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Die C-Star steckt derzeit im Hafen von Famagusta fest. wikimedia commons (symbolbild)

Posse um gestrandetes Rechtsextremen-Schiff: Defend Europe greift NGO an, das Netz spottet

Kapitän wegen Schlepperei verhaftet, Crew beantragt Asyl. Die «Kreuzfahrt gegen Nicht-Europäer» ist arg in Schieflage geraten. Die «Identitäre Bewegung» hat nun Schuldige für das Fiasko ausgemacht. Derweil macht sich Häme breit. 



Die Geschichte um das in Nordzypern gestrandete Schiff der «Identitären Bewegung» nimmt immer bizarrere Züge an.

Was ist passiert?

«Defend Europe» will mit dem Boot Flüchtlinge im Mittelmeer abfangen. Nur fehlt dazu derzeit die Crew. Teile der Mannschaft sind in Zypern von Bord gegangen, der Kapitän wurde wegen möglicher Dokumentenfälschung und Schlepperei verhaftet, wie die örtliche Polizei der «Taz» bestätigte. 

ARCHIV - Die «Suunta» schwimmt am 27.10.2012 im Hafen von Kiel (Schleswig-Holstein). Die Suunta trägt seit Februar 2017 den Namen «C Star» und fährt unter mongolischer Flagge. Das 1975 gebaute frühere Forschungsschiff soll mit einer internationalen Besatzung bestehend aus Mitgliedern der rechtsextremen «Identitären Bewegung» vom süditalienischen Hafen Catania aus Flüchtlingsboote im Mittelmeer aufbringen und diese nach Afrika bringen. (zu dpa

Steckt seit zwei Tagen in Zypern fest. Die «C-Star »sollte Flüchtlinge zurück nach Afrika bringen. Bild: DPA dpa

Crewmitglieder haben laut der Zeitung die NGO Refugee Rights Association informiert, dass sie Geld bezahlt hatten, um mit dem Schiff nach Italien gebracht zu werden. Ein Teil von ihnen sei von der Polizei zum nordzyprischen Ercan-Flughafen begleitet und auf Kosten des Reeders zurückgeflogen. Fünf der Tamilen sollen in Zypern Asyl beantragt haben.

Was sagen die Organisatoren?

Andere Angaben macht «Defend Europe». Bei den 20 Männern, die diversen Medienberichten zufolge Tamilen seien, handelt es sich laut einer  Mitteilung  um angehende Seemänner. Sie hätten für die Fahrt auf dem Schiff gezahlt, um ihre Ausbildung zu beenden. Eigentlich hätten sie das Schiff in Ägypten verlassen sollen, das sei aber aufgrund von nicht benannten «Intrigen der NGOs nicht möglich» gewesen.

 «Defend Europe» machte in der Mitteilung angebliche «Bestechungsangebote mit Geld, Essen und Unterkünften» von Nichtregierungsorganisationen verantwortlich. Fünf Männer seien darauf eingegangen und hätten Anschuldigungen gegen den Kapitän erhoben. 

«Sie können die Mission verzögern, aber nicht aufhalten», glauben die Organisatoren. 

Schweizer koordiniert Aktion

Die Anti-Flüchtlings-Aktion wird übrigens offenbar vom Schweizer Jean-David Cattin (32) koordiniert. Er war laut «Sonntagsblick» Oberleutnant in der Schweizer Armee und will das Boot in Sizilien besteigen.

Die Twitter-Reaktionen

(amü)

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