International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Jüdisch-arabisches Kuss-Video als Antwort auf Rassismus im israelischen Lehrplan



Mit einem Video von küssenden jüdisch-arabischen Paaren hat ein israelisches Magazin auf eine als rassistisch kritisierte Entscheidung des Erziehungsministeriums in Israel reagiert. Das Ministerium hatte das Buch «Borderlife» der Autorin Dorit Rabinyan über eine jüdisch-arabische Liebe nicht in die Bücherliste für Oberschulen aufgenommen.

Zur Begründung für die Entscheidung hatte es vergangene Woche unter anderem geheissen: «Intime Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden bedrohen die getrennten Identitäten.»

Das Szene-Magazin «Time out Israel» veröffentlichte am Donnerstag das Zwei-Minuten-Video, in dem sich sechs homo- und heterosexuelle Paare küssen. Zu der Entscheidung des Ministeriums schrieb das Magazin: «Das ist skandalös, das ist abscheulich, das ist beunruhigend.»

«Intime Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden bedrohen die getrennten Identitäten.»

Israelisches Erziehungsministeriums 

Es verwies zudem auf die Diskriminierung von Arabern in den sozialen Netzwerken nach dem Anschlag mit zwei Toten vor einer Woche in Tel Aviv, für den die Behörden einen flüchtigen arabischen Israeli verantwortlich machen.

In dem Buch mit dem hebräischen Titel «Gader chaja» (etwa: lebender Grenzzaun) geht es um die schwierige Liebe zwischen einer jüdischen Israelin und einem Palästinenser. Es soll nicht in die Bücherliste aufgenommen werden, obwohl unter anderem ein Expertenausschuss dies ausdrücklich empfohlen hatte. (whr/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Piperli
07.01.2016 15:18registriert November 2015
Da hat ein Volk aus seiner Geschichte absolut nichts gelernt
482
Melden
Zum Kommentar
7

Ist der doppelte Frieden in Nahost wirklich Trumps Verdienst?

Israel nimmt mit zwei arabischen Staaten diplomatische Beziehungen auf. Als grosser «Dealmaker» inszeniert sich US-Präsident Donald Trump. Was ist davon zu halten?

Im 71. Jahr seines Bestehens kann Israel einen beträchtlichen Erfolg verbuchen. Mit Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) wollen zwei arabische Staaten gleichzeitig diplomatische Beziehungen mit dem jüdischen Staat aufnehmen. Besiegelt wird die Vereinbarung am Dienstag um 12 Uhr Ortszeit (18 Uhr MESZ) im Weissen Haus.

Im Beisein von US-Präsident Donald Trump werden Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sowie die Aussenminister der Emirate und Bahrains das …

Artikel lesen
Link zum Artikel