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FILE - In this July 29, 2015, file photo, Salma Hayek attends the LA Special Screening of

Auch Salma Hayek wurde von Harvey Weinstein belästigt. Bild: John Salangsang/Invision/AP/Invision

«Er war mein Monster» – Salma Hayeks Geständnis über Harvey Weinstein

Er sei ein Talentförderer, ein Risikofreudiger, ein liebender Vater – und ein Monster. Einige Jahre lang war Harvey Weinstein sogar DAS Monster für Salma Hayek. Nun spricht die Schauspielerin über eine schwere Zeit.



Jetzt packt Salma Hayek aus. In einem emotionalen Essay für die New York Times schildert die 51-Jährige  unter dem Titel «Harvey Weinstein ist auch mein Monster», wie sie vom einstigen Star-Produzenten misshandelt wurde. 

Zu Beginn ihrer Karriere habe sie eine freundschaftliche Beziehung zu Weinstein aufgebaut. Er sei ein sehr intelligenter, loyaler Typ und ein Familienmensch gewesen. 

Dann aber fingen die Belästigungen an. Weinstein habe sie in  Hotels dazu aufgefordert, mit ihm zu duschen oder sie gefragt, ob er sie unter der Dusche beobachten könne. Ihm eine Massage geben könne. Oder einen Blowjob.

Immer habe Hayek das abgelehnt. Er habe sie insgesamt zu duzenden sexuellen Handlungen zwingen wollen. Eine Absage konnte er nicht akzeptieren. Bloss ihre Freundschaft zu Quentin Tarantino und George Clooney habe sie davor verschont, von Weinstein vergewaltigt zu werden. 

«Mit jeder Weigerung kam seine skrupellose Wut. Ich glaube, er hat nichts mehr gehasst als das Wort Nein»

Hayek über Weinstein

Immer wieder habe er ihr geschmeichelt, um sie gefügig zu machen. Doch er setzte sie auch massiv unter Druck. «Ich werde dich töten. Denke nicht, dass ich das nicht kann», habe er ihr gesagt. 

FILE - In this Nov. 23, 2011 file photo, film producer Harvey Weinstein poses for a photo in New York. Six women filed a federal lawsuit against Weinstein on Wednesday, Dec. 6, 2017, claiming that the movie mogul's actions to cover up assaults amounted to civil racketeering. (AP Photo/John Carucci, File)

Harvey Weinstein. Bild: AP/AP

Sie habe darüber jahrelang geschwiegen, schreibt Hayek. Erst jetzt, nachdem zahlreiche andere Frauen – darunter berühmte Hollywood-Schauspielerinnen wie Ashley Judd – Weinstein öffentlich sexuelle Übergriffe bis hin zu Vergewaltigung vorwerfen, habe sie den Mut bekommen, auch ihre Erlebnisse öffentlich zu machen.

Welche Macht Weinstein über sie hatte, beschreibt Hayek eindringlich. «Ich wollte, dass er mich als Künstlerin sieht». Es sei wie ein Stockholm-Syndrom gewesen. In dem Oscar-prämierten Film «Frida» zwang er sie demnach zu einer Nacktszene. Sonst hätte er den Film nicht fertiggedreht. Darauf erlitt Hayek einen Nervenzusammenbruch. 

Bild

Im Film Frida wurde Hayek zu Nacktszenen gezwungen. 

«In seinen Augen war ich keine Künstlerin. Ich war keine Person. Ich war ein Gegenstand: kein niemand, sondern einfach nur ein Körper.»

Weinstein weist Vorwürfe zurück

Weinstein hat in einer Stellungnahme die Anschuldigungen bestritten, wonach er Schauspielerin Salma Hayek immer wieder sexuell belästigt, erniedrigt und sogar mit dem Tod bedroht haben soll. Alle von Hayek vorgebrachten sexuellen Anschuldigungen seien falsch. «Andere Zeugen der Ereignisse stellen die Vorgänge anders dar», sagte ein Sprecher von Weinstein. 

(sda/amü)

Mehr zum Thema:

Vier Beweise, dass Weinsteins Verhalten kein Geheimnis war

Video: Angelina Graf

#MeToo: Diese Frauen belasten Harvey Weinstein

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