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North Korean leader Kim Jong Un visited Mangyongdae Revolutionary School and planted trees with its students on Thursday, the Tree-planting Day, in this undated photo released by North Korea's Korean Central News Agency (KCNA) in Pyongyang March 3, 2017. KCNA/via REUTERSATTENTION EDITORS - THIS PICTURE WAS PROVIDED BY A THIRD PARTY. REUTERS IS UNABLE TO INDEPENDENTLY VERIFY THE AUTHENTICITY, CONTENT, LOCATION OR DATE OF THIS IMAGE. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS. NO THIRD PARTY SALES. NOT FOR USE BY REUTERS THIRD PARTY DISTRIBUTORS. SOUTH KOREA OUT. NO COMMERCIAL OR EDITORIAL SALES IN SOUTH KOREA.

Kim Jong Un soll die gestrigen Raketentests persönlich überwacht haben. Bild: KCNA/REUTERS

Kim verrät, wem die neuesten Raketentests gegolten haben –  wenn das nur gut kommt ...

Die Situation rund um Nordkorea spitzt sich zu. Die USA lässt in Südkorea Raketenabwehrsysteme installieren. Für Trump könnte es zur ersten grossen Bewährungsprobe auf internationaler Ebene kommen.



Nordkorea hat seinen jüngsten Raketentest als Übung für einen Angriff auf die US-Streitkräfte bezeichnet. Potenzielles Ziel seien die Stützpunkte der US-Armee in Japan, meldete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag.

Staatschef Kim Jong Un habe den Abschuss der Raketen persönlich überwacht, hiess es weiter. Nordkorea hatte vier Raketen ins Japanische Meer abgefeuert und damit erneut seine Nachbarländer und die USA provoziert.

epa05832266 A television displays news broadcast's infographics reporting on North Korea test-firing ballistic missiles, at a station in Seoul, South Korea, 06 March 2017. According to reports quoting South Korea's military, North Korea has test-fired multiple missiles on 06 March 2017, from a missile base located in Tongchang-ri region, near the border with China. It was not immediately known the exact number or type of missiles being fired. The projectiles reportedly flew some 1,000 km towards the Sea of Japan, the South Korean military added. Japanese Prime Minister Shinzo Abe commented the incident saying that three of four ballistic missiles landed in Japanese exclusive economic zone (EEZ), media said. North Korea is under tough UN sanctions following its recent nuclear and missile tests at a moment of great tension in the Korean peninsula.  EPA/KIM HEE-CHUL

Die Flugrichtung der Testraketen, gezeigt im südkoreanischen Fernsehen.  Bild: KIM HEE-CHUL/EPA/KEYSTONE

Nach Angaben aus Tokio gingen drei Geschosse in der japanischen 200-Meilen-Zone nieder. Japans Regierungschef Shinzo Abe sprach von einer «neuen Stufe der Bedrohung». Auch die USA und die UNO verurteilten den Raketentest.

USA lässt Raketenabwehrsystem installieren

Die US-Armee hat als Reaktion auf den nordkoreanischen Raketentest mit der Stationierung eines Raketenabwehrsystems in Südkorea begonnen. 

Der jüngste nordkoreanische Raketentest sei ein Beweis dafür, dass es nötig sei, Thaad-Systeme nach Südkorea zu bringen, sagte Harry Harris, Kommandant der US-Truppen im Pazifik, am Dienstag. Einem Bericht der südkoreanischen Agentur Yonhap zufolge sind zwei Abschussrampen im Land angekommen.

epa05833750 A handout photo made available by the United States Forces Korea shows parts of an advanced US missile defense system being unloaded from a cargo plane at the Osan Air Base in Seoul, South Korea, 06 March 2017 (issued 07 March 2017). The deployment of the system, known as the Terminal High Altitude Area Defense (THAAD), began in South Korea, according to a statement by the US Pacific Command on 07 March.  EPA/US FORCES KOREA HANDOUT SOUTH KOREA OUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Hier wird das US-Kriegsmaterial von einem Cargo-Flugzeug auf der «Osan Air Base» nahe Seoul entladen.  Bild: EPA/YNA/US FORCES KOREA

Nordkorea und Malaysia verhängen gegenseitige Ausreiseverbote

Die Spannungen zwischen Nordkorea und Malaysia eskalieren weiter: Beide Länder verhängten am Dienstag im Streit um die Aufklärung des Mordfalls Kim Jong Nam Ausreisesperren gegen Bürger des jeweils anderen Landes.

«Allen malaysischen Staatsbürgern in der DPRK ist es vorübergehend untersagt, das Land zu verlassen, bis der Vorfall, der sich in Malaysia ereignet hat, ordnungsgemäss geklärt ist», hiess es in einer von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Mitteilung des Aussenministeriums in Pjöngjang.

Die Regierung Kuala Lumpur reagierte auf die Massnahme mit einem Ausreiseverbot für nordkoreanische Diplomaten. «Keinem Beamten oder Angestellten der Botschaft der DPRK ist es erlaubt, das Land zu verlassen», erklärte das malaysische Innenministerium. (sda/afp)

Wie reagiert Trump?

Der neue US-Präsident Donald Trump hat bereits mehrfach durchsickern lassen, dass er die Akte Nordkorea mit harter Hand führen wird. Nordkorea sei in den Augen Trumps momentan die grösste Bedrohung für die Sicherheit der USA, berichtete «CNN» kürzlich unter Berufung einer gut informierten Quelle. «Ist Kim verrückt oder ein kluger Stratege?», sei die Frage, die sich der US-Präsident momentan stelle.

Ähnlich sah auch Barack Obama die Bedrohungslage. Bei der Amstübergabe soll er Trump gesagt haben, dass Nordkorea die unmittelbar grösste Gefahr für die USA darstelle.

Der Konflikt mit Nordkorea dürfte auf internationaler Ebene zur ersten grossen Bewährungsprobe für den neuen US-Präsidenten werden. Bereits mehrfach stichelte der Präsident in der Causa Nordkorea gegen dessen Nachbarn China. Die Angelegenheit birgt mächtig Zündstoff.

Telefonat mit Abe

Als Reaktion zu den jüngsten Provokationen Pjöngjangs telefonierte der US-Präsident am Montag mit Japans Premierminister Shinzo Abe.

Abe sagte nach dem Gespräch, Japan und die USA seien sich einig, dass die nordkoreanischen Raketenabschüsse eine «klare Verletzung der Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen und eine deutliche Herausforderung der regionalen und internationalen Gemeinschaft darstellen». Der US-Präsident haben Japan die «hundertprozentige» Unterstützung der USA zugesichert, sagte Abe. 

FILE - In this March 1, 2017, President Donald Trump speaks in the Roosevelt Room of the White House in Washington. President Trump’s revised travel ban will temporarily halt entry to the U.S. for people from six Muslim-majority nations who are seeking new visas, allowing those with current visas to travel freely, according to a fact sheet obtained by The Associated Press. (AP Photo/Evan Vucci, File)

Donald Trump sieht Nordkorea als grosse Bedrohung für die Sicherheit der USA. Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrates

Die USA und Japan beantragten eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats, die voraussichtlich am Mittwoch stattfinden soll. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat derweil den jüngsten Raketentest Nordkoreas verurteilt.

Nordkorea hatte im vergangenen Jahr zwei Atomwaffentests und eine Reihe von Raketentests vorgenommen. Das isolierte kommunistische Land verstiess damit gegen mehrere Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats. Seit dem ersten Atomwaffentest Nordkoreas im Jahr 2006 belegte der Sicherheitsrat das Land in sechs Runden mit Sanktionen.(cma/sda/afp)

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