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epaselect epa08498084 Employees of the US National Park Service attempt to remove a statue of Confederate General Albert Pike after it was toppled and defaced near Judiciary Square the previous night following a day of Juneteenth celebrations in Washington, DC, USA, 20 June 2020. Juneteenth, also known as Freedom Day, annually on 19 June celebrates the liberation of people who had been slaves in the US. The death of African-American George Floyd while in Minneapolis police custody has sparked global protests and outrage.  EPA/SAMUEL CORUM

Die Statue des Konföderierten-Generals Albert Pike wird abtransportiert. Bild: keystone

Donald Trump erklärt, dass Statuen-Stürzer «in gewisser Weise Terroristen» sind



US-Präsident Donald Trump hat den Sturz von Statuen bei den Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA in Zusammenhang mit Terrorismus gebracht. Trump drohte Demonstranten, die versuchten, Statuen historischer Figuren in den USA zu Fall zu bringen, am Donnerstagabend (Ortszeit) im Sender Fox News mit schwerwiegenden Konsequenzen. «Jede Nacht werden wir härter und härter vorgehen», sagte Trump. «Und irgendwann wird es Vergeltung geben.» Diese Demonstranten seien Vandalen und Anstifter – in Wahrheit seien sie aber «in gewisser Weise Terroristen».

Die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd haben in den USA eine Debatte über die Erinnerungskultur des Landes angestossen. In verschiedenen Landesteilen machten Demonstranten kurzen Prozess und brachten Statuen zu Fall, die historische Figuren darstellen, die in Verbindung mit Rassismus gebracht werden. In Washington waren Demonstranten am Montagabend bei dem Versuch gescheitert, eine Statue des siebten Präsidenten Andrew Jackson zu stürzen.

The White House is visible behind a statue of President Andrew Jackson in Lafayette Park, Tuesday, June 23, 2020, in Washington, with the word

Die Statue von Andrew Jackson vor dem Weissen Haus. Bild: keystone

Trump sagte am Donnerstag, er habe den Sturz der Jackson-Statue gestoppt. Seine Regierung hat inzwischen die Nationalgarde mobilisiert, um Denkmäler in der Hauptstadt Washington zu schützen. Die rund 400 aktivierten Mitglieder seien bislang in Bereitschaft und würden die US-Parkpolizei unterstützen, um «jede Verunstaltung oder Zerstörung» zu verhindern, hatte der Sprecher der Nationalgarde in Washington, Craig Clapper, am Mittwoch auf Anfrage erklärt. Die Nationalgarde zählt zur Reserve der US-Armee.

Trump hat in Aussicht gestellt, noch in dieser Woche eine Verfügung zu erlassen, die Denkmäler und Statuen besser schützen soll. «Ich glaube, viele der Leute, die Statuen niederreissen, haben keine Ahnung, was die Statue ist», hatte er am Mittwoch gesagt. Am Dienstag hatte der US-Präsident Menschen, die Statuen stürzten, mit bis zu zehn Jahren Gefängnis gedroht. (sda/dpa)

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US-Demonstranten zerstören Konföderations-Statue

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    Alle Leser-Kommentare
  • HerbertKappel 26.06.2020 15:32
    Highlight Highlight Er weiß nicht was die Statuen bedeuten ?
    Von Geschichte soviel Ahnung wie über Außenpolitik !
  • Magnum 26.06.2020 10:58
    Highlight Highlight «Vergeltung» sollte in einem Rechtsstaat NIE das Motiv der Regierenden sein, um irgendetwas zu tun. Aber dieser selbstverliebte und hochgradig nachtragende Vollpfosten sieht das natürlich anders. Ein weiteres, schwer bedenkliches Signal aus Trumpistan.

    Meine Meinung: Stellt die Statuen der Sklaventreiber in Museen (und in ihren historischen Kontext), aber nicht in den öffentlichen Rum, wo sie alle anschauen müssen.
  • Jawolaufensiedenn 26.06.2020 10:28
    Highlight Highlight Die Denkmäler erfüllen endlich mal ihren Zweck: die Menschen DENKEN MAL über ihre Geschichte nach und was dabei schief gelaufen ist.!
    Das macht dem akuten Präsidenten der USA natürlich Angst- mit fug und recht. Es läge nahe ihn zu stürzen, bevor er ein Denkmal wird. 🤪🤪🤪🤪🤪
    • Basti Spiesser 26.06.2020 17:02
      Highlight Highlight Nicht immer. Wenn zum Beispiel Statuen von Churchill oder anderen Generälen, die für die Sklavenabschaffung waren, beschädigt werden...
  • Gubbe 26.06.2020 08:37
    Highlight Highlight In gewisser weise sehe ich diesen Mob ähnlich wie der Herr Trump. Eine Statue ist der Hintergrund zur Geschichte der USA. Diese Figuren muss man ja nicht verehren, sie können auch aufrütteln. Durch Zerstörung der Statuen, wird die Geschichte nicht besser.
    • blueberry muffin 26.06.2020 14:25
      Highlight Highlight Also eben nicht. Die Statuen zeigen Menschen, die die USA zerstören wollten und hundertausende für Sklaverei in den Tod schickten.
    • Gubbe 26.06.2020 15:01
      Highlight Highlight blueberry muffin
      Die USA zerstören? Das ist jetzt aber schon gequirlt. Lies doch mal meinen zweitletzten Satz...
    • swisskiss 26.06.2020 20:54
      Highlight Highlight Gubbe_ Schwache Argumentation. Um Aufzurütteln braucht es keine Statuen die teilweise "hoch zu Ross" "auf den Sockel gestellte" Symbole sind, die "von oben herab" auf das Volk blicken. Das ist Heldenverehrung.
      Aber dies gibt niemandem das Recht, mit Gewalt solche Symbole entfenen zu wollen. Das ist in einer funktionierenden Demokratie ein unwürdiges Vorgehen, dass in aller Form zu verurteilen ist. Das aber als terroristischen Akt zu bezeichnen, ist genau so falsch und genauso eine Belasstung für eine Demokratie.
    Weitere Antworten anzeigen
  • P. Meier 26.06.2020 07:58
    Highlight Highlight Mal schauen wie lange es geht bis D. Trump eine Statue von sich selbst aufstellen lässt.
    • INVKR 26.06.2020 09:31
      Highlight Highlight Dass Leute das blitzen, als wäre es völlig undenkbar. Wo wart ihr die letzten 4 Jahre?
    • swisskiss 26.06.2020 09:52
      Highlight Highlight P. Meier: Gibts schon solche Denkmäler. Sind teilweise über 200 m. hoch, z. B. Trump Tower.
    • Wiedergabe 26.06.2020 10:18
      Highlight Highlight Am besten lässt er diese in einem grossen Loch aufstellen und schüttet es zu - damit man die Statue nicht umstürzen kann, selbstverständlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hitsch 26.06.2020 07:29
    Highlight Highlight Anstatt ein gewisses Verständnis, für die anliegen seiner potenziellen Wähler (auf die er angewiesen ist) zu zeigen stösst er diese vor den Kopf. Doni mach nur weiter so, dann wir es im Herbst sicher nicht klappen...
    • Magnum 26.06.2020 17:47
      Highlight Highlight Trump setzt voll auf den harten Kern der fremdenfeindlichen, weissen Wähler. Die Präsidentschaftswahlen werden aber in der Mitte und durch die Wechselwähler entschieden.

      Während Biden nur marginal weniger schlimm als Trump sein mag, sehe ich eine grosse Chance bei der Wahl einer Kandidaten für den Job als Vize: Pence ist als reaktionärer Freikirchler bekannt. Hier müsste das alternative Ticket zwingend punkten.
  • Gawayn 26.06.2020 07:23
    Highlight Highlight Ich mag keine Randalierer oder Vandalen.
    Man sollte wirklich keine Monumente oder Statuen verschandeln oder zerstören.

    Auch keine sonstigen Bauten.

    Aber wie kommt Trumpel dazu ein Strafmaß an zu drohen?

    Ist er jetzt wirklich zum Gottkönig erhoben worden?

    Ich hoffe doch nicht..

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