr. Unwichtig 16.01.2020 16:30
    Highlight Highlight Na, ja - erwähnt werden sollte vielleicht, dass Gerwig sehr wohl nominiert ist - für das „beste adaptierte Drehbuch“. Ausserdem hat auch Jane Campion zwar nicht den Regie-Oscar mit nach Hause genommen, aber denjenigen für das Drehbuch.

    Es fällt mir etwas schwer, hier echte Empörung zu verspüren....
  • DerMeiner 16.01.2020 16:24
    Highlight Highlight Für jede Frau die in dieser Branche keine Anerkennung erhält gibt es 10 Männer, die auch nicht gewürdigt werden.. An was kann es wohl liegen, dass Frauen „diskriminiert“ werden.. hmm... schwierig, dafür müsste man mal die graue Masse beüben.
    • RicoH 16.01.2020 18:35
      Highlight Highlight Nun, im Bericht steht:
      "Von den 500 erfolgreichsten Regieschaffenden, deren Filme 2019 in den amerikanischen Kinos gezeigt wurden, waren 115 Frauen."

      Da hier von Regie die Rede ist, müsste deine Begründung heissen:

      "Für jede Frau die in dieser Branche keine Anerkennung erhält gibt es 4 Männer, die auch nicht gewürdigt werden."

      Ich denke, das relativiert deine Aussage ein wenig.
    • DerTaran 17.01.2020 07:12
      Highlight Highlight Die Aussage 115 ist falsch. Wie in anderen Kommentaren beschrieben.

      Das Problem ist gar nicht der Oskar, sondern dass immer noch zu wenig Frauen Regie führen und wenn, dann oft in weniger aufwendigen Filmen. Das ändert sich aber gerade, in ein paar Jahren werden die Oscars das auch reflektieren.
  • I_am_Bruno 16.01.2020 16:23
    Highlight Highlight Würdet Ihr Frauen auch so gute Filme machen wie wir Männer, dann hättet Ihr schon viele Oskars gewonnen. Sorrryy!
    #wearethechampiobs
    • guby 16.01.2020 17:15
      Highlight Highlight Ganz genau betrachtet ist Bruno kein Sexist sondern geht lediglich davon aus, dass das Oscar-komittee es nicht ist. Aber ich gehe sowieso davon aus, dass er seinen Kommentar nicht wirklich ernst meinte. ;)
    • Domimar 17.01.2020 12:09
      Highlight Highlight @guby genauso wie ich davon ausgehe, dass @Count Suduku es auch nicht ganz so ernst meinte ;) um genauer zu sein, in diesem Thread ist niemand ernst und das ist gut so.
  • Eisenhorn 16.01.2020 16:22
    Highlight Highlight Die 25 schnellsten 100m Läufer sind Männer (die Liste auf Wikipedia geht nicht länger). 100 Meter Lauf ist sexistisch. Sorry Simone das sind keine Argumente.
    • Dr. Unwichtig 16.01.2020 16:38
      Highlight Highlight Körperliche Höchstleistungen sind etwa der einzige Bereich, bei denen eine klare und nachvollziehbare Differenz zwischen Männern und Frauen vorhanden ist. Allerdings habe ich keine Zweifel, dass Mujinga Kambundji dich in Grund und Boden rennen würde - und bezogen aufs Filmemachen ist der Vergleich einfach nur lächerlich...
    • Eisenhorn 16.01.2020 21:14
      Highlight Highlight Es geht darum das eine Statistik noch lange kein Problem macht.
    • Dr. Unwichtig 16.01.2020 21:31
      Highlight Highlight Ja, dann sollten die Statistiken aber sinnvoll vergleichbar sein. 1. Gibt es keinen Grund, weshalb eine Frau als Filmemacherin weniger begabt oder qualitativ hochwertig sein sollte, als ein Mann (ganz im Gegensatz zum 100 Meter-Sprint). Und 2. ist die Zahl der nominierten Frauen tatsächlich weit unter dem Schnitt der Anzahl von Regisseurinnen - zumindest in den letzten Jahren. Dafür mag es Gründe geben (auch statistischer Natur) - der Vergleich mit einer körperlichen Höchstleistung hinkt aber gewaltig....
  • Pümpernüssler 16.01.2020 16:19
    Highlight Highlight Kathryn Bigelow hat aber das Gegenteil bewiesen.
    • RicoH 16.01.2020 18:41
      Highlight Highlight 1 Oskar von 92.

      Kannst du uns bitte sagen, was genau das beweisen soll?
    • guby 16.01.2020 19:44
      Highlight Highlight @ Rico

      Dass Frauen auch dürfen... ;)
    • RicoH 16.01.2020 20:11
      Highlight Highlight guby

      bei einem Verhältnis von 91:1 fällt es schwer, dem Glauben zu schenken ;-)
      Ist ja nicht so, dass 91 mal mehr Männer Regie führen...
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  • w'ever 16.01.2020 16:18
    Highlight Highlight hmmmm...
    oder es hat sich mit Once upon a time, parasite, 1917, joker und the irishman einfach die bessere regie durchgesetzt.
    was aber eine gute regie ausmacht will und kann ich nicht beurteilen.
  • TheBee 16.01.2020 16:17
    Highlight Highlight Vieleicht ist der Film einfach.... zu wenig gut?
    • TheBee 17.01.2020 01:36
      Highlight Highlight Und nur weil der Film nominiert ist und eine Frau Regie führt ist es nun ein Skandal dass der Film nicht gewinnt?
      Vieleicht sind die anderen Nominierungen einfach besser? Im Artikel steht nicht wie gut die anderen Nominierungen sind, es wird nur gejammert.
    • TheBee 17.01.2020 22:11
      Highlight Highlight @Renzo Ich fühle mich weder bedroht noch spiele ich den Fakt runter, dass Frauen zu oft, zu unrecht benachteiligt werden. Hier geht es aber um einen Artikel, welcher der Academy vorwirft viel zu selten Frauen mit Oscars auszuzeichnen. Weiter unten hat der User guby einen passenden vergleich gemacht. Wenn halt mehr Männer Regie führen, und diese Filme dann auch noch gut sind, ist die Wahrscheinlichkeit grösser, dass der bessere Film von einem Mann kommt. Hier von System zu sprechen, ist übertrieben. Sobald mehr Frauen Regie führen, und es dann immernoch so ist, dann sieht das Ganze anders aus.
  • RichiZueri 16.01.2020 16:17
    Highlight Highlight Die Statistik spricht für sich, ok.
    Aber spannend für diesen Artikel wäre gewesen, welche weiblichen Alternativen wieso besser wären als die nominierten Männer. Ansonsten sind es einfach ein weiteres Mal leere Zahlen ohne Hintergrund.
    • guby 16.01.2020 17:12
      Highlight Highlight Nein die Statistik spricht eben überhaupt nicht für sich weil sie komplett ungültig ist. Wenn du 10 weisse und 50 schwarze Kugeln in einem Beutel hast, kannst du auch nicht davon ausgehen, dass du, wenn du 10x eine Kugel rausnimmst, 5 schwarze und 5 weisse Kugeln hast.
    • You will not be able to use your remote control. 16.01.2020 18:10
      Highlight Highlight > Aber spannend für diesen Artikel wäre gewesen, welche weiblichen Alternativen wieso besser wären als die nominierten Männer.

      Ja, dann lies ihn doch?
    • RicoH 16.01.2020 19:06
      Highlight Highlight guby

      Wenn du schon die Statistik bemühst:

      Von den 500 erfolgreichsten Regisseure 2019 waren 385 Männer und 115 Frauen, also ein Verhältnis von ca. 4:1.

      Das kann man so interpretieren, dass bei 5 Nominierungen mindestens eine Frau dabei sein sollte.

      Oder man kann das so interpretieren, dass Männer ein viermal grössere Chance haben, nominiert zu werden.

      Was die Statistik aber nicht aussagt: wie war die Verteilung bei den sagen wir mal 10 erfolgreichsten Filmen.
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  • PC Principal 16.01.2020 16:14
    Highlight Highlight Vielleicht ist es ja nicht die Schuld der Oscar-Jury, dass es viel weniger weibliche Regisseure gibt. Man kann jetzt natürlich eine bestimmte Frau herauspicken, die nicht nominiert wurde und sich darüber empören, aber man findet mit Sicherheit noch mehr Männer, die nicht nominiert wurden.
  • guby 16.01.2020 16:13
    Highlight Highlight Wie stehts um dieselben Vergleiche wenn man das nach produzierten Filmen pro Geschlecht normalisiert? Absolut macht für mich der Vergleich wenig Sinn.
    • bruuslii 16.01.2020 16:30
      Highlight Highlight ist mir auch aufgefallen.

      schliesslich sind statistisch gesehen auch moderne küchengeräte für weniger kinder pro familie verantwortlich und viel fernsehschauen für schlechte schulnoten der kinder 🤷🏻‍♂️

      das nennt sich neudeutsch "bias"

      frei nach wiki: https://bit.ly/2NwpUuG
      "Menschen treffen in der Regel ihre Aussagen und Entscheidungen anhand von natürlichen, intuitiven Entscheidungsheuristiken unter unvollständigen Informationen."

      eine bessere frage wäre doch, warum es regiseurinnen in hollywood allgemein schwer haben und nur wenige bei den grossen produktionen zum zug kommen.
    • guby 16.01.2020 19:48
      Highlight Highlight @Renzo

      Ich weiss. Aber mir geht es darum, dass die 90x grössere Wahrscheinlichkeit in meinen Augen falsch berechnet ist. RicoH hat es weiter oben vorgerechnet, wie man etwas sinnvollere Zahlen erhält
    • bruuslii 16.01.2020 20:26
      Highlight Highlight renzo: wir haben beide recht gut gelesen. das wurde wohl nachgebessert, danke @simone.

      im link steht allerdings:
      "Of the top-grossing 1,300 films from 2007-2019: 4.8% of directors were women."

      das sind m:f≈95:5≈19:1

      aber nur von 2007-2019. die jahre vorher müssten nun auch noch berücksichtigt werden. ich schätze, dass da eine ratio m:f von 90:1 regiseure durchaus drin liegt.

      bei der imdb-liste aller nominierter regiseurInnen hat es eine quote von m:f von 232:5 (falls ich mich nicht verzählt habe 🙃):
      https://m.imdb.com/list/ls008818291
  • Wendy Testaburger 16.01.2020 16:08
    Highlight Highlight Ja dann ist es halt so. Gibt ja auch bedeutend mehr Regisseure als Regisseurinnen.
    • RicoH 16.01.2020 19:13
      Highlight Highlight Von den 500 erfolgreichsten Regisseuren 2019 waren immerhin 115 Frauen.

      Ohne das werten zu wollen: ich hätte nicht gedacht, dass es so viele sind.

Kommentar

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