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epa07343464 A handout photo made available by the Emirates Ministry of Presidential Affairs shows HH Sheikh Mohamed bin Rashid Al Maktoum, Vice-President, Prime Minister of the UAE, Ruler of Dubai and Minister of Defence (C), His Holiness Pope Francis, Head of the Catholic Church (R) and His Eminence Dr Ahmad Al Tayyeb, Grand Imam of the Al Azhar Al Sharif (L), arrive at the Human Fraternity Meeting, at The Founders Memorial, in Abu Dhabi, United Arab Emirates, 04 February 2019. Pope Francis is on three-day visit to the UAE, making him the first pontiff to visit an Arab Gulf state.  EPA/MOHAMED AL HAMMADI HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Papst Franziskus ist zu Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten. 
Bild: EPA/MINISTRY OF PRESIDENTIAL AFFAIRS

Historischer Besuch des Papstes in den Vereinigten Arabischen Emiraten



Papst Franziskus hat bei seinem historischen Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten von allen Religionen mehr Einsatz gegen Terror, Kriege und Ungleichheit gefordert.

Er unterzeichnete mit dem Grossimam der islamischen Al-Azhar-Universität von Kairo eine Erklärung, die sich klar gegen Gewalt und Terrorismus wendet. Gott wolle nicht, dass sein Name benutzt werde, «Menschen zu terrorisieren», hiess es darin. Franziskus ist der erste Papst in der Geschichte, der die Arabische Halbinsel besucht.

Die Religionen hätten in «dieser heiklen geschichtlichen Situation eine Aufgabe, die nicht mehr aufgeschoben werden kann: einen aktiven Beitrag zur Entmilitarisierung des menschlichen Herzens zu leisten», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei der interreligiösen Konferenz in Abu Dhabi am Montag. «Krieg schafft nichts als Elend, Waffen nichts als Tod.»

epa07343439 Pope Francis (R) and Grand Sheikh Ahmed el-Tayeb (L), the head of Al-Azhar, the Sunni Muslim world's premier Islamic institution, prior the meeting with the members of Muslim Council of Elders in the Courty Sahan at Grand Mosque of Sheik Zayed, in Abu Dhabi, United Arab Emirates, 04 February 2019. Pope Francis is on three-day visit to the UAE, making him the first pontiff to visit an Arab Gulf state.  EPA/LUCA ZENNARO

Noch nie hat ein Papst die Emirate besucht.  Bild: EPA/ANSA

Die Zeit sei gekommen, «dass die Religionen sich aktiver, mutig, kühn und aufrichtig dafür einsetzen, der Menschheitsfamilie zu helfen, ihre Fähigkeit zur Versöhnung, ihre Vision der Hoffnung und konkrete Wege zum Frieden weiterzuentwickeln», so Franziskus.

Verbundenheit der Religionen

Vor Papst Franziskus betonte auch der Grossimam der Al-Azhar-Universität, Scheich Ahmed al-Tajib, die Brüderlichkeit von Muslimen und Christen. «Umarmt weiterhin überall eure christlichen Brüder, als seien sie eure Partner», sagte der Grossimam, einer der wichtigsten religiösen Autoritäten des sunnitischen Islams. Er rief auch Muslime im Westen dazu auf, sich positiv in die Gesellschaften zu integrieren.

Das gemeinsam unterzeichnete Dokument betont die Verbundenheit der Religionen. «Alle, die in ihrem Herzen an Gott und Menschlichkeit glauben», sagte Grossimam Ahmed al-Tajib, sollten sich gemeinsam gegen Extremismus und für Toleranz und Brüderlichkeit einsetzen. Das Dokument sei auch ein Aufruf an die politischen Führer der Welt, Blutvergiessen und Konflikte zu beenden.

epa07343465 A handout photo made available by the Emirates Ministry of Presidential Affairs shows(L-R) HH Sheikh Mohamed bin Zayed Al Nahyan, Crown Prince of Abu Dhabi and Deputy Supreme Commander of the UAE Armed Forces, His Holiness Pope Francis, Head of the Catholic Church, His Eminence Dr Ahmad Al Tayyeb, Grand Imam of the Al Azhar Al Sharif and HH Sheikh Mohamed bin Rashid Al Maktoum, Vice-President, Prime Minister of the UAE, Ruler of Dubai and Minister of Defence, attend the Human Fraternity Meeting, at The Founders Memorial, in Abu Dhabi, United Arab Emirates, 04 February 2019. Pope Francis is on three-day visit to the UAE, making him the first pontiff to visit an Arab Gulf state.  EPA/MOHAMED AL HAMMADI HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Vor Papst Franziskus betonte auch der Grossimam der Al-Azhar-Universität, Scheich Ahmed al-Tajib, die Brüderlichkeit von Muslimen und Christe Bild: EPA/MINISTRY OF PRESIDENTIAL AFFAIRS

Jemen-Krieg angesprochen

Auch der Papst kritisierte «das Wettrüsten, die Ausweitung der eigenen Einflussbereiche und eine aggressive Politik zum Nachteil anderer».

Er sprach auch direkt den Krieg im Jemen an. «Die Brüderlichkeit aller Menschen verlangt von uns als Vertreter der Religionen die Verpflichtung, jegliche Form der Billigung des Wortes Krieg zurückzuweisen. Überlassen wir es seiner erbärmlichen Grobheit. Wir haben seine katastrophalen Folgen vor Augen. Ich denke dabei insbesondere an Jemen, Syrien, Irak und Libyen

Die Emirate sind mit Saudi-Arabien Teil einer Militärkoalition, die dort gegen die schiitischen Huthi-Rebellen kämpft. Dabei wurden bereits tausende Zivilisten getötet.

Die Vereinten Nationen stufen den Krieg als schwerste humanitäre Krise der Welt ein. Dem Kronprinz der Emirate, Mohammed bin Said Al Nahjan, wird grosser Einfluss in der Region zugeschrieben. Der Krieg im Jemen war auch Thema bei einem Treffen zwischen dem Papst und dem Kronprinzen.

Der Papst ist noch bis Dienstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Den Besuch beendet er mit einer grossen Messe, zu der 130'000 Gläubige aus der ganzen Region erwartet werden. (sda/dpa)

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