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ABD0016_20190423 - BRAUNAU AM INN - OESTERREICH: ++ ARCHIVBILD ++ ZU APA0138 VOM 22.4.2019 - Ein auslaenderfeindliches Gedicht im Parteiblatt der FPOE Braunau in Oberoesterreich sorgt für Aufregung. Unter dem Titel Vergleiche

Christian Schilcher. Bild: APA

FPÖ-Politiker Schilcher tritt nach rassistischem Gedicht zurück



Der FPÖ-Vizebürgermeister aus Adolf Hitlers Geburtsstadt Braunau am Inn ist nach der Veröffentlichung eines rassistischen Gedichts von seinem Posten zurückgetreten. Christian Schilcher werde als stellvertretender Bürgermeister zurücktreten und die FPÖ verlassen, um «Schaden von der Partei abzuwenden», teilte FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache am Dienstag mit.

In dem am Wochenende in der örtlichen Parteizeitung veröffentlichten Text werden Vergleiche zwischen Ratten und Menschen gezogen.

Die Veröffentlichung des Gedichts sorgte für landesweite Empörung. Darin wird das Bild von fremden und österreichischen Ratten benutzt, um auf die Gefahren «vermischter» Kulturen hinzuweisen. Schilcher war als Herausgeber des FPÖ-Blattes für den Inhalt verantwortlich.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz von der konservativen ÖVP lobte den «klaren Schritt» des Koalitionspartners FPÖ in der Sache. «Der Rücktritt des Vizebürgermeisters von Braunau war die einzig logische Konsequenz zu diesem abscheulichen und rassistischen Gedicht», sagte Kurz.

epa07469267 Austrian Chancellor Sebastian Kurz talks during an opening of a monument 'Mass of names' near the village of Trostenets, on the outskirts of Minsk, Belarus, 28 March 2019. The monument 'Mass of names' was opened at the site of the former concentration camp, where hundreds of thousands people had been killed by Nazi Germany, local media report. Austrian Chancellor Sebastian Kurz is on his official visit in Belarus.  EPA/TATYANA ZENKOVICH

Lobt den Schritt der FPÖ: Bundeskanzler Sebastian Kurz. Bild: EPA/EPA

Der Vorfall überschattet den Wahlkampfauftakt der rechtspopulistischen FPÖ für die Europawahlen im Mai. Die Partei kommt bei Umfragen derzeit auf etwa 23 Prozent. Kurz selber sieht sich wachsendem Druck ausgesetzt, sich klar gegen die Ausbrüche des Koalitionspartners zu positionieren.

Die oppositionelle SPÖ forderte die Auflösung der Regierungskoalition, um den Ruf des Landes zu schützen.

FPÖ-Chef Strache war vergangene Woche selbst kritisiert worden, weil er im Online-Netzwerk Facebook auf eine Seite verwiesen hatte, auf der antisemitische Verschwörungstheorien und Holocaustleugnungen veröffentlicht wurden. Im März rückte die FPÖ wegen ihrer Verbindungen mit der sogenannten Identitären Bewegung in den Fokus. Die nationalistische Bewegung hatte Spenden vom mutmasslichen Attentäter von Christchurch erhalten.

Die Veröffentlichung des Gedichts fiel ausgerechnet auf das Wochenende, an dem sich Hitlers Geburt in Braunau am Inn zum 130. Mal jährte. Der Besitzer seines Geburtshauses war im Dezember 2016 enteignet worden. Die Regierung wollte damit verhindern, dass das Haus von Neonazis genutzt wird. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ArcticFox 23.04.2019 18:19
    Highlight Highlight Ratten mit Menschen gleichsetzen (oder umgekehrt), haben sie wohl von der SVP gelernt. Man erinnere sich...
  • Snowy 23.04.2019 16:35
    Highlight Highlight Rassisten sagen rassistische Dinge.

    Mich verwundert nicht, dass er Migranten mit Ratten vergleicht, mich widert es viel mehr an, dass Leute ihn wählen.

    Wir werden aber leider noch viel mehr Leute von seinem Schlag in der Politik sehen, sollte das Problem mit der Migration nicht in den Griff gekriegt werden.
    Langfristig müssen wir uns entscheiden.
    Entweder:
    - Sozialsystem stark abbauen
    oder
    - Grenzen schliessen
    • Juliet Bravo 23.04.2019 19:25
      Highlight Highlight Sich die ganze Politik von den Rechtsexremen diktieren zu lassen, ist mE auch keine Lösung.
    • Rabbi Jussuf 23.04.2019 19:54
      Highlight Highlight Juliet
      Das Problem mit der Migration muss gelöst werden - auch ohne Rechtsextreme.

      Snowy hat absolut recht.
    • Snowy 23.04.2019 20:11
      Highlight Highlight @Juliet: Nein, ist es natürlich nicht. Aber genau darauf läuft es hinaus und davor graut es mir!
    Weitere Antworten anzeigen
  • *sharky* 23.04.2019 16:22
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • violetta la douce 23.04.2019 16:18
    Highlight Highlight Eine unzufriedene Meute richtet Leute und generiert Opfer anhand einem schnell wachsenden Wortkabular von indizierter Sprache.
    Die Political Correctness ist ein garstiger Schlund der gefüttert sein will und so gar nicht wählerisch ist.

    Eine Maschine, ein Monster, dass Meinungsfreiheit einschüchtert, lähmt und erstickt.

    Viele Jahre nach dem unheimlichen Roman von Orwell, scheint diese seine Vision nun Realität zu werden.

    Auf eine verrückt verdrehte Art und weise, wie wir es uns wohl nicht vorgestellt haben.

    Das Totalitäre...sind ja wir selbst!
    • ujay 23.04.2019 18:05
      Highlight Highlight @Freiheit. Netter Versuch: Totalitär ist, wer Schilchers rassistischen Schwachsinn als Meinungsfreiheit abtut. Orwell definitiv nicht verstanden. Zur unzufriedenen Meute gehören definitiv sie, da nützen auch ihre rhetorischen Versuche auf Oberschüler Niveau nichts.
    • geissenpetrov 23.04.2019 18:48
      Highlight Highlight Rassismus ist keine Meinung!
      Das hätte Orwell, der seiner Lebzeiten überzeugter Sozialist war, Dir wohl zur Antwort gegeben.
    • Walter Sahli 23.04.2019 19:22
      Highlight Highlight Ein weiterer Versuch, Menschenhass und fehlender Anstand als Meinungsfreiheit zu deklarieren. Aber Du hast recht, ich habe mir tatsächlich nicht vorstellen können, dass noch einmal Zeiten kommen, in denen Rassisten als Opfer dargestellt werden. Primitiv und erbärmlich!
  • Lowend 23.04.2019 16:03
    Highlight Highlight Kurz (ÖVP): «Der Rücktritt des Vizebürgermeisters von Braunau war die einzig logische Konsequenz zu diesem abscheulichen und rassistischen Gedicht»

    Falsch Herr Bundeskanzler! Der einzige logische Schritt für ihre ehemals konservative, nun reaktionäre ÖVP wäre es, die Zusammenarbeit mit dieser abscheulichen und rassistischen Partei zu beenden!

    Da Ihnen jedoch Ihre persönliche Macht wichtiger ist, als die Österreichische Demokratie, sind Sie dazu leider nicht in der Lage!

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