International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Nazis waren eine Art Sozialisten» – dieser EU-Politiker hat da was falsch verstanden



Der konservative britische EU-Abgeordnete Syed Kamall hat linke Parteien in die Nähe der Nazis gerückt und damit für einen Eklat im EU-Parlament gesorgt. «Wir müssen uns daran erinnern, dass Nazis nationale Sozialisten waren. Das ist eine Spielart des Sozialismus», sagte Kamall am Mittwoch in Richtung der sozialdemokratischen Fraktion im EU-Parlament.

«Es ist eine linke Ideologie. Sie wollen dasselbe wie Sie», sagte der Tory-Abgeordnete Kamall weiter. Auf wütende Zwischenrufe entgegnete er: «Sie mögen wohl die Wahrheit nicht, oder?»

Der Vorsitzende der Sozialdemokraten im EU-Parlament reagierte empört. «Er hat die Faschisten, die diese Welt in Brand gesteckt haben, in die Nähe meiner politischen Familie gerückt», sagte Udo Bullmann mit Blick auf Kamalls Äusserungen.

Dies sei eine «unsägliche Unverschämtheit», «eine Entgleisung» und des EU-Parlaments nicht würdig. Sozialdemokraten hätten sich dem Nationalsozialismus entgegengestellt, Hunderttausende von ihnen seien dem Naziterror zum Opfer gefallen, so Bullmann weiter.

Kamall entschuldigte sich daraufhin bei Bullmann, blieb aber bei seiner Einschätzung, dass der Nationalsozialismus keine rechte Ideologie sei. (aeg/sda/dpa/apa)

Das Imageproblem des Deutschen Schäferhunds

Video: srf

Nazis

Hört dieser Holocaust denn niemals auf?

Link zum Artikel

«Wie soll ich verzeihen, dass meine Mutter unter solchen Qualen gestorben ist?» Schweizer Holocaust-Überlebender erinnert sich

Link zum Artikel

«Schrecklichster Ort der Welt»: Deutscher Aussenminister Maas im KZ Auschwitz-Birkenau

Link zum Artikel

Wie Minderjährige aus dem KZ Theresienstadt in der Schweiz aufgenommen wurden

Link zum Artikel

«Herr, vergib uns so viel Grausamkeit»: Papst besucht Auschwitz

Link zum Artikel

Vor 70 Jahren ermordete ein polnischer Mob über 40 Juden, darunter Holocaust-Überlebende

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wie die Engländer und der «protestantische Wind» die Spanische Armada zerzausten

Ende Mai 1588 lief eine gewaltige spanische Flotte aus dem Hafen von Lissabon aus. Ziel der Grande y Felicísima Armada («Grosse und allerglücklichste Kriegsflotte») war eine Insel im Norden: England. König Philipp II. aus der spanischen Linie der Habsburger, Schwert der katholischen Gegenreformation und Herrscher über das riesige spanische Imperium, wollte ein für alle Mal mit dem lästigen protestantischen Königreich zwischen Nordsee und Atlantik aufräumen. 

Die Voraussetzungen waren …

Artikel lesen
Link zum Artikel