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A Muslim woman wears a burkini, a swimsuit that leaves only the face, hands and feet exposed, on a beach in Marseille, France, August 17, 2016.    REUTERS/Stringer

Eine Frau mit Kopfbedeckung am Strand von Marseille: In anderen Städten Frankreichs ist das Baden in Ganzkörperbekleidung verboten.  Bild: STRINGER/REUTERS

«Machen Sie sich bitte frei» – , sagte der bewaffnete Polizist am Strand von Nizza zur Muslima



Freiere Körperkultur ist angesagt in Frankreich, seit strandauf strandab verboten wurde, Ganzkörperbadeanzüge zu tragen. Auf die Gesetze folgt nun deren Umsetzung, wie Bilder zeigen, die von der Zeitung Daily Mail am Dienstagabend verbreitet wurden. Und das sieht dann so aus:

Laut der Zeitung bedeuteten vier bewaffnete Polizisten an der Promenade des Anglais in Nizza einer Frau mittleren Alters, sie möge ihren «Überwurf im Muslim-Stil» ablegen. Die Beamten sollen ihr zudem eine Sofortbusse ausgestellt haben. Diese beträgt laut dem jüngsten Erlass 38 Euro.

«Störung der öffentlichen Ordnung»

Seit Juli ist der Burkini allein an der französischen Mittelmeerküste in fast einem Dutzend Gemeinden verboten, ausserdem an mehreren Stränden in anderen Landesteilen. Der Burkini – eine Wortschöpfung aus Burka und Bikini – bedeckt den ganzen Körper und wird von muslimischen Frauen getragen, die beim Baden einer strengen Auslegung des Islams entsprechen wollen.

Als Begründung führen die Bürgermeister unter anderem an, Burkinis würden eine religiöse Zugehörigkeit offen zur Schau stellen. Wegen der nach den islamistischen Anschlägen angespannten Stimmung in Frankreich könne dies «Störungen der öffentlichen Ordnung» auslösen. Kritiker verurteilen die Burkini-Verbote als überzogen und islamfeindlich.

Offenbar ist es den Behörden ernst mit der strikten Auslegung des Gesetzes: Die Zeitung schildert weitere Vorfälle:

Aus Kanada erreichen uns derweil Neuigkeiten, die vor diesem Hintergrund schon beinahe antizyklisch anmuten: Dort ist es Beamtinnen der Bundespolizei offiziell erlaubt, einen muslimischen Schleier als Teil ihrer Uniform zu tragen. Damit soll auch praktizierenden Musliminnen eine Karriere bei der der Polizei ermöglicht werden.

ADVANCE FOR USE MONDAY, SEPT. 15, 2014, AND THEREAFTER- In this March 1, 2014 photo, St. Paul, Minn. Community Officer Kadra Mohamed, left, smiles as she receives her badge from St. Paul, Minn. Police Chief Thomas Smith, right, during a ceremony for her and the East African Junior Police Academy at the Western District Police Station in St. Paul, Minn. The police department introduced the hijab headscarf during the ceremony and Mohamed is the first officer in Minnesota to wear one. (AP Photo/The St. Paul Pioneer Press, Sherri LaRose-Chiglo)  MINNEAPOLIS STAR TRIBUNE OUT

Auch die kanadische Bundespolizei erlaubt Polizistinnen das Tragen von Kopftüchern nun offiziell. symbolBild: AP/St Paul Pioneer Press

Der Chef der Königlichen Gendarmerie Kanadas (GRC), Bob Paulson, habe diesen «Zusatz zur Uniform» erlaubt, sagte der Sprecher des Ministeriums für öffentliche Sicherheit, Scott Bardsley, am Dienstag in Ottawa der Nachrichtenagentur AFP. Laut einem Bericht der Zeitung «La Presse» trat die Regelung bereits im Januar in Kraft. Zuvor waren drei verschiedene Schleier als Teil der offiziellen Polizeiuniform getestet worden.

Die Behörde entschied sich für ein Modell, das sich schnell ausziehen lässt und die Beamtinnen nicht behindert. Auch bei der Polizei in Grossbritannien, Schweden und Norwegen gebe es ähnliche Regelungen. Seit 1990 ist es GRC-Beamten, die der Religionsgruppe der Sikh angehören, erlaubt, einen Turban zu tragen. (kad/sda/afp)

Hidschab & Co. – islamische Verhüllungen vom Kopftuch bis zur Burka

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Hidschab & Co. – Verhüllungen vom Kopftuch bis zur Burka
quelle: shutterstock
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