International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bis jetzt läuft das Super-Wahljahr ganz im Sinne der EU – aber das kann sich noch ändern

2017 drohte für die EU zur Zerreissprobe zu werden. Nach dem Vormarsch der Europa-Skeptiker in den Niederlanden, Bulgarien, Frankreich und England haben sie nun bei den letzten Wahlen wieder an Popularität verloren. Damit ist die EU aber noch nicht gerettet. Es stehen weitere schwierige Monate bevor.



Terror, Brexit und Trump: 2016 war für die Europäische Union ein schwieriges Jahr. Und 2017 drohte ebenfalls nicht besser zu werden. Doch der angekündigte Wahlsieg der Partei des EU-Skeptikers Geert Wilders in den Niederlanden blieb aus. Am 15. März konnte die Partei für Freiheit zwar um 3 Prozent im Vergleich zu den letzten Wahlen zulegen, befürchtet wurde auf EU-Seite aber eine Zunahme von bis zu 21 Prozent. 

In den Niederlanden ist damit nach wie vor die konservativ-liberale Volkspartei für Freiheit und Demokratie von Ministerpräsident Mark Rutte stärkste Partei im Parlament. Die «Zeit» titelte: «Europa lebt!» 

Auch in Bulgarien legten die EU-Skeptiker der Vereinigten Patrioten im März eine Bruchlandung hin und verloren Stimmenanteile. Die stärkste und EU-freundlichere Partei GERB hingegen konnte ihren Wähleranteil halten.

Bild

In den dunkelblauen und dunkelgrünen Ländern haben die EU-skeptischen Parteien mehr als 5 Prozent der Wähleranteile verloren beziehungsweise gewonnen.

Bei den Wahlen in Frankreich verlor Marine Le Pen die Präsidentschaftswahl klar gegen Emmanuel Macron und auch bei der Parlamentswahl büsste der Front National leicht Stimmenanteile ein. Nach seiner Wahl sagte Macron vor dem Louvre: «Ich verteidige Frankreich, ich verteidige Europa

In Grossbritannien versuchte Theresa May die Gunst der Stunde zu nutzen und veranlasste im Unterhaus Neuwahlen. Sie erhoffte sich, dass die Konservativen auf Kosten der Labour zulegen könnten. Damit wäre ein «harter Brexit» möglich gewesen. Stattdessen ging die Labour-Partei als deutlicher Wahlsieger hervor.

Die EU-Skeptiker der Ukip-Partei hingegen fielen von 12,6 auf 1,8 Prozent und verloren ihren einzigen Sitz im Unterhaus. Die Welt titelte sogar: «Die Tür zurück zur EU steht einen Spaltbreit offen.»

Das Gewitter ist noch lange nicht vorüber

Die EU hat also ein erfreuliches Halbjahr hinter sich. Doch die Suppe ist damit noch nicht zur Gänze ausgelöffelt. Besonders spannend dürfte es an den deutschen Bundestagswahlen im September werden. Experten sagten der AfD Ende 2016 noch einen Wähleranteil von bis zu 14 Prozent zu. Mittlerweile sind diese Einschätzungen auf sieben bis acht Prozent nach unten korrigiert worden.

Auch in Österreich dürfte die FPÖ in den Parlamentswahlen im Oktober laut Umfragen weiter zulegen. Das Gleiche gilt für die Wahlen im Oktober in Tschechien. Laut einer Wahlumfrage von TNS Kantar vom Mai soll die EU-skeptische ODS zur zweitstärksten Partei aufsteigen.

Nur für die Wahlen 2018 in Lettland wird den EU-Gegnern eine Niederlage prophezeit. 2014 erreichte die Partei Nationale Allianz (NA) noch 16,6 Prozent der Wähleranteile. In einer Wahlumfrage vom April gaben nur noch 6,4 Prozent der Befragten an, die NA zu wählen. Bisher gebe es aber noch sehr viele unentschlossene Wähler.

EU – Schweiz: Das Eis schmilzt

Das könnte dich auch interessieren:

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Tödlicher Unfall auf der A9 in der Westschweiz

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

3 Hauptargumente der KVI-Gegner auf dem Prüfstand

Der Kampf um die Konzernverantwortungsinitiative (KVI) tobt unerbittlich. Dabei argumentieren die Gegner auch mit Vorwürfen, die sich bei genauerer Betrachtung als falsch herausstellen. Drei Argumente im Prüfstand.

Im Abstimmungskampf zur KVI gehen die Wogen hoch. Ja-Fahnen zieren jeden zweiten innerstädtischen Balkon, die Initianten machten diese Abstimmung zur teuersten aller Zeiten. Auf der anderen Seite werden die Initianten auf Facebook in einer Verleumdungskampagne als «linke Krawallanten» verunglimpft und Ueli Maurer wird «bei der Arroganz, die hinter dieser Initiative steckt, fast schlecht».

So hart die Bandagen in diesem Kampf sind, so knapp wird wohl auch das Ergebnis werden. Momentan liegen …

Artikel lesen
Link zum Artikel