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FILE - In this Jan. 30, 2016 file photo, Donald Trump, second from left, stages a check presentation with an enlarged copy of a $100,000 contribution from the Donald J. Trump Foundation to Puppy Jake, a veteran's charity, at a campaign event in Davenport, Iowa during Trump's run for president. New York Attorney General Barbara Underwood filed a lawsuit Thursday June 14, 2018, accusing Trump of illegally using his charitable foundation to pay legal settlements related to his golf clubs and to bolster his presidential campaign with Foundation disbursements such as this one in Iowa. (AP Photo/Paul Sancya, File)

Trump übergab bei einem Veteranentreffen im Januar 2016 einen Scheck im Wert von 100'000 Dollar. Die Ermittler gehen davon aus, dass dies eine illegale Spende war.  Bild: AP/AP

«Schockierendes Muster der Illegalität»: Trump-Stiftung wegen krummen Geschäften aufgelöst



Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat der Auflösung seiner Stiftung zugestimmt. Dies gab die New Yorker Staatsanwältin Barbara Underwood am Dienstag bekannt. Die verbleibenden 1,75 Millionen Dollar sollen auf andere Wohltätigkeitsorganisationen verteilt werden, wie die Washington Post berichtet. 

FILE - In this May 15, 2018, file photo, Barbara Underwood interviews with legislative leaders in Albany, N.Y., for the office of New York attorney general. Underwood and President Donald Trump’s charitable foundation reached a deal on Tuesday, Dec. 18, 2018, to dissolve the foundation and distribute its remaining assets to other nonprofit groups. (AP Photo/Hans Pennick, File)

Barbara Underwood. Bild: AP/FR58980 AP

Bereits im Juni wurde ein Verfahren gegen Trump und drei seiner Kinder eingeleitet. Ihnen werden «anhaltende rechtswidrige Handlungen» vorgeworfen. So soll die Stiftung für persönliche und politische Zwecke missbraucht worden sein. Solange die Ermittlungen andauern, dürfen die Trumps keine Aufgaben in anderen gemeinnützigen Organisationen wahrnehmen. 

«Schockierendes Muster der Illegalität»

Bei den Ermittlungen sei man auf ein «schockierendes Muster der Illegalität» gestossen. So soll Trump mit den Stiftungsgeldern Rechtsvergleiche für private Geschäfte und Kunst für seine Clubs finanziert haben. Und besonders brisant: Er soll auch illegale Spenden getätigt haben. 

Im Zusammenhang mit Trumps Präsidentschaftskandidatur flossen angeblich mehr als zwei Millionen Dollar Spenden in die Kasse der Stiftung. Die Ermittler werfen dem Präsidenten vor, mit diesen Geldern seinen Wahlkampf in den Bundesstaaten Iowa und New Hampshire finanziert zu haben. Die amerikanische Gesetzgebung verbietet Spenden von Wohltätigkeitsorganisationen für politische Zwecke. 

Trump will aber nichts Unrechtes getan haben. Er wollte die gemeinnützige Organisation bereits 2016 schliessen, um angeblich Interessenkonflikte nach Dienstantritt zu vermeiden. Da wurden die New Yorker Behörden argwöhnisch und nahmen die Ermittlungen auf.

«Kunst» und kuriose Spenden

Recherchen der Washington Post zeigen, dass Trump stets eigennützige Interessen verfolgte. Underwood bestätigt das: «Die Stiftung war mehr als ein Scheckbuch für gemeinnützige Zwecke.»

Bei der höchsten und niedrigsten Spende zeigt sich, wie Trump davon profitierte. Die Stiftung schenkte 1987 der Aufsichtsbehörde des Central Parks 264'231 Dollar – diese kam anschliessend für die Restauration eines Brunnens vor dem Trump Plaza Hotel auf. Zudem wurden sieben Dollar an die Pfadfinder überwiesen – in jenem Jahr, als Donald Trump Jr. in den Verein eintrat. Die Höhe der Spende deckt sich mit der Jahresgebühr. 

epa07067970 Donald Trump Jr. speaks to the public at a rally for Senator Ted Cruz in Conroe, Texas, USA, 03 October 2018. Ted Cruz is running against Beto O'Rourke for Senate in the midterm elections.  EPA/LARRY W. SMITH

Ex-Pfadfinder Donald Trump Jr.  Bild: EPA/EPA

Die Stiftung hat aber auch grosszügig eingekauft. So besitzt sie einen American-Football-Helm im Wert von 12'000 Dollar. Zudem wurden 30'000 Dollar für zwei Porträts von Trump ausgegeben.

Sämtliche Vermögen müssen nun verkauft und der Erlös an andere Institutionen gespendet werden. Trump zeigt sich nun als schlechter Verlierer: Die beiden Porträts und der Helm, die er für 42'000 Dollar erworben hat, will er nun für 975 Dollar verkaufen. 

Es ist unklar, wohin Spenden in der Höhe von 2,8 Millionen Dollar geflossen sind. Underwood versucht nun Licht ins Dunkel zu bringen. Es dürfte allerdings schwierig werden, den Fall restlos aufzuklären. Sowohl Trump als auch seine Anwälte schweigen darüber, wo sich beispielsweise ein weiteres Trump-Porträt im Wert von 20'000 Dollar befindet. (vom) 

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