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epa07892087 A handout photo made available by The Ocean Cleanup shows the company's ocean cleanup prototype System 001/B capturing plastic debris in the Great Pacific Garbage Patch, in the Pacific Ocean, 30 September 2019 (issued 03 October 2019). The self-contained system uses natural currents of the sea to passively collect plastic debris in an effort to reduce waste in the ocean. According to the Ocean Cleanup, the system is also able to filter microplastics as small as 1mm.  EPA/THE OCEAN CLEANUP HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA

Good News! Zum ersten Mal sammelt «Ocean Cleanup» Plastikmüll im Pazifik ein

Im letzten Jahr gab es noch Probleme mit dem Prototypen des ehrgeizigen Projekts, nun vermeldete der Initiator erste Erfolge.



Nach einer einjährigen Testphase hat der Plastikmüll-Fänger der Organisation «The Ocean Cleanup» nun im Pazifik erste Erfolge erzielt. Das System treibe Plastikmüll zusammen und sammele es ein, teilte der Initiator und Leiter der Organisation, der Niederländer Boyan Slat, am Mittwoch in Rotterdam mit.

Das System habe Müll und industrielle Fischernetze, aber auch Mikro-Plastik eingefangen. Die technischen Probleme, die Ende vergangenen Jahres zunächst zu einem vorzeitigen Abbruch des Einsatzes geführt hatten, wurden nach Angaben der Initiatoren behoben. Das Projekt wird von Unternehmen, Universitäten und auch der niederländischen Regierung unterstützt. Ziel ist es, die Ozeane vom Plastikabfall zu säubern.

epa07892094 A handout photo made available by The Ocean Cleanup shows crew sorting plastic debris onboard a support vessel of the prototype System 001/B which is capturing plastic debris in the Great Pacific Garbage Patch, in the Pacific Ocean, 10 July 2019 (issued 03 October 2019). The self-contained system uses natural currents of the sea to passively collect plastic debris in an effort to reduce waste in the ocean. According to the Ocean Cleanup, the system is even able to filter microplastics as small as 1mm.  EPA/THE OCEAN CLEANUP HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Die Ocean-Cleanup-Crew bei der Arbeit. Bild: EPA

Vor etwa einem Jahr war die Anlage von San Francisco aus zum sogenannten Great Pacific Garbage Patch (dt. Grosser Pazifischer Müllteppich) geschleppt worden, der zwischen Kalifornien und Hawaii gelegen ist. In diesem Strömungswirbel sollen sich nach Schätzungen von Wissenschaftlern 1.8 Billionen Plastikteile sammeln.

Dann gab es einen Rückschlag: Die Anlage konnte den Müll nicht festhalten und musste Anfang dieses Jahres beschädigt wieder an Land geschleppt werden. Nun sei die Anlage mit einem See-Anker verlangsamt worden, so dass das schneller schwimmende Plastik in die Fangarme treiben könne.

epa07892093 A handout photo made available by The Ocean Cleanup shows the company's ocean cleanup prototype System 001/B with its parachute configuration capturing plastic debris in the Great Pacific Garbage Patch, in the Pacific Ocean, 06 July 2019 (issued 03 October 2019). The self-contained system uses natural currents of the sea to passively collect plastic debris in an effort to reduce waste in the ocean. According to the Ocean Cleanup, the system is even able to filter microplastics as small as 1mm.  EPA/THE OCEAN CLEANUP HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

So sieht der Prototyp von oben aus. Bild: EPA

Die Anlage besteht aus einer 600 Meter langen Röhre in U-Form. Daran ist ein drei Meter langer Vorhang befestigt, der den Müll in dem U festhalten soll. Das System nutzt nach Angaben der Organisation die natürlichen Kräfte des Strömungswirbels.

Die erste Phase der Aktion soll im Dezember beendet sein. Dann würde die Anlage mit dem Plastikmüll zurück gebracht werden. An Land soll der Müll dann weiter verarbeitet werden. Die Organisation will nun ein neues grösseres System bauen, das den eingesammelten Müll auch für längere Zeit aufnehmen und festhalten kann. (jaw/sda/dpa)

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