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Starker Anstieg antisemitischer Vorfälle in Frankreich



A member of the Jewish community walks among defaced gravestones at the Jewish cemetery of Herrlisheim, near Strasbourg, eastern France, Friday, Dec.14, 2018. 37 gravestones and a monument for Holocaust victims have been tagged with anti-Semitic graffiti. The graffiti that include Nazi symbols were discovered on Tuesday, hours before a gunman sprayed gunfire near the Christmas market of Strasbourg. (AP Photo/Jean-Francois Badias)

Bild: AP/AP

In Frankreich hat es 2018 deutlich mehr antisemitische Vorfälle gegeben als zuvor. Es wurden 541 Fälle bekannt - 74 Prozent mehr als noch 2017, wie Innenminister Christophe Castaner am Dienstag in Paris mitteilte. In einem Video sprach er davon, dass sich der Antisemitismus «wie ein Gift» ausbreite.

Castaner nahm auch Bezug auf Vorfälle vom vergangenen Wochenende. So war ein Fenster eines Geschäfts in der Pariser Innenstadt laut Medien mit dem deutschen Wort «Juden» beschmiert worden.

Ein Strassen-Kunstwerk mit einem Porträt der verstorbenen früheren Ministerin und Holocaust-Überlebenden Simone Veil wurde im 13. Stadtbezirk mit einem Hakenkreuz übermalt. In einem Pariser Vorort wurden zwei Bäume gefällt, die vor 13 Jahren zu Ehren eines ermordeten jüdischen Mannes gepflanzt worden waren.

Die Vorfälle betrafen im vergangenen Jahr überwiegend Bedrohungen mit antisemitischem Charakter. 2016 und 2017 waren die Zahlen der Antisemitismus-Fälle in Frankreich insgesamt jeweils noch zurückgegangen.

Die Zahl der Vorfälle mit rassistischem und ausländerfeindlichem Hintergrund sank hingegen laut Innenministerium im vergangenen Jahr um gut vier Prozent auf 496. Es wurden 100 anti-muslimische Handlungen registriert - das sei der niedrigste Stand seit 2010. Die Zahl anti-christlicher Fälle blieb mit 1063 im Jahresvergleich nahezu unverändert. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 12.02.2019 19:48
    Highlight Highlight Für die Juden ist die Situation seit geraumer Zeit wieder deutlich gefährlicher, eine besorgniserregende Entwicklung.
    Play Icon
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 12.02.2019 19:37
    Highlight Highlight Okeeee, das sind alles sehr interessante Zahlen.
    Rassismus leicht runter, islamophobie runter, antisemitismus rauf und mehr als 1000 antichristliche vorkommnise?!
    Oke bei vielen Christen gibt es auch relative viele potentielle Opfer, aber das finde ich doch sehr erstaunlich.
    Das rassismus und islamophobie runter gehen finde ich doch sehr überraschend...
  • FrancoL 12.02.2019 19:12
    Highlight Highlight Im Schutze des braunen Nebels wagen sich doch etliche wieder an die "Front". Dies zeigt auch deutlich dass der Antisemitismus nicht ausgerottet ist.
    • Zyniker haben es leichter 12.02.2019 20:38
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Randalf 12.02.2019 22:19
      Highlight Highlight @Kane88
      Nicht mit Liebe überschütten bedeutet nicht gegen diese Menschen vorzugehen. Und was in Israel abläuft soll hier nicht zu Gewalt und Verunsicherung führen. Und von wegen Naziphobie- Mit Deinem nickname ist das schon mutig andere so betiteln. Lasst den Leuten ihren Glauben, so Gott's will.
  • Snowy 12.02.2019 19:06
    Highlight Highlight Unglaublich.

    Wir schwierig für Frankreich, dass Ruder noch herumzureissen.
  • Zyniker haben es leichter 12.02.2019 19:00
    Highlight Highlight Die letzte Zahl ist ja wohl hoffentlich ein Witz???

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