International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this Aug. 14, 2017 file photo, Libyan militia commander General Khalifa Hifter meets with Russian Foreign Minister Sergei Lavrov in Moscow, Russia. The U.N. chief says he's worried about a major armed showdown in Libya and is urging warring factions to instead turn to dialogue. Forces loyal to Hifter, who commands the self-styled Libya National Army that's based in the country's east, took control overnight Wednesday April 3, 2019, of the town of Gharyan, 50 kilometers (31 miles) from Tripoli, without major clashes. (AP Photo/Ivan Sekretarev, File)

General Chalifa Haftar bei einem Treffen mit dem russischen Aussenminister. Bild: AP/AP

Eskalation der Gewalt: Abtrünniger General steht 27 Kilometer vor Tripolis



Die Truppen des abtrünnigen libyschen Generals Chalifa Haftar sind auf weniger als 30 Kilometer von der Hauptstadt Tripolis vorgerückt. Einheiten der sogenannten Libyschen Nationalen Armee (LNA) bezogen am Donnerstagabend an einer Strassensperre 27 Kilometer von Tripolis entfernt Stellung.

Dies berichteten westliche Journalisten von vor Ort in der Nacht auf Freitag. LNA-General Abdessalem al-Hassi sagte, der Kontrollposten sei ohne Gefechte eingenommen worden.

Vor Ort befanden sich mindestens 15 Pickups mit Luftabwehrgeschützen und dutzende Männer in Militäruniformen. Derweil kündigte die Tripolis Protection Force, ein Bündnis von Milizen der Hauptstadt, auf Facebook einen Einsatz an, um das Vorrücken der Libyschen Nationalen Armee zu stoppen. Nähere Angaben machte das Bündnis aber nicht.

Weltgemeinschaft besorgt

Haftar hatte seinen Truppen am Donnerstag befohlen, in Richtung der Hauptstadt Tripolis vorzurücken, wo die international anerkannte Regierung des nordafrikanischen Krisenstaates ihren Sitz hat. Bereits am Mittwochabend hatte die LNA angekündigt, sich auf eine Offensive im Westen des Landes vorzubereiten, um die Region von «Terroristen und Söldnern» zu säubern.

Die Ankündigung löste international Besorgnis aus. Die USA und mehrere Verbündete warnten vor einer militärischen Eskalation und drohten mit Konsequenzen.

Der Uno-Sicherheitsrat wird sich am heutigen Freitag hinter verschlossenen Türen mit der Lage in Libyen befassen. Die Sitzung wurde auf Antrag Grossbritanniens einberufen, wie Diplomaten sagten.

epa03728251 (FILE) A file picture dated 10 June 2009 shows former Libyan leader Muammar Gaddafi's disembarking from an airplane after its arrival in Ciampino's military airport near Rome, Italy. Media reports on 02 June 2013 state that South African officials are investigating claims that ex-Libyan leader Muammar Gaddafi and his family have hidden 701 million euros or 1 billion US dollars of assets in the country.  EPA/ALESSANDRO DI MEO *** Local Caption *** 50085066

Der ehemalige Machthaber Libyens: Muammar al-Gaddafi. Bild: EPA

Seit dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 herrscht in dem nordafrikanischen Land Chaos. Die Regierung in Tripolis ist schwach und hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle. Haftar unterstützt mit seinen Truppen eine Gegenregierung, die im Osten Libyens herrscht.

In this Friday, Nov. 30, 2018, photo, a migrant from Senegal sits on the deck of a the Nuestra Madre de Loreto Spanish fishing vessel carrying 12 migrants rescued off the coast of Lybia. One of the migrants was evacuated by helicopter for medical reasons. (AP Photo/Javier Fergo)

Die EU stoppte ihren Einsatz vor der Küste Libyens im März. Bild: AP/AP

Libyen hat sich zu einem der wichtigsten Transitländer von Migranten auf dem Weg nach Europa entwickelt. Von der libyschen Mittelmeerküste legen immer wieder Boote mit Flüchtlingen ab. Die EU hatte Ende März erklärt, sie stoppe ihren Marineeinsatz vor Libyens Küste, mit dem Schleuser aufgehalten werden sollen. Die Mitgliedstaaten konnten sich nicht auf ein System zur Verteilung geretteter Migranten einigen. (leo/sda/afp)

Die Flucht übers Mittelmeer

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

So gefährlich sind die Trump-Terroristen

Es gibt geschätzte 15 Millionen gewaltbereite Trump-Anhänger in den USA. Das sind die wichtigsten Gruppierungen.

Als Michael Cohen, Trumps Ex-Anwalt, bei einem Hearing im Kongress auftrat, erklärte er, dass sein ehemaliger Chef niemals direkte Befehle erteile. Stattdessen gebe Trump vage Anweisungen, deren Bedeutung jedoch allen klar sei.

Im Englischen nennt man dies «dog whistle». Wie bei der Hundepfeife werden die Signale von denen verstanden, die sie verstehen müssen.

Eine der bekanntesten verschlüsselten Botschaften an seine Fans war Trumps berüchtigte Birther-Kampagne gegen Barack Obama. Seine …

Artikel lesen
Link zum Artikel