International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wie er Nazis verteidigt und über Wein schwafelt – Trumps irre Wutrede in 7 Akten

Donald Trump setzt mal wieder einen drauf. Er verteidigt in einer hitzigen Pressekonferenz die Rassisten von Charlottesville. Der US-Präsident äusserte sich auch über die Zukunft seines Chef-Strategen. 



President Donald Trump speaks to the media in the lobby of Trump Tower in New York, Tuesday, Aug. 15, 2017. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais)

Ein Präsident in Rage: Donald Trump beantwortet im Trump-Tower Reporterfragen. Bild: AP/AP

Eigentlich sollte US-Präsident Donald Trump am Dienstag in der Lobby seines Trump-Towers über Infrastrukturprojekte sprechen. Dann beantwortete er spontan Reporterfragen zu den Nazi-Krawallen in Charlottesville – völlig unüberlegt aus dem Bauch heraus. Die Sache lief so ziemlich aus dem Ruder.

Wir beginnen mal mit einer süffigen Passage...

Der Trump-Wein aus Charlottesville

Es ist wie ein ungeschriebenes Gesetz: Präsidenten besuchen nach schlimmen Ereignissen den Ort des Geschehens, schütteln der Bevölkerung die Hände und bieten Unterstützung an. Ein Reporter fragte denn Trump, ob er bald nach Charlottesville reisen werde. Darauf ging der Präsident nicht ein. Die Stadt sei schwer getroffen worden in den letzten Tagen.

abspielen

Trump über sein Weingut. Video: streamable

Und dann wie aus dem Nichts. «Ich besitze eines der grössten Weingüter in den Vereinigten Staaten. Es liegt in Charlottesville», erklärte er stattdessen den verdutzten Anwesenden. 

Trump hatte das Weingut 2011 gekauft. Mittlerweile schaut sein Sohn Eric zum Wein-Business. 

Bild

Ob das ein guter Tropfen ist? 

Kommen wir zum ernsteren Teil ...

Trump verteidigt die Nazis

Allgemein wurde erwartet, dass der US-Präsident die Gewalt der Rechtsextremen nun in voller Schärfe verurteilt. Schliesslich wurde in Charlottesville eine junge Frau von einem Rechtsextremen getötet. Denkste! «Es gab auf der einen Seite eine Gruppe, die schlimm war, und es gab auf der anderen Seite eine Gruppe, die ebenfalls sehr gewalttätig war», sagte der sicht- und hörbar verärgerte Trump an der hitzigen Pressekonferenz in New York. Damit verteidigte der US-Präsident Neonazis gegen Gegendemonstranten.

Es seien längst nicht nur Rassisten und Nationalisten auf der Strasse gewesen, sondern auch unschuldige Demonstranten, die etwa am Vorabend friedlich gegen den Abriss der Statue des Südstaatengenerals Robert E. Lee hätten protestieren wollen. Es habe «auf beiden Seiten sehr anständige Leute» gegeben.

Trump und sein Zögern

Ob Nordkorea oder Russland-Affäre: Trump reagiert oftmals innert Minuten mit seinen berühmt-berüchtigten Tweets – auch wenn längst noch nicht alle Fakten bekannt sind. Doch ausgerechnet nach den Nazi-Krawallen brauchte er zwei Tage, um die Ausschreitungen zu verurteilen. Und krebste jetzt sogar zurück. 

White House chief of staff John Kelly, left, watches as President Donald Trump speaks to the media in the lobby of Trump Tower, Tuesday, Aug. 15, 2017 in Washington. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais)

Trump stellte sich den Reporterfragen – und überrumpelte damit seinen Staff.  Bild: AP/AP

Auf die Frage, warum er zwei Tage gewartet habe, bevor er die rechtsextreme Gewalt ausdrücklich verurteilt habe, sagte Trump, er habe kein «schnelles Statement» abgeben, sondern zunächst alle Fakten abwarten wollen. Er habe «sehr genau hingeschaut, sehr viel genauer als die meisten Leute», führte er weiter aus. Sein Timing sei «exzellent» gewesen. Beide Gruppen in Charlottesville seien aggressiv gewesen. Dies wolle nur niemand zugeben. 

Apropos Trump und Fakten. Wir erinnern uns: Im Dezember 2016 schoss ein Mann in einem Zürcher Islamzentrum auf mehrere Menschen. Der designierte Präsident sprach damals sofort von einem Terrorangriff. 

Schiesst er Bannon ab?

Zwar verteidigte Trump seinen «Freund» und Chefideologen Steve Bannon zuerst, der massgeblich zum Erstarken der Alt-Right-Bewegung mitverantwortlich gemacht wird. Dieser sei «ein guter Mann, kein Rassist», erklärte Trump.

abspielen

«Er ist ein guter Freund»: Trump über Bannon. Video: streamable

Dann schwenkte Trump sogleich wieder um: «Wir werden sehen, was mit Herrn Bannon geschieht». Er sei erst spät in sein Team gekommen Und lässt damit die Zukunft des ehemaligen Breitbart-Chefs völlig offen. US-Medien hatten zuvor berichtet, Bannon stehe möglicherweise kurz vor der Entlassung. Bannon gilt als einer der Köpfe hinter den Machtkämpfen im Weissen Haus.

Unbezahlbar: Die Reaktion des Stabschefs

Trump ausser Kontrolle. Stabschef John Kelly verfolgte die wutentbrannten Äusserungen seines Chefs ganz am Rande des Saals. 

Gesenktes Haupt: Stabschef John Kelly.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte ... der Spott liess denn nicht lange auf sich warten. Der Ex-General hat sein Amt erst vor wenigen Wochen angetreten und sollte endlich Ordnung in die Trump-Regierung bringen. 

So jubelt der Ku-Klux-Clan

Trump hat in seinem Wahlkampf mit zahlreichen Rechtsaussen-Gruppen sympathisiert. Diese lieben ihn wegen seiner Statements. Minuten nach Trumps Einlassungen twitterte der frühere Ku-Klux-Klan-Chef David Duke, er danke dem Präsidenten für seine Aufrichtigkeit und den Mut, die Wahrheit zu Charlottesville auszusprechen und die «Linksterroristen» in der Bewegung «Black Lives Matter» und der Antifa zu verdammen.

Und dann sagt Trump noch dies ...

Trumps Äusserungen haben in den USA grossen Wirbel verursacht. Medien sprechen von der «irrsten Medienkonferenz aller Zeiten». 

Trump hat höchstwahrscheinlich nach seiner Pressekonferenz den Fernseher eingeschaltet. Und machte dann seinem Frust sogleich auf Twitter Luft: «Die Fake-News-Medien sind einfach nie zufrieden. Das sind grundsätzlich schlechte Menschen.»

Mit Material von sda

«Wahnsinn»: Reaktionen auf Trumps Verteidigung der «Alt Right»

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Swiss-Chef Thomas Klühr tritt Ende Jahr zurück

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

89
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
89Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sharkdiver 17.08.2017 21:41
    Highlight Highlight Ohne Hetze gegen ihn. Aber diese Aussage macht kein Mensch bei voller geistigen Gesundheit: Auf die Frage, warum er zwei Tage gewartet habe, bevor er die rechtsextreme Gewalt ausdrücklich verurteilt habe, sagte Trump, er habe kein «schnelles Statement» abgeben, sondern zunächst alle Fakten abwarten wollen. Er habe «sehr genau hingeschaut, sehr viel genauer als die meisten Leute», führte er weiter aus. Sein Timing sei «exzellent» gewesen. Beide Gruppen in Charlottesville seien aggressiv gewesen. Dies wolle nur niemand zugeben.
  • seventhinkingsteps 16.08.2017 22:14
    Highlight Highlight
    Benutzer Bild
  • seventhinkingsteps 16.08.2017 21:26
    Highlight Highlight
    Benutzer Bild
  • Pana 16.08.2017 17:07
    Highlight Highlight Wie fühlen sich mittlerweile die "Pest oder Cholera" Leute hier? Ich meine das auch nicht zynisch. Bei Trump gibt und gab es keine Überraschungen. Er ist sich selber sogar erstaunlich treu geblieben, der selbe Trump wie im Wahlkampf.
  • Rubby 16.08.2017 17:06
    Highlight Highlight Wie ist das nur möglich, dass so ein hirnloser und absolut lächerlicher mann...immer noch an der macht ist....es muss doch auffallen, dass dieser typ sehr sehr gefährlich ist...HOLT OBAMA ZURÜCK ..!!!!!!!....der wahre held..!!!
  • KritischerLeser84 16.08.2017 12:12
    Highlight Highlight Herr Müller, haben Sie die Pressekonferenz überhaupt gesehen? Ihre Berichterstattung ist derart krass einseitig, dass Sie der (in vielerlei Hinsicht im Allgemeinen sicherlich berechtigten) Kritik gegen Herrn Trump nicht helfen. Können Sie beweisen, dass die Aussagen von Herrn Trump falsch waren (z.B. bzgl. Bewilligung zur Demonstration, Bewaffnung auf beiden Seiten, Angriffe auch von linker Seite usw.)? Es ist mir klar, dass Gewalt durch Linke (bzw. Kritik hieran) nicht in Ihr Weltbild bzw. die politische Ausrichtung von Watson passt. Vielleicht wird dieser Beitrag gleichwohl veröffentlicht.
    • ChlyklassSFI 16.08.2017 13:31
      Highlight Highlight Hast du die Pressekonferenz angeschaut? Falls dem so ist: Wie schätzt du die Aussagen von Trump ein?
    • KritischerLeser84 16.08.2017 16:19
      Highlight Highlight Das habe ich. Ich fand sie, abgesehen von der Emotionalität von Herrn Trump, ganz passabel. Was die Medien daraus machen ist jedenfalls absurd...
    • ChlyklassSFI 16.08.2017 18:02
      Highlight Highlight Was fandest du passend? Welche Aussage fandest du gut? Und fandest du mehrheitlich alle seine Aussagen passend?
      Wenn du mich überzeugen kannst, dann ist ja alles gut.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ChlyklassSFI 16.08.2017 11:41
    Highlight Highlight Trump fühlt sich wohl wie im "White Supremacist's House".
  • Reto Disk 16.08.2017 10:47
    Highlight Highlight Konnte man Trump's chaotischen Stil Anfangs noch nicht richtig einordnen, so dringt seine tatsächliche Gesinnung immer mehr durch. Als Nebeneffekt spült er mit sich die braune Suppe des rechten Randes hoch.

    Wie die amerikanische Gesellschaft nun mit diesen lange ignorierten ideologischen Strömungen umgehen wird, ist letztendlich entscheidend.

    Erstaunlich für mich persönlich: Der Ursprung der Ausschreitungen von Charlottesville. Im Kern ein Konföderierten vs. Unionisten-Konflikt. Scheint da ein unverarbeiteter Sezessionskrieg durch? Unglaublich!
    • Asmodeus 16.08.2017 11:38
      Highlight Highlight Der Ursprung war, dass im Biblebelt und den alten Südstaaten seit Jahren gegen die Konföderiertenflagge und eben auch Statuen von historischen Persönlichkeiten wie Robert E. Lee vorgegangen wird.

      Die Südstaatler haben historisch eine Verbindung zu dieser Flagge, selbst solche die nichts von Rassismus oder der Sklaverei halten.
      Es ist halt "ihre" Flagge.

      Dass die Flagge verbannt und historische Persönlichkeiten "entfernt" werden, weckt bei einigen dieser Leute durchaus Assoziationen an Bücherverbrennungen.

      Und Menschen wie Bannon und Trump wissen wie man dieses Gefühl in Hass verwandelt.
    • Asmodeus 16.08.2017 12:38
      Highlight Highlight Ich sage damit nicht, dass diese Leute im Recht sind.

      Ganz besonders nicht der Abschaum, der in Charlotteville bewaffnet auf die Strasse gegangen ist.

      Aber für viele Südstaatler die nicht so drauf sind, wirkt es als wolle man ihnen ihre Kultur und Vergangenheit wegnehmen.
      Und diese Ängste werden von Breitbart, Fox und eben dem US-Präsidenten willentlich geschürt.
    • Antwoord 16.08.2017 14:47
      Highlight Highlight Ich kann mir vorstellen, dass für Menschen in den USA insbesondere in den Südstaaten, welche zufälligerweise nicht 100% kaukasischer Abstammung sind, die Konföderiertenflagge und Statuen von Sklavenhaltern etwa dasselbe ist wie wenn heute noch in Deutschland überall Statuen von Hitler stehen und an jeder Ecke Hakenkreuze und Reichsflaggen hängen würden. Ist auch ein Teil der Deutschen Kultur und trotzdem ist es, auch zu recht aus Respekt den Juden gegenüber, verboten.
      Aber klar erstens die USA sind weit weg und zweitens sind die betroffenen auch nur Farbige. Wo kämen wir denn da hin...
  • Asmodeus 16.08.2017 09:58
    Highlight Highlight Jemand hat in einem (gelöschten) Beitrag erwähnt, wenn der Faschismus zurückkehre würde er sich Antifaschismus nennen.

    Hier meine Antwort:

    "Lustigerweise stimme ich Dir zu.

    Die Alt-Right, die Neonazis, die besorgten Bürger, der KKK, die Identitäteren und alle anderen Gesinnungsbrüder fühlen sich in ihrer wirren Gedankenwelt als Opfer eines linken Faschismus.

    Sie bezeichnen sich dadurch in ihren Hirnwindungen als "Antifaschisten".

    Du hast also 100% recht.

    Der Faschismus der mit Trump, Bannon, KKK und Alt-Right wiederkehrt, bezeichnet sich selbst als antifaschistischer Widerstand."
  • Lowend 16.08.2017 09:39
    Highlight Highlight Twitler und seine rechtsradikalen Fans sind für mich in ihrer auf Hass und Ausgrenzung aufgebauten Ideologie genau gleich und darum genau so verachtenswert, wie die üblen Mörder des Daesch!
    Wer das Andenken der vielen Amerikaner, die gegen die Nazis gekämpft haben, der vielen Juden, die unter Gasdouchen starben, oder auch der vielen Minderheiten, die unter der weissen Vorherrschaft gelitten haben, derart in den Dreck zieht, wie das Twitler nun getan hat, hat jede Berechtigung verloren, im Namen des Amerikanischen Volkes, wie auch der zivilisierten und demokratischen Weltgemeinschaft zu reden.
  • MacB 16.08.2017 08:50
    Highlight Highlight Natürlich verurteilt er es nicht, es sind grossteils Trumpwähler.

    Ich mache mir wirklich Sorgen, wo die Welt hinsteuert. Immer mehr Verlierer der Globalisierung finden Ihre Hoffnung in nationalistischer und protektionistischer Haltung.

    Ich hoffe, die Erkenntnis, dass ein Land "ohne Ausländer" die Jobs in der Kohleindustrie auch nicht wiederherstellt, kommt eher früher als später.
  • seventhinkingsteps 16.08.2017 08:47
    Highlight Highlight Genau die Meinung, die Trump hier äussert, habe ich nach G20 mehrmals hier auf Watson gelesen.

    "Auf beiden Seiten", "Ich bin neutral", "Links- wie Rechtsextreme sind schlimm".

    Bull.Shit.

    Ist mir egal, ob ich nicht neutral bin. Aber wenn ich mit Linksextremen sympathisiere weil mir nicht leicht bewaffnete Gegendemonstranten lieber sind als schwer bewaffnete Nazi Milizen, dann von mir aus. Nennt mich linksextrem, weil ich bei einer kaputten Scheibe weniger weine wie bei einem brennenden Asylheim. Ist mir egal.
    • Asmodeus 16.08.2017 10:02
      Highlight Highlight Ich bin absolut dagegen was in Hamburg passiert ist und habe mich auch lautstark über diese Krawallidioten aufgeregt (und ich denke jeder einzelne von denen sollte dafür vor ein Gericht gestellt werden.)

      NICHTS entschuldigt diese Aktion.

      Auch nicht, dass bei diesem Naziaufmarsch in den USA die Vollidioten noch schlimmer drauf sind.

      Also ja. Beide Seiten sind gleich schlimm. In diesem Fall jetzt allerdings, waren die Rechten die Schlimmeren.
      Aber Szenen wie in Hamburg werden irgendwann wieder Todesopfer fordern.
    • Lowend 16.08.2017 10:29
      Highlight Highlight Die faschistoiden Kräfte haben es leider geschafft, dass der Eindruck entsteht, ihre Gegner seien alles nur Linke, dabei müsste das ganze Spektrum der demokratischen Kräfte von rechts bis links ganz entschiedene Gegner der Neofaschisten sein.

      Demokraten müssen per Definition Antifaschisten sein, dass darf man nie vergessen!

      Faschisten streben nach der Diktatur eines Einzelnen, oder noch perfider des Volkes und darum müssen eben auch alle Demokraten gegen diese braune, demokratiefeindliche Pest ankämpfen, die sich in der westlichen Welt ausbreiten will!
    • Steven86 16.08.2017 11:16
      Highlight Highlight Die Welt braucht beides nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vanessa_2107 16.08.2017 08:45
    Highlight Highlight Das war Trump wie er leibt und lebt. Und wenn man vom KKK gelobt wird, sollten alle Alarmglocken läuten.
    Armes Amerika!
  • Randy Orton 16.08.2017 08:36
    Highlight Highlight Wer die Vice-Doku gesehen hat, hat gesehen, dass dies mitnichten "normale" Bürger waren die da mit Fackeln etc. demonstriert haben. Wenn da von Anführern Sätze fallen wie "es müssen noch viele sterben" oder dass die "dummen Tiere zu langsam gewesen seien um dem Auto auszuweichen" sowie "der Fahrer des Autos richtig reagiert habe" sollte man sich echt Gedanken machen. Und wenn man sieht, wie bewaffnet und gewaltbereit die Rechtsextremen an diese Demo gegangen sind, erkennt man die Parallele zu den Nazis. Man wartet auf eine Gelegenheit, die Gewalt eskalieren zu lassen.
  • lilas 16.08.2017 08:26
    Highlight Highlight Ein unfähiger, unüberlegter, unreflektierter und narzisstischer ****brocken ist er. Er hat keine Ahnung von seinem Job und lässt sich von denen die eine hätten auch nichts sagen. Wer ihm in die Queere kommt wird entlassen, beschimpft, bedroht. Mit frei interpretierbaren Phrasen verstopft er die mediale Welt. Die USA täten gut daran ihn abzusetzen
  • naitsabeS 16.08.2017 08:22
    Highlight Highlight Aber den Tweet am Ende hat er doch lange vor der Pressekonferenz verfasst?
  • rodolofo 16.08.2017 08:12
    Highlight Highlight Diese Relativierungsversuche von Trump sind ja nichts Neues...
    Auch hier auf Watson versuchen Rechtsextreme immer wieder, den "asymmetrischen Krieg" den sie gegen Linke führen so darzustellen, als ob diese ebenso gewalttätig und undemokratisch vorgehen würden, wie sie selber und als ob sie ebenso viele Arschlöcher und Waffenträger als Mitglieder hätten.
    Das ist aber weder ich Charlotswil, noch hier in der Schweiz der Fall!
    Tatsächlich ist das Problem mit den Neonazis in den USA jetzt akut!
    Der linksextreme Feind wird von Rechtsaussen heraufbeschworen, ist aber ein nicht existierendes Phantom.
  • lilie 16.08.2017 08:11
    Highlight Highlight Schon zynisch, wie absurd Trumps "Muslim Ban" angesichts der Gewalt "weisser" Terrorgruppen erscheint...

    Kein Wunder gerät Trump in Erklärungsnot. Sein gesamtes Weltbild wurde (einmal mehr) als völlig hirnrissig entlarvt.

    Nützen wird es aber auch diesmal allerdings nichts.
  • Vanessa_2107 16.08.2017 08:05
    Highlight Highlight Was für eine irre Pressekonferenz. Die Reaktion Trumps wird dem KKK und den Rechtsextremen wieder neuen Auftrieb gben und das Land immer mehr spalten. Zum Glück lebe ich nicht dort. Ich habe gestern dunkelfarbige Experten auf CNN fast Weinen gesehen. Wie nur bringt man Trump weg? Wie reagiert Kushner, seine Tochter? Wie lange macht Kelly das Theater noch mit? Trump kann man nicht bändigen. Es ist zum Verzweifeln!
  • Bruno S.1988 16.08.2017 08:01
    Highlight Highlight Wie geht Amerika mit den Terroristen um? Man bekämpft sie. Das ist super, das ist patriotisch!
    Wie geht Trump mit Rassisten um? Jaaa...Rassisten sind schlecht, aber es gibt Gewalt auf beiden Seiten... auf beiden Seiten!
  • pun 16.08.2017 07:21
    Highlight Highlight Habe auch die Vice Reportage gesehen (siehe Kommentar von Sloping weiter unten). Holy Shit... Die Nazis waren bereit für einen Bürgerkrieg, sie scheinen nur drauf zu warten, dass endlich ein Funke von Aussen kommt und sie sagen können, die andern hätten angefangen.

    Da kommt übles auf uns zu. Die weissen Männer bäumen sich nochmal auf, bevor ihre Vorherrschaft endgültig auf dem Müllhaufen der Geschichte landen wird..
    • Alex23 16.08.2017 09:40
      Highlight Highlight ZH27, White supremacy und so ...
    • pun 16.08.2017 18:31
      Highlight Highlight ZH27: Fair enough.
      Präzisierung: Diejenigen weissen Männer bäumen sich auf, die das Ende der Vorherrschaft der weissen Männer nicht begrüssen.

      Gruss, ein weisser Mann.
  • Joe "I beat the socialist" Biden 16.08.2017 06:41
    Highlight Highlight Leider wird Feuer mit Feuer bekämpft, statt das eine Seite den höheren Weg nimmt. Wer mit Waffen an Demos geht, egal wer, disqualifiziert sich selber.
    • Energize 16.08.2017 07:00
      Highlight Highlight Sehe ich genauso. Wer Waffen an eine Demo mitbringt ist der Ideologie schon längst verfallen (links wie rechts). Einzig wenn Zustände wie in Venezuela usw. herrschen kann ich es nachvollziehen.
    • Madison Pierce 16.08.2017 08:33
      Highlight Highlight Bin aber erstaunt, dass nicht mehr passiert mit Waffen. Hatte die Befürchtung, dass von den Rechtsextremen ein paar ihre Waffe mitnehmen, um sich "ihr Land zurück zu holen".
    • seventhinkingsteps 16.08.2017 08:36
      Highlight Highlight @Energize

      Du meinst eine demokratisch gewählte Regierung?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 16.08.2017 06:25
    Highlight Highlight Früher bekämpften die Amis die Nazis.

    Heute muss man einsehen, dass ein Nazi die USA regiert.
    • rodolofo 16.08.2017 08:20
      Highlight Highlight Wer etwas aufmerksam war, der spürte dieses Nazi-hafte im US-Imperium bereits bevor dieses Scheusal mit dem Namen Trump zusammen mit der Giftkröte Bannon als grau angeschimmeltem Drahtzieher im Hintergrund an die Macht gewählt wurde.
      An diversen Bauwerken und Kulissen ist dieses unverhohlen Imperiale Geprotze der USA sichtbar.
      Der Hoover-Damm in der Gegend des Grand Canyon ist nicht einfach nur ein Staudamm zur Stromerzeugung, sondern ein Monument, das an die Ägyptischen Pyramiden erinnert, mit vergoldeten Türen und einer riesigen Adler-Skulptur.
      Auch die Nazis liebten ja ihren Reichs-Adler...
    • Alex23 16.08.2017 09:48
      Highlight Highlight Ich denke, wenn man mit Nazi jemanden meint, der seine eigen Nationalität und "Rasse" als vorherrschend und den anderen überlegen betrachtet und bereit ist, für diese Überzeugung diskriminierend bis hin zu gewaltsam vorzugehen, dann ist der Gebrauch des Begriffs für die derzeitige Regierung der USA nicht daneben. Natürlich nicht im Sinne des dritten Reiches. Aber wie man weiss, beginnen die meisten üblen Dinge schleichend. Und oftmals ist es dann, wenn das Übel evident wird, bereits zu spät für eine Kehrtwendung.
    • Asmodeus 16.08.2017 09:56
      Highlight Highlight @ZH27

      Die Paralellen sind extrem.

      Trump zelebriert einen Führerkult der um ihn herum aufgebaut wird.
      Er versucht die Schuld an allen Problemen nach Aussen abzuleiten und auf unliebsame Minderheiten (Schwarze, Latinos, Muslime).
      Fakten sind nicht wichtig sondern nur die eigene Person und die Propaganda.
      Seine Anhänger sind gewalttätige Spinner die teilweise mit Waffengewalt gegen den Staat vorgehen wollen.
      Eine grosse Basis seiner Macht basiert auf einem Propagandaminister der weiss wie man die tumpen Massen lenkt.


      Und er hat eine absolut hässliche Frisur :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 16.08.2017 06:17
    Highlight Highlight Trump hat recht. In Amerika wird von vielen linken der Spruch skandiert "Punch a Nazi", was einige Leute motiviert dies auch zu tun. So war es denn auch mit der Gegendemo der Linken, die haben die Rechten mit Steinen beworfen und versucht Redner der Rechten daran zu hindern zum Rednerpult zu gelangen. Rechtfertigt das, dass einer mit dem Auto in Demonstranten fährt? Natürlich nicht. Es gibt Leute die können sich nicht artikulieren, die handeln dann einfach mal wenn sie mit der Situation überfordert sind. Das ist ja auch vielfach die Ursache für häusliche Gewallt, die Leute sind überfordert.
    • Jein 16.08.2017 06:28
      Highlight Highlight Niemand sagt es kam nicht auf beiden Seiten zu Gewalt. Wenn von einer Seite aber nur Steine fliegen, und auf der anderen Seite ein tödlicher Terrorakt begangen wird gehört dieser kondemniert. Trump hätte ja die Terrortat verurteilen können und anschliessend die Gewalt auf beiden Seiten, stattdessen redet er den Terror klein.
    • Ichiban 16.08.2017 06:45
      Highlight Highlight Was für eine Verhamlosung. Die Frage wäre eher: "Rechtfertig das, dass jemand umgebracht wird." Denn das ist passiert. Und das Verhindern einer Rede des Organisatoren, der sich nach den Geschehnissen keiner Schuld bewusst ist find ich irgendwie gerechtfertigt.
    • walsi 16.08.2017 07:07
      Highlight Highlight @Ichiban: Du bist also gegen die freie Meinungsäusserung, interessant. Welche Meinung darf dann in Zukunft noch vertreten werden, wenn es nach dir geht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kengru 16.08.2017 06:13
    Highlight Highlight Hipster hassen "Hipster".
    Trump verteidigt Alt-Right und seine "weissen Wähler".
    Gestern hat die Sonne gescheint.
    Wird wohl alles zu einem normal Tag dazu gehören müssen.
  • Jein 16.08.2017 06:02
    Highlight Highlight ...
    Benutzer Bild
    • aglio e olio 16.08.2017 09:40
      Highlight Highlight Kleiner Unterschied:
      Niemand hört Abe zu. ;)
  • Mia_san_mia 16.08.2017 06:01
    Highlight Highlight Da kann man nichts mehr dazu sagen...
  • Sloping 16.08.2017 05:52
    Highlight Highlight Wären diese Auftritte eine Soap, dann hätte es mindestens Unterhaltungswert. Führt man sich aber vor Augen, dass dies einer der mächtigsten Männer unseres Planeten sein soll, stellt sich mehr als ein ungutes Gefühl ein. Statt zu Regieren und Probleme zu lösen, lobt er sich dauernd über den Klee und verdreht die Realität. Das erhebliche Rassismusproblem will er mit neuen Jobs lösen. Beim Betrachten der folgenden Reportage und dem Waffenarsenal der Neonazis schwahnt mir Böses:
    Play Icon
    • MasterPain 16.08.2017 10:15
      Highlight Highlight Es ist einfach nur zum Kotzen!

Ostschweizer Volg-Filiale tappt in Rassismusfalle: «Eiweissmasse mit Migrationshintergund»

Ein neues Kapitel in der Mohrenkopf-Debatte: Eine Volg-Mitarbeiterin entschied sich für eine unkonventionelle Werbeaktion für Dubler-Mohrenköpfe.

«Mit Schoggi überzogni Eiwiissmassä mit Migrationshintergrund»: So wurden offenbar Mohrenköpfe der Firma Dubler in einer Volg-Filiale angeboten. Recherchen der AZ haben ergeben, dass das besagte Werbeschild aus einer Volg-Filiale in der Ostschweiz stammt. Es sei von einer Filialmitarbeiterin in Eigeninitiave erstellt worden, wie Volg-Mediensprecherin Luana Covre auf Nachfrage bestätigt. Mittlerweile sei das Schild jedoch wieder entfernt.

«Vor dem Hintergrund der kontrovers geführten …

Artikel lesen
Link zum Artikel