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epaselect epa09175681 Funeral pyres for COVID-19 victims burn during a mass funeral at a makeshift cremation ground at Giddenahalli in the outskirts of Bangalore, India, 03 May 2021. India recorded a massive surge of 368,147 fresh Covid-19 cases and 3,455 deaths in the last 24 hours.  EPA/JAGADEESH NV

In Indien müssen immer noch improvisierte Krematorien gebraucht werden, um all die Toten einäschern zu können. Bild: keystone

Chinesische Behörde verspottet Indiens Corona-Krise auf Weibo

Sturm der Entrüstung auf dem chinesischen Netzwerk Weibo: Auf dem Account einer Behörde der Kommunistischen Partei erscheint ein makaberer Beitrag, der die verheerende Corona-Lage in Indien verspottet. 



Ein Artikel von

T-Online

Eine chinesische Behörde hat mit einem Beitrag in dem chinesischen Netzwerk Weibo für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. Der Grund: Auf makabere Weise wird darin die dramatische Corona-Lage in Indien verspottet. 

Der Post, der am vergangenen Samstag auf Weibo erschien, zeigte ein Bild eines Raketenstarts in China neben einem Foto aus Indien, auf dem Covid-Opfer eingeäschert werden. Der Text dazu lautete: «Ein Feuer in China anzünden VS ein Feuer in Indien anzünden».

Den Berichten zufolge wurde der Beitrag von dem offiziellen Account einer mächtigen chinesischen Strafverfolgungsbehörde veröffentlicht, die den Namen «Zentrale Kommission für politische und rechtliche Angelegenheiten der Kommunistischen Partei» trägt. Die Behörde hat Millionen von Follower auf Weibo, eine populäre Mikroblogging-Seite im Land. Inzwischen wurde der Post allerdings wieder gelöscht.

Nutzer fordern «Anteilnahme»

Tausende Weibo-Nutzer reagierten auf den Beitrag, der später mit Screenshots des Originals geteilt wurde. Viele schrieben, der Post sei «unangemessen». China solle stattdessen lieber «Anteilnahme mit Indien ausdrücken».

Der Chefredakteur des chinesischen Magazins «Global Times»,Hu Xijin, schrieb: «Haltet das Banner der Humanität in dieser Zeit hoch, zeigt Anteilnahme mit Indien und stellt die chinesische Gesellschaft fest auf eine moralisch hohe Stufe.»

Der Weibo-Beitrag erschien einen Tag, nachdem der chinesische Präsident Xi Jinping dem indischen Premierminister Narendra Modi eine Beileidsbekundung wegen der sich verschärfenden Covid-19-Krise des Landes geschickt hatte. Xi betonte darin, China wolle stärker mit Indien zusammenarbeiten und Hilfe leisten, wo sie benötigt werde.

Die Corona-Zahlen in Indien steigen seit Wochen rasant an. Krankenhäuser sind nach wie vor überfüllt und Sauerstoff ist rar. Insgesamt wurden in dem Riesenland mit der zweithöchsten Bevölkerung weltweit rund 20 Millionen Infektionen und über 218'000 Tote im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 gezählt.

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Donald Trump in Indien

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Donald Trump in Indien
quelle: ap / michael wyke
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Drohnenvideo von improvisierten Krematorien in Indien

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