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epa05865418 (FILE) A combo of file pictures shows the 11 candidates of the 2017 French presidential elections (top row, L-R) Nathalie Arthaud of 'Lutte Ouvriere' (Workers' Struggle), Francois Asselineau of the 'Union Populaire Republicaine' (Popular Republican Union), Jacques Cheminade of the 'Solidarite et Progres' (Solidarity and Progress), Nicolas Dupont-Aignan of 'Debout La France' (Stand Up France), Francois Fillon of 'Les Republicains', Benoit Hamon of 'Parti Socialiste', (bottom row, L-R) Jean Lassalle of 'Resistons !' (Resist!), Marine Le Pen of 'Front National' (National Front), Emmanuel Macron of 'En Marche!' (Onward!), Jean-Luc Melenchon of 'La France Insoumise' and Philippe Poutou of 'Nouveau Parti Anticapitaliste (NPA)' (New anticapitalist Party). The first round of the French presidential elections will take place in one month, on 23 April 2017. The second round will take place two weeks later on 07 May.  EPA/VARIOUS

Bekannte und weniger bekannte Gesichter. Diese elf Franzosen wollen die Nachfolge des Sozialisten François Hollande antreten.  Bild: EPA

Es gibt nicht nur Le Pen und Macron: Diese 11 Franzosen wollen «Président» werden

Am Sonntag ist es so weit. Frankreich wählt in einem ersten Wahlgang die zwei Anwärter auf den Élysée. Und immer flackern die gleichen vier, fünf Gesichter über den Bildschirm. Dabei gibt es ganze elf Franzosen, die anstreben, Frankreich zu regieren. 



Fillon, Macron, Le Pen und wohl Mélenchon und Hamon – das sind die Namen, die in den internationalen Medien in Bezug auf die Französische Präsidentschaftswahl stets auftauchen. Doch es gibt sechs weitere Franzosen, die die für die Kandidatur nötigen 500 Unterstützer-Unterschriften gewählter Amtsträger vorlegen konnten. Ihnen geben Umfragen aber keine grosse Chancen aufs höchste Amt der République

Die «kleinen» Kandidaten 

(Alphabetisch geordnet)

Nathalie Arthaud – die Kommunistin

Die 47-jährige Nathalie Arthaud, Kommunistin und Dozentin für Wirtschaft und Management, vertritt die trotzkistische Linkspartei Lutte Ouvrière (Arbeiterkampf).

epa05888836 French presidential election candidate for the far-left Lutte Ouvriere (LO) party Nathalie Arthaud attends a debate organized by French private TV channels BFM TV and CNews, between the eleven candidates for the French presidential election, in La Plaine-Saint-Denis, France, 04 April 2017. The French presidential election is scheduled for 23 April and 07 May 2017.  EPA/LIONEL BONAVENTURE / POOL MAXPPP OUT

Bild: EPA AFP POOL

Arthauds Hauptziel ist die «Machtübernahme durch die Arbeiterklasse» und das Ende des Kapitalismus. Arthaud will es Unternehmen ausserdem verbieten, ihren Angestellten zu kündigen: «Il faut Interdire les licenciements» (Entlassungen gehören verboten), das sei die Lösung im Kampf gegen die hohe Arbeitslosenquote, meint Arthaud. Zudem setzt sie sich für eine transparente Unternehmensführung ein. So sollen Angestellte beispielsweise Einsicht in die Buchhaltung ihres Arbeitgebers erhalten. Umfragen sehen sie bei 0,5 Prozent.

«Wir von Lutte Ouvrière wollen kein System regieren, das auf Ausbeutung und Unterdrückung beruht.»

Nathalie Arthaud auf ihrer Webseite 

François Asselineau –Verschwörungstheoretiker und Monsieur Frexit

Asselineau, 59, hat eine langjährige Karriere als hoher Beamter hinter sich. 2007 gründete er die EU-kritische Union Populaire Républicaine (Republikanische Volksunion), die er präsidiert.

epa05886698 Candidate for the 2017 French presidential elections for the 'Union Populaire Republicaine' (Popular Republican Union) political party, Francois Asselineau, delivers a speech during a political rally as part of his presidential campaign in Montpellier, Southern France, 03 April 2017. French presidential elections are planned for 23 April and 07 May 2017.  EPA/GUILLAUME HORCAJUELO

Bild: EPA

Er fordert nicht nur den Austritt aus dem Euro und der EU, den Frexit, sondern auch, dass sich Frankreich aus der Nato zurückzieht. Asselineau beeindruckte mit seinem Wissen zu EU-Abkommen während der Debatten jeweils Publikum und Gspändli. Tatsächlich kennt er die Abkommen, die er so verabscheut, perfekt auswendig. Asselineau fordert ausserdem das sofortige Ende des Ausnahmezustands. Er wird von der Seite Conspiracy Watch überwacht, weil er sich mehrfach als Anhänger von Verschwörungstheorien zeigte. So glaubt er beispielsweise, dass hinter dem Erfolg vom Front National die CIA steckt. 

Asselineau ist ein Internet-Phänomen. Seine Anhänger sind sehr aktiv und wissen, wie sie ihren Kandidaten in den Sozialen Medien fördern können. Umfragen sehen ihn bei 1 Prozent. Er scheint diesen Erhebungen aber nicht zu trauen:

«Ich denke, dass ich beim  ersten Wahlgang alle überraschen werde.»

Asselineau zu lavoixdunord.fr

Jacques Cheminade – der Exzentriker

Mit seinen 75 Jahren ist Cheminade der älteste der Kandidaten. Es ist auch bereits das dritte Mal, dass er sich für seine Partei Solidarité et progrès (Solidarität und Fortschritt) für das Amt im Élysée bewirbt.

Presidential candidate for the Solidarity and Progress party Jacques Cheminade attends a television debate at French private TV channels BFM TV and CNews, in La Plaine-Saint-Denis, outside Paris, France, Tuesday, April 4, 2017. The 11 candidates in France's presidential race are preparing to face off in a crucial debate Tuesday evening, less than three weeks before the first round of the election.  (Lionel Bonaventure/Pool Photo via AP)

Bild: AP AFP POOL

Cheminade war bis zu seiner Pensionierung ein hochrangiger Beamter im Wirtschaftsministerium. In seinem Programm spielt der Kampf gegen die seiner Meinung nach herrschenden «Finanz-Oligarchie» eine grosse Rolle. So fordert er unter anderem eine «echte Trennung zwischen Geschäfts- und Investmentbanken.» Zudem will auch er aus der EU austreten. Er träumt von einem «Europa der Nationen und Projekte». Cheminade ist der einzige Kandidat, dessen Projekt ein Raumfahrtprogramm umfasst: Er fordert die Besiedlung von Mars und Mond. Wie Asselineau gilt auch Cheminade als Verschwörungstheoretiker. So sagte er beispielsweise, dass es gewisse Verbindungen zwischen der Bush-Administration und den Terroranschlägen vom 11. September 2001 geben könnte. Seine Umfragewerte liegen bei unter 0,5 Prozent.

«Entriegeln wir Frankreich, befreien wir uns von der finanziellen Besatzung.»

Cheminade in seinem Programm. 

Nicolas Dupont-Aignan – der grosse Kandidat der Kleinen

Für die gaullistische Partei Debout la France (Steh auf, Frankreich) tritt ihr Parteivorsitzender Nicolas Dupont-Aignan, 55, an.

French deputy and president of  conservative party Debout La Republique, Nicolas Dupont-Aignan reacts shortly before delivering his speech during an electoral meeting held in Paris, Sunday Jan. 22, 2012. Nicolas Dupont-Aignan who is candidate for the April 2012 presidential elections presented his program.(AP Photo/Remy de la Mauviniere)

Bild: AP

Dupont-Aignan ist ein ehemaliger Beamter im Erziehungswesen und vertritt ähnliche Positionen wie der Front National. Er gilt als grosser Kandidat der Kleinen, weil er beim ersten Wahlgang gemäss Umfragen auf knapp vier Prozent der Wähler kommen könnte. Dupont-Aignan vertritt einen ökonomischen Patriotismus und plädiert für strikte Einwanderungskontrollen. Zudem will er ein Gesetz einführen, das besagt, dass Kandidaten nicht vorbestraft sein dürfen. Dupont-Aignan sorgte im März für Schlagzeilen, als er während eines Live-Interviews das Studio des TV-Senders TF1 verliess. Damit protestierte er gegen die Entscheidung des Senders, nur die fünf in den Umfragen bestplatzierten Kandidaten zu ihrer TV-Debatte einzuladen.

«In unserem Land herrscht keine Demokratie mehr.»

Dupont-Aignan auf Twitter

Jean Lassalle – der Originelle

Der 61-jährige Lassalle kommt aus einer Familie von Schäfern und engagiert sich besonders für die ländliche Bevölkerung Frankreichs. Er gehört keiner Partei an, politisiert aber in der Mitte des politischen Spektrums.

epa05888869 French lawmaker and independent candidate for French presidential election Jean Lassalle gestures as he speaks during a debate organised by the French private TV channels BFM TV and CNews, between the eleven candidates for the French presidential election, in La Plaine-Saint-Denis, France, 04 April 2017. The French presidential election is scheduled for 23 April and 07 May 2017.  EPA/LIONEL BONAVENTURE / POOL MAXPPP OUT

Bild: EPA AFP POOL

Lassalle fordert mehr Macht für die Gemeinden, will erneuerbare Energien fördern und setzt sich ein für ein «starkes Europa». Jean Lassalle bemüht sich jeweils, politische Diskussionen unterhaltsamer zu gestalten –  oder er tut dies, wie Kritiker sagen, unabsichtlich. Als Nicolas Sarkozy 2003, damals Innenminister, im Unterhaus eine Rede hielt, unterbrach ihn Lassalle kurzerhand und hielt ein Ständchen. Diese Performance legte er ein, um gegen die Schliessung einer Polizeistation zu protestieren. Lassalle sorgt auch mit einer gewissen Verwirrtheit und unverständlichen Formulierungen, die er in TV-Shows an den Tag legt, bei seinen Kritikern immer wieder für Lacher. Seine Anhänger jedoch schätzen die «Menschlichkeit», die Lassalle ausstrahlt. Laut Umfragen wird er auf 1 Prozent der Stimmen kommen. 

«Trump und Poutine? Ich hatte schon mit Bären und Wölfen zu tun.»

Lassalle zum Fernsehsender BFMTV. 

Philippe Poutou – der Mechaniker

Die Partei Nouveau Parti Anticapitaliste (Neue Antikapitalistische Partei) hat Philippe Poutou als Kandidat aufgestellt, der seit 1999 als Mechaniker bei Ford arbeitet.

epa05888475 French presidential election candidate for the far-left New Anticapitalist Party (NPA) Philippe Poutou speaks during a debate organized by French private TV channels BFM TV and CNews, between the eleven candidates for the French presidential election, in La Plaine-Saint-Denis, France, 04 April 2017. The French presidential election is scheduled for 23 April and 07 May 2017.  EPA/LIONEL BONAVENTURE / POOL MAXPPP OUT

Bild: EPA AFP POOL

Der 50-Jährige fordert die Beseitigung von Frankreichs Präsidialsystem. Und wie Nathalie Arthaud plädiert auch er für ein Verbot von Entlassungen. Zu seinen umstrittensten Forderungen – besonders nach dem jüngsten Anschlag auf Polizisten – gehört die Entwaffnung der Polizei. Poutou setzt sich zudem für den Ausstieg aus der Atomkraft und eine 32-Stunden-Woche ein. In diversen TV-Auftritten zeigte sich der Arbeiter jeweils schlagfertig und voller Tatendrang – und im legeren T-Shirt. Umfragen sehen ihn trotzdem nur bei 1,5 Prozent. 

«Wenn ‹wir› von der Polizei vorgeladen werden, können wir uns nicht mit Verweis auf eine Arbeiter-Immunität davor drücken.»

Poutou zu Le Pen in einer Präsidentschafts-Debatte. (Le Pen ignorierte eine richterliche Vorladung. Als Europaabgeordnete wird sie von ihrer parlamentarischen Immunität geschützt.)

Die «Grossen»

François Fillon – der Skandalkandidat

Für les Républicains (die Republikaner) tritt der ehemalige Premierminister François Fillon, 63, an. Der konservative Fillon war lange als Favorit gehandelt worden.

French conservative presidential candidate Francois Fillon delivers his speech during a campaign meeting in Montpellier, southern France, Friday, April, 14, 2017. The two-round presidential election is set for April 23 and May 7. (AP Photo/Claude Paris)

Bild: AP

Fillon will Frankreichs Wirtschaft umkrempeln. Er setzt auf liberale Wirtschaftsreformen, will die 35-Stunden-Woche abschaffen, 500'000 Stellen im öffentlichen Dienst streichen und die Staatsausgaben um 100 Milliarden Euro senken. Diese Sparmassnahmen kommen nicht bei allen gut an, besonders seit Fillon wegen dem «Penelope-Gate» und teuren Luxus-Anzügen unter Beschuss steht. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Veruntreuung von Staatsgeldern ermittelt. In den letzen Umfragen ist Fillon auf 19,8 Prozent abgerutscht.

«Nur wenn ein Ermittlungsverfahren gegen mich eröffnet wird, werde ich meine Kandidatur zurückziehen.»

François Fillon im Januar 2017, bevor ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eröffnet wurde

Benoît Hamon –  der Pechvogel

Für den Parti Socialiste, die Partei des amtierenden Staatspräsidenten François Hollande, tritt der frühere Minister für Bildung, Hochschulen und Forschung, Benoît Hamon, 49, an.

epa05888777 French presidential candidate left-wing French Socialist (PS) party Benoit Hamon attends a debate organized by French private TV channels BFM TV and CNews, between the eleven candidates for the French presidential election, in La Plaine-Saint-Denis, France, 04 April 2017. The French presidential election is scheduled for 23 April and 07 May 2017.  EPA/LIONEL BONAVENTURE / POOL MAXPPP OUT

Bild: EPA AFP POOL

Hamon wurde in der Vorwahl der Sozialisten, die Ende Januar 2017 stattfand, überraschend bestimmt. Zu seinen Grundforderungen gehört ein bedingungsloses Grundeinkommen. Ausserdem will Hamon den Mindestlohn und die Sozialleistungen anheben, neue Unternehmenssteuern einführen und den Umweltschutz stärken. Ihm kam der Erfolg Mélenchos in den letzten Wochen teuer zu stehen. Heute sehen ihn Umfragen mit Schätzungen von 7,5 Prozent ohne Chancen auf die Stichwahl.

«Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen, vor allem für die Jungen, wird es mehr freie Arbeitsplätze geben.»

Benoît Hamon zu franceinfo

Marine Le Pen – die Rechtsextreme

Für den Front National bewirbt sich wie bereits 2012 die Parteivorsitzende und ehemalige Anwältin Marine Le Pen, 48.

Far-right leader and candidate for the 2017 French presidential election Marine Le Pen pauses as she speaks during a meeting in Marseille, southern France, Wednesday, April 19, 2017.   Le Pen and centrist Emmanuel Macron are among four leading candidates seen as most likely to progress from Sunday's first round and to reach the May 7 runoff between the top two. (AP Photo/Michel Euler)

Bild: AP

Marine machte den FN salonfähig, schmiss im gleichen Atemzug den Gründer der Partei, ihren Vater Jean-Marie, 88, aus der Partei. Le Pen will die Franzosen in einem Referendum über einen EU-Austritt abstimmen lassen und die Einwanderung drastisch beschränken. Zudem sieht sie vor, einen weitgehenden Wirtschaftsprotektionismus durchzusetzen. Wie Fillon ist auch Le Pen kein unbeschriebenes Blatt. Die Justiz ermittelt derzeit wegen einer Scheinbeschäftigungsaffäre im EU-Parlament gegen sie. Der Vorladung der Polizei ist Le Pen nicht nachgekommen. Sie behauptet, das Betrugsverfahren werde gegen sie instrumentalisiert. Gemäss den aktuellen Umfragen (22,2 Prozent der Stimmen) ist davon auszugehen, dass sie die Stichwahl erreichen wird. Dort würde sie ihrem Kontrahenten aber unterliegen.

«Unter mir hätte es keine Anschläge gegeben.»

Marine Le Pen auf Twitter.

Emmanuel Macron – «le chouchou»

Emmanuel Macron, der frühere Wirtschaftsminister unter François Hollande und ehemalige Investmentbanker bei Rothschild & Cie., tritt für seine eigens gegründete Bewegung En marche! (Vorwärts!) an.

French presidential election candidate for the En Marche ! movement Emmanuel Macron reacts during his visit at the KRYS group's headquarters in Bazainville, near Paris Tuesday April 18, 2017. The two-round presidential election is set for April 23 and May 7. (Thomas Samson/ pool photo via AP)

Bild: AP AFP POOL

Macron gilt als Wirtschaftsliberaler, Pro-Europäer und ist überraschend zum Favoriten geworden. Er will unter anderem den Arbeitsmarkt, die Arbeitslosenversicherung und das Rentensystem überarbeiten. Weiter verspricht er mehr Freiheit für Unternehmen, gleichzeitig aber auch mehr Schutz für Arbeitnehmer. Kritiker sagen, Macron sei «mit allem und jedem» einverstanden, nehme keine klaren Positionen ein, und sei eine Art neuer François Hollande. Auch wegen seiner vorgängigen Karriere als Banker wird er oft angegriffen. Bei der Bevölkerung aber kann sich Macron über breite Unterstützung freuen. Er gilt mit Umfragewerten von 23,3 Prozent derzeit als Favorit

Macron ist ein in der Klatschpresse beliebtes Sujet, da er mit seiner ehemaligen Lehrerin verheiratet ist. Brigitte Macron ist über 20 Jahre älter als ihr chéri und war zum Zeitpunkt ihres Kennenlernens mit einem Mann verheiratet, mit dem sie drei Kinder hat. 

«Ich bin weder links noch rechts.»

Macron in mehreren Interviews

Hier noch ein Foto von Macron und Brigitte. Für die, dies interessiert. 

FILE - In this June 2, 2015 file photo, then France's Economy Minister Emmanuel Macron and his wife Brigitte Trogneux pose for photographers as they arrive at the Elysee Palace in Paris. From his high school romance with a teacher to his recent ambition to become president, Macron was known for his intelligence, understanding and tenacity _ assets that could propel him the country's next leader.(AP Photo/Jacques Brinon, File)

Bild: AP

Jean-Luc Mélenchon – Frankreichs «Bernie Sanders»

Für die Partei La France insoumise (Unbeugsames Frankreich) wird ihr Parteivorsitzender Jean-Luc Mélenchon antreten. Der einstige Sozialist sieht sich als den wahren Vertreter der französischen Linken und liess sich stark von der Kampagne Bernie Sanders inspirieren.

epa05888879 French presidential election candidate for the far-left coalition La France insoumise Jean-Luc Melenchon gestures as he speaks during a debate organised by the French private TV channels BFM TV and CNews, between the eleven candidates for the French presidential election, in La Plaine-Saint-Denis, France, 04 April 2017. The French presidential election is scheduled for 23 April and 07 May 2017.  EPA/LIONEL BONAVENTURE / POOL MAXPPP OUT

Bild: EPA AFP POOL

Der 65-Jährige schlägt unter anderem ein 100 Milliarden Euro schweres Investitionsprogramm vor und will die EU-Verträge neu verhandeln. Sollte das nicht klappen, will er aus der EU austreten. Weiter fordert er eine neue Verfassung für eine Sechste Republik, die die von ihm so bezeichnete «Präsidial-Monarchie» ersetzen und ein gestärktes Parlament hervorbringen soll. Ausserdem möchte er den Nato-Austritt Frankreichs und die Schaffung eines Initiativ-Rechts für die Bürger. Mélenchon ist sehr aktiv auf Youtube, sein Channel zählt 306’000 Abonnenten. Er griff im Wahlkampf tief in die Technik-Trickkiste und trat zweimal per Hologramm in verschiedenen Städten auf. In Umfragen liegt er bei 19,7 Prozent.

«Egal, was das Problem ist, die Lösung ist das Volk.»

Mélenchon in einer Rede bei der Place de la République

Endgültig entschieden wird die Präsidentschaftswahl am 7. Mai in einer Stichwahl, bei der die beiden Bestplatzierten der ersten Runde gegeneinander antreten.

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