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Irans Präsident Hassan Ruhani droht nach der Zuspitzung im Konflikt mit den USA mit der Wiederaufnahme einer höheren Urananreicherung.

Der iranische Präsident Hassan Rohani meldet sich mit klaren Worten im Konflikt mit den USA. Bild: EPA IRANIAN PRESIDENCY OFFICE

Iran bezeichnet USA und Trump als «geistig behindert» – das sagen die Experten dazu

Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA spitzt sich weiter zu. Irans Präsident Hassan Rohani bezeichnet die US-Sanktionen als «Zeichen geistiger Behinderung» – Trump droht dem Iran währenddessen mit Auslöschung auf Twitter. Eskaliert die Lage? Einschätzungen von 3 Experten.



Nach der Verhängung neuer Sanktionen durch die USA hat der Iran Washington die Untergrabung der Diplomatie vorgeworfen. Mit den Strafmassnahmen würde die US-Regierung «den diplomatischen Weg dauerhaft schliessen», erklärte der iranische Aussenamtssprecher Abbas Mussawi am Dienstag.

Hassan Rohani wählte am Dienstag klare Worte: Die erneuten Sanktionen seien «unverschämt und idiotisch», so der iranische Präsident. Das weisse Haus leide unter «geistiger Behinderung» und habe keine Ahnung, was zu tun sei.

Donald Trump liess die Anschuldigungen Rohanis nicht auf sich sitzen. Auf Twitter schrieb er: «Jedem Angriff des Irans auf irgendetwas Amerikanisches wird mit grosser und überwältigender Gewalt begegnet werden. Überwältigend wird in einigen Bereichen Auslöschen bedeuten.»

Die Töne zwischen dem amerikanischen Staatsoberhaupt und dem iranischen Regierungschef sind alles andere als versöhnlich. Führen die verbalen Angriffe zur endgültigen Eskalation des Konflikts? Das sagen die Experten:

«In Teheran sind die Politiker mit ihrer Geduld am Ende. Man war monatelang irritiert, als Trump das Atomabkommen aufgekündigt hat. Jetzt sendet Trump zudem unterschiedliche Signale: Zum einen sagt er, er wolle reden und den direkten Dialog suchen und im nächsten Moment twittert er dann, er könne Iran ganz leicht vernichten. Die iranische Führung ist mit ihrem Latein am Ende.»

Luc Walpot, ZDF Nahostkorrespondent, SRF «Tagesschau»

«Es ist bemerkenswert, dass die schärfste Kritik an Herrn Trump und die Angriffe auf seine geistige Leistungsfähigkeit aus dem gemässigten Flügel des iranischen Systems kommt. (...) Hassan Rohani und weitere Iraner haben gesagt, dass die gemischten Botschaften und Zwangsmassnahmen der Trump-Administration Verhandlungen erschweren.»

David E. Sanger, David D. Kirkpatrick und Isabel Kershner, New York Times

«Es sieht im Augenblick ganz danach aus, als ob der Gegner Iran für Trumps politische Methoden eine Nummer zu groß ist. Den komplizierten Machtverhältnissen in Iran steht eine Administration in Washington gegenüber, die sich als wenig gut unterrichtet zeigt – falls sie denn tatsächlich der Ansicht ist, dass Sanktionen die iranische Führung dazu bringen, dass sie aus einer Position der Schwäche heraus zu Verhandlungen bereit ist. Dagegen spricht sehr vieles.»

Thomas Pany, heise.de

(ohe)

Mit Material von sda

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