International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
In this Sept. 26, 2020, photo President Donald Trump, center, stands with Judge Amy Coney Barrett as they arrive for a news conference to announce Barrett as his nominee to the Supreme Court, in the Rose Garden at the White House in Washington. Former New Jersey Gov. Chris Christie watches from fourth row from front on far right. (AP Photo/Alex Brandon)
Donald Trump,Amy Coney Barrett

Dicht an dicht: Die Ernennung von Amy Coney Barrett zur Kandidatin für den Obersten Gerichtshof am vergangenen Samstag. Bild: keystone

Wo sich Trump und Co. vermutlich infizierten



Die Liste hochrangiger Republikaner, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, ist in den vergangenen Stunden länger geworden. Nebst Donald und Melania Trump wurden folgende Personen positiv auf Covid-19 getestet:

Interessant dabei: Tillis, Lee, Conway und Jenkins waren am vergangenen Samstag dabei, als Präsident Trump Amy Coney Barrett als Kandidatin für den Obersten Gerichtshof und Nachfolgerin der verstorbenen Ruth Bader Ginsburg präsentierte. Insgesamt, so melden diverse amerikanische Medien, sind bis jetzt mindestens sieben Personen mit dem Coronavirus infiziert, die an dem Anlass teilgenommen haben. Nebst den genannten soll sich auch ein Journalist angesteckt haben, der an dem Anlass ebenfalls teilgenommen hatte.

Barrett sagte am Freitag, dass sie nicht positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Doch die Spekulationen nehmen zu, dass die Nominierungs-Zeremonie zu einem Superspreader-Event wurde.

Denn klar ist: Die Organisatoren des Events foutierten sich um Social-Distancing-Massnahmen. So sassen dutzende hochrangige Republikaner dicht an dicht bei dem Anlass – grösstenteils ohne Maske.

Igor Bobic von der Huffington Post findet denn auch klare Worte: «Sie haben nicht einmal das Minimum (an Massnahmen) umgesetzt. Diese Leute sollten gefeuert werden.»

Weitere Nahrung, dass es zu einem Superspreader-Event geworden ist, erhält die Spekulation durch eine grafische Aufarbeitung des US-Politmagazins Politico. Die Webseite hat den Anlass genauer unter die Lupe genommen. Sie zeigt, dass viele derjenigen, die inzwischen positiv auf das Coronavirus getestet wurden, bei dem Event eng beieinander sassen.

Ob sich die Teilnehmer tatsächlich an diesem Event angesteckt haben, kann nicht mit Sicherheit und abschliessend geklärt werden. Aber es gibt zumindest einige Anzeichen dafür, dass ausgerechnet der Ginsburg-Nachfolge-Event der Republikaner zum Superspreader-Event wurde.

Ginsburg, die am 18. September verstorben war, hatte klargestellt, dass es ihr Wunsch war, dass ihr Sitz im Gericht nicht besetzt wird, «bis der neue Präsident im Amt ist». Auch die Demokraten haben argumentiert, dass ihr Ersatz erst nach den Wahlen von 2020 bestätigt werden sollte. Trump und die Republikaner hatten dafür kein Gehör – im Gegenteil. (meg)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die legendäre US-Richterin Ruth Bader Ginsburg ist tot

So lachen die Late-Night-Moderatoren über Trumps Steuerenthüllungen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Bhakdi und Reiss sind bei Corona-Skeptikern Helden – ihre Kernaussagen im Faktencheck

Die deutschen Wissenschafter Sucharit Bhakdi und Karina Reiss haben umstrittene Aussagen gemacht. Der Faktencheck.

Ein Interview in den CH-Media-Zeitungen mit Sucharit Bhakdi von der Universität Mainz und Karina Reiss von der Universität Kiel vom vergangenen Samstag hat Wellen geworfen. Das deutsche Forscherehepaar stellt im Interview ihre Sicht der Coronamassnahmen dar, welche die beiden in ihrem Buch «Corona Fehlalarm?» schon veröffentlicht haben.

Reiss' Universität Kiel hat sich mit einem offiziellen Statement vom Buch distanziert, weil es tendenziöse Aussagen enthalte, welche die wissenschaftliche …

Artikel lesen
Link zum Artikel