International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Opfer des Pogroms von Kielce (1946). bild: sammlung zentrale holocaust-gedenkstätte yad vashem

Vor 70 Jahren ermordete ein polnischer Mob über 40 Juden, darunter Holocaust-Überlebende



Der polnische Präsident Andrzej Duda hat am 70. Jahrestag des Pogroms von Kielce Antisemitismus und Fremdenhass scharf verurteilt. «Es gibt keine Rechtfertigung für antisemitische Verbrechen, und es wird keine geben», betonte Duda in der zentralpolnischen Stadt.

In Kielce waren am 4. Juli 1946 mehr als 40 Juden ermordet und mehr als 80 zum Teil schwer verletzt worden.

Diejenigen, die sich an dem Pogrom beteiligten – Soldaten und Milizionäre, aber auch ganz normale Bürger – hätten sich selbst aus der Gemeinschaft der Staatsbürger ausgeschlossen. «In einem freien, souveränen, unabhängigen Polen gibt es keinen Platz für Rassismus, für Fremdenhass, für Antisemitismus», sagte Duda.

Vor dem Pogrom hatten in Kielce Gerüchte die Runde gemacht, Juden hätten einen polnischen Jungen entführt. Der brutale Pogrom bewog Zehntausende polnischer Holocaust-Überlebender, das Land zu verlassen. (sda/dpa)

Pegida-Kundgebungen am Jahrestag der Pogromnacht sorgen für massenhaft Gegen-Demos 

Link zum Artikel

Vor 70 Jahren ging das Nazi-Reich unter. Das feiern wir mit 10 kniffligen Fragen

Link zum Artikel

«Operation Entebbe»: Wie Jonathan Netanjahu auf einem Terminal in Uganda zum Helden wurde 

Link zum Artikel

Ist ein Jude, der antisemitische Dinge sagt, auch ein Antisemit?

Link zum Artikel

Unternehmen «Barbarossa»

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Pest grassierte im 17. Jahrhundert in zwei Wellen durch Venedig

EPFL-Forschende haben die Ausbreitung der Beulenpest im Venedig des 17. Jahrhunderts rekonstruiert. Demnach starben zur dunkelsten Zeit 400 Menschen pro Tag an der durch das Bakterium Yersinia pestis verursachten Krankheit.

Es sei zutiefst faszinierend, die epidemiologischen Kurven von Krankheitsausbrüchen vor Hunderten von Jahren zu betrachten, sagte der Epidemiolge und Letztautor der Studie Marcel Salathé gemäss einer Mitteilung der ETH Lausanne (EPFL).

Das Team griff auf Dokumente des …

Artikel lesen
Link zum Artikel