DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07795310 Disgraced movie producer Harvey Weinstein (R) arrives to New York State Supreme Court for a hearing related to his upcoming trial on charges of rape and sexual assault in New York, New York, USA, 26 August 2019. Weinstein is being re-arraigned on revised charges based on rape accusations from actress Annabella Sciorra and a judge in the case was expected to rule on a motion by defense attorneys to move the case out of New York City.  EPA/JAMES KEIVOM

Der ehemalige Filmproduzent Harvey Weinstein bei Ankunft am Supreme Court in New York. Bild: EPA

#MeToo: Prozess gegen Harvey Weinstein auf Januar verschoben



Der Beginn des Prozesses gegen den früheren Hollywoodmogul Harvey Weinstein wegen mutmasslicher sexueller Gewalttaten ist auf den 6. Januar verschoben worden. Das war in den vergangenen Tagen erwartet worden.

Grund für die am Montag von einem New Yorker Richter verfügte viermonatige Verschiebung sind neue Anklagepunkte gegen den ehemaligen Filmproduzenten. Seinem Verteidigerteam soll deshalb mehr Zeit gegeben werden, sich auf den Prozess vorzubereiten.

Weinstein plädierte am Montag vor Gericht auch zu den neuen Anklagepunkten auf nicht schuldig – so wie er dies schon bei den bisherigen Anklagepunkten getan hatte. Sein Prozess hätte am 9. September beginnen sollen.

FILE - In this Nov. 12, 2017 file photo, participants march against sexual assault and harassment at the #MeToo March in the Hollywood section of Los Angeles. No matter what ultimately happens to Brett Kavanaugh and the women who accuse the Supreme Court nominee of sexual misconduct, the Senate hearing on the allegations will offer a historic test of the #MeToo movement, which began only a year ago.  (AP Photo/Damian Dovarganes, File)

Harvey Weinsteins Fall löste internationale Proteste gegen sexuelle Belästigung oder Gewalt aus. Bild: AP/AP

Zwei weitere Fälle

Die bisherige Anklageschrift enthielt zwei Fälle von mutmasslicher sexueller Gewalt gegen zwei Frauen; konkret werden ihm eine Vergewaltigung im Jahr 2013 und erzwungener Oralverkehr im Jahr 2006 zur Last gelegt. Durch die nun zusätzlich erhobenen Anklagepunkte kommen zwei weitere mutmassliche Fälle hinzu.

Laut US-Medienberichten kommen die neuen Beschuldigungen von einer dritten Frau – dabei soll es sich um die Schauspielerin Annabella Sciorra handeln, die vor allem aus der Fernsehserie «The Sopranos» bekannt ist.

Viele Fälle bereits verjährt

Insgesamt werfen zwar mehr als achtzig Frauen dem 67-Jährigen sexuelle Belästigung oder Vergewaltigung vor, darunter berühmte Schauspielerinnen wie Angelina Jolie, Ashley Judd oder Salma Hayek. Doch sind viele dieser Fälle bereits verjährt.

Der Fall Weinstein hatte eine weltweite Kampagne gegen sexuelle Belästigung und Gewalt ausgelöst. Unter dem Hashtag #MeToo machten zahlreiche Missbrauchsopfer ihre Erfahrungen öffentlich. Unter den Beschuldigten sind viele Prominente. Sciorra trug durch ein Interview mit dem Magazin «New Yorker» im Oktober 2017 dazu bei, die #MeToo-Bewegung in Gang zu setzen. Darin berichtete sie, dass Weinsein sie 1993 in ihrer New Yorker Wohnung vergewaltigt habe. (mim/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

#MeToo: Diese Frauen belasten Harvey Weinstein

Weinstein lässt seine Opfer reden

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Harsche Kritik am Vorschlag für neues Sexualstrafrecht: «Ein Hohn für die Opfer»

Am Montag wurde der Entwurf für ein neues Sexualstrafrecht in die Vernehmlassung geschickt. Frauenrechtsorganisationen sind enttäuscht über den Vorschlag. Ihr gefordertes Konsensprinzip «Ja heisst ja» fand kein Gehör.

Plötzlich ging es schnell. Seit mehreren Jahren wird darüber gesprochen, dass das Schweizer Sexualstrafrecht teilweise veraltet ist und überarbeitet werden muss. Vor einem Jahr entschied die Kommission für Rechtsfragen des Ständerates, den Revisionsbedarf vertieft zu prüfen. Am Montag dann war er überraschend da: Der Vorschlag für ein überarbeitetes Bundesgesetz.

Im Kern der Debatten rund um die Revision des Sexualstrafrechts stand das Konsensprinzip. Frauenrechtsorganisationen, Aktivistinnen, …

Artikel lesen
Link zum Artikel