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In this photo made on May 22, 2019, a long queue of mountain climbers line a path on Mount Everest. About half a dozen climbers died on Everest last week most while descending from the congested summit during only a few windows of good weather each May. (Nirmal Purja/@Nimsdai Project Possible via AP)

Dieses Bild geht momentan grad um die Welt: Schlange stehen beim berühmten Hillary Step. Bild: AP/@Nimsdai Project Possible

Stau am Mount Everest – 12 Bilder, die den Wahnsinn auf dem Dach der Welt zeigen

Am höchsten Berg der Welt staut sich's momentan ziemlich. Ein Bild der wartenden Masse am berüchtigten Hillary Step kurz vor dem Gipfel ging viral. Die folgenden zwölf Bilder und Videos zeigen den Wahnsinn:



Vor 66 Jahren wurde der Mount Everest erstmals von Tenzing Norgay und Edmund Hillary bestiegen. Damals noch eine Sensation, mauserte sich die Besteigung des höchsten Bergs der Welt immer mehr zu einem «Massen»-Phänomen. Ein Blick in die Statistik zeigt den enormen Anstieg:

Bild

Bis in die 90er Jahre ging's ziemlich ruhig her, danach kam der Boom.

Vergleicht man die Anzahl Aufstiege mit den Todesfällen am Everest, so sterben relativ wenig Menschen am Mount Everest. Das brachte dem höchsten Berg auch den Ruf ein, dass er «einfach» zu besteigen sei.

Hoher Besucherandrang und wenig Tote? Das sieht dann so aus:

abspielen

Video: YouTube/Mingma G

Oder so. Könnte fast schon die heimische Kletterhalle sein:

Im Basislager nächtigen zeitweise bis zu 1500 Bergsteiger. Diese Luftaufnahme zeigt die Ausmasse.

Der Weg durch den Khumbu-Gletscher gehört zu den gefährlichsten Passagen beim Aufstieg. Aber auch hier heisst es: Geduld bewahren.

Ärgerlich hierbei: Man muss in der Kälte stehen und frieren.

Beobachter meinten, dass manche der Todesfälle damit zusammenhängen, dass zu viele Bergsteiger auf einmal versuchen, den Everest zu besteigen.

Das Problem ist jeweils, dass wegen des Wetters nur kurze Fenster zur Besteigung offen sind.

Ein Bild aus dem letzten Jahr.

«Es gab nur kurze Wetter-Fenster und alle wollten zur selben Zeit hoch», sagte ein Manager der Trekking-Agentur.

Bild

Schon 2012 (im Bild) wurde Kritik laut, dass zu viele den Everest besteigen. Bild: imgur

Von Jahr zu Jahr wird der Ruf nach Regulierungen lauter. Aber bis jetzt hat die nepalesische Regierung nichts gegen den Massenansturm gemacht.

Am Beispiel Mount Everest zeigt sich, wie schmal der Grat zwischen wirtschaftlichen Interessen und verantwortungsvollem Tourismus ist.

(jaw)

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