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epa08481033 A handout photo made available by n10 Downing street shows Britain's Prime Minister Boris Johnson during a visit to the UK Biocentre in Milton Keynes, Britain, 12 June 2020. The lab facility is dedicated to the testing for COVID-19, caused by the SARS-CoV-2 coronavirus  EPA/ANDREW PARSONS / DOWNING STREET / HANDOUT This image is for Editorial use purposes only. The Image can not be used for advertising or commercial use. The Image can not be altered in any form. Credit should read Andrew Parsons/n10 Downing street. HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Boris Johnson zu Besuch in einem Labor in Milton Keynes, England. Bild: keystone

Brexit, Corona, Rassismus: Die tickenden Zeitbomben des Boris Johnson

Grossbritannien ist aktuell der Corona-Hotspot in Europa und auch die US-Proteste gegen Rassismus schlagen auf der Insel grosse Wellen. Während die britische Wirtschaft unter der Brexit-Gefahr leidet, wirkt Premier Johnson planlos.

Patrick Diekmann / t-online



Ein Artikel von

T-Online

Queen Elizabeth II. feiert ihren Geburtstag traditionell in der zweiten Juniwoche. Das britische Fernsehen zeigte am Samstag Bilder von der Militärparade zu Ehren des nun 94-jährigen Staatsoberhauptes. Doch in diesem Jahr ist Alles anders: Das Königshaus ist für die britische Bevölkerung die Verkörperung der schönen, heilen Welt. Einer Welt, die in Grossbritannien derzeit nicht existiert.

So spürt auch die Königin an ihrem Ehrentag die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Keine grosse Militärparade, keine Menschenmassen, die der Queen vor dem Buckingham Palace zujubeln. In diesem Jahr feiert sie auf Windsor Castle, die Parade im Garten des Schlosses besteht aus weniger als 100 Soldaten. 

Britain's Queen Elizabeth II walks during a ceremony to mark her official birthday at Windsor Castle in Windsor, England, Saturday June 13, 2020. Queen Elizabeth II’s birthday is being marked with a special ceremony taking care for social distancing by everyone present amid the coronavirus pandemic. The Queen celebrates her 94th birthday this year. (Toby Melville/Pool via AP)

Königin Elisabeth II. bei einer Zeremonie anlässlich ihres Geburtstages im Schloss Windsor. Alljährlich findet zu ihren Ehren die Militärparade Trooping the Colour in der Nähe des Buckingham-Palastes am zweiten Samstag im Juni statt. Diese wurde in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Bild: keystone

Aber die Corona-Pandemie ist nicht die einzige globale Krise, die Grossbritannien derzeit hart trifft. Nach dem Mord an George Floyd in den USA haben die Massenproteste auch die Insel erreicht, viele wütende Menschen demonstrieren auf der Strasse. Sie zeigen: Auch Grossbritannien hat ein grosses Rassismus-Problem. Hinzu kommen immer grössere wirtschaftliche Probleme, nach dem Stillstand in den Gesprächen mit der Europäischen Union droht im Januar der harte Brexit .

Für Boris Johnson sind die Krisen und Probleme im Land tickende Zeitbomben. Aber der britische Premierminister verunsichert die Bevölkerung zusätzlich mit Ignoranz, ein Symptom seiner Planlosigkeit.

Schwere Fehler im Kampf gegen Corona

Die schweren Konsequenzen dieser Konsequenz dieser Ignoranz bekamen die Briten zu Beginn der Corona-Pandemie im März zu spüren. Das Virus erreichte die Insel, ähnlich wie Italien, im Januar. Aber im Gegensatz zu Italien gab es im Februar in Grossbritannien noch keine grösseren Infizierten-Zahlen. 

Die britische Regierung nutzte diesen Vorsprung nicht und Boris Johnson weigerte sich nach dem massiven Anstieg der Erkrankungen zunächst, weitreichende Beschränkungen des öffentlichen Lebens zur Bekämpfung der Pandemie zu beschliessen. Seine Strategie: Die britische Gesellschaft sollte schnell durch die Krise geschleust werden, indem durch eine Corona-Durchseuchung eine weitreichende Immunität in der Bevölkerung entsteht.

Johnsons Plan schlug fehl: Im April explodierten die Infektionen auf der Insel, das britische Gesundheitssystem war überfordert. Auch dadurch ist Grossbritannien mit 295'828 Infektionen und 41'747 Menschen, die mit dem Virus gestorben sind, die Corona-Hochburg in Europa (Stand: 13. März, 23 Uhr). In Betrachtung dieser Zahlen hat das Land längst die ehemaligen Infektionsherde Italien und Spanien deutlich überholt. Das liegt auch an der Fehlkalkulation von Boris Johnson.

Britische Wirtschaft in der Krise

Neben der Bevölkerung steht vor allem auch die britische Wirtschaft unter Schock. Wie das Statistikamt ONS mitteilte, schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt in Grossbritannien im April um 20 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Es ist die grösste Einbruch von Monat zu Monat, der jemals verzeichnet wurde und drei Mal so gross wie bei der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008/09. Im Vergleich zu Februar war das britische Bruttoinlandsprodukt im April sogar um ein Viertel kleiner. Die Produktion brach in allen Bereichen ein.

epa08463062 A handout photo made available by the UK Parliament shows MPs during a session of the House of Commons in London, Britain, 03 June 2020. Parliament questioned Prime Minister Johnson on topics such as measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the Covid-19 disease.  EPA/JESSICA TAYLOR / UK PARLIAMENT HANDOUT MANDATORY CREDIT: UK PARLIAMENT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Sicherheitsabstand im britischen Unterhaus: Johnson muss sich Fragen zum Brexit und zur Coronakrise stellen. Bild: keystone

Für kommende Woche hat Premierminister Boris Johnson weitere Lockerungen der Ende März eingeführten Kontaktbeschränkungen angekündigt. Beispielsweise sollen Läden wieder öffnen dürfen. Heftige Kritik gibt es aber an einer 14-tägige Quarantänepflicht für alle Einreisenden, die seit Beginn dieser Woche in Kraft getreten ist. Auch die Pflicht zur Einhaltung eines Abstands von zwei Metern trifft auf scharfe Kritik.

Die britische Regierung kämpft momentan gegen die Pandemie und gegen die wirtschaftliche Rezession. Johnson, der den Briten eine neue wirtschaftliche Blütezeit nach dem Brexit versprach, muss nun vielleicht die schwerste wirtschaftliche Krise des Landes seit dem Zweiten Weltkrieg bewältigen. Die Schwäche der Ökonomie bringt Grossbritannien auch in eine schlechte Verhandlungsposition in den Brexit-Verhandlungen mit der EU.

Stillstand beim Brexit

Als Brexiteer der ersten Reihe hat Johnson für den EU-Austritt gekämpft und der Bevölkerung Versprechungen gemacht, die er nun nicht erfüllen kann. Spätestens seit Corona steht fest: Der Brexit zum jetzigen Zeitpunkt ist für die gebeutelte britische Wirtschaft ein Himmelfahrtskommando. Doch das politische Vermächtnis für Johnson wird die Bewältigung des EU-Austritts sein, auch deshalb bleibt der Premierminister auf Kurs, zur Not in Richtung eines harten Brexits.

epa08462561 Anti Brexit protesters demonstrate outside parliament in London, Britain, 03 June 2020. Bank of England Governor Andrew Bailey has urged UK banks to step up 'no deal' Brexit plans, the Bank announced on 03 June.  EPA/ANDY RAIN

Demonstration von Brexit-Befürwortern und -Gegnern vor dem britischen Parlament: Der britische EU-Austritt spaltet noch immer die Gesellschaft des Königreiches Bild: keystone

Die EU und Grossbritannien hatten ein Jahr Zeit, um die gegenseitigen Beziehungen nach dem 1. Januar 2021 zu regeln. Der Zeitplan war schon vor Corona ehrgeizig, aber auch durch die Pandemie blieb knapp die Hälfte der Zeit nahezu ungenutzt, die Verhandlungen sind festgefahren. 

Die EU weiss von der angeschlagenen britischen Wirtschaft und bleibt bei Zugeständnissen gegenüber des ehemaligen Mitgliedes hart. Die britische Regierung kontert, bringt erneut den harten Brexit als Option ins Gespräch. Der britische Kabinettsminister Michael Gove bestätigte am Freitag formell, die Übergangsperiode nicht zu verlängern. Der Zeitpunkt dafür sei verstrichen: «Am 1. Januar 2021 werden wir wieder die Kontrolle übernehmen und unsere politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit wiedererlangen», twitterte Gove. Grossbritannien hat zugleich seine Pläne für vollständige Grenzkontrollen im Warenverkehr mit der EU zum 1. Januar fallengelassen. Stattdessen sollen sie stufenweise bis zum 1. Juli 2021 eingeführt werden, um der Wirtschaft mehr Zeit zur Umstellung zu geben.

Diese 20 Cartoons fassen das Brexit-Chaos perfekt zusammen

Grossbritannien versucht damit vor einer geplanten Videokonferenz mit Johnson, Kommissionschefin Ursula von der Leyen und EU-Parlamentspräsident David Sassoli, Druck auf die EU aufzubauen. Die Regierung in London kündigte an, man habe einem beschleunigten Zeitplan für die Handelsgespräche zugestimmt. Vom 29. Juni bis zum 27. Juli solle es wöchentliche Sitzungen geben, «ein Mix aus formellen Verhandlungsrunden und kleineren Gruppentreffen».

Aber die nun intensiveren Verhandlungen kommen nicht von ungefähr, in der Corona-Krise und ihren wirtschaftlichen Konsequenzen sind EU und Grossbritannien auf eine Einigung angewiesen. Durch die gegenwärtige Situation im Land sind die Briten jedoch vielmehr auf eine Vereinbarung angewiesen. Das weiss auch Johnson, der jedoch die erforderlichen Zugeständnisse den Brexit-Hardlinern und seinem gespaltenen Land verkaufen muss. 

Johnson ignoriert Rassismus im Land

Johnson profitiert politisch von dieser Spaltung im Land, weil er beispielsweise mit seiner kompromisslosen Brexit-Politik die Mehrheit der Konservativen im Land hinter sich vereinen kann. Das macht ihn jedoch, ähnlich wie Präsident Donald Trump in den USA, für die Probleme seines blind, die sich schlagartig in Form von massiven Protesten auch auf der Insel niederschlagen.

Members of Black Lives Matter movement chant slogans during a protest at Hyde Park in London, Saturday, June 13, 2020. British police have imposed strict restrictions on groups planning to protest in London Saturday in a bid to avoid violent clashes between protesters from the Black Lives Matter movement, as well as far-right groups. (AP Photo/Alberto Pezzali)

London: Protestierende halten ein Gemälde mit der Abbildung von George Floyd bei einer Protestveranstaltung der «Black Lives Matter»-Bewegung im Hyde Park. Bild: keystone

Der Mord von George Floyd durch Polizisten in den USA Ende Mai hat zu globalen Solidaritätsbekundungen und Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt im geführt. In Grossbritannien sind viele wütende Menschen auf der Strasse, denn auch die Insel hat ein Rassismusproblem. Am Samstag gab es London und in vielen anderen britischen Städten erneut Proteste der «Black Lives Matter»-Bewegung, andererseits hatten auch rechtsextreme Gruppen zu Kundgebungen in der Hauptstadt geladen. 

In Punkto Problembewusstsein scheint die britische Bevölkerung aber der eigenen Regierung mindestens einen Schritt voraus zu sein. Eine kürzlich erhobenen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov kam zu dem Ergebnis, dass nur sechs Prozent der Briten denken, nicht in einer rassistischen Gesellschaft zu leben. Vorige Umfragen vor dem Floyd-Mord kamen schon zu ähnlichen Befunden.

Doch die britischen Konservativen reagierten auch auf die Massenproteste mit Ignoranz. Anstatt die Probleme ernst zu nehmen, Bevölkerungsteile zu versöhnen, schäumte man in London vor Wut, als beispielsweise Anfang Juni in Bristol eine Statue von dem ehemaligen britischen Sklavenhändler Edward Colston vom Sockel gehoben und im Hafen versenkt wurde.

Protesters throw a statue of slave trader Edward Colston into Bristol harbour, during a Black Lives Matter protest rally, in Bristol, England, Sunday June 7, 2020, in response to the recent killing of George Floyd by police officers in Minneapolis, USA, that has led to protests in many countries and across the US. (Ben Birchall/PA via AP)

Bristol: Demonstranten schmeissen eine Statue von Edward Colston, eines britischen Sklavenhändlers aus dem 17. Jahrhundert, in ein Hafenbecken. Bild: keystone

Johnson sprach darauf von «Rücksichtslosigkeit». «Absolut skandalös», wetterte Innenministerin Priti Patel. Das Königreich ringt im Zuge dieser Protestwelle auch mit seiner Vergangenheit als Kolonialmacht und auch trotz eines geschichtlichen Studiums hat der Premier eine eigentümliche Sicht auf die britische Vergangenheit. Im Jahr 2002 schrieb er in einer Zeitungskolumne, das Problem Afrikas sei nicht, dass Briten dort einst das Sagen hatten – sondern dass sie dort heute nichts mehr zu sagen hätten. In anderen Artikeln verwendete er Beschreibungen wie «Negerkinder» und deren «Wassermelonen-Lächeln».

So nennt man die Schokoküsse in anderen Ländern

Die gespaltene Insel

Während der gegenwärtigen Proteste war es zunächst ruhig um den Premier geworden. Doch am Freitag verurteilte Johnson Gewalt gegenüber Polizisten und den Vandalismus einiger Demonstranten. «Die Proteste wurden leider von Extremisten mit gewalttätigen Absichten gekapert», schrieb Johnson auf Twitter. Die Attacken auf Polizisten und andere gewaltsame Vorfälle in der vergangenen Woche seien «unerträglich» und «abscheulich». Ausserdem empörte er sich über einen Angriff auf eine Statue des früheren Premiers Winston Churchill im Zentrum Londons. Aktivisten hatten auf das Denkmal den Schriftzug «War ein Rassist» gesprüht. Es sei «absurd und beschämend», dass die Statue Angriffen ausgesetzt sei, erklärte Johnson. Churchill führte Grossbritannien im zweiten Weltkrieg im Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland.

Letztlich resultiert die momentane Gewalt auf den Strassen des Königreiches aber auch aus der Ignoranz von Boris Johnson. Es ist aber falsch, dafür den Premier zum alleinigen Sündenbock zu erklären. Die Krisen in Grossbritannien sind Sinnbild der Planlosigkeit und der Unfähigkeit der Konservativen im Land, auf die Probleme relevanter Bevölkerungsteile einzugehen. Der Premierminister ist vor allem daran interessiert, seine Machtbasis in den eigenen Reihen zu festigen, aber das löst die Probleme im Land nicht. Im Gegenteil: Die politischen Zeitbomben auf der Insel ticken weiter.

Verwendete Quellen:

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ril 14.06.2020 23:44
    Highlight Highlight Wenn eine Churchillstatue von hitlergrüssenden "footie lads" vor BLM aktivisten "beschützt" wird, die dann aber nie auftauchen, sodass sie sich stattdessen mit den Coppers prügeln... Dann wird es an der Zeit, die Welt mal aus- und wieder einzuschalten. Vielleicht hilft das ja.
  • Don Alejandro 14.06.2020 14:05
    Highlight Highlight Wenn GB keinen Deal mit der EU aushandelt, dann wird es zum Kampf David gegen Goliath kommen. Gerade jetzt in der (hoffentlich) Post-Corona Zeit werden internationale Allianzen noch mehr Gewicht bekommen.
    • swisskiss 14.06.2020 19:20
      Highlight Highlight Don Alejandro: Nicht sehr guter Vegleich, da bei David gegen Goliath der "kleine"David gewonnen hat und beim Brexit beide Seiten verlieren. Mit grösseren Verlusten für Grossbritannien.

      Auch Allianzen sind nicht per se nur gut. Besondes nicht, wenn ein Partner zu stark dominiert oder der Zweck einer Allianz doch eher als "unheilig" bewertet werden muss.

      GB wird und muss sich mit der EU auf ein Abkommen einigen. Aber wie schon unzählige Male geschrieben, braucht ein solches Abkommen seine Zeit. Die Schweiz hat rund 9 Jahre verhandelt, bis die Bilateralen 1 standen.
  • Clife 14.06.2020 13:43
    Highlight Highlight Die britische Gesellschaft sollte schnell durch die Krise geschleust werden, indem durch eine Corona-Durchseuchung eine weitreichende Immunität in der Bevölkerung entsteht.

    Ist das nicht strafbar? Für mich hört sich das stark nach einer Straftätigkeit an, dass man vorsätzlich die Krankheit bei den Menschen erwünscht und nicht versucht diese zu stoppen.
    • Ril 14.06.2020 23:46
      Highlight Highlight Es ist auf jedenfall eine interessante Art zu sagen, dass nichts getan wird (weil kein Plan). Herdenimmunität ist keine Strategie, das passiert sowieso.
  • flyingdutch18 14.06.2020 11:19
    Highlight Highlight Soweit kommt es, wenn populistische Ideologen - hier die harten Brexiteers - das Regierungsprogramm bestimmen. Sie wollen die Kontrolle über das eigene Land vom „Erzfeind EU“ zurückgewinnen. Sie werden die Kontrolle über den eigenen Niedergang erhalten. Die EU wird nie einem freien Zugang zum eigenen Markt zustimmen, wenn ihre Regeln des gemeinsamen Markts, insbesondere die Wettbewerbsregeln, nicht eingehalten werden.
  • kliby 14.06.2020 10:33
    Highlight Highlight Wenn Merkel mal wieder eine Krise aussitzt, spricht niemand von Planlosigkeit. Dann spricht man von wohlüberlegtem Vorgehen. Und wartet solange, bis sich das Problem von selbst gelöst hat.
    • Amboss 14.06.2020 23:15
      Highlight Highlight Johnson mit Merkel zu vergleichen... Tssss
      Ist wohl etwa wie Ueli Müller, Stürmer in der dritten Liga beim FC Balsthal mit Lionel Messi zu vergleichen
  • Füürtüfäli 14.06.2020 09:36
    Highlight Highlight Dieses pseudo-professionelle Verhandeln, das die Briten ständig abliefern und das eigentlich eher einer Poker-Partie gleichkommt, nervt extrem.

    Die EU sollte schlicht und einfach einen Vorschlag auf den Tisch legen und wenn von den Briten nichts kommt außer kindisches Pokern und bis zur letzten Sekunde Bluffen - einfach knallhart bleiben und diese Tragikomödie endlich beenden.
  • Alteresel 14.06.2020 09:32
    Highlight Highlight Johnson lebt und wirkt wie ein Patriarch, egoistisch, rücksichtslos, stur, unberechenbar, arrogant und altbacken. In viktorianischen Zeiten wäre dieser Stil durchaus angepasst gewesen, aber heute? Mich würde es nicht überraschen, wenn als Ergebnis seiner Regentschaft ein endgültig aufgelöstes UK mit Nationalstaaten wie Irland, Wales, Schottland und England resultieren würde. Er hätte dann für seinen persönlichen Stolz jenen des UK geopfert.
  • swisskiss 14.06.2020 08:22
    Highlight Highlight Die tickenden Zeitbomben Johnsons? Doch wohl eher der britischen Gesellschaft. Nicht nur das Politiker die unangenehme Eigenschaft haben, keine Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und einen Rücktritt als das Maximum an Schuldübernahme betrachten, ist JEDER demokratisch gewählte Politiker, ein Abbild der Gesellschaft und der politischen Stimmung. Johnson ist nicht einfach nur aufgetaucht, sondern von einer Mehrheit mit Wahl der Tories und der Zustimmung zum Brexit, ins Amt gehievt worden. Populismus ist DIE Form, die gesellschaftliche Schieflagen in der Politik am besten abbildet.
    • *sharky* 14.06.2020 11:31
      Highlight Highlight dito eben auch UK...
      Benutzer Bild
    • swisskiss 14.06.2020 19:23
      Highlight Highlight *sharky* Fast richtig zitiert: "Alle Chancen sind auf Seiten des Mannes, der eigentlich der Abwegigste und Mittelmäßigste ist - der die Vorstellung, dass sein Geist ein virtuelles Vakuum sei, am talentiertesten zerstreuen kann. Das Präsidentenamt neigt Jahr um Jahr mehr zu solchen Männern. Mit der Vervollkommnung der Demokratie widerspiegelt dieses Amt mehr und mehr die innere Seele des Volkes. Wir bewegen uns auf ein erhabenes Ideal zu. Eines großen und glorreichen Tages wird der Herzenswunsch der schlichten Leute endlich erfüllt und das Weiße Haus mit einem geradezu Debilen geschmückt sein."
    • *sharky* 15.06.2020 12:41
      Highlight Highlight meines ist dafür 'knackiger'... ;)
      aber thx!
  • fools garden 14.06.2020 08:20
    Highlight Highlight All die Staaten mit ihren demokratisch gewählten "Königen" und Einmannshows, leiden speziell in dieser Zeit, Poltern und Politik sind einfach nicht das Gleiche.

    Aber da niemand gerne Macht abgibt die er mal erlangt, hat wird sich so Schnell auch nix ändern.
  • manhunt 14.06.2020 08:18
    Highlight Highlight populisten brauchen keine pläne. es reicht wenn sie von prolemen reden welche gar keine sind, um von tatsächlichen problemen abzulenken. wenn sie rumbrüllen und andern die schuld für ihr versagen und ihre unfähigkeit geben, wirkliche probleme zu erkennen und auch zu lösen. ihre anhänger glauben ihnen sowieso alles.

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