International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this Sept. 19, 2018, file photo, Kim Yo Jong, right, helps her brother North Korean leader Kim Jong Un sign a joint statement following the summit with South Korean President Moon Jae-in at the Paekhwawon State Guesthouse in Pyongyang, North Korea. North Korea has threatened to end an inter-Korean military agreement reached in 2018 to reduce tensions if the South fails to prevent activists from flying anti-Pyongyang leaflets over the border. The powerful sister of Kim Yo Jong also said Thursday, June 4, 20202, the North could permanently shut a liaison office with the South and an inter-Korean factory park in the border town of Kaesong, which have been major symbols of reconciliation between the rivals.  (Pyongyang Press Corps Pool via AP, File)

Kim Jong Un und seine Schwester, Kim Yo Jon. Bild: keystone

Nordkorea stoppt vorerst geplante Militäraktionen gegen Südkorea



Nordkorea hat nach eigenen Angaben seine geplanten Militäraktionen gegen Südkorea vorerst gestoppt. Die Entscheidung habe die zentrale Militärkommission der Arbeiterpartei unter Vorsitz von Machthaber Kim Jong Un getroffen, berichteten die Staatsmedien am Mittwoch.

Gründe dafür wurden keine genannt. Bei der Sitzung, die per Videoschaltung abgehalten worden sei, seien auch Dokumente über «Massnahmen zur weiteren Stärkung der Kriegsabschreckung» erörtert worden, hiess es.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten sich zuletzt wieder verschärft. Nordkorea reagierte verärgert auf eine Propagandaaktion südkoreanischer Aktivisten und nordkoreanischer Flüchtlinge, die Ende Mai etwa 500'000 in Ballons verpackte Flugblätter mit Kritik an der autokratischen Führung in Pjöngjang in Richtung Norden geschickt hatten. Pjöngjang warf der Regierung in Seoul vor, diese häufig an der Grenze unternommenen Aktionen zu tolerieren, und drohte mit Konsequenzen.

Abbau von Propaganda-Lautsprechern

Mit der jetzigen Entscheidung scheint Nordkorea nach Ansicht von Beobachtern seinen scharfen Ton weiter abmildern und beiden Seiten vorerst mehr Zeit für eine Lösung geben zu wollen. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unter Berufung auf Militärs, Nordkorea scheine auch wieder Lautsprecher abzubauen, die das Land zuvor für mögliche Propagandasendungen an der Grenze neu installiert habe.

Ohne ausdrücklich von einem Militärschlag zu sprechen, hatte Nordkorea zuletzt Vergeltungsmassnahmen angekündigt. Nach der Unterbrechung der innerkoreanischen Kommunikationsleitungen und der Sprengung eines gemeinsamen Verbindungsbüros erklärte Nordkoreas Armeeführung in der vergangenen Woche, wieder Militärübungen nahe der Grenze aufnehmen und Soldaten in ehemals gemeinsam genutzte Industrie- und Tourismusgebiete zu verlegen zu wollen. Auch sollten Flugblattaktionen gegen Südkorea vom Militär unterstützt werden.

Kim Jong Un, der sich mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In bereits mehrmals getroffen hatte, überliess es dabei seiner einflussreichen Schwester, Kim Yo Jong, entsprechende Anweisungen zu erteilen. Ein Angebot Seouls zu klärenden Gesprächen schlug Pjöngjang aus. (cki/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

An der Grenze zwischen China und Nordkorea

Reiseziel: Nordkorea. Eine Fahrt ins Ungewisse

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Katastrophale Folgen» – Republikaner setzen Biden wegen Russen-Pipeline unter Druck

Republikanische Kongressabgeordnete haben den Umgang der Regierung des neuen US-Präsidenten Joe Biden mit der deutsch-russischen Pipeline Nord Stream 2 kritisiert. «Die Biden-Regierung signalisiert, dass sie bereit ist, zuzulassen, dass die Pipeline mit katastrophalen Folgen für die amerikanische nationale Sicherheit und für die Energiesicherheit unserer europäischen Verbündeten fertiggestellt wird», erklärte der Senator Ted Cruz am Samstag in einer Mitteilung.

Cruz' Kritik galt einem Bericht des …

Artikel lesen
Link zum Artikel