International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
 Carolin Kebekus in der 1. Live Show der 2. Staffel The Masked Singer 2020 in den MMC Studios K

Carolin Kebekus. Bild: www.imago-images.de

«Rassismus tötet auch in Deutschland» – Komikerin Kebekus rügt ARD-Programm



Wer kann sich in Deutschland zu Rassismus äussern? Eigentlich ist diese Frage einfach zu beantworten, nämlich diejenigen, die betroffen sind: Menschen, die selbst aufgrund ihrer Hautfarbe Rassismus-Erfahrungen gemacht haben, also Persons of Color, sogenannte PoC. Dass gerade diese Menschen oft bei Talkshows vergessen werden, wenn es um das Thema Rassismus geht, zeigte diese Woche wieder der Aufschrei um die Besetzungen der Talkshows «Maischberger. Die Woche» und «Markus Lanz».

Wie es richtig geht, zeigte dann am Donnerstag Carolin Kebekus ihren Zuschauern in der ARD. Wie von ihr gewohnt, nahm sie dabei überhaupt kein Blatt vor den Mund. Schon in der Anmoderation des Beitrags wurde es leicht ungemütlich. «Was in den USA geschieht, ist unerträglich», stellte Kebekus fest. Um gleich im nächsten Satz ihre weissen deutschen Fans festzunageln: «Es ist zu einfach, zu behaupten, dass das ein amerikanisches Problem ist.» Denn Rassismus, so Kebekus, «tötet auch in Deutschland.» Mit diesem Fakt müssten «wir uns alle auseinandersetzen, auch wenn es weh tut».

Nun ist die in Bergisch Gladbach geborene Kebekus selbst eine Weisse und somit nicht in der Lage, über Rassismus-Erfahrungen zu sprechen. Statt es aber doch zu tun, tat sie das einzig richtige: Sie lieh ihre Stimme und ihre Plattform (ihre Show in der ARD) der schwarzen Moderatorin Shary Reeves.

Bevor Reeves sprach, holte Kebekus aber noch zu einem gepfefferten Seitenhieb auf ihren Arbeitgeber, die ARD, aus: «Da die ARD bisher keinen Brennpunkt dazu gemacht hat, machen wir einfach einen.» Der Brennpunkt ist ein Nachrichten-Format des Senders, der ein bestimmtes Thema im Schwerpunkt bespricht – publikumswirksam zur besten Sendezeit nach der Tagesschau.

Shary Reeves bei der 13. Dorint Charity Sports Night 2019 im Dorint Hotel an der Messe in Deutz. Köln, 08.12.2019 *** Shary Reeves at the 13 Dorint Charity Sports Night 2019 at the Dorint Hotel at the fair in Deutz Cologne, 08 12 2019 Foto:xC.xHardtx/xFuturexImage

Shary Reeves. Bild: www.imago-images.de

So wenig wie Kebekus sich scheute, den Finger in die Wunde zu legen, so wenig war ihr Gast dazu bereit, irgendetwas schönzureden. Shary Reeves legte los: «Herzlich Willkommen zum Brennpunkt im Ersten Deutschen Weissen Fernsehen.» Brennpunkt – das sei ja «irgendwie naheliegend», sagte Reeves und spielte damit süffisant auf das Fehlen eines solchen Beitrags zur Hauptsendezeit der ARD an.

Auch Reeves stellte schnell klar: «Die USA sind weit weg, Rassismus gegen Menschen mit dunkler Haut ist aber sehr viel näher als Sie denken.» Systemischen Rassismus gebe es auch in Deutschland, auch hier stürben Menschen wegen ihrer Hautfarbe, etwa Oury Jalloh, ein Mann aus Sierra-Leone, der in Polizeigewahrsam bei lebendigem Leib verbrannte. Er soll sich selbst in Brand gesteckt haben – während er gefesselt war.

Abschalten geht nicht

«Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals ein weisser Deutscher in Polizeigewahrsam spontan in Flammen aufgegangen ist», ätzte Reeves dazu und legte sofort nach: «Ich weiss, viele von Ihnen zuhause vor dem Bildschirm hören solche Nachrichten nicht so gerne.»

Was Reeves sagen will (und am Ende ihres Brennpunkts nochmal ausdrücklich formuliert): Weisse Menschen geniessen das Privileg, abzuschalten, wenn es um Rassismus geht. Schwarze oder Persons of Colour können das nicht, Rassismus betrifft sie immer.

Wer das nicht glauben könne, der solle doch mal Freunde mit dunkler Haut fragen, die in Deutschland leben, fordert die Moderatorin ihre Zuschauer auf. Wer keine solchen Freunde habe, dem könne sie weiterhelfen, meinte Reeves dann noch – und liess einen Zusammenschnitt von Rassismus-Erfahrungen abspielen, in dem etwa die Schwarze Politikerin Aminata Touré oder der SPD-Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby von ihren Erfahrungen mit Rassismus in Deutschland wiedergaben. Der Einspieler dauerte etwa neun Minuten, dann war Reeves wieder im Bild.

8 Minuten und 46 Sekunden

«Kam Ihnen das zu langatmig vor?», frage sie. Der Beitrag habe genau acht Minuten und 46 Sekunden gedauert, «so lange, wie der Polizist auf George Floyd gekniet hat».

Mit dem gut 15 Minuten langen Beitrag gelingt Reeves und Kebekus nicht weniger als ein Meisterstück der Aufklärung. Die beiden Frauen benennen strukturelle Probleme in den Medien, wo entweder Schwarze oder Persons of Color dann nicht zu Wort kommen, wo sie zu Wort kommen müssen: beim Thema Rassismus.

watson hat bei der ARD nachgefragt, wie der Sender zu dieser Kritik steht. «Wir haben das nicht als Vorwurf empfunden», teilte uns der Sender mit. Kebekus dürfe «als Kabarettistin vieles zugespitzt behaupten». Die ARD berichte und hinterfrage das Thema Rassismuss «in verschiedenen Formaten».

(pcl/rst)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Proteste in Minneapolis

Anti-Rassismus-Demo: Rund 1000 Menschen protestieren friedlich in Zürich

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

80
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
80Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Prometheuspur 06.06.2020 20:58
    Highlight Highlight Rassismus ist ebenso, wenn auch nicht gleich 1:1 für Mitmenschen die aus anderen Gründen diskriminiert werden nachvollziehbar. Zumindest feiges Hasshetzen..

    Beinahe genauso schlimm ist die seit jeher bestehende Tatsache, dass der Mensch nicht selbst wählt was für eine sexuelle Ausrichtung, was für ein aussehen, oder eben was für eine Farbe er trägt und deshalb nach wie vor Ablehnung bis hin zu Hass aufkommt, weshalb Rassenhass auch schwer zu ersticken sein wird. Letzendes noch meinen über farbige zu pöbeln/urteilen, ist eine dermassen abstruse Arroganz die verwerflicher nicht sein könnte.
  • dontknow 06.06.2020 14:15
    Highlight Highlight Die Kommentarspalte bestätigt leider zu 100% dass es in der Schweiz nicht anders ist. Statt das Problem (Rassismus) zu akzeptieren wenn direktbetroffene uns davon erzählen, echauffieren wir uns über die Nebensache dass wir nicht mitreden können wenn es ums Thema Rassismus geht...

    Schön vom Thema abgelenkt und krankhaft versucht sich erneut darum zu drücken sich mit Rassismus zu beschäftigen. Ich schäme mich zu tiefst für diese Ignoranz unserer Gesellschaft.
    • Knety 06.06.2020 15:29
      Highlight Highlight Ich finde nicht das wir Rassismus akzeptieren sollten.
    • Andi Amo 06.06.2020 18:05
      Highlight Highlight Jeder muss doch zuerst vor seiner eigenen Haustüre kehren und ich bin der Überzeugung, dass wir in der Schweiz auf einem guten Weg sind. Schau dir mal die aktuellen ‚Helvetica‘ Videos von SRF Virus an-was die dort gezeigten Menschen an erlebten ‚rassistischen‘ Vorfällen erzählen, ist zum Glück sehr milde und es stimmt mich zuversichtlich, dass schon seit den 90ern Einwanderer ohne grosse Vorkommnisse hier leben können. Man ist hier bereits sehr sensibilisiert auf das Thema Rassismus. Was Leute wie du du aber machen, ist, ein Thema hochzukochen, damit sie sich wieder mal entrüsten können.
    • dontknow 06.06.2020 20:05
      Highlight Highlight @Knety

      Schlecht ausgedrückt sry. Damit war natürlich gemeint einzusehen dass es Rassismus tatsächlich gibt bzw ein grosses Problem ist.


      @Andi

      Dein Kommentar ist genau das Problem. Du als wahrsch. weisse Person (wie ich auch) versuchst betroffenen von Rassismus zu erkkären wann Sie sich wie fest rasistisch beleidigt fühlen sollen. Nein einfach nein, du und auch ich haben nicht darüber zu urteilen oder das einordnen zu wollen. Das ist das exakt gleiche wie z.b. bei sexuellen Belästigungen. Was geht und was nicht bestimmt nicht dein Standpunkt somdern der des Opfers. Da gibts keinen Spielraum
  • Altweibersommer 06.06.2020 11:46
    Highlight Highlight Hier ein sehenswerter Beitrag über Alltagsrassismus in der Schweiz:

    https://www.babanews.ch/du-bist-doch-das-braune-das-fuer-die-schweiz-rennt/
  • Gigle 06.06.2020 11:39
    Highlight Highlight Am 3. Mai wurde hier auf Watson ein Artikel veröffentlicht mit dem Titel «Die Schweiz tut sich schwer damit, Rassismus anzuerkennen». Es war ein Interview mit der der Wissenschaftlerin Jovita dos Santos Pinto. Die Kommentarspalte war voll mit Kommentaren a la: „das stimmt nicht, wir haben kein systemisches Problem und auch kein racial profiling etc“. Jetzt ist die Kommentarspalte wieder voll mit ähnlichen Kommentaren: „aber, aber, aber wir Weissen“. Es ist wirklich lächerlich.
    • Mehmed 06.06.2020 13:10
      Highlight Highlight @gigle, racial profiling? es werden fast ausschliesslich männer von der polizei kontrolliert, schwarze männer und hellbraune männer (eine weisse hautfarbe habe ich noch nie gesehen).
      was genau ist für dich nun das problem? sexismus? rassismus?
  • Knety 06.06.2020 11:29
    Highlight Highlight Das stimmt so nicht. Rassismus geht uns alle an und nicht nur diejenigen die direkt davon betroffen sind. Wir sind EIN Land und EINE Gesellschaft!
    Jeder sollte, nein muss, klar Stellung beziehen!
    Und nein, nur weil ich weiss bin kann ich nicht abschalten wenn es um Rassismus geht. Wenn meine Mitmenschen leiden, geht mich das auch an. Die Ereignisse in den USA haben mich sehr aufgewühlt und gehen mir sehr nahe!
    • Kruk 06.06.2020 14:31
      Highlight Highlight Danke, wenn es im öffentlichen Raum oder wenn es in unserem Umfeld zu Rassismus kommt müssen wir uns alle einmischen.
      Es gilt null Toleranz.
      Dann dürfen wir auf keinen Fall sagen, nein, ich wurde selber nicht angegriffen, ich habe kein Recht mich zu äussern.
  • Andi Amo 06.06.2020 11:07
    Highlight Highlight Dass die Interviewten im Beitrag ihren Weg in Deutschland gehen konnten und von wenigen und relativ harmlosen Fällen ihnen gegenüber berichten, zeigt doch, dass sie in all den Jahren einzig ein paar wenigen Rassisten begegnet sind. Diese gibt es in jedem Land und mit diesen sollte man sprechen, um ihre Einstellung zu ändern. Es wird aber mittlerweile so getan, als ob alle westlichen, weissen Staaten strukturell und unterschwellig rassistisch seien und als ob alle Weissen privilegiert seien und das Thema als nicht betroffene gar nicht verstehen würden. Das wird mir zu sehr Schwarz-Weiss gemalt.
    • Knety 06.06.2020 11:51
      Highlight Highlight Vorallem ist es kein Privileg wenn man nicht diskriminiert wird. Das ist die Norm, oder besser gesagt sollte die Norm sein.
    • Snorlax 06.06.2020 17:07
      Highlight Highlight IST ES ABER NICHT! Das ist doch genau der springende Punkt. Herrgottnochmal!!!
  • dievobärn 06.06.2020 11:02
    Highlight Highlight Toller Beitrag von ihr!
    Die Antwort der ARD ist total feige :/
  • SpitaloFatalo 06.06.2020 10:23
    Highlight Highlight Da ich weiss, männlich, christlich, heterosexuell, nichtbehindert und ohne Migrationshintergrund bin, darf ich mich bald zu keinem Thema äussern, da ja nicht betroffen. Nachteile habe ich zuhauf auch erlebt, jedoch durch geringe Körpergrösse, habe früh realisiert das ich mich nicht auf Diskriminierung berufen kann und bin meinen Weg gegangen.
    • Snorlax 06.06.2020 17:11
      Highlight Highlight Also: wenn jetzt also die grossen Männer sagen "also Diskriminierung aufgrund von Körpergrösse? Gibt es nicht!" akzeptierst du das? Da bist du doch betroffen, also kannst du mitreden. Oder willst du, dass die Diskussion um Diskriminierung von kleinen Männnern von Frauen und grossen Männern geführt wird?
      Jetzt wende das Szenario auf Diskriminierung aufgrund von dunkler Hautfarbe an.
  • ChiliForever 06.06.2020 09:42
    Highlight Highlight "Wer das nicht glauben könne, der solle doch mal Freunde mit dunkler Haut fragen"

    Habe ich gemacht. Die Antwort war, er hätte noch keinen Rassismus erfahren.

    Andere Abwesende arabischer/türkischer Herkunft berichteten von ganz wenigen Fällen. Leider fast alles Fälle zur Schulzeit und durch Lehrer, so die Art versteckter/latenter Altagsrassismus.
  • landre 06.06.2020 09:41
    Highlight Highlight Rassismus ist mit Abstand eines der abscheulichsten Phänomene der Menschheit...
    Und falls jemand (Autor-in des Artikels hier oben zum Beispiel?) prompt überzeugt ist dass Rassismus sich nur auf die Hautfarbe oder einen materiellen Erfahrungswert bezieht, sollte die oder der unbedingt nochmals über die Bücher...
    • karl_e 06.06.2020 18:17
      Highlight Highlight Alltagsrassismus ist eine Form der dem Menschen angeborenen Fremdenfeindlichkeit. Wen man nicht kennt, dem begegnet man mit Skepsis, erst recht, wenn er ganz anders aussieht.
      Das war einst überlebenswichtig für die Jäger und Sammler und erst recht für die ländliche Bevölkerung, seit dem Neolithikum. Ich fürchte deshalb, dass uns das Problem noch lange erhalten bleibt. Erst wenn ganz viele hiesige People of Color (was für ein idiot. Ausdruck, sie die grün oder blau oder rot?) schweizerdeutsch sprechen dürfte sich das beruhigen.
  • du_bist_du 06.06.2020 09:35
    Highlight Highlight Nun, in der Kommentarspalte liest man immer wieder, dass auch Weisse von Rassismus betroffen sein können oder andere Gruppen.
    Das müsste man zuerst mal definieren.
    In der Diskussion hört man immer wieder, dass von Rassismus nur poc betroffen sein können aufgrund der Strukturen.

    Was will ich sagen? Die halbe Welt redet von Rassismus und jeder versteht was anderes. Die Medien schreiben permanent darüber. Aber klar der Diskussion einen Faktenrahmen geben, Fehlanzeige. Tja, so bleibt es eine Diskussion voller Missverständnisse.
    • Altweibersommer 06.06.2020 11:43
      Highlight Highlight Da die Diskussion aufgrund der aktuellen Situation in den USA ausbrach ist verständlich, warum es vordergründig um Farbige geht. Bei uns sind natürlich vermehrt auch andere Gruppen betroffen. Allerdings habe ich weder hüben noch drüben noch nie von Menschen mit dunkler Hautfarbe gehört, dass das Thema exklusiv für sie gilt.
    • du_bist_du 06.06.2020 12:33
      Highlight Highlight Wenn Du das noch nie gehört hast ist das ja positiv. Es gibt aber genügend Artikel zu dem Thema z.B. so ist es nicht.
      Egal, es heisst man soll einfach mal zuhören. Kann man machen, manchmal müssen die erlebten Ungerechtigkeiten raus. Aber dann?
      Wir haben jetzt die volle Ladung bekommen in den weltweiten Medien, von dokumentierter Polizeigewalt, über Alltagsrassismus bis zu racial profiling. So einig sind sich aber längst nicht alle Menschen bei den einzelnen Themen, auch nicht die Betroffenen.
      Wenn man aber von strukturellem Rassismus redet, müssen klare Definitionen her. Bei allen.
  • Sebi 91 06.06.2020 09:16
    Highlight Highlight Mir geht das ganze auf die Nerven. Polizei Brutalität wird jetzt auf Rassismus reduziert. Dabei zeigt eine US Statistk der letzten 10 Jahre, dass doppelt soviele Weiss- Amerikaner durch die Polizei getötet wurden als Schwarz- Amerikaner. Es geht um POLIZEI BRUTALITÄT. http://de
    • Electric Elefant 06.06.2020 10:44
      Highlight Highlight Oje! Das sind absolute Zahlen bei über 72% Weissen und gerade Mal 18 % Schwarzen!
      Checkst Du das echt nicht? Ich gebe Dir Recht das generell Polizeigewalt in der USA auch ein Problem ist. Aber bei dem Thema Rassismus als untergeordnet hinzustellen und das mit Statistiken zu belegen, die man offensichtlich nicht begriffen hat (da sie ja genau das Gegenteil Aussagen) , finde ich eher irritierend!

      Wer Likes sowas auch noch?
    • Andi Amo 06.06.2020 11:28
      Highlight Highlight Ist es auch die Schuld von Weissen oder der Polizisten, dass Schwarze überproportional oft mit dem Gesetz in Konflikt kommen? Das muss man auch berücksichtigen.
      Oder werden schwarze Gangs gezwungen, sich mit illegalen Waffen aufzurüsten und sich gegenseitig über den Haufen zu schiessen? So dass die Polizei auch nie weiss, wer sie vor dich hat?

      Daneben finde ich die Polizeiausbildung in den USA eine Katastrophe - man sollte aber aufpassen, dass nicht jeder von der Polizei getötete ein unschuldiges Opfer von Rassismus ist.

      Eine simple Statistik allein sagt einfach noch sehr wenig aus.
    • Zyniker haben es leichter 06.06.2020 12:58
      Highlight Highlight Die meisten dieser Schwarzen dürften in demokratischen Staaten und demokratischen Städten aufgetreten sein, ups...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Srslyguys? 06.06.2020 09:02
    Highlight Highlight "Menschen, die selbst aufgrund ihrer Hautfarbe Rassismus-Erfahrungen gemacht haben, also Persons of Color, sogenannte PoC."

    Und irgendein Nazi irgendwo im nirgendwo " da haben wir nun ein neues "freundliches" Wort für unsere Untermenschen".

    Ist PC wirklich die Antwort auf Rassismus ? Srsly? Wäre es nicht sinnvoller die Rassisten, als das zu betiteln was sie sind, nämlich A*löcher? Anstatt ständig um sie herum zu tänzeln?
  • Bajazzo 06.06.2020 01:50
    Highlight Highlight Die logische Folge ihres langjährigen Engagements.
    RESPEKT!

    Play Icon
    • Derdada 06.06.2020 16:47
      Highlight Highlight Die Kommentare unter dem Video sind beängstigend.
      Wie aktiv und ununterbrochen einige ihr eingeschrecktes Weltbild teilen, ist einfach krankhaft.
    • Bajazzo 06.06.2020 17:52
      Highlight Highlight Das Video heisst ja auch "Wie blöd du bist".
      Etwas anderes kann man ja von dem angesprochenen Klientel nicht erwarten.
      Erstaunlicher ist, dass ein 5jähriger Clip aktuell immer noch solche Kontroversen auslöst.
      Ich glaube, sie haben dies extra so stehen lassen, um eben auf diese Dummheit aufmerksam zu machen.
      😁
  • murrayB 05.06.2020 23:07
    Highlight Highlight Wie sprechen wir nun über die Schande von Köln in der Silvesternacht von 2015/2016?

    Ist keine Kritik mehr an der Ausländerpolitik erlaubt? Ich sehe das kritisch!
  • Pafeld 05.06.2020 23:06
    Highlight Highlight "Ich bin es müde, seit Tagen über nichts anderes als Rassismus zu lesen"

    "Dann stell dir mal vor, wie müde die Leute sind, die Rassismus seit Jahrzehnten tagtäglich erleben müssen.
  • Prometheuspur 05.06.2020 22:17
    Highlight Highlight Das eigentlich tragische ist, dass es Rassismus immer geben wird, genauso wie Ausgrenzung von Minderheiten diese ebenso dazu gehört. Der Grund dafür ist vermutlich ganz simpel wegen Dummheit die dümmer wie ein Stück Brot ist. Das mag naiv klingen ja, aber wegen einer anderen Hautfarbe ein solches Theater ablassen ist lächerlich und nicht normal - basta.
  • sikki_nix 05.06.2020 22:13
    Highlight Highlight Ich hoffe sehr, dass dieses Problem in ein oder zwei Generationen nicht mehr diskutiert werden muss weil überwunden. Vorher sehe ich leider schwarz. Zu tief sitzen die stereotype. Aber wir können jetzt immerhin die Weichen stellen und als ersten Schritt die Diskrimunierung zumindest anerkennen.
  • Hier Name einfügen 05.06.2020 21:12
    Highlight Highlight Rassismus ist absolut widerlich, aber wenn sich alle "Promis" plötzlich für das gleiche Thema stark machen, geht es doch einzig und allein um Virtue signalling.
    • ikbcse 06.06.2020 09:25
      Highlight Highlight https://twitter.com/influencersitw/status/1267615651910254592?s=20
  • Kruk 05.06.2020 20:50
    Highlight Highlight "Wer kann sich in Deutschland zu Rassismus äussern? Eigentlich ist diese Frage einfach zu beantworten, nämlich diejenigen, die Betroffen sind: Menschen, die selbst aufgrund ihrer Hautfarbe Rassismus-Erfahrungen gemacht haben, also Persons of Color."

    Sehr mühsam solche Sachen im Jahr 2020 noch lesen zu müssen.
    Rassismus ist ein Problem für viele, davon sind bei weitem nicht nur farbige betroffen.
    • Pfützentreter 06.06.2020 00:00
      Highlight Highlight Wer kann sich äussern... Ich möchte deiner Denkrichtung beipflichten. Es ist aber aus meiner Sicht noch immer zu wenig weit gepoltert. Es kann, nein muss, jeder mitreden. "PoC" ist doch auch wieder nur ein Abgrenzdenken.
    • otaru 06.06.2020 00:08
      Highlight Highlight Nein, aber weisse sind in der überwältigenden Mehrheit nicht Leidende sondern Verursacher.
    • Okeeee 06.06.2020 00:22
      Highlight Highlight lol farbige, du weisst schon, dass dieser Begriff au der Rassentrennung stammt und somit rassistisch ist?
      Und doch, Rassismus ist ein Problem das NUR BIPoC betrifft. Für dich ist es vielleicht mühsam zu lesen und wie denkst du ist es für andere, diesen Rassismus täglich zu ertragen? Bitte bilde dich in diesem Thema weiter weil Ahnung scheinst du nicht zu haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stefan Morgenthaler-Müller 05.06.2020 20:48
    Highlight Highlight Vor einigen Jahren gab es eine Sendung auf SF (Tischtigsclub) und da ging es um Rassismus. Von den sieben Gästen war eine, die vom Rassismus betroffen war, der Rest Schweizer, die nie Erfahrungen diesbezüglich gesammelt haben.

    So auch bei vielen anderen Sendungen auf SF, z.B. Arena, wenn es um das Thema Migration oder Flüchtende geht, kommen kaum Leute zu Wort, die selber davon betroffen sind.

    In der SVP Zeitung wird Klartext geschrieben und da kommt auch nie ein Geflüchteter zu Wort. Dabei ist das doch die führende Schweizer Partei, wenn es um Fragen der Migration geht.
    • Ein einsamer Holländer 06.06.2020 09:37
      Highlight Highlight Stef

      Rassismus ist eine Unterart der Diskriminierung.
      Und was diese ist, wissen die meisten aus eigener Erfahrung.

      Ich fühle mich deshalb als Weisser sehr gut in der Lage darüber zu sprechen.

      Wenn dem nicht so wäre, müsste man ja auch allen Weissen, die sich jetzt so medienwirksam gegen Rassismus einsetzen, den Mund verbieten, weil sie keine Ahnung haben und das ganze überzeichnen. 🤷🏾‍♂️
    • Sebi 91 06.06.2020 15:19
      Highlight Highlight Es handelt sich um linke Hetzer. Die nehmen den Anlass jetzt und benutzen ihn für ihre Ideologie. Ich selber bin Ausländer und habe nur schlechte Erfahrung mit den Linken gemacht. Die Lügen. Hingegen bei der SVP, da darf ich sogar an den Versammlungen dabei sein.
    • Basti Spiesser 06.06.2020 15:31
      Highlight Highlight @Seb

      Ich kenne soo viele solcher Geschichten...
  • Locutus70 05.06.2020 20:32
    Highlight Highlight Der Artikel strotzt vor Rassismus
    • Stefan Morgenthaler-Müller 05.06.2020 20:49
      Highlight Highlight @Locutus. Gibts auch ein Argument zu Ihrer Meinung?
    • Locutus70 05.06.2020 20:55
      Highlight Highlight @James Smith - Genau so haben Faschisten bisher immer ihr tun begründet. Mal geht es gegen die Schwarzen, mal gegen die Weissen oder gegen die Juden.
    • sikki_nix 05.06.2020 22:16
      Highlight Highlight Faschisten setzen sich i.d.R. nicht gegen Rassismus ein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • grünerantifaschist #blm 05.06.2020 20:28
    Highlight Highlight Weltklasse, erschreckend, erschütternd. Don‘t be racist, thanks🖤
  • Neruda 05.06.2020 19:16
    Highlight Highlight Rassismus ist erbärmlich und auch wir haben solche Probleme. Nun zur Sprache. Hört mal auf dieses Person/People of Color zu benutzen wenn ihr Deutsch schreibt! Es gibt auch deutsche Wörter dafür und wenn ihr englische Begriffe verwenden wollt, dann schreibt halt Text auf Englisch. Im übrigen, wie nennt ihr dann Weisse? Immer noch den rassistischen Ausdruck Weisse oder doch People of No-Color? Rsp. es gibt keine rein weissen Menschen, von dem her sind wir alle People of Color.
  • Garp 05.06.2020 19:10
    Highlight Highlight Toller Beitrag von Kebekus und Reeves.

    Die Antwort der Ard ist schon billig.
  • Dani B. 05.06.2020 19:08
    Highlight Highlight Zitat: "Nun ist die in Bergisch Gladbach geborene Kebekus selbst eine Weisse und somit nicht in der Lage, über Rassismus-Erfahrungen zu sprechen."
    Das ist ein stereotypes Vorurteil.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 05.06.2020 20:54
      Highlight Highlight Selbstverständlich kann sie darüber sprechen, nur hat sie nie selbst die Erfahrung des Rassismus gemacht (Ferienerfahrungen sind nicht das gleiche) und hat ergo nicht das Bewusstsein einer Person, die das ganze Leben vom Rassismus betroffen ist. Leuchtet wohl auch einem wie Ihnen ein, oder?
    • Dani B. 05.06.2020 21:16
      Highlight Highlight Hallo Stefan Morgenthaler-Müller!
      "Einer wie ich" Kennen Sie meinen Phänotyp und meinen Werdegang? Ich bin nicht weiss, meine Haut gleicht eher einem Schweinchen. Trotzdem ist es unangenehm, in einem Bus zu sitzen und jemand skandiert dauernd "Kill the White!" --- Rassismus ist nicht rassenspezifisch!
    • Kruk 05.06.2020 21:47
      Highlight Highlight Rassismus Erfahrungen scheinen Farbigen Menschen vorbehalten zu sein.
      Ich glaube nicht dass dies der korrekten Definition entspricht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Prometheuspur 05.06.2020 18:56
    Highlight Highlight Oh, die Kebekus die ist Top! Schon lange nichts mehr gehört.
    Die Frau machte mal einen abgedrehten kritischen Kirchen-Clip, der wurde leider gekippt. In diesem stolzierte sie unteranderem in einem Nonnenfummel umher und leckt ein Kruzifix ab.. irre. Der Songtext dazu lautete in etwa - «Er ist meine Bank, nur für ihn zieh ich blank. Bei Gott geht der Punk ab, weil nur er den Funk hat. Jesus ist der Shit und wer das nicht glaubt der kackt ab»  ;)
    Darauf gab es ziemlich viele Anklagen gegen ihre Satire, welche jedoch lediglich als kirchenkritisch galten. Die Frau ist supi.
    • Mike Milligan 05.06.2020 23:19
      Highlight Highlight In der Heute Show ist sie noch oft
  • ikbcse 05.06.2020 18:53
    Highlight Highlight Die Kebekus: Hauptsache im Rampenlicht. Wer sonst nur minderwertigen Humor liefert, kann es ja mal mit einem ernsthaften Thema versuchen, bei dem ohnehin Konsens herrscht und sich trotzdem so aufspielen, als ob man etwas extrem Mutiges produziert hätte.
    • RiniRinchen 06.06.2020 09:45
      Highlight Highlight "Die Kebekus" ist sich nie zu schade, den Finger in die offene Wunde zu legen. Ihr Humor muss nicht von allen gemocht werden, aber ich finde es wichtig, solche Themen anzusprechen und unbequem zu sein. Und unbequem sein kann sie definitiv. Und das schon seit längerem.
    • Prometheuspur 06.06.2020 11:57
      Highlight Highlight @weachauimmo: Ich schaue kaum TV - Live TV eh nicht.
      Doch wenn TV-Leute unbequem, direkt und etwa noch ins schwarze treffen, ist ihr Humor dünn, sie versuchen es erstmals mit einer ernsthaften Thematik papperlapapp etc. Und wenns denn auch noch eine Frau ist, sind sie was sonnst als Rampengeil.
      Immer den selbigen Argumentationsschrott.
    • ikbcse 06.06.2020 15:08
      Highlight Highlight @Prometheuspur: Keine Sorge, ich kritisiere auch männliche Kabarettisten/Humoristen/Komiker. Bin Gönner von drei verschiedenen Theatern/Kleintheatern und besuche deren Programm auch regelmäßig. Es gibt wenige (weibliche und männliche), die sich tatsächlich eigenständig kreativ vom Rest abheben und dabei nicht bloß durch Schlüpfrigkeit auffallen, stattdessen aber echte Tabus brechen.
  • Bejat 05.06.2020 18:36
    Highlight Highlight Chapeau, Carolin Kebekus!

Analyse

Cancel Culture bedroht Ihre Potenz, Ihren Job und überhaupt alles

Was bewirkt der Kampfbegriff der Cancel Culture wirklich? Und ist sie so neu, wie ihre Erfinder uns das glauben machen?

Als mich ein Freund während des Lockdowns fragte: «Na? Was hältst du denn so von Cancel Culture?», verstand ich erst mal «Cancer Culture». Krebskultur statt Stornierungs- oder Absage- oder Annulierungskultur. Was symptomatisch war. Denn diejenigen, die Cancel Culture anprangern, sehen darin eine rhetorische Pandemie. Das Krebsgeschwür der Zensur. Die Aufhebung der Meinungsfreiheit. Der Anfang eines neuen Totalitarismus.

Cancel Culture ist für sie die Seuche, die aus den sozialen Medien gekrochen …

Artikel lesen
Link zum Artikel