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Venezuelans wait in line to cross into Colombia through the Simon Bolivar bridge in San Antonio del Tachira, Venezuela, Sunday July 17, 2016. Tens of thousands of Venezuelans crossed the border into Colombia on Sunday to hunt for food and medicine that are in short supply at home. It's the second weekend in a row that Venezuela’s government has opened the long-closed border connecting Venezuela to Colombia. (AP Photo/Ariana Cubillos)

Venezolaner stehen Schlange an der Grenze zu Kolumbien.
Bild: Ariana Cubillos/AP/KEYSTONE

Über 100'000 Venezolaner überqueren für Einkauf Grenze zu Kolumbien



Die vorübergehende Öffnung der Grenze zu Kolumbien hat einen wahren Ansturm von Menschen aus dem Krisenstaat Venezuela ausgelöst. Im Verlauf des Wochenendes passierten nach Behördenschätzung mehr als 100'000 Venezolaner den Grenzfluss.

Sie wollten sich vor dem Hintergrund von Venezuelas schwerer Versorgungskrise im Nachbarland mit Lebensmitteln und Arzneien eindecken. Kolumbiens Verteidigungsminister Luis Carlos Villegas kündigte die Entsendung eines Transportkonvois in die Grenzstadt Cúcuta an, um die Läden dort mit Waren aufzustocken.

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hatte am Samstag den Grenzübergang für eine befristete Zeit freigegeben. Venezolaner konnten dann mit einem Personalausweis die beiden Brücken ins Nachbarland Kolumbien überqueren. Die venezolanische Nationalgarde und Soldaten beider Staaten waren im Einsatz, um die Menschenmengen zu kanalisieren.

A man peaks over the crowd waiting to cross the border into Colombia through the Simon Bolivar bridge in San Antonio del Tachira, Venezuela Sunday July 17, 2016. Tens of thousands of Venezuelans crossed the border into Colombia on Sunday to hunt for food and medicine that are in short supply at home. It's the second weekend in a row that Venezuela’s government has opened the long-closed border connecting Venezuela to Colombia. (AP Photo/Ariana Cubillos)

Grosser Andrang bei der Grenzbrücke in San Antonio del Tachira. Bild: Ariana Cubillos/AP/KEYSTONE

Der Ansturm zeugt vom Ausmass der Versorgungskrise in Venezuela. In dem Land sind Mittel zur Grundversorgung knapp, die Menschen beschaffen sich in Kolumbien unter anderem Reis, Zucker, Mehl, Toilettenpapier und Speiseöl.

Grenze seit einem Jahr geschlossen

Das südamerikanische Land ist extrem abhängig von seinen Einnahmen aus dem Öl-Export. Seit dem Verfall der Ölpreise steckt Venezuela in einer schweren Wirtschaftskrise. Die Opposition macht Misswirtschaft des sozialistischen Präsidenten für die Misere verantwortlich.

Maduro hatte im August 2015 die Schliessung der Grenze zu Kolumbien angeordnet. Zuvor waren bei einem Angriff mutmasslicher kolumbianischer Ex-Paramilitärs gegen eine venezolanische Armeepatrouille drei Menschen verletzt worden, was zu Spannungen zwischen beiden Ländern führte. (sda/afp)

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