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Liveticker

International: Trump lässt sein ganzes Umfeld testen +++ 1120 neue Tote in Frankreich

Die Pandemie trifft die Welt mit voller Wucht. Die internationalen News zum Coronavirus im Ticker.



Sars-CoV-2 in der Schweiz
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Team watson
22:18
Corona-Test für jeden in unmittelbarer Nähe von Trump und Pence
Das Weisse Haus verschärft die Massnahmen, um die Gefahr einer Infektion von US-Präsident Donald Trump und Vizepräsident Mike Pence mit dem Coronavirus einzudämmen. Jeder, von dem erwartet werde, dass er sich in unmittelbarer Nähe von Trump oder Pence befinde, werde getestet, teilte der stellvertretende Sprecher des Weissen Hauses, Judd Deere, mit. Die Massnahme gelte von Freitag an. Damit solle auch festgestellt werden, ob die betroffenen Personen womöglich das hochansteckende Virus in sich trügen, ohne Symptome zu zeigen.

Trump war am Donnerstag ein zweites Mal negativ auf das Coronavirus getestet worden - dieses Mal mit einem neuen Schnelltest. Trump sagte, das Resultat habe innerhalb von «14 oder 15 Minuten» vorgelegen. Der Test selbst habe «buchstäblich eine Minute» gedauert und sei deutlich angenehmer als die erste Untersuchung gewesen.

Bereits Mitte März hatte sich Trump auf das Coronavirus testen lassen, damals unter öffentlichem Druck. Trump war zuvor bei einem Besuch des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro in seinem Feriendomizil Mar-a-Lago mit mindestens zwei Personen in Kontakt gewesen, die später positiv auf das Coronavirus getestet wurden. (pre/sda/dpa)
President Donald Trump speaks during a meeting with energy sector business leaders in the Cabinet Room of the White House, Friday, April 3, 2020, in Washington. (AP Photo/Evan Vucci)
Donald Trump
21:58
Papst Franziskus spricht Menschen in Corona-Krise Mut zu
Papst Franziskus hat Menschen in aller Welt dazu aufgerufen, in der Corona-Krise den Glauben nicht zu verlieren und einander Trost zu spenden. «Es ist ein schwerer Moment für uns alle. Für viele ist es sehr hart», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche. Er forderte die Menschen in einer Videobotschaft vom Freitag auf, grosszügig zu sein, Bedürftigen zu helfen und sich an die Einsamsten über Telefon oder soziale Medien zu wenden. Er erwähnte in dem Zusammenhang ältere Menschen, Obdachlose, Insassen von Haftanstalten, Hinterbliebene, jene, die sich Sorgen um ihren Job machten sowie «Helden», die in Krankenhäusern arbeiten und wichtige Dienste für die Gesellschaft leisteten.

Der 83 Jahre alte Papst tritt wegen der Corona-Pandemie nicht öffentlich auf. Schon Mitte März hatte der Vatikan mitgeteilt, dass die Ostermesse im Vatikan diesmal ohne Besucher begangen werde. Dasselbe gelte für alle liturgischen Feiern der Karwoche.

«Wir werden die Karwoche auf wirklich ungewöhnliche Weise feiern», sagte Franziskus am Freitag. Mit Blick auf die Auferstehung Jesu, die Ostern gefeiert wird, sprach der Papst von einer Hoffnung auf bessere Zeiten, befreit vom Bösen und von dieser Pandemie. «Hoffnung enttäuscht nicht, sie ist keine Illusion.» (sda/dpa)
21:29
New Yorker Philharmoniker spielen «Bolero»
Die Musiker der New Yorker Philharmoniker haben – jeder alleine zu Hause – den «Boléro» des französischen Komponisten Maurice Ravel eingespielt, um sich damit in der Corona-Krise bei allen Mitarbeitern des Gesundheitswesens zu bedanken. In dem Video, das die Philharmoniker am Freitag veröffentlichten, sind die Musiker jeweils alleine bei sich zu Hause zu sehen, wie sie ihre jeweiligen Teile einspielen. Ein Techniker habe dann alles zusammengeschnitten, hiess es. Die Philharmoniker haben schon vor einigen Wochen wegen der Corona-Pandemie alle öffentlichen Konzerte mit Publikum bis auf weiteres abgesagt. (sda/dpa)
21:24
Ausgangsverbot für junge Leute in der Türkei
In der Türkei sind offiziellen Angaben zufolge innerhalb der vergangenen 24 Stunden weitere 69 Menschen mit Corona-Infektion gestorben. Damit sei die Gesamtzahl dieser Toten auf 425 gestiegen, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Freitagabend mit. Zudem seien 2786 weitere Menschen positiv getestet worden – die Zahl der offiziell gemeldeten Fälle stieg damit auf 20'921. In der Türkei mit ihren rund 83 Millionen Einwohnern sind bisher 141'716 Tests durchgeführt worden.

Präsident Recep Tayyip Erdogan wandte sich am Abend erneut an die Nation. Nach den Senioren ab 65 Jahren und den chronisch Kranken erteilte er nun auch den Unter-20-Jährigen ein Ausgangsverbot. Das solle ab Mitternacht gelten. Er erklärte auch das Maskentragen an belebten Orten wie Märkten oder in Geschäften für verpflichtend. Ausserdem sollten in 31 Städten vorerst für 15 Tage Autos weder ein noch aus fahren dürfen.

Die meisten Infizierten wurden nach offiziellen Angaben in der Millionenmetropole Istanbul gemeldet - rund 12'200 Fälle. Der Bürgermeister der Stadt, der Oppositionspolitiker Ekrem Imamoglu, machte in einem Tweet am Abend darauf aufmerksam, dass die Zahl innerhalb von 48 Stunden um fast 40 Prozent gestiegen sei. Er fordert seit Tagen strengere Ausgangsbeschränkungen für die Stadt. Die Türkei hatte am 11. März ihren ersten Coronavirus-Fall gemeldet. (sda/dpa)
20:26
1120 Tote in Frankreich in den letzten 24 Stunden
Auch in Frankreich steigen die Corona-Zahlen weiterhin an. Seit Beginn der Epidemie sind 6507 Menschen an Covid-19 gestorben, wie der Generaldirektor für Gesundheit Jérôme Salomon heute bekanntgab. Das 1120 Tote mehr als noch vor 24 Stunden. Ingesamt vermeldet Frankreich 64'338 infizierte und 14'008 genesene Personen. Derzeit befinden sich 6'662 Menschen mit schweren Fällen auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Laut Salomon gab es in Frankreich noch nie so viele Patienten auf der Intensivstation. (pre)
18:58
Streit in Sofia um Verlängerung des Ausnahmezustands
Bulgariens Staatspräsident Rumen Radew hat sich einer von der Regierung angestrebten Verlängerung des Ausnahmezustands im Kampf gegen das Coronavirus widersetzt. «Die Sondereinschränkungen verlangsamen den Anstieg der Fallzahlen, führten aber zur gesellschaftlichen Paralyse und leiteten eine nie da gewesene soziale und wirtschaftliche Krise ein», kritisierte Radew am Freitag. Damit verschärften sich die Differenzen zwischen ihm und Regierungschef Boiko Borissow weiter.

Die bürgerlich-nationalistische Regierung will den am 13. März verhängten einmonatigen Ausnahmezustand um einen Monat vom Parlament verlängern lassen. Staatschef Radew bemängelte zudem, das Hilfspaket der Regierung für die Wirtschaft sei «unzureichend» und «unangemessen». 86 Prozent der Bulgaren befürchten einer aktuellen Umfrage zufolge eine schwere Finanz- und Wirtschaftskrise.

In dem ärmsten EU-Land wurden bislang 485 Coronavirus-Fälle nachgewiesen, es gab 14 Todesfälle. Die Menschen dürfen die Hauptstadt Sofia und die anderen 26 Regionalzentren nur mit triftigem Grund verlassen. Nur Lebensmittelläden, Apotheken, Banken und Tankstellen haben geöffnet. (sda/dpa)
epa05630507 Rumen Radev, the Bulgarian President-elect, of the Initiative Committee, formally supported by the Bulgarian Socialist Party (BSP), speaks during a press conference in Sofia, Bulgaria, 13 November 2016. The winner in the second round of the presidential elections in Bulgaria is the socialist opposition's candidate, former general Rumen Radev with 58 per cent of the vote, as shows the first exit pool of Alpha Research and Gallup International. The pro government candidate Tzetzka Tsacheva scores 35 per cent of voter's support.  EPA/STR
18:51
Wieder über 750 Tote in Italien
In Italien ist die Zahl der Coronavirus-Todesopfer am Freitag erneut stark angestiegen. Die Zahl der Coronavirus-Toten innerhalb von 24 Stunden kletterte um 766 auf insgesamt 14'681 Opfer, teilte der Zivilschutz mit. Damit ist Italien vor Spanien (10'935 Tote) weiterhin das Land mit den meisten Corona-Toten. Die Zahl der Infizierten in Italien beträgt 119'827. Das sind 4585 mehr als gestern.
epaselect epa08340876 A priest wearing a protective face mask blesses the coffins of people who died of coronavirus, before they are taken away to the crematory ovens in other Italian regions with military trucks, in Ponte San Pietro, near Bergamo, northern Italy, 03 April 2020.  Italy is under lockdown in an attempt to stop the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the Covid-19 disease.  EPA/FILIPPO VENEZIA
18:30
Bereits rund 35'000 US-Soldaten im Corona-Einsatz
In den USA sind inzwischen rund 35'000 Soldaten für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus im Einsatz. Etwa 19'700 Soldaten der Nationalgarde unterstützen örtliche Behörden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, erklärte das Verteidigungsministerium am Freitag. Weitere 15'000 Soldatinnen und Soldaten der Streitkräfte seien im Auftrag der Katastrophenschutzbehörde Fema damit befasst, Feldlazarette in besonders betroffenen Gebieten zu errichten, hiess es.

Zudem betreibt die US-Marine zwei Lazarettschiffe mit jeweils rund 1000 Besatzungsmitgliedern, die angesichts der Covid-19-Epidemie Krankenhäuser in den Städten New York und Los Angeles entlasten sollen. Innerhalb der US-Streitkräfte gibt es inzwischen knapp 1000 bekannte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2, weitere 500 bei zivilen Angestellten und Familienangehörigen, wie das Ministerium erklärte. In den USA gab es bis Freitagmittag (Ortszeit) der Universität Johns Hopkins zufolge rund 250'000 bekannte Infektionen und mehr als 6000 Todesfälle. (sda/dpa)
This March 27, 2020 photo provided by the California Army National Guard shows Sgt. Jose A. Magana, left, and Pfc. Michael Daggi of the California National Guard's Medical Detachment instructing California Emergency Medical Service Authority (EMSA) staff members on properly removing personal protective equipment at a San Mateo County COVID-19 treatment facility in Burlingame, Calif. Cal Guard's medical teams are actively assisting local and state agencies contain the coronavirus epidemic. This treatment facility houses patients who tested positive for COVID-19. (Staff Sgt. Eddie Siguenza/Army National Guard via AP))
18:24
Corona-Krise in Schweden: Tausende werden sterben
Angesichts der anhaltenden Corona-Krise rechnet der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven mit Tausenden Todesfällen in seinem Land. Dass die Pandemie in Schweden langsamer verlaufe als in anderen Ländern, bedeute nicht automatisch, dass es deshalb weniger Schwerkranke oder weniger Tote geben werde, sagte Löfven am Freitag in einem umfassenden Interview der Zeitung «Dagens Nyheter».

In Schweden verfolge man die Strategie, den Anstieg der Infektionsfälle zu verzögern, um die Gesundheitsdienste nicht zu überlasten, sagte Löfven. «Aber das beinhaltet zugleich, dass wir weitere Schwerkranke haben werden, die Intensivpflege benötigen, wir werden bedeutend mehr Tote haben. Wir werden mit Tausenden Toten rechnen müssen.»

In Schweden gab es bis Freitag mehr als 6000 bestätigte Infektionsfälle, das ist weniger als ein Zehntel der in Deutschland nachgewiesenen Erkrankungen. Bislang sind in dem skandinavischen EU-Land 333 Menschen mit Covid-19-Erkrankung gestorben. Die Schweden gehen bisher mit freizügigeren Massnahmen als etwa Deutschland oder seine skandinavischen Nachbarn Dänemark und Norwegen gegen die Corona-Pandemie vor, verfolgen aber ebenso das Ziel, die Ausbreitung des Virus möglichst zu verlangsamen. (sda/dpa)
epa08334271 Sweden's Prime Minister Stefan Lofven speaks during a news conference on the coronavirus COVID-19 situation, at the governement headquarters in Stockholm, Sweden, 31 March 2020. Countries around the world are taking increased measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the Covid-19 disease.  EPA/Jonas Ekstromer/TT SWEDEN OUT
17:54
Quarantäne von einigen Gemeinden am Arlberg aufgehoben
Für Teile der Arlbergregion in Österreich ist die Quarantäne wegen der Coronakrise beendet. Die Orte Lech, Stuben, Schröcken und Warth dürften von Samstag an wieder verlassen werden, sagte Vorarlbergs Landeschef Markus Wallner am Freitag. Für die rund 1000 Saisonarbeiter, die noch in Lech seien, gelte aber ein strenges Abreisemanagement.

Von der seit Mitte März herrschenden Quarantäne waren insgesamt 7500 Menschen betroffen. Grundlage für das Ende der Isolation war die zuletzt geringe Zahl an positiv getesteten Personen. Die Quarantäne für die Orte St. Anton und St. Christoph auf der Tiroler Seite des beliebten Skigebiets gilt analog zu den strengen Ausgangsbeschränkungen des Bundeslands bis zum Ostermontag. (sda/dpa)
Police blogs the road to the skying resort Saalbach Hinterglemm, Austrian province of Salzburg, Friday, April 3, 2020 after the city was quarantined.The Austrian government has moved to restrict freedom of movement for people, in an effort to slow the onset of the COVID-19 coronavirus. (AP Photo/Kerstin Joensson)
16:43
Boeing verliert milliardenschweren 737-Max-Grossauftrag
Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing verliert einen weiteren Grossauftrag für seinen Problemflieger 737 Max. Die Flugzeugleasinggesellschaft Avolon storniert aufgrund der Corona-Krise eine Bestellung über 75 der Jets, wie sie am Freitag in Dublin mitteilte. Bei Abschluss des Deals 2017 war der Auftrag laut Boeing inklusive einer Kaufoption für 20 weitere 737-Max-Jets nach Listenpreisen fast 11 Milliarden Dollar wert.

Avolon-Chef Dómhnal Slattery erklärte zwar, trotz zweier Abstürze und weltweiter Flugverbote grundsätzlich weiter auf die 737 Max setzen zu wollen. Doch das Unternehmen müsse auf die Corona-Pandemie reagieren, die den Flugverkehr in weiten Teilen der Welt zum Erliegen gebracht hat. Auch bei Boeings europäischem Erzrivalen Airbus habe Avolon deshalb vier Aufträge für Modelle vom Typ A330neo zurückgezogen und Auslieferungstermine für 25 weitere Flieger nach hinten verschoben. (awp/sda/dpa)
Nach dem Flugverbot für die Boeing 737 Max sind die Bestellungen beim US-Flugzeugbauer eingebrochen. (Archiv)
16:29
Viele tote Ärzte und Pflegepersonen in Italien
Im Zuge der Corona-Pandemie sind in Italien bisher etwa 120 mit dem Virus infizierte Ärzte, Schwestern und andere Mitarbeiter im medizinischen Sektor gestorben. Diese Zahl ergibt sich aus Zählungen von Verbänden. Allein der Ärzteverband listete bis Freitag mehr als 70 Namen von verstorbenen Medizinern auf. Mehr als 10'000 Beschäftigte im medizinischen Sektor, etwa in Krankenhäusern, Praxen und Labors, haben sich seit dem Ausbruch im Februar mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie die Zeitung «La Repubblica» schrieb.

Eine Auflistung im Fachorgan «Quotidianosanita» nennt zudem die Zahl von mehr als 20 toten Krankenpflegern und -Pflegerinnen. Bisher gab es in Italien insgesamt rund 14'000 gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Der Zivilschutz hat mehr als 115'000 Corona-Infektionen registriert, wobei die tatsächliche Zahl nach Expertenschätzung womöglich zehnmal so hoch liegen dürfte.
epa08340318 A healthcare professional wearing protective suit and face masks at works at the Oglio Po Hospital, during the coronavirus emergency, in Casalmaggiore, northern Italy, 03 April 2020. Italy is under lockdown in an attempt to stop the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus causing the Covid-19 disease.  EPA/ANDREA FASANI
Für die hohen Ansteckungsraten beim medizinischen Personal werden in Italien mehrere Gründe genannt. Zum einen kamen anfangs viele Menschen ohne Covid-19-Befund in die Behandlung, so dass das Personal nichts vom Ansteckungsrisiko wusste. Später fehlte Schutzausrüstung. Ausserdem sind Ärzte und Schwestern besonders im Corona-Brennpunkt in Norditalien oft überarbeitet. (sda/dpa)
16:26
Mehr als 500'000 Corona-Infektionen in Europa erfasst
In Europa sind mittlerweile mehr als eine halbe Million Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Das ging am Freitag aus einer Auflistung des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hervor. Demnach gibt es in allen Ländern des Kontinents bislang insgesamt 511'005 bestätigte Infektionsfälle, davon die meisten in Italien (115'242), Spanien (110'238) und Deutschland (73'522). Auf Twitter sprach das ECDC am Freitag von rund 482'000 Infektionen bei fast 36'000 Todesfällen.

Allerdings rechnet die EU-Behörde dabei nur die Länder des Europäischen Wirtschaftsraums - das sind die Staaten der EU sowie Norwegen, Island und Liechtenstein - und das Ex-EU-Land Grossbritannien mit ein, nicht aber die Schweiz. Diese kommt laut ECDC-Auflistung auf mehr als 18'000 Fälle. Die Schweizer Regierung gibt die Zahl der Infizierten mit 19'303 an. Auch Russland (3548) und mehrere kleinere europäische Länder sind in der Zahl nicht enthalten. Es wird damit gerechnet, dass der Wert der EWR-Länder plus Grossbritannien am Samstag die Marke von 500'000 übersteigen wird.
In this photo taken on Wednesday April 1, 2020, Aid workers from the Spanish NGO Open Arms carry out coronavirus detection tests on the elderly at a nursing home in Barcelona, Spain. The initiative is part of a clinical trial led by doctors Oriol Mitja and Bonaventura Clotet, from the Lluita Foundation against AIDS and the Germans Trias Hospital, focused on cutting down virus transmission. Spain has seen Thursday a new record in virus-related fatalities that came as the country is seeing the growth of contagion waning, health ministry data showed placing Spain neck to neck with Italy, the country that saw the worst outbreak in Europe. The COVID-19 coronavirus causes mild or moderate symptoms for most people, but for some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness or death.(AP Photo/Santi Palacios)
Die tatsächliche Zahl der Infektionen geben die Statistiken nicht wieder, weil Experten für alle Länder von einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle ausgehen - etwa, weil die Testkapazitäten begrenzt sind und Infektionen mit mildem Verlauf nicht erkannt werden. (sda/dpa)
16:14
Drama um entlassenen Kapitän
Das Pentagon entliess gestern den Kapitän des US-Flugzeugträgers «USS Theodore Roosevelt». Kapitän Brett Crozier habe in der Krisensituation unnötige Panik erzeugt und schlechtes Urteilsvermögen gezeigt, begründete Marine-Staatssekretär Thomas Modly am Donnerstag die Entscheidung.

Modly kritisierte den an die Medien gelangten Brief, in dem der Kapitän die Zustände an Bord der «USS Roosevelt» in dramatischen Worten beschrieben hatte, als irreführend. Zwar seien unter der Besatzung des an der US-Basis auf der Pazifikinsel Guam liegenden Schiffs 114 Corona-Infektionen aufgetreten. Doch sei es in keinem dieser Fälle zu einer schweren Erkrankung gekommen, sagte der Staatssekretär.

In seinem Brief hatte der Kommandant eindringlich gefordert, die Besatzung von Bord zu holen. «Wir befinden uns nicht im Krieg. Es müssen keine Seeleute sterben», wurde er von US-Medien zitiert.

Nun sind Bilder aufgetaucht, wie Cozier den Flugzeugträger zum letzten Mal verliess. Offenbar handelte das Pentagon überhaupt nicht nach dem Willen der Besatzung. Denn diese versammelte sich und skandierte lautstark dessen Namen. (sda/cma)

15:51
Österreich spricht von Lockerung des Notbetriebs
Angesichts der jüngsten ermutigenden Entwicklung in der Coronakrise zeichnen sich in Österreich erste Lockerungen des bisherigen Notbetriebs ab. Die Regierung werde sich die Zahlen am Wochenende genau anschauen und am Montag über einen etwaigen späteren Stufenplan informieren, kündigte Kanzler Sebastian Kurz am Freitag vor dem Nationalrat an. «Wir werden bei diesen Schritten mit dem Handel beginnen.» Die Rückkehr zur Normalität werde auf jeden Fall schrittweise und behutsam erfolgen. Masken- und Abstandspflicht seien sicher Teil der neuen Konsumkultur. Die derzeitigen Massnahmen gelten mindestens bis zum 13. April.
epa08243939 Austrian Social Minister Rudolf Anschober speaks during a press statement after an Austrian emergency task force meeting in Vienna, Austria, 24 February 2020. The Austrian emergency task force was called up in Vienna due to the spread of the novel coronavirus in northern Italy.  EPA/FLORIAN WIESER
Eine als Horror-Szenario geltende Überlastung des Gesundheitswesens sei in nächster Zeit nicht zu befürchten, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Laut einer Prognose von Gesundheitsexperten soll die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen bis kommenden Freitag von aktuell rund 11'500 auf etwa 14'000 steigen. Erwartet werden etwa 800 bis 1200 Krankenhaus-Patienten und weniger als 300 Kranke, die intensivmedizinische Behandlung benötigen. Die Kapazitätsgrenzen wären damit bei weitem nicht erreicht.

In der Alpenrepublik ruht das öffentliche Leben bereits seit Mitte März, es wurden strengere Regeln ausgegeben als beispielsweise in der Schweiz. Zuletzt betrug die tägliche Steigerungsrate bei den Neuinfektionen vergleichsweise geringe rund fünf Prozent. (sda)
15:36
Deutscher Aussenminister: Fake News auch aus Russland
Fake-News-Kampagnen gegen die Europäische Union rund um das Coronavirus kommen nach Ansicht des deutschen Aussenministers Heiko Maas auch aus Russland. Die EU müsse sich mit vorsätzlich und organisiert verbreiteten Desinformationen - «auch aus der russischen Sphäre» - auseinandersetzen, sagte er am Freitag nach einer Videokonferenz mit seinen EU-Kollegen. «Wir haben uns darauf verständigt, dass wir die gesteuerte Verbreitung von Fake News viel offensiver bekämpfen wollen.»

Dabei sollten sich die EU-Saaten enger mit der EU-Kommission abstimmen, Dinge richtigstellen und über zweifelhafte Quellen aufklären, sagte Maas. Es sei nicht akzeptabel, dass einige politisch Kapital aus Krise schlagen wollten.
epa08340673 A Russian police officer wearing a protective face mask stands outside a migration control centre amid the ongoing coronavirus COVID-19 pandemic in St. Petersburg, Russia, 03 April 2020. Russia is granting additional 90 days to all foreign nationals who are staying in Russia on visa during the pandemic, regardless of the purpose of their visit.  EPA/ANATOLY MALTSEV
Besonders wichtig sei der transparente Umgang mit Fakten. So könne das Vertrauen der Bevölkerung behalten werden und Akzeptanz für Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie geschaffen werden. «Das dürfen wir uns nicht kaputtmachen lassen. Und deshalb werden wir gegen Desinformation noch weitaus offensiver vorgehen, als das bisher der Fall gewesen ist», sagte Maas.

Vor allem China und Russland wird vorgeworfen, in der Corona-Krise Desinformationen zu verbreiten. Die EU-Kommission hatte zuletzt beklagt, Kreml-nahe Medien würden das Narrativ einer unsolidarischen EU verbreiten und am Umgang mit der Pandemie scheitern. (sda)
15:09
Dortmunder Stadion wird zum Behandlungszentrum
Das Fussball-Stadion in Dortmund wird ab Samstag Behandlungszentrum gegen das Coronavirus sein. Die Nordtribüne des grössten Stadions in Deutschland wurde nach Angaben von Bundesligist Borussia Dortmund vom Verein und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe entsprechend umgebaut.
Stadium Stadion Dortmund Signal-Iduna-Park Borussia
«Unser Stadion ist das Aushängeschild der Stadt und für fast jeden in Dortmund und Umgebung ein Fixpunkt. Es ist durch seine technischen, infrastrukturellen und räumlichen Bedingungen der ideale Ort, um gerade jetzt Menschen zu helfen, die potenziell vom Corona-Virus infiziert sind beziehungsweise über entsprechende Beschwerden wie Atemwegserkrankungen und Fieber klagen», sagten die Dortmunder Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Carsten Cramer in einer Mitteilung. «Es ist unsere Pflicht und unser Wunsch, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um diesen Menschen zu helfen.» (sda)
14:58
Arbeitslosenquote in den USA steigt an
"For Sale By Owner" and "Closed Due to Virus" signs are displayed in the window of Images On Mack in Grosse Pointe Woods, Mich., Thursday, April 2, 2020. The coronavirus outbreak has triggered a stunning collapse in the U.S. workforce with 10 million people losing their jobs in the past two weeks and economists warn unemployment could reach levels not seen since the Depression, as the economic damage from the crisis piles up around the world. (AP Photo/Paul Sancya)
Die Arbeitslosenquote in den USA ist infolge der Corona-Krise deutlich angestiegen. Sie stieg von 3,5 Prozent im Vormonat auf 4,4 Prozent im März, wie die US-Regierung am Freitag mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten sei um 700'000 gesunken. Vor allem im Hotel- und Gastgewerbe machten sich die Auswirkungen der Epidemie demnach bemerkbar, allein dort fielen 460'000 Stellen weg.

Aufgrund einer verzögerten Erhebung der Statistik vermitteln die neuen Daten jedoch ein zu rosiges Bild. Die jüngste Zuspitzung am Arbeitsmarkt ist davon nur begrenzt widergegeben: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind seit Mitte März auf rund 10 Millionen in die Höhe geschnellt. Viele Experten gehen daher davon aus, dass die Arbeitslosenquote derzeit bereits bei etwa 10 Prozent liegen könnte. (awp/sda/dpa)
13:31
Rückholaktion für Europäer in Südafrika läuft
In Südafrika hat am Freitag die Rückholaktion für Tausende festsitzende europäische Touristen begonnen. Nach Angaben der deutschen Botschaft sollte jeweils ein Flugzeug am Abend um 22.00 Uhr von Johannesburg und Kapstadt aus mit rund 300 Passagieren an Bord Richtung Deutschland abheben.

Weitere sollen danach folgen. Der deutsche Botschafter Martin Schäfer hatte am Vortag von einer enormen logistischen Herausforderung in dem rund 1,2 Millionen Quadratkilometer grossen Land gesprochen. In den kommenden Tagen müssen die an verschiedenen Orten festsitzenden Urlauber trotz geltender Ausgangssperre zu Sammelpunkten gebracht werden, um dann per Bus zum Flughafen gefahren zu werden.

Südafrika hatte vor einer Woche mit der Umsetzung einer strikten Ausgangssperre im Kampf gegen das Coronavirus alle Landgrenzen geschlossen und auch den kommerziellen Flugbetrieb eingestellt. Die nun auszufliegenden Passagiere müssen zuvor negativ gestestet worden sein. Infizierte Urlauber müssen sich gemäss den Regeln Südafrikas in Quarantäne begeben und medizinische Behandlung suchen. (sda/dpa)
12:49
Holländer lassen Wohnwagen wegen Corona im Stall
Wegen der Corona-Krise lassen offensichtlich viele Niederländer ihre geliebten Wohnwagen länger als üblich im Winterquartier. Betreiber von Campingplätzen und Ferienparks litten bereits stark darunter, berichtete die Zeitung «Algemeen Dagblad».
15 Sätze, die wir heute während Italien – Holland NICHT hören werden
Was das Tristeste am kommenden Sommer sein wird: die holländischen Wohnwagen auf den italienischen Zeltplätzen
Einerseits dürften sie ihre Tore offenhalten, andererseits seien Kunden aber aufgerufen worden, sich fernzuhalten, beklagte der Direktor des niederländischen Branchenverbands der Wassersport- und Freizeitunternehmen, Geert Dijks.

Ein Aufruf von Ministerpräsident Mark Rutte an die Bevölkerung, keine Reisepläne für die diesjährigen Frühjahrsferien (25. April bis 3. Mai) zu machen, sei daher eine unklare Botschaft, sagte Dikjs der Zeitung. (sda/dpa)
12:38
Erneut mehr als 900 Corona-Tote binnen 24 Stunden in Spanien
Im stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien sind binnen 24 Stunden 932 neue Todesfälle in Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion registriert worden. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10 935, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Freitag mitteilte.

Es war der zweite Tag in Folge mit mehr als 900 und bereits der siebte in Serie mit mehr als 800 Toten in Spanien. Die Zahl nachgewiesener Neuinfektionen stieg um knapp 7500 auf fast 118 000. Gleichzeitig wurden den amtlichen Angaben zufolge fast 4000 Patienten, die wegen einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 an Covid-19 erkrankt waren, innerhalb eines Tages als geheilt entlassen.

Von den bisher mehr als 56 000 Infizierten, die in Spanien in Krankenhäusern behandelt werden mussten, sind damit bereits mehr als 30 000 Menschen wieder gesund. (sda/dpa)
12:17
Merkel kehrt nach Corona-Quarantäne ins Kanzleramt zurück
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Freitag nach zweiwöchiger Corona-Quarantäne ins Kanzleramt zurückgekehrt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, sie habe ihre Geschäfte wieder persönlich in der Regierungszentrale aufgenommen.

Selbstverständlich würden dort die bestehenden Abstandsregelungen beachtet. Gespräche mit anderen Regierungschefs führe sie per Telefon oder per Videoschalte. ««Jetzt geht die Arbeit wieder aus dem Kanzleramt weiter»», sagte Seibert.

Merkel hatte drei Corona-Test machen lassen, die alle drei negativ waren. Sie hatte aber zunächst die Dienstgeschäfte noch aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrgenommen, um die übliche zweiwöchige Quarantäne einzuhalten.

Merkel war dort seit dem 22. März, nachdem sie darüber unterrichtet worden war, dass sie am 20. März mit einem Arzt Kontakt hatte, der dann positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Der Mediziner hatte Merkel vorbeugend gegen Pneumokokken geimpft. (sda/dpa)
epa08332721 (FILE) - German Chancellor Angela Merkel gestures as she attends a joint press conference at the Chancellery in Berlin, Germany, 14 August 2019 (reissued  March 2020). Media reports state on 30 March 2020 that German Chancellor Merkel has tested negative to the novel coronavirus disease (COVID-19) for the third consecutive time. She went into self-quarantine on 22 March after learning that few days earlier she came into contact with a doctor reportedly infected with the infectious disease. Her office, however, was quoted as saying that despite the negative testing she would continue to work from home in the next few days, media added.  EPA/HAYOUNG JEON *** Local Caption *** 55395658
11:51
Mehr als 80'000 Corona-Nachweise in Deutschland – 1022 Tote
In Deutschland sind bis Freitagvormittag mehr als 80500 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Gegenüber dem Vortag entspricht dies einem Anstieg um 8,9 Prozent. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Besonders hohe Zahlen haben die grossen Länder Bayern mit mehr als 19'100 nachgewiesenen Fällen und mindestens 277 Toten und Nordrhein-Westfalen mit mehr als 18'500 Fällen und mindestens 220 Toten. Gerechnet auf 100'000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 146,5 die meisten Infektionen. Im deutschen Durchschnitt waren es 96,9.

Mindestens 1022 (Vortag Stand 10.15 Uhr: 879) mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. (sda/dpa)
11:29
Die US-Arbeitslosenzahlen im historischen Vergleich
10:55
Trump: kündigt neue Empfehlungen zu Gesichtsmasken an
Die US-Regierung will in Kürze landesweite neue Empfehlungen für das Tragen von Gesichtsmasken als Massnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus verkünden. Das sagte US-Präsident Donald Trump bei einem Briefing am Donnerstag (Ortszeit) in Washington, wie der US-Sender CNN berichtete.

Verbindlich solle ein Tragen der Masken aber nicht werden, betonte Trump demnach: «Amerikaner, die eine Gesichtsbedeckung tragen wollen, können das für sich selbst entscheiden.»

Ein führender Gesundheitsberater von Trumps Team warnte aber dem Bericht zufolge, Masken sollten die US-Amerikaner nicht in falscher Sicherheit wiegen. Vielmehr müssten weiterhin die Richtlinien für soziale Kontakte befolgt werden, um sich nicht zu infizieren oder das Virus weiterzugeben.
10:44
Israel erklärt Coronavirus-Hotspot zum Sperrgebiet
Israel hat die strengreligiöse Stadt Bnei Brak bei Tel Aviv wegen der massiven Ausbreitung des Coronavirus zum Sperrgebiet erklärt. Zeitgleich erliess die Regierung eine Notverordnung, wonach Bereiche mit einer hohen Anzahl von Coronavirus-Infizierten abgeriegelt werden können.

Dieser Schritt ermögliche es, das Betreten und Verlassen der Gebiete einzuschränken, sagte ein Sprecher von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am späten Donnerstagabend. Nach Medienberichten befürchtet die Regierung eine unkontrollierte Ausbreitung von Sars-CoV-2 in den dicht besiedelten religiösen Vierteln und Städten im Land, wo viele kinderreiche Familien leben.

Etwa zwölf Prozent der rund neun Millionen Einwohner sind nach Angaben des Israelischen Demokratie-Institutes strengreligiöse Juden. Laut Medienberichten gibt es die Annahme, knapp 40 Prozent der rund 200'000 Einwohner in Bnei Brak hätten sich mit dem Coronavirus infiziert. Bereits am Freitagmorgen hatten demnach mehr als 1000 Polizisten Dutzende Strassensperren an den Ein- und Ausgängen der Stadt errichtet.
10:11
Chinesische Stadt verbietet Verzehr von Hunden und Katzen
Vor dem Hintergrund des Coronavirus-Ausbruchs hat die südchinesische Stadt Shenzhen das Essen von Hunden und Katzen verboten. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, soll das Verbot ab dem 1. Mai gelten. Es ist Teil einer weitreichenderen Verordnung, die den Verzehr von Wildtieren untersagt. «Hunde und Katzen haben eine viel engere Beziehungen zum Menschen aufgebaut als alle anderen Tiere», hiess es in einer Erläuterung. Ein solches Verbot sei auch in Industrieländer sowie Hongkong und Taiwan gängige Praxis.

Da der Ursprung des Coronavirus auf einem Markt für Wildtiere in der zentralchinesischen Stadt Wuhan vermutet wird, hatte Chinas Zentralregierung Ende Januar angeordnet, dass der Handel mit Wildtieren untersagt werden soll. Städte und Provinzen haben daraufhin begonnen, Verbote in Kraft zu setzen. Die Verordnung in Shenzhen geht noch weiter und schliesst als erste chinesische Stadt auch Hunde und Katzen in das Verbot mit ein.

Anders als in westlichen Vorurteilen verbreitet, ist der Verzehr von Hunden und Katzen in China alles andere als Normalität. In Peking etwa findet man kaum ein Restaurant, das solches Fleisch im Angebot hat. Laut Umfragen haben nur eine Minderheit der Chinesen überhaupt schon einmal Hundefleisch gegessen. (sda/dpa)
9:39
Fast ein Drittel der Medis in der EU kommmen aus der Schweiz
Fast ein Drittel ihrer importierten Medikamente bezieht die EU aus der Schweiz. Zwar liefern die USA der EU fast ebenso viel Medizinalprodukte, aber die Schweiz verzeichnet einen grösseren Importüberschuss. 21 Prozent gegenüber einem US-Exportüberschuss von 1 Prozent.

32 Prozent ihrer Importe von Medizinalprodukten tätigt die EU aus der Schweiz und 31 Prozent aus den Vereinigten Staaten, wie eine neue Statistik des Statistischen Amts der EU Eurostat, vom Freitag zeigt. Während EU-Länder 11 Prozent ihrer Heilmittel-Exporte in die Schweiz liefern, sind es satte 32 Prozent in die USA. Die USA sind daher der wichtigste Handelspartner der EU für medizinische Produkte, gefolgt von der Schweiz.
9:17
«China ist der erste Markt, der wieder zurückkommt, und er boomt.»
Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler hat die Produktion in China wieder hochgefahren. «Unsere Produktionskapazitäten in China sind wieder zu 100 Prozent ausgelastet», sagte Unternehmenschef Thomas Oetterli gegenüber der NZZ.

Bei der Beschaffung von Komponenten gebe es keine Engpässe. «Alle unsere Lieferanten sind wieder zurück», sagte Oetterli weiter. Die Zulieferer seien mit Anschubfinanzierungen und Vorauszahlungen unterstützt worden und auch den Kunden sei man bei den Zahlungsfristen entgegengekommen und habe bei einigen Rabatte gewährt.

Schindler habe in den vergangenen Wochen in China bereits wieder einige grössere Aufträge gewonnen. «Es zahlt sich aus, dass wir als Familienunternehmen nicht den letzten Zehntel der Marge herausquetschen», so der CEO weiter. Die Wiederaufnahme der Bautätigkeit in China stottere jedoch noch etwas. Doch: «China ist der erste Markt, der wieder zurückkommt, und er boomt.»
8:51
Mit Lichtern gegen die Corona-Dunkelheit
FILE- In this March 30, 2019 file photo, Indian Prime Minister Narendra Modi gestures as he speaks during an election campaign rally of his Bharatiya Janata Party (BJP) in Along, Arunachal Pradesh, India. Modi on Sunday apologized to the country’s public for imposing the ongoing world's largest lockdown for three weeks, calling it harsh but “needed to win” the battle against coronavirus pandemic. (AP Photo/Anupam Nath, File)
Narendra Modi
Indiens Premier Narendra Modi (69) hat die Bürger seines Landes gebeten, am Samstagabend Lichter gegen die Dunkelheit der Coronavirus-Pandemie anzuzünden. Um 21 Uhr (Ortszeit/17.30 MEST) sollten sie neun Minuten lang mit Kerzen, Lampen oder Handytaschenlampen an ihren Türen oder auf den Balkonen stehen und gleichzeitig das Licht in ihren Häusern ausmachen, sagte der Hindu-Politiker bei einer Videoansprache am Freitag.

Modi betonte auch, dass die Leute die Distanz-Regeln einhalten müssten. In Indien herrscht eine dreiwöchige Ausgangssperre. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es im Land mit der zweitgrössten Bevölkerung der Welt nach China mehr als 2300 bestätigte Covid-19-Fälle, 56 Patienten sind an der Krankheit gestorben. Die tatsächliche Zahl der Infektionen dürfte jedoch laut mehreren Virologen um einiges höher sein, denn in Indien wird verhältnismässig wenig getestet. (sda/dpa)
8:16
«Es gibt erste Hinweise, dass bestimmte Medikamente zu helfen scheinen»
Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hofft, dass zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 bald auch zielgerichtete Medikamente eingesetzt werden können. «Es gibt erste Hinweise, dass bestimmte Medikamente zu helfen scheinen», sagte der CDU-Politiker in «Bild live».

Es gebe auch in Deutschland bereits eine Reihe von Studien, auch zu dem «alten Malaria-Mittel» Resochin (Wirkstoff Chloroquinphosphat) des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer. Es gebe aber auch weitere Medikamente, die helfen könnten.

Auf jeden Fall werde deutlich früher ein Medikament als ein Impfstoff auf dem Markt sein, sagte Spahn. Auch viele Experten vertreten diese Ansicht. «Die Impfstoffentwicklung ist noch mal herausfordernder. Das Malaria-Medikament kennen wir seit Jahren und Jahrzehnten. Da kennen wir Wirkungen und Nebenwirkungen», sagte Spahn. Diese Wirkungen und Nebenwirkungen müsse man nun neu für den Einsatz zur Behandlung von Coronavirus-Erkrankungen abwägen.

«Der Impfstoff ist eher eine Frage von mehreren Monaten als von wenigen Monaten.» Er wolle sich aber nicht festlegen, sagte Spahn.
5:39
Serbiens Regierung zieht Dekret zu Corona-Berichterstattung zurück
Serbian Prime Minister Ana Brnabic speaks during a press conference after talks with her Macedonian counterpart Zoran Zaev at the Serbia Palace in Belgrade, Serbia, Tuesday, Nov. 21, 2017. Zaev is on a two-day official visit to Serbia. (AP Photo/Darko Vojinovic)
Die Regierung in Serbien hat ein Dekret zurückgezogen, durch das die Freiheit der Medien in der Berichterstattung über die Coronavirus-Epidemie stark eingeschränkt worden war. Ministerpräsidentin Ana Brnabic räumte am Donnerstag im staatlichen Fernsehsender RTS ein, dass sie mit dem Erlass einen «Fehler» begangen habe.

Das Dekret hatte Kritik bei der Opposition und Nichtregierungsorganisationen ausgelöst, nachdem es zur Festnahme einer Journalistin geführt hatte. Der am Mittwoch in Kraft getretene und nun wieder zurückgezogene Erlass sah vor, dass nur der Corona-Krisenstab unter Leitung der Regierungschefin Zahlen zur Ausbreitung des neuartigen Virus im Land verbreiten und über die ergriffenen Gegenmassnahmen informieren durfte.

Noch am Mittwoch wurde aufgrund des Dekrets in Novi Sad die Journalistin Ana Lalic festgenommen, die für das Portal nova.rs arbeitet. Sie hatte einen Artikel über die schlechten Arbeitsbedingungen und den Mangel an Ausrüstung in einer Klinik der nordserbischen Stadt geschrieben. Lalic kam am Donnerstagmorgen wieder auf freien Fuss. In Serbien wurden bis Donnerstag knapp 1200 Corona-Infektionsfälle und 31 Todesoper der Pandemie gezählt. (sda/afp)
4:39
Peru ergreift ungewöhnliche Mittel gegen Coronavirus
Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen begrenzt Peru die Ausgehzeiten für Männer und Frauen. Wie der peruanische Präsident Martin Vizcarra sagte, dürfen Männer und Frauen ihre Häuser nur an bestimmten Tagen, getrennt nach Geschlecht, verlassen.

So dürften Montags, Mittwochs und Freitags nur Männer nach draussen gehen, um sich zu versorgen. Frauen dürften dann Dienstag, Donnerstag und Samstag ausgehen. Sonntags dürfe niemand das Haus verlassen. «Wir müssen dafür sorgen, dass weniger Menschen täglich auf der Strasse sind», sagte Vizcarra.

Vizcarra kündigte an, dass Polizisten und Soldaten besondere Instruktionen erhalten sollten, um die Rechte von Transsexuellen und Homosexuellen zu respektieren. In Peru wurden bis Donnerstag insgesamt 1414 Corona-Infektionsfälle verzeichnet. Die offizielle Zahl der Todesopfer der Pandemie lag in dem südamerikanischen Land bei 55.
4:21
Wuhan trifft Vorbereitungen gegen zweite Corona-Welle
epa08338268 A man wearing a protective face mask rides a bicycle next to a security fence surrounding territory of Wuhan University, in Wuhan, China, 02 April 2020. Many students in Wuhan's universities are still being lockdown and cannot leave the territories of their universities. Wuhan, the epicenter of the coronavirus outbreak, partly lifted the lockdown allowing people to enter the city after more than two months. According to Chinese government figures over 2,500 people have died of Covid-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus in Wuhan since the outbreak began.  EPA/ROMAN PILIPEY
Hohe Funktionäre fordern die Einwohner der chinesischen Millionenmetropole Wuhan auf, ihre Schutzmassnahmen zu verstärken und zu Hause zu bleiben. Wuhan ist das Epizentrum der Epidemie. Dort war die Lungenkrankheit zuerst ausgebrochen.

Auf dem Festland Chinas sind die täglichen Fallzahlen seit dem Höhepunkt der Krise im Februar zwar stark zurückgegangen, so dass Peking die Industrien des Landes wieder hochfahren konnte.

Die Funktionäre sind jedoch besorgt über die Gefahr einer so genannten zweiten Welle, da jeden Tag Dutzende neue Covid-19-Fälle mit Reisenden aus Übersee gemeldet werden. Unterdessen wird China am Samstag eine nationale Trauerfeier für «Märtyrer» abhalten, die im Kampf gegen die Epidemie gestorben sind, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua weiter berichtet.

Hongkong seinerseits schliesst Bars und Lokale für zwei Wochen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Bei Verstössen drohen bis zu sechs Monate Gefängnis und eine Geldstrafe, teilte die Regierung der Finanzmetropole in einer Erklärung mit. Alkohol werde weiterhin in Supermärkten und Lebensmittelläden erhältlich sein. (sda)
3:59
1169 Tote in einem Tag – trauriger Rekord in den USA
n den USA ist die bislang weltweit höchste Zahl von Todesfällen durch das neuartige Coronavirus binnen 24 Stunden innerhalb eines Landes verzeichnet worden.

Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore wurden zwischen Mittwoch 20.30 Uhr US-Ostküstenzeit und der gleichen Uhrzeit am Donnerstagabend 1169 weitere Todesfälle registriert. Der traurige Rekord war bislang von Italien mit 969 verzeichneten Corona-Toten am 27. März gehalten worden.

Insgesamt zählte die Johns-Hopkins-Universität bis Donnerstagabend 5926 Todesopfer in den USA. Laut den Prognosen der US-Regierung könnten in den USA zwischen 100'000 und 240'000 Menschen an der von dem Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 sterben.

Die weltweit meisten verzeichneten Todesopfer der Pandemie gibt es aber weiterhin in Italien, gefolgt von Spanien und den Vereinigen Staaten. In Italien zählte die Johns-Hopkins-Universität 13'915 Corona-Tote, in Spanien 10'003.
2:54
US-Regierung will Kosten für Nicht-Krankenversicherte übernehmen
Millionen Amerikaner ohne Krankenversicherung sollen nach dem Willen des Weissen Hauses nicht für eine Behandlung wegen einer etwaigen Covid-19-Behandlung bezahlen müssen.

US-Vizepräsident Mike Pence sagte am Donnerstagabend im Weissen Haus: «Wir wollen, dass kein Amerikaner sich Sorgen machen muss darüber, einen Test oder eine Behandlung zu bekommen.»

Präsident Donald Trump habe die Coronavirus-Arbeitsgruppe im Weissen Haus angewiesen, Wege zu finden, wie die Regierung für Behandlungen der rund 30 Millionen nicht krankenversicherten Amerikaner bezahlen könne. Man arbeite an einem Vorschlag für Trump, wie Coronavirus-Hilfsgelder dafür verwendet werden könnten, die Krankenhäuser direkt zu bezahlen. (sda/dpa)
1:56
Klopapier war gestern – Spanier horten jetzt Wein, Bier und Schokolade
Toilettenpapier ist in Spanien out. Die Regale in den Supermärkten sind voll. Dafür horten die Spanier jetzt allem Anschein nach Bier und Wein, Oliven, Kartoffelchips und Schokolade.

Oder sie konsumieren zur Bewältigung der strikten Ausgangssperre, die wegen der Corona-Krise seit dem 15. März im ganzen Land gilt, grössere Mengen dieser Produkte. Viel, viel grössere Mengen. Nach einer Studie der Fachzeitschrift «Inforetail» kauften die Spanier vorige Woche fast 80 Prozent mehr Bier sowie gut 60 Prozent mehr Wein als in der Vorwoche.

Bei den Oliven hätten sich die Verkaufszahlen bei einem Plus von fast 94 Prozent sogar fast verdoppelt. Hochkonjunktur haben auch Kartoffelchips, Schokolade, Speiseeis und Anchovis – mit Anstiegen zwischen 76 und 87 Prozent. Die Spanier, die in normalen Zeiten überall für volle Barterrassen sorgen, bauten «sich jetzt zu Hause ihre eigene Bar», kommentierte die Zeitung «El País».

Olga Castanyer hat eine Erklärung für das sich ändernde Kaufverhalten der Spanier: die Beklemmung, die das Virus und das strikte Ausgangsverbot verursachen. «Man isst keine Steaks, wenn man viel Stress hat. Der Körper verlangt in so einer Situation nach Zucker und Fett», wurde die Psychologin von «El País» zitiert. Sie räumt ein: «Auch ich verabrede mich jetzt über Skype mit meinen Freundinnen, um ein paar Bierchen zu trinken.» (sda/dpa)
1:24
Grosse Mehrheit findet staatliche Eingriffe richtig
Die grosse Mehrheit der Menschen in Europa und den USA hält laut einer Umfrage die staatlichen Eingriffe im Kampf gegen das Coronavirus für richtig. 85 Prozent finden sie ausreichend oder wünschen sich sogar stärkere Beschränkungen.

Das geht aus einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Zeitung «Die Welt» (Freitag) in acht europäischen Ländern und den USA hervor. In Deutschland halten 44 Prozent die Massnahmen für ausreichend. Sogar strengere Massnahmen fordern 41 Prozent. Für weniger Massnahmen sprechen sich 7 Prozent aus.

Auch in den besonders stark betroffenen europäischen Ländern, Spanien (92 Prozent), Italien und Frankreich (90 Prozent) ist die Zustimmung sehr hoch. Im Kampf gegen das Coronavirus haben derzeit zahlreiche Regierungen teils weitgehende Beschränkungen des öffentlichen Lebens erlassen. (sda/dpa)
0:58
Trump zum zweiten Mal negativ getestet
President Donald Trump speaks about the coronavirus in the James Brady Press Briefing Room of the White House, Thursday, April 2, 2020, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon)
Donald Trump
US-Präsident Donald Trump ist ein zweites Mal negativ auf das Coronavirus getestet worden. Trump sagte am Donnerstagabend (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weissen Haus, er habe sich einem neuen Schnelltest «vor allem aus Neugier» unterzogen.

Er habe sehen wollen, wie lange ein Ergebnis dauere. Das Resultat habe innerhalb von «14 oder 15 Minuten» vorgelegen. Der Test selbst habe «buchstäblich eine Minute» gedauert und sei deutlich angenehmer als die erste Untersuchung gewesen. Auch das Weisse Haus veröffentlichte das negative Testergebnis.
23:56
Zu viele Tote: Grösstes Krematorium in Mailand geschlossen
Die Coronavirus-Pandemie hat in Italien auch dramatische Auswirkungen auf die Leichenbestattung. Die Stadt Mailand schloss am Donnerstag ihr grösstes Krematorium wegen Überlastung bis Ende April.

Dieser Schritt sei wegen der überwältigenden Zahl an Leichen, die noch nicht eingeäschert worden seien, nötig, teilte der Stadtrat mit. Zuletzt habe es einen stetigen und zunehmenden Anstieg bei den Verstorbenen gegeben, die eingeäschert werden sollen.

Die Wartezeit im Crematorio di Lambrate habe nunmehr 20 Tage erreicht, hiess es auf der Website des Stadtrats von Mailand. Eine längere Wartezeit sei aufgrund hygienisch-gesundheitlicher Probleme nicht verantwortbar. Unklar blieb, wie viele Leichen noch eingeäschert werden müssen.
21:43
Millionengrenze überschritten
Die Zahl der offiziell bestätigten Infektionsfälle mit dem Coronavirus ist weltweit auf mehr als eine Million gestiegen. Bis Donnerstagabend infizierten sich mindestens 1'000'036 Menschen in fast 190 Ländern mit dem Erreger Sars-Cov-2.

Das ergab eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf der Basis von Behördenangaben. Den Angaben zufolge starben weltweit bereits mindestens 51'718 Menschen, fast drei Viertel davon in Europa. Am schlimmsten betroffen sind dort Italien und Spanien.

In den meisten Ländern werden nur Menschen mit starken Symptomen auf das Coronavirus getestet. Die offiziell gemeldeten Infektionszahlen dürften daher nur einem Bruchteil der tatsächlichen Fälle entsprechen. (abu/sda/afp)
A patient is brought into the emergency unit of the Verdun Hospital, Thursday April 2, 2020 in Montreal. The hospital has seen a sharp spike in the number of COVID-19 cases among patients and staff. (Ryan Remiorz/The Canadian Press via AP)
21:20
Mexikos Strände machen zu
Mexiko schliesst wegen der Corona-Pandemie seine Strände. Entsprechende Verordnungen traten ab Donnerstag nach und nach in Orten wie Cancún und Acapulco in Kraft.

Zuvor hatten sich die Regierungen der Bundesstaaten am Mittwochabend (Ortszeit) Medienberichten zufolge mit dem nationalen Gesundheitsministerium darauf verständig. Das Ministerium habe auch die Hotels angewiesen, sie müssten schliessen, twitterte der Gouverneur von Baja California Sur, Carlos Mendoza.

Mexiko hatte am Montag einen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Nicht unbedingt notwendige Aktivitäten sollen zunächst bis zum 30. April eingestellt werden, Versammlungen von mehr als 50 Menschen sind verboten. Verbindliche Ausgangsbeschränkungen gibt es aber nicht. Flughäfen, Geschäfte und Restaurants bleiben offen. (abu/sda/dpa)
epa08317118 A photo taken using a drone shows a beach in Cancun, in the state of Quintana Roo, Mexico, 23 March 2020. The Mexican Caribbean has been struggling with severe economic losses as the number of tourists dropped amid the ongoing coronavirus pandemic.  EPA/LOURDES CRUZ
21:19
Weltbank stellt bis zu 160 Milliarden Dollar gegen Pandemie bereit
Die Weltbank stellt bis zu 160 Milliarden Dollar für Massnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie bereit. Das Geld soll über die 15 kommenden Monate für den Umgang mit den gesundheitlichen Folgen der Pandemie und für eine Unterstützung der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden.

Die Weltbank wolle die Fähigkeit von Schwellen- und Entwicklungsländern stärken, mit der Pandemie umzugehen, und die Dauer einer wirtschaftlichen und sozialen Erholung verkürzen, erklärte Weltbank-Chef David Malpass. «Die ärmsten und verletzlichsten Länder werden vermutlich am härtesten getroffen.»

Von der ersten Tranche der Hilfen sollen rund eine Milliarde Dollar an Indien gehen, 200 Millionen Dollar an Pakistan und 100 Millionen Dollar an Afghanistan. 82 Millionen Dollar sind für Äthiopien vorgesehen. (abu/sda/afp)
21:04
Grand Canyon geschlossen
Wegen der Coronavirus-Pandemie ist seit Donnerstag auch der Grand Canyon Nationalpark im US-Bundesstaat Arizona geschlossen. Dies geschehe zum Schutz von Besuchern, Mitarbeitern und Anwohnern, teilte die Parkverwaltung mit.

Mit knapp 6 Millionen Touristen im Jahr gehört der Naturpark mit spektakulären Aussichtspunkten über die tiefe Schlucht und mit Wanderwegen in den Canyon des Colorado River zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in den USA.

Zuvor hatte die Nationalpark-Behörde schon andere Naturparks geschlossen, darunter Yellowstone im US-Staat Wyoming und Joshua Tree sowie den Yosemite-Nationalpark in Kalifornien. (abu/sda/dpa)
This Sept. 12, 2013 photo released by the Grand Canyon National Park Service, shows a National Historical Landmark plate overlooking the east end of the Grand Canyon, Ariz. Two commercial airplanes, United Flight 718 and TWA Flight 2 crashed on June 30, 1956 over the Grand Canyon, killing all 128 people aboard in one of the deadliest aviation disasters in the U.S. On Tuesday, July 8, 2014, the Grand Canyon National Park will mark the designation of the crash site as a National Historic Landmark in a ceremony overlooking the gorge where the wreckage was scattered over 1.5 square miles. (AP Photo/Grand Canyon National Park Service)
20:30
Patriots-Jet holt 1,7 Millionen Masken aus China in USA
Das Flugzeug des American-Football-Teams New Englands Patriots bringt 1,7 Millionen Schutzmasken aus China in die USA. Teameigentümer Robert Kraft hatte auf einen Hilferuf von Massachusetts' Gouverneur Charlie Baker reagiert, um den Transport der medizinischen N95-Schutzmasken gegen das Coronavirus mit dem Privatjet schnell zu organisieren.

1,4 Millionen der Masken sollen an Spitäler in Massachusetts gehen, die restlichen 300'000 nach New York geliefert werden. (abu/sda/dpa)
epa08338931 A handout photo made available by the New England Patriots' team shows workers loading more than one million N95 masks into the New England Patriots team plane in Shenzhnen, China, 02 April 2020. According to media reports, quaratine rules were lifted for the crew on the condition they remain on the plane and the plane only stayed for a few hours during the loading before heading back to Boston, Massachusetts, USA where it will land later in the day on 02 April 2020.  EPA/NEW ENGLAND PATRIOTS HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
20:29
Mindestens 880 Corona-Tote in französischen Altersheimen
Mehr als 880 Menschen sind seit Beginn der Coronavirus-Pandemie in Frankreich in sozialen Einrichtungen wie Altersheimen an der Covid-19-Krankheit gestorben.

Diese Zahl sei jedoch nur vorläufig, da noch nicht alle Institutionen genaue Zahlen hätten vorlegen können, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Donnerstagabend. Es ist das erste Mal, dass die französischen Behörden die Zahl der ausserhalb von Krankenhäusern gestorbenen Covid-19-Patientinnen und -Patienten angeben.

Hinzu kommen mehr als 4500 Menschen, die in Krankenhäusern gestorben sind. Das sind 471 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden - diese Zahl ist im Vergleich zum Vortag etwas rückläufig. Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen liegt in Frankreich bei mehr als 59'000. Fast 6400 Menschen werden auf der Intensivstation behandelt. (abu/sda/dpa)
Men take a rest in the "Aurore" center for homeless and migrants in Paris, Thursday, April 2, 2020. Despite the confinement period in a bid to brake the spread of the Covid-19, the association Aurore continues to distribute foods and to support precarious people. The new coronavirus causes mild or moderate symptoms for most people, but for some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness or death. (AP Photo/Francois Mori)
20:12
London will Zahl der Coronavirus-Tests auf 100'000 pro Tag erhöhen
Die britische Regierung will bis Ende des Monats ihre Kapazitäten für Coronavirus-Tests auf 100'000 am Tag erhöhen. Das sagte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Donnerstagabend bei einer Pressekonferenz in London.

Die Zahl beziehe sich auf alle Arten von Tests, so Hancock. Die Ankündigung traf bei Journalisten jedoch auf Skepsis, weil die Bemühungen, mehr Tests durchzuführen, bisher nur schleppend anliefen.

Bislang liegt Grossbritannien mit der Zahl der Tests weit hinter anderen Ländern. Die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 stieg im Vereinigten Königreich am Donnerstag um 569 auf 2921 an. Knapp 34'000 Menschen waren nachweislich mit dem Virus infiziert. Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte allerdings sehr viel höher sein. (abu/sda/dpa)
epa08336997 Nicola Sturgeon (rear, C), First Minister of Scotland during a Scottish Parliament session at Holyrood for the First Mi?nister's statement on the coronavirus pandemic, in Edinburgh, Scotland, Britain, 01 April 2020. Countries around the world implemented measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus that causes the COVID-19 disease.  EPA/FRASER BREMNER / SCOTTISH DAILY MAIL / POOL
20:07
WHO: Auch Kinder können sich infizieren
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bekräftigt, dass sich auch Kinder mit dem Coronavirus infizieren und schwer an der von ihm ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erkranken können. «Die Annahme, dass Covid-19 nur ältere Menschen betrifft, ist faktisch falsch», sagte der Regionaldirektor Europa der WHO, Hans Kluge, am Donnerstag in Kopenhagen.

Alter sei bei einer Corona-Infektion nicht das einzige Risiko, das zu einem schweren Krankheitsverlauf führen könne, betonte Kluge. Weltweit habe es mehrere Fälle von jungen Coronavirus-Infizierten gegeben, deren Erkrankung einen schweren Verlauf genommen hätten. Einige von ihnen seien sogar an den Folgen ihrer Infektion gestorben.

Kluge betonte, dass das Risiko eines schweren Infektionsverlaufs bei «Menschen, die gesund altern» geringer sei. «Es gibt Berichte über Menschen von mehr als hundert Jahren, die wegen Covid-19 ins Krankenhaus gebracht wurden und seither komplett genesen sind.» (abu/sda/afp)
Tyler Peoples, left, and Jason Horn, of the Springs Rescue Mission, set up cots in the City Auditorium, Wednesday, April 1, 2020, as the Colorado Springs, Colo., rescue mission sets up an isolation shelter for homeless people with symptoms of the COVID-19 virus, or who are discharged from hospitals after having been treated for it. The shelter, which opens Wednesday night, will hold up to 100 people. (Christian Murdock/The Gazette via AP)
20:04
Iranischer Parlamentspräsident mit Coronavirus infiziert
Der einflussreiche iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Der Politiker habe Symptome der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gezeigt und sei deshalb getestet worden, berichtete am Donnerstag das staatliche Fernsehen auf seiner Internetseite.

Der Test sei positiv ausgefallen, der 62-Jährige befinde sich in Quarantäne und werde behandelt.

Iran ist eines der am härtesten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder der Welt. Laut am Donnerstag veröffentlichten offiziellen Zahlen haben sich inzwischen schon mehr als 50'000 Menschen mit dem infiziert, 3160 Menschen starben. Auch mehrere Politiker steckten sich bereits an, darunter mehr als 20 Parlamentsabgeordnete. (abu/sda/afp)
epa08339207 (FILE) - Speaker of the Iranian Parliament Ali Larijani arrives for a press conference in Tehran, Iran, 01 December 2019 (reissued 02 April 2020). According to Iranian media reports, Larijani has tested positive for the pandemic COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus.  EPA/ABEDIN TAHERKENAREH
18:44
760 Tote innerhalb von 24 Stunden in Italien
In Italien ist am Donnerstag erneut die Zahl der Coronavirus-Todesopfer gestiegen. Jene der Neuinfizierten blieb stabil, was Experten optimistisch stimmt. Die Zahl der Coronavirus-Toten innerhalb von 24 Stunden kletterte um 760 auf insgesamt 13'915 Opfer, teilte der Zivilschutz mit.

Die Zahl der Infizierten in Italien stieg von 80'572 auf 83'049. Die Zahl der Patienten auf der Intensivstation lag bei 4053 Personen. 50'456 positiv getestete Patienten befanden sich in Heimisolierung (61 Prozent aller Infizierten). 18'278 Personen sind inzwischen genesen. (abu/sda/apa)
epa08337439 A general view of health workers outside the premises of the Courtyard hotel by Marriott Rome Central Park, which has been made operational and available for the transfer of discharged patients infected with the coronavirus disease (COVID-19) who cannot quarantine at home, in Rome, Italy, 01 April 2020. According to media reports, the hotel is temporarily making its rooms available to accommodate COVID-19 patients who have been discharged from nearby coronavirus-dedicated hospitals and that have to be monitored.  EPA/RICCARDO ANTIMIANI
Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

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