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epa04812181 A traveller passes a sign giving information on Middle East Respiratory Syndrome (MERS) at a health control post inside Suvarnabhumi airport, Bangkok, Thailand, 21 June 2015. The Thai government installed thermal scanners at Bangkok's Suvarnabhumi airport as a preventive measure against the spread of the Middle East Respiratory Syndrome (MERS) virus. The Thai Health Ministry confirmed the country's first case of MERS on 18 June 2015. According to the Ministry the first case of MERS is a 75-year-old man of Middle Eastern descent and that 59 people are being monitored. The patient is currently under quarantine.  EPA/NARONG SANGNAK

Zwei Monate lang hielt die Mers-Epidemie Südkorea in Bann. Jetzt scheint sie besiegt. Bild: NARONG SANGNAK/EPA/KEYSTONE

Südkorea verkündet das Ende der Mers-Epidemie



Zwei Monate nach dem Auftreten des Mers-Virus in Südkorea hat die Regierung das Ende der tödlichen Epidemie verkündet. Nach Abwägung verschiedener Umstände kamen die Mediziner und die Regierung zu dem Schluss, dass die Leute sich keine Sorgen mehr machen müssen.

«Ich rufe die Öffentlichkeit auf, alle Bedenken wegen Mers abzuschütteln und ihre normalen täglichen Tätigkeiten aufzunehmen, einschliesslich der Wirtschafts-, Kultur-, Freizeit- und Schulaktivitäten», sagte Ministerpräsident Hwang Kyo Ahn bei einem Treffen mit Regierungsvertretern am Dienstag laut der Nachrichtenagentur Yonhap.

Zum Höhepunkt der Epidemie waren tausende Schulen geschlossen worden, da Eltern ihre Kinder aus Angst vor Ansteckung nicht zum Unterricht lassen wollten. Seit dem Ausbruch des Virus am 20. Mai erlagen in Südkorea 36 Menschen der Krankheit, 186 weitere erkrankten daran.

epa04784223 The closed hospital emergency room at Samsung Medical Center in Seoul, South Korea, 05 June 2015. South Korea's Ministry of Health on 05 June reported a fourth death from an outbreak of Middle East Respiratory Syndrome (MERS) that has caused widespread public anxiety across the country. The latest fatality was the fourth reported MERS death in South Korea, where a total of 41 cases have been reported. Some 1,600 others remain under quarantine.  EPA/KIM CHUL-SOO

Auch die Notfallaufnahme dieses Spitals wurde vorübergehend geschlossen. Bild: KIM CHUL-SOO/EPA/KEYSTONE

Wachstumsprognose nach unten korrigiert

Es war der bislang schwerste Mers-Ausbruch ausserhalb Saudi-Arabiens, wo das Virus bislang vor allem auftrat. Das Mers-Virus ist ein seit dem Jahr 2012 bekannter neuer Stamm aus der Gruppe der Coronaviren.

Die südkoreanische Wirtschaft erlitt durch die Folgen der Epidemie schwere Verluste. Einkaufszentren, Restaurants und Kinos verzeichneten seit den ersten Fällen deutliche Umsatzrückgänge, da die Menschen grössere Menschenansammlungen mieden. Auch die Tourismusbranche wurde hart getroffen. So ging die Zahl der ausländischen Besucher im Juni um mehr als 40 Prozent zurück.

epa04794495 Two sanitation officials fumigate an arts performance facility in Seoul , South Korea, 12 June 2015, as a precaution against the spread of the Middle East Respiratory Syndrome (MERS). South Korea confirmed its 11th death from MERS, while reporting four new cases that brought the number of people diagnosed with the disease in South Korea to 126.  EPA/YONHAP SOUTH KOREA OUT

Zwei Männer desinfizieren einen Theatersaal in Seoul. Bild: EPA/YONHAP

Die Regierung legte ein milliardenschweres Konjunkturprogramm auf, um die unter der Epidemie leidende Wirtschaft anzukurbeln. Die Zentralbank korrigierte kürzlich zum dritten Mal dieses Jahr die Wachstumsprognose nach unten. Der Zentralbank-Gouverneur Lee Ju Yeol warnte, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Epidemie noch den ganzen August andauern würden, obwohl seit dem 4. Juli keine Neuinfektion mehr registriert wurde.

17'000 Menschen unter Quarantäne

Die Regierung in Seoul war zunächst für ihre Reaktion auf die Epidemie kritisiert worden, erliess dann aber umfassende Quarantäneregeln, woraufhin fast 17'000 Menschen in ihren Häusern unter Quarantäne gestellt wurden. Dies erlaubte, eine Ausbreitung des Virus ausserhalb von Spitälern zu verhindern.

Die Erkrankung geht häufig mit grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Husten und Kurzatmigkeit einher. Bei schweren Verläufen kann sich eine Lungenentzündung entwickeln, auch Nierenversagen ist möglich. Weder gibt es bisher einen Impfstoff, noch eine Behandlung gegen die Krankheit. (sda/afp)

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