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Surprise! Zwei Drittel der «Weltwoche»-Leser würden AfD wählen



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Umfrage auf der Website der «Weltwoche». bild: facebook/weltwoche / bearbeitung: watson

«Wir finden die Wahrheit», lautet ein Credo bei der «Weltwoche». In der letzten Woche hat das Magazin nun immerhin die Wahrheit über seine Leser herausgefunden. 

967 Personen haben laut «Weltwoche» an der Umfrage teilgenommen.

Eine Umfrage auf der Website der «Weltwoche» hat ergeben, dass eine überwältigende Mehrheit die Alternative für Deutschland (AfD) wählen würde. Auf Platz 2 kommt abgeschlagen die FDP mit gerade mal 12,3 Prozent.

Die Fragestellung lautete: «Wenn Sie Deutscher wären, welcher Partei würden Sie Ihre Stimme geben?»

Die «Weltwoche» publizierte das Ergebnis am Montagmorgen auf Facebook – ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, an dem die AfD erneut einen heftigen Shitstorm über sich hinwegziehen sieht.

Nachdem Spitzenkandidat Alexander Gauland vor zwei Wochen eine SPD-Politikerin «nach Anatolien entsorgen» wollte, weil sie neben der deutschen Sprache keine spezifisch deutsche Kultur erkennen kann, erwischte es am Wochenende Spitzenkandidatin Alice Weidel. Die Welt am Sonntag grub eine angebliche Email Weidels hervor, in der unter anderem die deutsche Regierung als «Marionetten der Siegermächte des zweiten Weltkriegs» verunglimpft und vor einer Überschwemmung durch «kulturfremde Völker wie Araber, Sinti und Roma» gewarnt wird.

Allzu überraschend ist die hohe Zustimmung der «Weltwoche»-Leserschaft zur AfD nicht. Die Weltwoche vertritt eine rechtsbürgerliche bis rechtspopulistische Linie, Chefredakteur Köppel sitzt für die SVP im Nationalrat. Die Journalistin Charlotte Theile, die für die «Süddeutsche Zeitung» aus der Schweiz berichtet und ein Buch über die Parallelen zwischen SVP und AfD geschrieben hat, sagt, dass die beiden Parteien mehr eint, als man in der Schweiz zuzugeben bereit sei.

Im Interview mit watson präzisierte Theile: «In fast allen Politikfeldern – sei es die EU, die direkte Demokratie oder Ausländerpolitik – wird die Schweiz als Vorbild angeführt. Beide Parteien haben ähnliche Ziele, eine ähnliche Vorstellung davon, in welche Richtung man das Land führen soll. Die AfD übernimmt nicht von ungefähr viele SVP-Verlautbarungen fast wortwörtlich.»

Auch SVP-Nationalrat und Weltwoche-Chefredakteur Roger Köppel äusserte sich schon im Januar 2016 positiv über den Aufstieg der AfD: «Als Deutscher würde ich eine Partei wie die AfD begrüssen». 

(wst)

Und jetzt du: Wie gut kannst du SVP und AfD unterscheiden? 

Quiz
1.Welche Parteien rühren mit einem «Extrablatt» die Werbetrommel für ihre Anliegen?
Extrablatt wirbt vor Berliner Wahl für die AfD
AfD und NPD
SVP und AfD
SVP und NPD
2.Welche Partei pflasterte das Land mit diesen Plakaten zu?
NPD Schäfli
SVP
AfD
NPD
3.«Wir stellen uns gegen willkürlich betriebene Masseneinwanderung.» – Bei wem steht dieser Satz im Parteiprogramm?
ZUR ABSTIMMUNG GEGEN MASSENEINWANDERUNG VOM SONNTAG, 9. FEBRUAR 2014 STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Einwanderer aus Italien und Spanien treffen sich am Samstag,  21. Mai 2011 in Zuerich. Der Anlass wuerdigte die von der sogenannten ersten Einwanderungsgeneration erbrachten Leistungen fuer unsere Gesellschaft. Stellvertretend fuer alle ehemaligen Gastarbeitenden nahmen gut 700 ueber 70-jaehrige Italienerinnen und Italiener und Spanierinnen und Spanier den Dank der Stadt Zuerich entgegen. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)
KEYSTONE
AfD
SVP
NPD
4.Welche Partei setzte ein Matterhorn auf das Plakat?
NPD Matterhorn
AfD
NPD
Keine davon – das Plakat war eine Fotomontage einer linken Gruppierung in Deutschland.
5.Welche Partei stellte Ausländer pauschal als raubende, vergewaltigende und tötende Männer dar?
Bild zur Frage
SVP
AfD
NPD
6.Welche Partei sah Kinder einst schon hinter Gittern?
Staatskinder SVP
SVP
AfD
NPD
7.«Maria statt Scharia» – wer war's?
Maria statt Scharia
NPD
AfD
NPD und AFD
NPD und SVP
8.Der AfD-Vizevorsitzende Alexander Gauland berief sich in einer Rede im Juni dieses Jahres mehrmals auf den Slogan: «Heute sind wir tolerant und morgen fremd im eigenen Land.» Bei wem hat Gauland abgekupfert?
Alexander Gauland, top candidate for the Alternative for Germany (AfD) party in the upcoming Brandenburg state election, addresses a news conference in Berlin September 1, 2014. Chancellor Angela Merkel's conservatives were poised to cling to power in Sunday's election in the east German state of Saxony but new right-leaning rival Alternative for Germany (AfD) made a breakthrough by winning its first seats in a state assembly.      REUTERS/Fabrizio Bensch (GERMANY - Tags: POLITICS ELECTIONS)
X90145
bei der SVP
bei der NPD
Bei niemandem. Das ist original AfD.
9.Und zum Abschluss noch ein kleiner Auszug aus einem Parteiprogramm. Von wem ist dieser Satz?: «(...) die muslimischen Zuwanderer stammen oft aus Ländern, in denen keine demokratische Rechtsordnung herrscht. Sie bringen Vorstellungen über Recht und Ordnung mit, die mit unserem Rechtssystem und unseren demokratischen Spielregeln nicht vereinbar sind.»
Des chapelets musulman et un coran photographie dans la salle de priere de la nouvelle mosquee de l'Association culturelle musulmane de Payerne, ACMP, dans le cadre d'une journee porte ouverte ce samedi 20 septembre 2014 a Payerne. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
KEYSTONE
SVP
AfD
NPD

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