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Polizei in Dallas rechtfertigt Robotereinsatz gegen Attentäter



Dallas Police Chief David Brown answers questions during a news conference, Monday, July 11, 2016, in Dallas. Five police officers were killed and several injured during a shooting in downtown Dallas last week. (AP Photo/Eric Gay)

David Brown hatte wegen des Roboters keine ethischen Bedenken.
Bild: Eric Gay/AP/KEYSTONE

Die US-Polizei hat den Einsatz eines Roboters zur Tötung des Attentäters von Dallas verteidigt. «Dies war kein ethisches Dilemma für mich. Ich würde es wieder tun», sagte am Montag der Polizeichef der texanischen Millionenstadt, David Brown.

Er würde «jegliches Instrument einsetzen, um das Leben unserer Beamten zu retten», sagte Brown. Der Heckenschütze hatte am Donnerstag fünf Polizisten erschossen, bevor er stundenlang von den Einsatzkräften in einer Parkgarage umzingelt wurde.

Nach Schusswechseln und Gesprächen mit dem Täter wurde der 25-jährige Afghanistan-Veteran schliesslich mittels des mit Sprengstoff bestückten Roboters getötet. Es war offensichtlich das erste Mal, dass die US-Polizei einen Roboter auf derartige Weise einsetzte.

Beim Roboter handelte es sich den Polizei-Angaben zufolge um ein Gerät, das eigentlich für die Entsorgung von Bomben ausgerichtet ist. Der ferngesteuerte Roboter kostet 150'000 Dollar, ist mit einer Kamera ausgestattet und kann Lasten von bis zu etwa 27 Kilogramm tragen.

Es dauerte laut Brown etwa 15 bis 20 Minuten, um den Roboter zu einer Angriffsmaschine umzufunktionieren. Das Gerät wurde dazu mit etwa einem halben Kilo Plastiksprengstoff bestückt. Seine einzige Anweisung an die Einsatzkräfte sei gewesen, dass sie «nicht das Gebäude zum Einsturz bringen» sollten, sagte der Polizeichef. (sda/afp)

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