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epa08534340 A specially trained carer (R) provides support to an elderly woman on a corridor of a hospital in Schwelm, Germany, 08 July 2020. According to experts, the corona crisis will lead to a sharp rise in unemployment in many industrialized countries by the end of the year. Even without a second wave of infection, this could rise to an average of 9.4 percent in the states of the Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD), according to the OECD employment outlook. If a second wave of infection were to occur, economists expect it to rise to 12.6 percent.  EPA/SASCHA STEINBACH

Eine pflegebedürftige Frau und ihr Betreuer. Bild: keystone

Wie lange dauert die Corona-Pandemie noch an? Forscher haben 3 Szenarien

Viele Menschen sehen in den Lockerungen schon ein Ende der Pandemie – doch das werde noch lange auf sich warten lassen, prognostizieren US-Wissenschaftler. Sie haben mehrere «Visionen» für den weiteren Verlauf der Krise.

Melanie Weiner / t-online



Ein Artikel von

T-Online

Länder wie Brasilien und die USA melden aktuell rasant steigende Corona-Infektionszahlen. In anderen Gegenden der Welt gehen die Fallzahlen hingegen deutlich zurück – und die Menschen atmen wieder auf.

Weltweit untersuchen Forscher die Dynamik der Corona-Ausbreitung, um ein mögliches Ende der  Pandemie  vorhersagen zu können. Fest steht: Es bleibt weiter unklar, wie sich die Corona-Lage entwickelt.

«Es gibt keine Kristallkugel, die uns sagt, was die Zukunft bringt», heisst es in einer Veröffentlichung des Center for Infectious Disease Research and Policy (CIDRAP) an der Universität Minnesota. Dennoch haben US-amerikanische Wissenschaftler bereits im April unterschiedliche Szenarien für die Dauer der Corona-Pandemie erstellt. Darüber berichtete zuvor die «Deutsche Apothekerzeitung».

Aus früheren Pandemien lernen

Das Team um den Epidemiologen und CIDRAP-Leiter Michael T. Osterholm hat sich dabei an vergangenen Pandemien orientiert. Denn diese Erfahrungen könnten den Forschern zufolge dabei helfen, Rückschlüsse auf die heutige Situation zu ziehen.

Frühere Grippe-Pandemien sind laut den Experten am besten dafür geeignet – obwohl sich Corona- und Influenzaviren stark unterscheiden. Die Pandemien aber würden einige Gemeinsamkeiten aufweisen. Hierzu verweisen die Forscher auf acht globale Grippe-Pandemien, von denen vier seit 1900 aufgetreten sind: 1918 bis 1919, 1957, 1968 und 2009 bis 2010.

Corona vs. Influenza

Warum die Corona- und Influenza-Pandemien ähnlich sind

Was die Pandemien unterscheidet

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass sich das  Coronavirus  schneller und häufig unentdeckt auf der Welt ausbreitet als die herkömmliche Grippe. «Eine höhere Reproduktionszahl bedeutet, dass mehr Menschen infiziert und immun werden müssen, bevor die Pandemie beendet ist», heisst es in ihrem Forschungsbericht «Covid-19: The CIDRAP Viewpoint».

Drei theoretische Szenarien des Pandemie-Verlaufs

Auch wenn es meist keine klaren Muster gibt, hatten den US-Forschern zufolge sieben der acht grossen Grippe-Pandemien einen frühen Höhepunkt, der im Laufe weniger Monate verschwand. Etwa sechs Monate nach dem ersten Höchststand konnte dann ein zweiter Höchststand verzeichnet werden. Ausserdem hätten einige Influenza -Pandemien im Laufe von zwei Jahren nach der ersten Welle weitere, kleinere Wellen gezeigt, so die Wissenschaftler.

Aus diesen Erkenntnissen heraus entwickelten die Wissenschaftler für den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie  drei mögliche Szenarien. Diese beziehen sich vorrangig auf die nördliche Hemisphäre. Alle schliessen an die Welle vom Frühjahr 2020 an.

Szenario 1

Kleinere Wellen über einen längeren Zeitraum

Im ersten Szenario folgen auf den ersten Corona-Ausbruch in diesem Frühjahr weitere kleine Wellen im Sommer und in den kommenden Jahren. Diese Erkrankungswellen verlieren jedoch bereits 2021 an Heftigkeit.

Das Ausmass kann geografisch unterschiedlich sein und davon abhängen, welche Einschränkungen jeweils gelten und wie sie gelockert werden. Die Pandemie flacht in diesem Szenario insgesamt zwar ab – dauert aber auch über längere Zeit an.

Szenario 2

Höhepunkt im Herbst 2020 mit Folgewellen

Das zweite Szenario der US-Forscher zeichnet ein düsteres Bild. Dabei kommt es im Herbst zu einem erneuten Corona-Ausbruch, der grösser als die erste Infektionswelle ausfällt.

Das würde erneute Beschränkungen erfordern, um die Ausbreitung von Infektionen und die Überlastung der Gesundheitssysteme zu verhindern. Danach folgen eine oder mehrere kleinere Wellen im Jahr 2021, bis die Kurve deutlich abflacht. Dieses Muster orientiert sich an dem der Spanischen Grippe in den Jahren 1918 und 1919.

Szenario 3

Langsames Abklingen des Virus ohne erneuten Höhepunkt

Das dritte Szenario rechnet nach dem Höhepunkt im Frühjahr mit kontinuierlich auftretenden Fällen ohne klares Muster. Ein erneutes Hoch wird hierbei nicht mehr erwartet. Trotzdem dauert es auch hier vermutlich noch bis 2022, bis die Pandemie gänzlich verschwindet, und das Virus würde weiterhin zu Krankheits- und Todesfällen führen.

Dieses Muster wurde zwar bei früheren Grippe-Pandemien nicht beobachtet, dennoch ziehen es die Forscher für Covid-19 in Betracht.

Fazit der Forscher

Bis zu zwei Jahre lang Corona

«Unabhängig davon, welchem Szenario die Pandemie folgt, müssen wir damit rechnen, dass wir noch 18 bis 24 Monate mit dem Coronavirus leben müssen und sich immer wieder Hotspots in verschiedenen Regionen der Welt entwickeln werden», schlussfolgern die Forscher in ihrem Bericht.

Erst im Jahr 2022 könnte eine Immunität bei zwei Dritteln der Weltbevölkerung erreicht sein – und damit eine globale Herdenimmunität gegen das Coronavirus bestehen. Es bleibe abzuwarten, wie sich die Infektionszahlen in den einzelnen Ländern weiterentwickeln.

Natürlich könnte auch die Entwicklung eines Impfstoffs gegen  SARS-CoV-2  eine entscheidende Rolle spielen und den Pandemie-Verlauf beeinflussen. Mehr zum aktuellen Stand der weltweiten Impfstoffprojekte lesen Sie hier.

Quellen

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93Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • what's on? 12.07.2020 23:52
    Highlight Highlight Für die Schweiz ist die Prognose einfach: Sobald die Regierung und die Medien aufhören, jede Ansteckung zu hypen, ist die Pandemie vorüber.
  • cdrom 12.07.2020 21:01
    Highlight Highlight Die Pandemie dauert genau solange wie getestet wird.
    Eine Impfung wird es kaum geben. Dies war schon 2005 bekannt. https://www.rosenfluh.ch/media/arsmedici/2005/23/Der-Virusschnupfen.pdf
    Ich frage mich was hat die Pharma all die Jahre geforscht?
    Die Experten wissen von weniger immer mehr, nur einen Gesamtüberblick hat keiner...

    Eine Herdenimmunität brauchts nicht, da 81% keine oder nur milde Symptome haben. (RKI)

    Daher einfach nicht mehr Testen und das Virus ist weg und die krankmachende Panik auch.
  • P. Meier 12.07.2020 18:40
    Highlight Highlight Könnte man nicht noch 3 weitere Gruppen von Wissenschaftern befragen? Dann gibt es noch weitere mögluche Szenarien. Wie wärs wieder einmal mit einem Tintenfischorakel?
    • Raber 12.07.2020 20:38
      Highlight Highlight Das hat alle Spiele der WM richtig Vorausgesagt. Da würde ich am meisten darauf Vertauen...
  • rodolofo 12.07.2020 09:13
    Highlight Highlight Zusammenfassung:
    Szenario 1: Soso lala.
    Szenario 2: Es wird schlimmer!
    Szenario 3: Es klingt ab.
    Und wenn der Hahn kräht auf dem Mist...
    dann ist es ein Prognostiker.
    • PVJ 12.07.2020 15:42
      Highlight Highlight Genau. Base Case - Best Case - Worst Case. Wird eigentlich immer so gemacht, einfach weil die Zukunft per Definition nicht bekannt ist.

      Aber weil Du es besser weisst musst Du wahrscheinlich nicht mehr arbeiten, oder?
  • Baumi72 12.07.2020 08:26
    Highlight Highlight Laut den neuesten immunologischen und serologischen Studien liegt die Letalität von Covid-19 (IFR) bei insgesamt circa 0.1% und damit im Bereich einer starken Influenza (Grippe).

    Das Sterberisiko für die Allgemeinbevölkerung im Schul- und Arbeitsalter liegt selbst in den weltweiten “Hotspots” zumeist im Bereich einer täglichen Autofahrt zur Arbeit. Das Risiko wurde zunächst überschätzt, da Personen mit milden oder keinen Symptomen nicht erfasst wurden.

    Es ist alles eine Frage der Verhältnismässigkeit. Wo wollen wir die Messlatte ansetzen?
    • Uno 12.07.2020 14:13
      Highlight Highlight Also ich gehe von 1,5 Prozent Letalität aus, sowie 10 Prozent schwere Verläufe. Denke, das macht dann ein grosser Unterschied.
  • Sapientia et Virtus 12.07.2020 00:12
    Highlight Highlight Das Coronavirus ist ein normales Erkältungsvirus, das vorübergehend für höhere Sterblichkeit sorgt, weil es neu ist und unser Immunsystem nicht darauf eingestellt ist. In keinem Land der Welt ist die Übersterblichkeit aufs Jahr gerechnet dramatisch. Wer daran erkrankt, entwickelt Antikörper und ist für eine gewisse Zeit geschützt. Kreuzimmunität ist wahrscheinlich auch ein wichtiger Faktor. Es wird weitere Wellen geben, die milder ausfallen wegen der Herdenimmunität. Hört endlich auf mit der unsinnigen Panikmache!
    • dmark 12.07.2020 11:39
      Highlight Highlight Ja... So reden viele, bis es sie dann selbst erwischt hat. Das mit den Antikörpern und "Herdenimmunität" ist leider nicht so, wie man es sich erwünscht. Siehe Schweden... Da ging es voll in die Hose.
      Zurückhaltung und der Schutz des anderen sind im Moment gefragt und nicht einfach mal einen auf "Helden" spielen.
    • Raber 12.07.2020 20:42
      Highlight Highlight Das Problem,es ist nicht "im Moment". Hier wird von Monaten/Jahren gesprochen. Ich denke da machen grosse Teile der Bevölkerung nicht mit. Siehe Serbien, Stuttgart etc und nein, Schweden ist bei weitem nicht gescheitert,je länger das dauert,desto rationeller ihre Handhabung.
  • Flying Dutchman! 11.07.2020 23:27
    Highlight Highlight Der spanische Grippe hat 3 Jahre gedauert also wir sollten uns auf das schlimmsten vorbereiten es könnte auch länger gehen oder?
    • pop_eye 12.07.2020 12:17
      Highlight Highlight Covid und die spanische Grippe haben etwa soviel gemeinam wie Äpfel und Birnen.

      Die Verhältnismässigkeiten bei Covid stimmten seit dem 1. Tag an nicht. Daher wird es auch länger gehen. Keiner der Obrigkeit hat Eier zuzugeben, dass Quatsch produziert wurde.

      Der obersten Virologe im deutschsprachigen Raum hat sein täglichen Panikmeldungen bzw. Podcast eingestellt - Sommerpause. Sein Virus hat anscheinend Ferien.

    • Jean Lenoir 13.07.2020 12:48
      Highlight Highlight An pop_eye: Der spanische Grippevirus ist auch keine Zitrone, sondern sieht dem Covid-Virus verdammt ähnlich!
  • weissauchnicht 11.07.2020 23:13
    Highlight Highlight Bei einer natürlichen Erneuerungsrate der Bevölkerung von über 200 Personen pro Tag (Todesfälle/Geburten) und einer Infektionsrate von durchschnittlich unter 100 werden wir in der Schweiz weder in 2 noch in 2000 Jahren eine Durchseuchung von über 50% erreichen, und somit auch nie eine Herdenimmunität, wenn es dazu eine Durchseuchung von zwei Drittel braucht.
    • Meierli 12.07.2020 12:48
      Highlight Highlight Eine Herdenimmunität ist nur möglich mit einer dauerhaften Immunität durch Antikörper. Leider sieht es aktuell danach aus dass dies eben nicht der Fall ist. Leichte Fälle reichen nicht zur Immunität und nach schweren Fällen lässt die Anzahl der Antikörper schon nach wenigen Wochen nach. Vorausgesetzt das Virus mutiert nicht in die richtige Richtung wird uns COVID19 lang begleiten.
  • Glenn Quagmire 11.07.2020 22:49
    Highlight Highlight Oder 4. Variante: Forscher haben keine wirkliche Ahnung und zählen deshalb einfach auf, was sein könnte. eine dieser erwähnten Varianten wird +/- eintreffen, nur welche wird es sein?
    • ujay 13.07.2020 08:31
      Highlight Highlight ...und Quagmire hat den vollen Durchblick....quakquak.....
    • Glenn Quagmire 13.07.2020 12:09
      Highlight Highlight wenn du lesen könntest, würdest feststellen, dass ich dies nicht behaupte...🤦🏻‍♂️🤷🏻‍♂️
  • dodo, dodo? 11.07.2020 22:29
    Highlight Highlight das verstehe ich nicht: wenn die inkubationszeit 14 tage sein kann, warum nur 10 tage quarantäne???
  • Bobby Sixkiller 11.07.2020 22:21
    Highlight Highlight Das geht so weiter, bis ein Impfstoff entwickelt und auf den Markt gebracht wird. Ganz einfach.
    • MartinZH 11.07.2020 22:38
      Highlight Highlight Nein, so "einfach" ist das eben leider nicht..? 😔

      Es ist gut möglich, dass es keinen Impfstoff geben wird, der "auf den Markt" kommen wird.

      Sicher wird es dereinst Impfstoffe geben, aber es ist fraglich, wir gut diese wirklich wirken.

      Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass es Impfungen geben wird. Aber bis heute ist völlig unklar, wann es diese geben wird und wie effizient diese wirken werden. Das Szenario ist, dass es zwar Impfungen geben wird, die aber nicht zu 100% sicher sein werden. Etwa so, wie bei einer Grippe-Impfung.

      Sich auf einen Erfolg zu verlassen, ist leider blauäugig. 😔
    • Saraina 12.07.2020 09:54
      Highlight Highlight In der Sonntags-Zeitung von heute gibt es ein erhellendes Interview mit Prof. Karin Mölling, das dieses völlig unrealistische Gerücht eines baldigen, wirksamen Impfstoffes erschüttern dürfte. Es gibt bis jetzt keinen wirksamen Impfstoff gegen ein Coronavirus, die Vorstellung, dass ein Impfstoff das Virus einfach wegmachen wird, ist völlig unbegründet.
  • Bubalibre 11.07.2020 21:54
    Highlight Highlight Bin zwar kein Experte aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen dass wir das Virus wieder richtig loswerden können.
    Herdenimmunität scheint mir mit Durchseuchung wenig vielversprechend zu sein, da viele offenbar nur für kurze Zeit oder garkeine Antikörper bilden.
    Da es offenbar auch schon zu Mutationen gekommen ist, wie soll da ein möglicher Impfstoff helfen?
    Klappt ja bei der Grippe auch eher nicht.
    Aber zum Glück gibt Fachleute die mehr wissen als ich.
  • Hierundjetzt 11.07.2020 21:34
    Highlight Highlight Hoffen wir, dass Corona bis zur Wintergrippe vorüber ist.

    Da die Anfangs-Sympthome die gleichen sind (Grippe / Cotona), wäre das für die Spitäler der GAU.
    • Majoras Maske 12.07.2020 00:07
      Highlight Highlight Es gibt Hinweise, dass man sich nicht mit Corona anstecken kann, wenn man bereits die Grippe hat. Vielleicht hilft und die Grippe auch.
    • Saraina 12.07.2020 09:13
      Highlight Highlight Wieso? Weder Grippe noch Covid bringt eine Mehrzahl der Erkrankten ins Spital. Es gäbe einfach sehr viele Tests. Und alle Massnahmen gegen Covid - Abstand, Händewaschen, Masken - helfen, eine Infektion mit der Grippe zu verhindern.
    • Emil Eugster 12.07.2020 11:04
      Highlight Highlight Wenn die Menschen sich doch bloss immer noch an die Abstands- und Hygieneregeln halten würden. Meine Beobachtung ist leider eine Andere. An der Desinfektion wird vorbeigegangen und alle Frischware gründlich angefummelt, nicht ohne sich vorher in der Nase zu bohren. (Das Gemüse ganz unten ist immer das Beste.) Wie wenige Leute mit Symptomen braucht es, die trotzdem an Veranstaltungen und in Restaurants und Bars gehen, damit das Virus möglichst gut verbreitet bleibt?
  • Exilglarner 11.07.2020 21:07
    Highlight Highlight Es dauert genau so lange, bis die Meldung kommt, dass das ganze überstanden ist... am besten gibt man nicht all zu viel auf Prognosen und auf einen Impfstoff sollte man sich auch nicht verlassen... der Unmut wächst nur noch mehr, wenn beides nicht eintrifft respektive nicht den gewünschten Erfolg bringt... deshalb arrangiert man sich am besten mit der Situation und sitzt sie aus...
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 12.07.2020 01:19
      Highlight Highlight It's evolution, baby!
      Play Icon
    • IZO 12.07.2020 17:07
      Highlight Highlight @Anti. Für den Virus, Ja.
  • Terraner 11.07.2020 21:07
    Highlight Highlight Szenario 4: Das Virus mutiert und wird gefährlicher, es sterben auch vermehrt jüngere Personen. Im Winter bricht Panik aus und ein weltweites Chaos. Jeder schaut nur noch für sich, alle Länder schotten sich ab. Über die nächsten 10 Jahre sterben 1/3 der Weltbevölkerung. Wirtschaftlich werden wir um 100 Jahre zurück geworfen. Der Planet erholt sich langsam vom Virus Homosapiens. Die Welt in 100 Jahren ist eine andere, gemeinsam bauen wir alles neu auf. Diesmal aber im Einklang mit der Natur. Allen geht es viel besser als heute. Die Natur hat der Menscheit gezeigt wo die Grenzen sind.
    • Beasty 11.07.2020 21:51
      Highlight Highlight Unsinn. Viren wollen ihren Wirt (also uns) nicht töten. Mutieren sie, werden sie in der Regel ungefährlicher, damit ihr Wirt nicht resp. weniger krank wird. Viren wollen prinzipiell gesunde Menschen. Also Szenario 4: Corona mutiert und schwächt sich zu einer milden Erkältung ab. Mich geilt - im Gegensatz zu dir - dein Untergangsszenario nicht auf.
    • Theo Rehtisch 11.07.2020 22:45
      Highlight Highlight Szenario 5: Das Genie Donald Trump erfindet einen Wirkstoff gegen Corona. Donald Trump wird zum Potus auf Lebenszeit erklärt, erhält den Friedensnobelpreis und Schwingerkönig 2022.

    • Topfuel 11.07.2020 23:14
      Highlight Highlight Ich verstehe die Blitze nicht. Sind das Angstblitze, Verschwörerblitze?? Das Szenario ist ein wahrscheinliches weil vor allem der Homosapiens ein idiotisches, Barbarisches aber vor allem egoistisches Angstwesen ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bildung & Aufklärung 11.07.2020 20:57
    Highlight Highlight Dauert bis zur nächsten Pandemie, dem nächsten Virus etwa...

    Vielleicht auch weniger lange.

    Die ForscherInnen und WissenschaftlerInnen aus den entsprechenden Diszipilinen, haben schon lange gewarnt, aber wer hört schon auf ExpertInnen, ha.

    Als nächstes kümmern wir uns noch um die unfassbar fatale Klimakatastrophe (ein Hoax der Wissenschaft!) oder was und hören auf die Expertise? Ha!

    Erstmal Massenqualgefangenschaft ausbauen, die kranken 'Wet-Markets' laufen ja auch wieder.

    Zoonosen und Viren sind halt der Preis. Ja no.
    Corona ist ja gar nicht schlimm und Pest-like wirds nie... Oder?
  • Locutus70 11.07.2020 20:29
    Highlight Highlight Sie dauert genau noch solange, bis ein Impfstoff gefunden ist. Die weltweite Strategie basiert doch genau darauf ^^

    Wäre ja schlimm, wenn sie den schönen teuren Impfstoff wegschütten müssten. ^^
  • Lucida Sans 11.07.2020 20:14
    Highlight Highlight Szenario 4: Trump wird wieder gewählt. Die Pandemie darf sich in USA weitere 4 Jahre ungehindert ausbreiten.
    • Topfuel 11.07.2020 23:17
      Highlight Highlight ...könnte für die Welt ein nicht zu unterschäztender Vorteil werden.
  • Plan B 11.07.2020 20:08
    Highlight Highlight Das Virus wird mutieren (weniger gefährlich) und bis spätestens nächsten Sommer verschwinden.
  • Joe Meier 11.07.2020 20:04
    Highlight Highlight Spannend wenn von Herdenimminität im 2022 gesprochen wird.. Mit den strengen Massnahmen vermute ich, dass es noch länger gehen wird.. Aktuell scheint es ja das Ziel zu sein, keine Neuinfektionen zu haben.. Dann müssten wir doch wieder zum Ziel, die Krankenhäuser nicht zu überlasten..
  • Filz 11.07.2020 19:59
    Highlight Highlight Dann bleiben wir eben noch länger zuhause - ob Ferien auf Balkonien oder arbeiten im Homeoffice. Machen wir das Beste draus und abonnieren einen zusätzlichen Streamingdienst für die kalte Jahreszeit. Kopf hoch und Masken auf.
    • Tschowanni 11.07.2020 20:19
      Highlight Highlight Gute Idee. Weiss nur noch nicht wie ich den Streaming Dienst finanzieren soll ohne Job. Die ganzen Massnahmen haben mich diesen gekostet und eine Besserung ist alles andere als in Sicht, da alle tief verunsichert sind.
    • MartinZH 11.07.2020 20:41
      Highlight Highlight Anstatt nur ein zusätzliches Streaming-Abo zu lösen, empfehle ich ein Abo von einer guten Zeitung. Nebe der andauernden Unterhaltung, sollten auch qualitativ hochstehende Informationen und Bildung nicht zu kurz kommen..! 🙄👍😉
    • Hier Name einfügen 11.07.2020 20:45
      Highlight Highlight Schön für Sie, wenn Sie Homeoffice machen können. Ich bin seit Lock Down in Kurzarbeit, wie will ich mir da einen weiteren Streamingdienst leisten?
      Nicht alle arbeiten im Büro!
    Weitere Antworten anzeigen
  • SBP 11.07.2020 19:44
    Highlight Highlight Mein Eindruck ist, dass die Sterblichkeit ab- und die Infektiosität zugenommen hat. Nun, es ist für die Menschheit ein weiteres Gesundheitsrisiko das man irgendwie kontrollieren muss. Das bedeutet - so kalt wie es klingt - die Todesfälle in einem vernünftigem Rahmen halten. Genauso wie wir das bei anderen Gesundheitsrisiken auch tun. Wenn es sein muss mit drakonischen Strafen für Uneinsichtige, aber bitte hört auf mit der Taktik Angst und Panik zu verbreiten. Dies wird uns bis zum Schluss mehr Tote bescheren, als das Virus selber.
    • darkgrey 11.07.2020 20:16
      Highlight Highlight Die Infektionen haben vor 2-3 Wochen zugenommen. In Woche 5-6 werden die Spitaleintritte zunehmen ab Woche 8 dann die Todesfälle. Der Trend der Todesfälle werden wir erst gegen Mitte August sehen.
    • lilie 11.07.2020 20:43
      Highlight Highlight @SBP: Dies ist ebenfalls mein Eindruck und deckt sich mit der Beobachtung, dass sich seit Februar eine Mutation über den Globus verbreitet hat, die womöglich etwas ansteckender, aber weniger tödlich ist.

      Dies würde auch erklären, warum es bisher in Afrika noch nicht zur Katastrophe gekommen ist, denn dort ist fast ausschliesslich die neue Variante zu finden.

      Es wird weiterhin Wachsamkeit brauchen, um das Virus in Schach zu halten - mutiert er jedoch weiter und wird noch harmloser, könnten wir mit einem (dunkel)blauen Auge davonkommen.
    • blueberry muffin 11.07.2020 20:53
      Highlight Highlight Das ist falsch. Es geht einfach einige Woche von der Infektion bis zum Tod.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wolk 11.07.2020 19:37
    Highlight Highlight Klingt vielversprechend. Was ist mit einer Impfung?
  • Cpt. Jeppesen 11.07.2020 19:11
    Highlight Highlight Schöner Bericht. Das mit der Herdenimmunität trifft aber nur dann zu, wenn wir immun werden und länger bleiben. Leider aber scheint gerade dort Unklarheit zu herrschen. Es gibt vermehrt Stimmen die behaupten eine Infektion mit dem Virus würde keine langfristige Immunität erwirken. Dann hätten wir die Seuche leider für länger.
    • MartinZH 11.07.2020 19:38
      Highlight Highlight Eine "Herdenimmunität" verfolgen zu wollen, ist vollkommener Habakuk! Eine solche Strategie bringt viel zu viele Opfer. Und das sind nicht nur Tote, sondern grösstenteils Menschen, die zeitlebens unter den Folgen der Erkrankung leiden werden (Lungenprobleme, bis hin zu Demenz).

      Grossbritannien und Schweden haben das glücklicherweise eingesehen. Was in den USA, Brasilien, etc. passiert, beruht hoffentlich nicht auf solchen Plänen..! Denn es ist klar, eine Immunität, die länger anhält, ist nicht zu erreichen. Es verhält sich ganz ähnlich, wie mit einem Schnupfen. Impfschutz: Leider Fehlanzeige.
    • PhilippS 11.07.2020 20:21
      Highlight Highlight @Cpt.:

      Wenn das zutrifft, was wohl leider im Rahmen des Möglichen ist, wäre auch ein Impfstoff keine Wunderwaffe. Dieser kann nicht besser wirken, als es das Immunsystem nach überstandener Krankheit auch tut.

      Persönlich bin ich der Meinung, dass eine wirksame Therapie letztlich eher zu erwarten ist, als ein Impfstoff.

      Aber eben: Effektiv wissen wir wohl mehr (noch) nicht, als umgekehrt.

      Daher tun wir gut daran uns in irgendeiner Form mal vorläufig mit Covid „anzufreunden“. Tägliche Newsticker helfen dabei wohl aber wenig...

      Weil jedes der 3 Szenarien dauert seine Zeit.
    • Mutzli 11.07.2020 21:43
      Highlight Highlight @PhilippS

      Doch, Impfungen können sogar einen um einiges besseren Schutz bieten, als wenn man eine Krankheit durchmacht. Masernimpfung ist da z.B. ein gutes Beispiel.
      Schon alleine deswegen, weil bei der Entwicklung der Impfstoffe die Möglichkeit besteht, gewisse nützlichere Immunreaktionen gezielt zu aktivieren.
      Z.B. bei Covid-19 bilden sich bei einem asymptomatischen Verlauf nur sehr wenige Antikörper aus, da durch den guten Verlauf auch das Immunsystem weniger ein Gegenarsenal aufbauen muss. Mit Impfung kann man hingegen Bildung von Antikörpern gezielt hervorrufen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eiswalzer 11.07.2020 19:04
    Highlight Highlight Ein deutscher Infektiologe und Impfforscher hat erst gerade gesagt, dass es bis zu 10 (!) Jahre dauern kann, bis 90% der Menschen immun sind. Dass es sowieso mehrere erfolgreiche Impfstoffentwicklungen brauche, um breit und relativ schnell Immunität zu schaffen. Ein solches langfristiges Szenarium ist ja schon seit längerem eine realistische Variante, ja sogar die wahrscheinlichste. Und immer noch gibt es dafür keine Strategien. Klar ist nur, dass auf diese Dauer KEINE Shutdowns etc möglich sind. Wir sollten endlich Strategien für ein Leben MIT dem Virus entwickeln.
    • lilie 11.07.2020 20:45
      Highlight Highlight @Eiswalzer: Vor allem siehts bisher so aus, als würde die Immunität nach 3 Monaten wieder verschwinden. Dann können wir die Impfung vergessen.
    • Eiswalzer 11.07.2020 22:18
      Highlight Highlight Lilie:
      Sollte das stimmen, und in den nächsten Jahren kein wirksamer Impfstoff vorhanden sein, bleibt uns sowieso nix anderes übrig, als zur Normalität zurück. Mit einfachen Massnahmen wie Masken tragen. Wir müssen uns einfach eines bewusst werden: Es ist möglich, dass wir in absehbarer Zeit nicht viel gegen das Virus tun können. Dann heisst die einzige Strategie dann plötzlich wieder: Möglichst die Spitäler nicht überlasten. Noch wissen wir aber zu wenig über die Immunität
    • lilie 11.07.2020 22:39
      Highlight Highlight @Eiswalzer: Verstehe nicht genau, was du meinst? Wir SIND doch zurück zu allen Aktivitäten, die wir vorher hatten, einfach jetzt mit Massnahmen gegen den Virus? Oder zu welcher "Normalität" willst du denn zurück?

      Und die Überlastung der Spitäler verhindern war das Ziel des Shutdowns. Nun geht es darum, das Contact Tracing nicht zu überlasten, damit die Seuche unter Kontrolle bleibt. Daher wurden z.B. teils die Gästezahlen in den Clubs reduziert, denn so viele Quarantänen aufs Mal anzuordnen und zu begleiten ist ziemlich aufwändig.
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