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epa08475458 Ivy McGregor reads a resolution during the funeral for George Floyd at The Fountain of Praise church in Houston, Texas, USA, 09 June 2020. A bystander's video posted online on 25 May, appeared to show George Floyd, 46, pleading with arresting officers that he couldn't breathe as an officer knelt on his neck. The unarmed Black man later died in police custody and all four officers involved in the arrest have been charged and arrested.  EPA/Godofredo A. Vasquez / POOL

Eine Zeichnung von George Floyd bei der Beerdigung am 9. Juni in Houston. Bild: keystone

Seine Träume, seine Verbrechen, seine letzten Worte – das war George Floyd

Am Dienstag blickt die ganze USA nach Houston, wo George Floyd beigesetzt wird. Ein kurzer Rückblick auf ein viel zu kurzes Leben.



Seine letzten Worte

Seine letzten Worte gingen um die Welt. In den knapp fünf Minuten, in denen George Floyd unter dem Knie des Polizisten Derek Chauvin um seine Leben kämpfte, sagte er:

«Es ist mein Gesicht, Mann
Ich hab nichts Schlimmes gemacht, Mann
Bitte
Bitte
Bitte, ich kann nicht atmen

Bitte, Mann
Bitte, irgendjemand
Bitte, Mann
Ich kann nicht atmen
Ich kann nicht atmen
Bitte
Mann, ich kann nicht atmen, mein Gesicht
Stehen Sie auf
Ich kann nicht atmen
Bitte, ein Knie auf meinem Nacken
Ich kann nicht atmen
Scheisse
Ich werde
Ich kann mich nicht bewegen

Mama
Mama
Ich kann nicht
Mein Knie
Mein Nacken
Ich kann nicht mehr
Ich kann nicht mehr
Ich habe Platzangst
Mein Bauch tut weh
Mein Nacken tut weh
Alles tut weh
Ein Schluck Wasser oder so was
Bitte
Bitte

Ich kann nicht atmen, Officer
Bringen Sie mich nicht um
Sie werden mich umbringen, Mann
Kommen Sie schon, Mann
Ich kann nicht atmen

Ich kann nicht atmen
Sie werden mich umbringen
Sie werden mich umbringen
Ich kann nicht atmen
Ich kann nicht atmen
Bitte, Sir

Bitte
Bitte

Bitte, ich kann nicht atmen.»

Millionen von Menschen haben sich die brutale Szene auf dem Video angesehen, als George Floyd sein Leben verlor. Der Tod des Afroamerikaners löste Proteste aus, die sich über den ganzen Globus verbreiteten.

Doch wer war George Floyd, dessen Namen mittlerweile die halbe Welt kennt?

>>> Hier geht es zur Liveübertragung von George Floyds Beerdigung

Seine Kindheit und Jugend

Floyd verbrachte die meiste Zeit seiner Jugend und Kindheit in Houston. Er wuchs im Stadtteil «Third Ward» auf, der hauptsächlich von Afroamerikanerinnen und Afroamerikanern bewohnt wird. Armut und Gewalt prägten das Bild des Quartiers. Seine Mutter, die vor zwei Jahren verstarb, zog Floyd alleine gross.

Die New York Times sprach mit verschiedenen Wegbegleitern des Verstorbenen. Demnach war Floyd einer, der immer versuchte, gute Stimmung zu verbreiten. Wenn seine Football-Mannschaft ein Spiel verloren habe, dann habe Floyd seine Kameraden immer kurz trauern lassen, nach wenigen Minuten aber wieder Witze gerissen, erinnert sich Herbert Mouton, der heute 45 Jahre alt ist. «Er wollte nie, dass wir uns zu lange schlecht fühlen.»

Ein anderer Freund, Jonathan Veal, erinnert sich an die Träume, die Floyd im Abschlussjahr an der Highschool hatte. «Ich will die Welt berühren», soll er Veal gesagt haben. «Es war einer der ersten Momente, an die ich mich erinnerte, nachdem ich erfahren hatte, was mit ihm geschehen war», sagt Veal heute. «Damals konnte er sich nicht vorstellen, dass die Welt auf diese tragische Weise seinen Namen erfahren würde.»

Damals in der Highschool wollte Floyd durch den Sport «die Welt berühren». Nicht zuletzt dank seiner Grösse, Floyd war fast zwei Meter gross, war er im Sport sehr erfolgreich. Ein Video, das nach seinem Tod im Netz zirkulierte, soll Floyd zeigen, wie er 1992 einen Touchdown landete, der seinem Football-Team half, die Staatsmeisterschaften zu gewinnen.

Floyd trumpfte nicht nur im Football, sondern auch im Basketball. Dank seiner sportlichen Begabung erhielt Floyd sogar ein Stipendium und schaffte es ans College.

Seine Verbrechen

Dank des Stipendiums verliess Floyd seine Heimat Houston in Richtung Florida. Lange blieb er jedoch nicht am College, er kehrte zurück, ohne einen Abschluss zu machen. Nach seiner Rückkehr nach Houston versuchte sich Floyd als Rapper und kam immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt.

Etwa im Jahr 2004, als er kriminell wurde und für einen Zehn-Dollar-Drogendeal zehn Monate ins Gefängnis musste. Floyd beging nicht nur kleinere Diebstähle und Drogendelikte, sondern war auch an einem grösseren Raubüberfall beteiligt. Zu fünft überfielen sie das Haus einer Frau. Einer der Mittäter gab sich als Mitarbeiter der Wasserwerke aus, um sich Zutritt in ihr Haus zu verschaffen. Floyd selber bedrohte das Opfer mit einer Waffe und wurde zu vier Jahren Haft verurteilt.

Sein Neustart

Nach seiner Gefängnisstrafe engagierte sich Floyd in einer Kirchgemeinde in Houston. Antrieb gab ihm dabei die Geburt seiner Tochter Gianna Floyd, die nach seinem Tod sagte: «Daddy hat die Welt verändert.»

Pastor Patrick Ngwolo erinnert sich in der New York Times an die vielen Gottesdienste, die auf einem Basketballcourt abgehalten wurden. «Wir haben die Leute auf dem Court in diesem alten Pferdetrog getauft. Und er hat das Ding immer allein auf den Court geschleppt.» Er sei eine Vaterfigur für die jüngeren Mitglieder gewesen, so Ngwolo.

epa08472776 General view of a mural of George Floyd in Houston, Texas, USA, 08 June 2020. A bystander's video posted online on 25 May, appeared to show George Floyd, 46, pleading with arresting officers that he couldn't breathe as an officer knelt on his neck. The unarmed Black man later died in police custody and all four officers involved in the arrest have been charged and arrested.  EPA/AARON M. SPRECHER

Eine Wandzeichnung in Houston erinnert an George Floyd. Bild: keystone

Dann kam die Entscheidung, nach Minnesota umzuziehen. Mithilfe eines christlichen Programms wollte Floyd dort den Neustart wagen.

Anfang 2017 startete Floyd als Sicherheitsmitarbeiter bei einer Einrichtung für Obdachlose. Er fiel dabei auf, wie er die Mitarbeitenden des Heimes immer bis zum Auto begleitete. Dennoch schaute sich Floyd nach anderen Job-Möglichkeiten um und wurde Türsteher bei einer Bar.

Der Besitzer der Bar, Jovanni Thunstrom, sagt über Floyd: «Ich habe seine Einstellung sofort gemocht. Er war einer, der deine Hand mit beiden Händen schüttelt. Er verneigte sich, um dich zu grüssen.» Floyd habe sich schnell ins Team eingefügt, so Thunstorm.

Doch dann kam die Coronakrise und die traf Floyd doppelt hart. Nicht nur infizierte er sich selbst mit dem neuartigen Virus, er verlor auch seinen Job, da alle Bars und Restaurants in Minnesota schliessen mussten.

Dennoch gab Floyd nicht auf. Zusammen mit seiner Freundin wollte er ein Restaurant mit dem Namen «Convict Kitchen», «Verurteilten-Küche», eröffnen. Darin sollten Gerichte angeboten werden, die ihn an die Zeit im Gefängnis erinnern sollten.

Doch sein Traum sollte nie Realität werden. Am 25. Mai versuchte Floyd, mit einer mutmasslich gefälschten 20-Dollar-Note Zigaretten zu kaufen. Die Laden-Mitarbeiter riefen die Polizei – wenig später war er tot.

Am Dienstag dem 9. Juni wird Floyd in Houston neben seiner Mutter beigesetzt. Nach ihr hatte er in seinen letzten Minuten gerufen, ehe er nicht mehr atmen konnte. (cma)

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88Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Igor Gorbatschow 10.06.2020 23:20
    Highlight Highlight Es ist furchtbar, was hier passiert ist und leider schon oft passierte und weiterhin passieren wird. Egal welche Vergangenheit, seine Strafe hat er abgesessen und musste jetzt wegen einer Kleinigkeit mit dem Leben bezahlen.
    Was ich aber keinesfalls gutheissen kann, dass jetzt Tausende auf die Strassen gehen, ungeschützt. Was ist mit den Toten, die durch Corona entstehen könnten? Wo ist hier der Respekt? Wofür all die Regeln, wenn durch die Demos alles kaputt gemacht werden kann? Mit Maske ok, aber das sind nicht mal 10% geschätzt. Das ist etwas, dass nicht akzeptiert werden darf.
  • Levi Vodica 10.06.2020 19:44
    Highlight Highlight Ich finde es schön, dass es hier um den Mensch George Floyd geht und dass die positiven Seiten von ihm gezeigt werden. Aber im Grunde ist es egal. Egal ob er ein guter Sportler, engagierter Christ, guter Vater oder ein netter Zeitgenosse war. Einen solch grausamen Tod hat niemand verdient. Egal ob guter Kerl oder nicht.
  • champedissle 10.06.2020 10:11
    Highlight Highlight Ich habe keine Ahnung wieviele schwere Verbrechen in den letzten 24 Stunden in den USA begangen wurden und ich habe ebenfalls keine Ahnung, wie der Anteil von Schwarzen und Weissen bei diesen Verbrechen ist.
    Es gibt aber Leute, die Ahnung haben, sich aber scheuen, diese Zahlen hier zu nennen, damit man eher begreift, warum "ein Schwarzer" in den USA tatsächlich mehr kontrolliert wird als ein Weisser.
    • lilas 10.06.2020 10:54
      Highlight Highlight Da Du keine Ahnung hast solltest Du dies auch nicht schreiben.
      Mit Mutmassungen und Unterstellungen unter dem fadenscheinigen Deckmantel von " es gibt aber Leute die eine Ahnung haben" , habe ich die grösste Mühe.
      Es ist so etwas von scheinheilig, im Grunde genommen und wenn man genau hinsieht ist dies ganz und gar bösartig. Es heisst nichts anderes als "die Sind selber Schuld dass sie mehr kontrolliert werden" ein Paradebeispiel von Rassismus.
  • Baguette 10.06.2020 09:38
    Highlight Highlight Ich verstehe die vielen Blitzer auch nicht, interpretiere sie als "geschah ihm doch recht". Das ist eine erbärmliche Einstellung! Niemand verdient so eine "Behandlung". Was da passiert ist geht gegen mein Gerechtigkeitsgefühl und meine Einstellung gegenüber Mitmenschen. Wer hier kein Problem sieht, ist Teil des Problems. Eines Jeden Menschenwürde ist unantastbar, wenn wir das nicht respektieren, handeln und denken wir unmenschlich. Jeder hat das Recht auf eine respektvolle und angemessene Behandlung, aber das scheinen hier mehr als nur einige nicht begriffen zu haben.
  • dievobärn 10.06.2020 09:38
    Highlight Highlight Mögest du in Frieden ruhen ♥️
  • Notabik 10.06.2020 09:35
    Highlight Highlight Über all der Empörung redet heute keiner mehr über die Verbrechen und vor allem über die Opfer von George Floyd. Kein unbescholtener Bürger. Diese Tatsache soll aber auf keinen Fall das brutale Vorgehen dieses Polizisten in Minnesota rechtfertigen
  • Antichrist 10.06.2020 09:12
    Highlight Highlight Macht ihr auch noch solch einen Bericht über den Polizisten, der Floyd getötet hat? Der war sicher auch ein guter Mensch und wird nun dem Kirchenchor beitreten.
    • Basti Spiesser 10.06.2020 09:54
      Highlight Highlight Und vorallem wie das war, als sie als Türsteher zusammen arbeiteten.
  • wast*on (*e my life on wats) 10.06.2020 08:52
    Highlight Highlight Zum Überfall. Die Frau war schwanger und Floyd richtet seine Pistole auf ihren Bauch.

    Zur "Besserung": Floyd war bei seiner Festnahme voll auf Crystal Meth.

    Ich bin nicht einig mit Candace Owens. Aber sie hat sicher einen Punkt, wenn sie sich der unkritischen Glorifizierung von George Floyd verweigert.

    https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=273957870461345&id=1593518174052711&_rdr
    • Emma Jones 10.06.2020 10:57
      Highlight Highlight Was geht es uns an, ob sich Floyd gebessert hat und ob er auf Meth war oder nicht? Das ist sicher kein Grund, um seine Tötung zu relativieren.

      Abgesehen davon, woher weisst du so genau, welche Drogen er konsumiert hatte? Weils irgendeine Tante auf Facebook erzählt?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 10.06.2020 11:50
      Highlight Highlight Zur Info: er hat die Strafe dafür abgesessen und wartete beim aktuellen Vorfall auf die Polizei.
    • Ana64 10.06.2020 12:05
      Highlight Highlight Habe gelesen. Tja das zeigt einen anderen George Floyd der iim Gefängnis mehrfach war, wegen Drogenhandel und sogar einen bewaffneten Überfall wo er auf eine schwangere Frau mit Pistole gezielt hat. Wie sollte Polizei bei Verhaftung von solchen Typen sich verhalten? fragen ob er so nett wäre und mitkommen würde?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 10.06.2020 08:11
    Highlight Highlight Es ist furchtbar, das ein Mensch auf offener Strasse auf so eine brutale Art exekutiert werden kann.

    Schlimmer noch, das die Beamten womöglich straffrei davon gekommen wären, hätte es dieses Video und die Bewegung nicht gegeben.

    Fast genauso schlimm finde ich, wie gewiße Politiker sich damit profilieren wollen.

    Biden möchte aktiv gegen Raßismus vorgehen.
    Als Vize, hatte er über 1 Jahrzehnt Zeit dafür gehabt. Tat er aber nicht.

    Andere die Polizei auflösen.
    Blinder Aktionismus.
    Kein Bezug zur Realität.

    Trumpel unterstützt die Rechte.
    Demos unterbinden.
    Zum kotzen alles!
    • Illuminaughty 10.06.2020 09:05
      Highlight Highlight Sie wollen die Polizei nicht "auflösen", eher neu starten. Alle Polizisten müssen sich unter neuen Vorgaben bewerben und werden wieder eingestellt, sollten sie diese erfüllen. Wenn dazu noch eine verbesserte Aus- und Weiterbildung eingeführt wird und das Militärmaterial verschwindet, könnte das funktionieren.
      Bei Biden muss ich dir Recht geben. Es ist sogar noch schlimmer. Er ist seit den 70ern Politiker. Er hat unter Clinton aktiv am Kriminalitätsgesetz mitgearbeitet, dass jetzt dafür sorgt, dass die USA die meisten Gefängnisinsassen pro Einheit haben, überproportional viele Afroamerikaner.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 10.06.2020 09:10
      Highlight Highlight @Gawayn

      Politiker sind nun Mal gnadenlose Opportunisten, die jede noch so kleine Möglichkeit zu ihren Gunsten ausnutzen wollen.
    • Gawayn 10.06.2020 09:58
      Highlight Highlight Das Problem sitzt viel tiefer.
      Dieser Aktionismus würde nur das Sympton bekämpfen.

      Strafverfolgung USA.
      Geht es um Bestrafung.
      Weniger um Reintegration oder Rehabilitierung.

      Die Ami Bootcamps, wo Jugendliche gedrillt und schikaniert werden, zeigenes überdeutlich wie Viele danach wieder straffällig werden.
      Ein Hohn!

      Beim Intro zu "The Purge" wird erzählt nach diesen "Maßnahmen" fällt die Verbrechensrate unter 10% Arbeitslosigkeit ist auf 1%

      Was will man von solch Gedankengut erwarten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • THEOne 10.06.2020 07:34
    Highlight Highlight so tragisch das ganze auch ist, ändern wird sich nix. in einer woche gehts unter ferner liefen und wir widmen uns wiedr anderen dingen.
    solche skandale in diesem ausmass gabs in den letzten 15 jahre min. 1x jährlich mit demselben medienrummel. was ist seither passiert? ... ganz genau....
    • Hyper80 10.06.2020 09:43
      Highlight Highlight Wenn jeder so denkt wird sich tatsächlich nichts ändern.

      Aber es ist definitiv falsch zu behaupten, dass Skandale und Rummel in diesem Ausmass mind. 1x jährlich geschehen.

      Gerade durch Social Media sind wir alle Zeugen dieser schrecklichen Tat geworden. Weg schauen ist falsch. Und auch ich werde zukünftig nicht mehr weghören, sollte jemand in meinem Umfeld, ob bewusst oder unbewusst, rassistische Kommentare fallen lassen. Die Zeiten sind vorbei.
    • THEOne 10.06.2020 13:38
      Highlight Highlight @hyper
      womit sie ja meine aussage bestätigt haben. sie wollen AB JETZT nicht mehr weghören, heisst sie habens bis jetzt getan....rassismus gibts nicht erst seit floyd...
      beweisführung abgeschlossen
    • Hyper80 10.06.2020 14:14
      Highlight Highlight Ich glaube sie haben meine Aussage nicht ganz verstanden. Sie behaupten das auch dieser Fall vermutlich nichts ändern wird.

      Dies sehe ich jedoch anders. Und ich bin überzeugt das viele, inklusive mir, von nun an nicht mehr schweigen werden. Es ist Zeit aktiv dagegen anzugehen und nun endlich etwas zu ändern.

      Ihr 'ab jetzt' ist fehl am Platz. Ich habe es sehr wohl schon vor dem Fall Floyd getan ausser es war eine unbewusste Äusserung. Dann habe ich zu oft meinen Mund gehalten.

    Weitere Antworten anzeigen
  • sambeat 09.06.2020 22:29
    Highlight Highlight So tragisch die Sache ist, so hat sie auch eine andere Seite: Der Stein kam ins rollen!
    Jetzt ist nur zu hoffen, dass der besagte Stein auch etwas bewegen kann! Irgendwie sagt mir mein Bauch (und der kennt sich seit meiner Kindheit mit Steinen aus), dass sich schlussendlich doch nichts ändern wird☹️ Ich hoffe, mein Beulchen irrt sich wenigstens dieses Mal🙌
    • rodolofo 10.06.2020 08:52
      Highlight Highlight Schau mal rüber zum "Gelobten Land", was die Israeli und die Palästinenser da machen!
      Da findet ebenfalls ein "asymetrischer Krieg" statt, der niemals aufhört, und in dem die Militanz auf beiden Seiten genau so anwächst, wie die Zahl der hohen Beton-Mauern, welche die Landschaft durchschneiden und den Blick zum Horizont hässlich versperren...
      Auch hier verhält sich Trump ja parteiisch.
      Er ist immer auf der Seite der Finanzstarken.
      In diesem Fall sind das die jüdischen Israeli.
      Im Falle von Saudiarabien sind das sunnitische Hardliner. Zuhause in den USA sind das evangelikale Hardliner...
  • rodolofo 09.06.2020 22:29
    Highlight Highlight Wegen einer falschen 20-Dollar-Note bestialisch hingerichtet von einem sadistischen Polizisten?
    Klingt mehr nach Mittelalter, als nach 21. Jahrhundert...
    Und das soll eine führende Supermacht des "Freien Westens" sein?
    "Am falschen Ort gespart" würde ich sagen...
    • Froggr 09.06.2020 23:11
      Highlight Highlight Genau, am falschen Ort gespart, deshalb will die Stadt nun noch mehr sparen bei der Polizei. Irgendwas läuft schief.
    • Nevermind 09.06.2020 23:55
      Highlight Highlight Das gesparte Geld sollte dann in andere Bereiche fliessen (Sozialarbeit, psychologischer Notdienste etc) und die hochrüstung und militarisierung der Polizei beenden die bisher in Amerika für alles zuständig ist und dank ungenügender und falscher Auswahl sowie Ausbildung mit vielen Situationen überfordert ist und dann nur noch mit Gewalt reagieren kann anstatt zu agieren.
    • THEOne 10.06.2020 07:32
      Highlight Highlight willkommen im irrenhaus usa
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dummbatz Immerklug 09.06.2020 22:20
    Highlight Highlight Ich verstehe gerade nicht, wieso sich unter den vielen guten Kommentaren so viele Blitzer befinden...
    • äti 09.06.2020 23:20
      Highlight Highlight Gute Kommentare ziehen nicht immer gute Blitzer an. Und/oder weil er kein Weisser war.
    • Pakart 09.06.2020 23:29
      Highlight Highlight Es ist tatsächlich unglaublich, wie viele abgrundtief empathielose und verblendete Menschen es auch hier in der Schweiz gibt. Mir kommt echt der kalte Kotz hoch wenn ich all diese Blitze sehe. Ich wünsche echt niemandem etwas Schlechtes. Aber das ist schlicht unbegreiflich.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 10.06.2020 07:34
      Highlight Highlight Lassen wir diese empathielosen Idioten blitzen wie sie wollen, wir hier wissen zumindest, was Empathie und Mitleid ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rosesarered 09.06.2020 21:28
    Highlight Highlight Ich kann seine letzte Worte nicht lesen ohne einen unfassbar grossen Klotz im Hals zu haben.. und dann zu weinen.
    Da bettelt ein Mensch um sein Leben...
    Es tut mir so so Leid!
    • ZuWildDigger 09.06.2020 23:53
      Highlight Highlight Wie kann man diesen Kommentar nur disliken? Gibt es wirklich so viele Rassisten auf Watson?
    • Blues 10.06.2020 00:26
      Highlight Highlight Was seid ihr für Menschen, die diesen Tweet mit einem Blitz versehen!
      Schock!
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 10.06.2020 07:37
      Highlight Highlight @David
      Kann die Kommentare auch ohne ein Profil bewerten.
      Möglicherweise wurde der Artikel wieder irgendwo in einer Chatgruppe oder einem Forum gepostet, wo eine gewisse Bevölkerungsgruppe, die massive mentale Defizite hat, gepostet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amboss 09.06.2020 21:28
    Highlight Highlight Da bin ich jetzt gespannt, ob und wie der User Cedric Wermutstropfen diesen Artikel kommentiert.
    • MahatmaBamby 09.06.2020 21:40
      Highlight Highlight Ooh ich sehe du hast auch deine Erfahrungen mit besagtem Herrn gemacht😂
    • Amboss 10.06.2020 05:52
      Highlight Highlight Naja, kein Kommentar ist auch eine Antwort
    • Bibilieli 10.06.2020 07:09
      Highlight Highlight Scheint so, als oder der genannte User sein Profil oder zumindest einen Teil seiner bisherigen Kommentare gelöscht hat. Diese sind in der Suchanzeige von Google zwar noch ersichtlich, in den jeweiligen Kommentarspalten jedoch nicht mehr vorhanden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ikbcse 09.06.2020 21:26
    Highlight Highlight Ruhe in Frieden.
  • Freethinker 09.06.2020 21:22
    Highlight Highlight Ich denke immer wieder darüber nach, ob ich selber versucht hätte einzugreifen. In der Schweiz hundertprozentig, aber ich glaube auch in den USA hätte ich nicht zuschauen können. Schade hat es niemand versucht...
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 09.06.2020 21:40
      Highlight Highlight Bist du 2 Meter gross und hast superkräfte? Wenn nein, dann hättest du wie die anderen die Fresse gehalten.
      In Kommentarspalten kann man sich gut als Held aufspielen.
      Ich hätte mich still und heimlich verkrümelt, da muss ich ehrlich dazu stehen.
      Und natürlich hätten wir beide in der CH die Fresse aufgerissen. Aber dazu braucht es auch keinen Mut in der CH.
    • ChiliForever 10.06.2020 10:16
      Highlight Highlight Ich kann den Gedanken verstehen. Wahrscheinlich hätte es aber in den meisten mittel- und westeuropäischen Ländern so ein Szene nicht gegeben. Ressismus haben wir hier ebenso, er ist aber eher institutionell bzw. latent.
      Das liegt auch daran, daß die Vorstellung von Polizei bei uns meist deutlich weniger mitlitärisch ist. Deshalb gibt es mir auch auch zu denken, daß das die Ausrüstung der Polizei in Deutschland seit zweienhalb Jahrzehnten zunehmend militanter wird. Möglicherweise besteht auch da die Chance, das wieder etwas zurückzufahren.
    • shinibini 10.06.2020 11:00
      Highlight Highlight Wenn die es versucht hätten wären sie möglicherweise verhafted worden. Oder tot.
    Weitere Antworten anzeigen

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