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A demonstrator protesting the shooting death of Alton Sterling is detained by law enforcement near the headquarters of the Baton Rouge Police Department in Baton Rouge, Louisiana, U.S. July 9, 2016.  REUTERS/Jonathan Bachman     TPX IMAGES OF THE DAY

Sinnbild für den friedlichen Protest gegen Polizeigewalt in den USA: Ieshia Evans.   Bild: JONATHAN BACHMAN/REUTERS

Das ist die Frau auf dem ikonischen Protestbild aus Baton Rouge



Ihr Bild ist jetzt schon eine Ikone der Protestfotografie: Die junge Frau, die sich am Sonntag in Baton Rouge, Louisiana, in einem wallenden Kleid einem Kordon von Polizisten entgegenstellt. Erhobenen Hauptes, voller Stolz – bis die Handschellen klicken und zwei Polizisten die Frau abführen. Das Sujet kam dem Fotograf Jonathan Bachman bei einer Demonstration gegen Polizeigewalt vor die Linse.

Police officers watch protesters gathering against another group of protesters in Baton Rouge, La., Sunday, July 10, 2016. Police officers responded to reports that protesters were en route to block Interstate 10 and prevent another group of protesters from marching. (Scott Clause/The Daily Advertiser via AP)

Schwerbewaffnete Polizisten auf der einen, Demonstrationsteilnehmer auf der anderen Seite: Baton Rouge.  Bild: AP/The Daily Advertiser

Um wen es sich bei der Frau handelt, war unklar. Jetzt hat der britische Daily Telegraph die Identität der Demo-Teilnehmerin enthüllt: Ieshia Evans, 28 Jahre alt, Krankenschwester aus New York und Mutter eines fünfjährigen Sohnes. Sie wolle eine bessere Zukunft für ihren Sohn, gab Evans als Grund für ihre Teilnahme an der Demonstration an. Zuvor hatte sie noch nie an einer Demo teilgenommen. Für den Protestumzug reiste die 28-Jährige von New York in den Bundesstaat Louisiana. 

Eine Freundin von Evans äusserte sich gegenüber dem «Telegraph» erleichtert, dass die junge Frau die Verhaftung unbeschadet überstanden hat. Evans wurde zusammen mit Dutzenden anderen Protest-Teilnehmern 24 Stunden auf dem Polizeiposten in Baton Rouge festgehalten. Insgesamt wurden 100 Demonstranten und zwei Journalisten in Polizeigewahrsam genommen.

Police officers detain a protester as they try to clear streets while protesters were gathering against another group of protesters in Baton Rouge, La., Sunday, July 10, 2016. Police officers responded to reports that protesters were en route to block Interstate 10 and prevent another group of protesters from marching. (Scott Clause/The Daily Advertiser via AP)

100 Demonstranten wurden bei Protesten in Baton Rouge am Sonntag verhaftet.
Bild: AP/The Daily Advertiser

Über die Gründe ihrer Verhaftung kann Evans nur spekulieren: «Ich stand mit verschränkten Armen da und schaute die Polizisten bloss an. Wahrscheinlich gefiel ihnen das nicht.» Bis zu diesem Zeitpunkt war der Protest friedlich, auch Evans wehrte sich laut Zeugenaussagen nicht gegen ihre Verhaftung. «Sie hat nichts gesagt. Sie hat sich nicht widersetzt und die Polizei hat sie nicht weggezerrt», sagte Bachman.  Auf dem Posten sei sie gut behandelt worden, gab Evans später zu Protokoll. Ein Polizist habe sich darum gekümmert, dass die Verhafteten gut behandelt würden.

A man speaks as a group of protesters gather against another group of protesters, while authorities watch in Baton Rouge, La., Sunday, July 10, 2016. Police officers responded to reports that protesters were en route to block Interstate 10 and prevent another group of protesters from marching. (Scott Clause/The Daily Advertiser via AP)

«We will never be extinct» – «Wir werden nie ausgelöscht werden.» Protestslogan in Baton Rouge. Bild: AP/The Daily Advertiser

Nach Angaben der Polizei wurden bei der Demonstration zwei Polizisten verletzt. Zum Protest aufgerufen hatten Mitglieder der schwarzen Bürgerrechtsbewegung «Black Lives Matter». In Baton Rouge wurde vergangene Woche der Afroamerikaner Alton Sterling bei einer Verkehrskontrolle aus nächster Nähe erschossen – Videomitschnitte des Vorfalls lösten landesweit heftige Proteste aus. (wst)

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • felixJongleur 12.07.2016 21:50
    Highlight Highlight Ikonische Bilder und grosse Reden gibt es wohl langsam genug, dem hype um dieses zugegebenermassen gute Bild finde ich etwas befremdend, à la die "Oberschicht" zeigt ihre Solidarität und beweist erst noch Kunstgeschmack - ganz komisch.
  • bangawow 11.07.2016 17:48
    Highlight Highlight Robocop :)!
  • Locutus 11.07.2016 17:22
    Highlight Highlight Und alle schön die Hände nach oben! Hatten wir doch schon mal... Bewaffnete "Black Panthers". Watson sagst Du auch dazu was, ausser dem netten Mädchen-Hype?

    Play Icon
    • Dan Rifter 11.07.2016 21:36
      Highlight Highlight Gleicher Effekt wie die Daesh-Kids aus den Banlieues/Suburbs .. keine Zukunftsperspektiven und Hassprediger sind eine tolle Kombination.

      Ich befürchte, dass unsere Generation noch einen US-Bürgerkrieg erleben wird.
  • ElenderKuschelwuschel 11.07.2016 14:38
    Highlight Highlight Die im Artikel erwähnten Handschellen dürften eher nicht geklickt haben. Wie man auf dem Bild sieht, benützen die Polizisten Kabelbinder bei den Verhaftungen und diese sind sehr zurückhaltende Klicker.
    • ElenderKuschelwuschel 11.07.2016 15:34
      Highlight Highlight Klingt einfach nicht so geil in nem Artikel, wenn man schreiben muss "bis die Kabelbinder zippten"....
    • Anna Landmann 11.07.2016 18:07
      Highlight Highlight Klingt ziemlich schmissig, besser als das abgestandene klicken. Watson, bitte aufnehmen.
  • Str ant (Darkling) 11.07.2016 12:46
    Highlight Highlight Sehr passend dazu die erschreckende Realität wie sehr einzelne Bevölkerungsgruppen in den US in ihrer freien Bewegung eingeschränkt sind, zeigt das sehr populäre geocaching game "Pokemon GO" von den Ingress machern Niantic

    http://kotaku.com/pokemon-go-could-be-a-death-sentence-for-a-black-man-1783388743

    Wo er eindrücklich beschreibt das er Angst vor der Polizei haben müss wenn er sich scheinbar ziellos in der Umgebung bewegt!
    • River 11.07.2016 17:43
      Highlight Highlight Zuerst hab ich gedacht, ja ok, auch ein Weisser der zwischen Häusern rumtigert wirkt verdächtig und wird der Polizei gemeldet... Aber er hat recht. In Amerika wird der Weisse eher zu erst gefragt und wird sich erklären können, der Schwarze wird wohl erstmal brutal verhaftet, oder ja, tatsächlich grad erschossen.
  • Domino 11.07.2016 12:41
    Highlight Highlight Ja, die USA hat ein Problem mit Polizeigewalt, aber was die Medien momentan machen finde ich schrecklich. Es wird ein Keil zwischen die schwarze und weise Bevölkerung getrieben, obwohl beide statistisch gleich unter Polizeigewalt leiden. Black Live Matters ist eine rassistische Bewegung, die keine Probleme löst. Jetzt braucht es Leute wie damals Martin Luther King, welche die Menschen vereinen.
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    • wonderwhy 11.07.2016 14:23
      Highlight Highlight Weisse werden sogar öfter Opfer von Polizeigewalt, hier die Statistik aus 2015 https://www.washingtonpost.com/graphics/national/police-shootings/
      Wie erklärst Du Dir dass in allen Gefängnissen weltweit mehr Männer sitzen als Frauen? Ist die Justiz sexistisch, oder könnte es evtl. daran liegen dass Männer häufiger kriminelle Handlungen vollziehen als Frauen? Könnte die Übervertretung von schwarzen Insassen in amerikanischen Gefängissen der USA, die darauf begründen dass diese öfters kirminell werden?
    • Kii 11.07.2016 15:10
      Highlight Highlight Es gibt aber auch viel mehr weisse.
    • wonderwhy 11.07.2016 17:42
      Highlight Highlight @Oliver_Wagner Wenn Du PJW nicht mit aussagekräftigen und zureichenden Quellen widerlegen kannst, gehe ich davon aus, dass Du einfach anderer Meinung bist wie er und ihn deswegen diskreditierst!
      Das keine Chancengleichheit besteht ist nicht richtig, es gibt viele Beispiele in denen Schwarze bevorteilt werden, Affirmative Action, Zugang zu Stipendien und niedrigere Anforderungen bei Universitäten sind nur wenige Beispiele. Rassismus ist sicher vorhanden, jedoch nicht das vordergründige Problem. Kultur, Zerfall der Familie Abhängigkeit vom Sozialstaat sind weitaus grössere Probleme!

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