DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Good-News

Population verdoppelt: Kenias Elefanten erleben Babyboom



epa05213330 A family of elephants during an elephant collaring operation in Tsavo East National Park, approximately 337km south east from Nairobi, Kenya, 15 March 2016. KWS and Save The Elephants (STE), started to conduct the collaring of ten elephants ranging near the Standard Gauge Railway to fit them with advanced satellite radio tracking collars in the Tsavo ecosystem. The exercise which started on 14th March, and expected to end on 17th March 2016, is a start of a joint project aims to provide data for long term planning and to understand the effectiveness of the wildlife crossings and their sustainability. EPA/DANIEL IRUNGU

Es geht aufwärts bei den Elefanten in Kenia. Bild: EPA

Das Elefantenleben ist kein leichtes: Wilderer wollen mit ihren Stosszähnen aus Elfenbein Geld verdienen, in der traditionellen ostasiatischen Medizin werden eben diese als Heilmittel gehandelt. Und dann sind da noch ständig diese schlecht gekleideten Touristen, die auf Safari ihr Smartphone so lange auf die Dickhäuter richten, bis sie möglichst possierlich dreinschauen.

Pudelwohl fühlen sich aber offenbar die Elefanten in Kenia – dort gab es zuletzt einen regelrechten Babyboom. Rund 170 Elefantenkälber wurden in diesem Jahr bereits geboren. Seit den 90er-Jahren hat sich die Zahl der Elefanten damit verdoppelt, verkündete der Kenya Wildlife Service anlässlich des Welt-Elefanten-Tags.

Demnach gab es im Jahr 1989 lediglich 16'000 Elefanten in dem ostafrikanischen Land, bis Ende des vergangenen Jahres wuchs ihre Zahl aber auf 34'800 an. «In den letzten Jahren haben wir es geschafft, die Wilderei in diesem Land zu drosseln», sagte der kenianische Tourismusminister Najib Balalauring bei einem Besuch im Amboseli Nationalpark. Und tatsächlich sank die Zahl der in Kenia gewilderten Elefanten zuletzt: 2020 wurden bislang nur sieben Tiere erlegt, im Vergleich zu 34 im vergangenen Jahr und 80 im Jahr 2018.

Verbranntes Elfenbein als Zeichen an Wilderer

Das liegt mitunter daran, dass die Regierung höhere Geldstrafen und strengere Haftstrafen für Wilderei und den Handel mit Wildtiertrophäen beschlossen hat. Ein deutliches Signal an die Wilderer setzte Präsident Uhuru Kenyatta 2016: Er verbrannte öffentlich Elefantenstosszähne im Wert von rund 87 Millionen Euro.

Betrachtet man den gesamten afrikanischen Kontinent, zeichnet sich jedoch ein deutlich düstereres Bild ab. Wilderei dezimierte die Elefantenpopulation in den vergangenen Jahrzehnten enorm: Von 1.3 Millionen Elefanten in den 1970er Jahren sank ihre Zahl auf etwa 500'000. Davon lebt der Grossteil in Safariparks und Reservaten. Nur etwa 30'000 leben Schätzungen zufolge noch in der freien Wildbahn.

Der Babyboom in Kenia lässt trotzdem hoffen – und er zeigt, dass strikte Schritte gegen Wilderei durchaus erfolgreich sein können.

(ftk)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Elefant läuft in Menschenmenge in Indien Amok

Mysteriöses Massensterben von Elefanten in Botswana

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Good-News

Aus Saft wird Strom: Sevilla nutzt überreife Orangen für Stromerzeugung

Was bei uns der Ahorn oder die Kastanie ist, ist in der Gegend um die spanische Stadt Sevilla der Orangenbaum: Er säumt Strassen und Alleen, wächst auf Marktplätzen und neben Kirchen. Rund 48'000 Orangenbäume wachsen in und um die Stadt. Was mit den Früchten passiert, wenn sie reif auf den Boden plumpsen? Aus einem Teil wird Saft gemacht, der Rest verrottet matschig auf der Strasse.

Das ändert sich jetzt aber: 35 Tonnen überreife Orangen werden in Sevilla bereits für die Stromerzeugung …

Artikel lesen
Link zum Artikel