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FILE - This file photo taken from video by Nigeria's Boko Haram terrorist network, Monday, May 12, 2014, shows the missing girls alleged to be abducted April 14, from the northeastern town of Chibok. A Nigerian government official said

Videoausschnitt zeigt die entführten Mädchen. Bild: AP/Militant Video

Entführung in Nigeria

Eltern erkennen 77 Mädchen in Video – Regierung will vielleicht verhandeln



Die Eltern der vor einem Monat in Nordnigeria entführten Schülerinnen haben in einem Video der Terrorgruppe Boko Haram 77 der Mädchen identifiziert. Der Gouverneur des Bundesstaates Borno, Kashim Shettima, hatte zuvor eine Vervielfältigung des Filmmaterials angeordnet, damit sich alle betroffenen Mütter und Väter das Video anschauen können.

Dieser Prozess sei noch nicht abgeschlossen, berichtete die Zeitung «Vanguard» heute. Insgesamt sind im veröffentlichten Video 136 Jugendliche zu sehen, die typisch muslimische Gewänder tragen und Verse aus dem Koran rezitieren. 

Boko-Haram-Chef Abubakar Shekau hatte erklärt, viele der überwiegend christlichen Geiseln seien zum Islam konvertiert. Die Gruppe hatte Mitte April mehr als 200 Mädchen aus einer Schule verschleppt. Trotz intensiver Suche auch mit internationaler Hilfe fehlt von ihnen bisher jede Spur.

Ein nigerianischer Politiker sagte dem britischen Sender BBC, die Regierung sei nun doch eventuell zu Verhandlungen mit den Extremisten bereit. Shekau hatte im Gegenzug für die Freilassung der Geiseln gefordert, dass alle inhaftierten Boko-Haram-Kämpfer aus dem Gefängnis entlassen werden. 

Wenn er es ernst meine, dann solle er Vertreter für Gespräche entsenden, erklärte der Minister für Sonderaufgaben, Kabiru Tanimu Turaki. Zuvor hatte die Regierung jeden Dialog ausgeschlossen. (tvr/sda/dpa)

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