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Die französische Wirtschaft leidet massiv unter der Coronakrise, (Archivbild)

Dürfen die Pariser wieder aufs Velo steigen? Bild: AP

Sport und Spaziergänge? So sehen die Lockerungen in Frankreich, Spanien & Co. aus



Alles neu macht der Mai, auch in der aktuellen Corona-Krise. Eine Reihe von Ländern lockert dieser Tage die bisher geltenden Beschränkungen. Allerdings sind das nur erste, zaghafte Schritte. Der Traum vom unbeschwerten Sommerurlaub bleibt indes in weiter Ferne, auch wenn einige Länder im Süden die Einnahmen aus dem Tourismus dringend bräuchten. Zumindest in Deutschland stehe das Thema vorerst nicht auf der Agenda, betonte Kanzlerin Angela Merkel.

Spanier dürfen spazieren gehen

epa08393877 A woman walks in central Malaga, Spain, 30 April 2020 amid the ongoing coronavirus COVID-19 pandemic. Spain is in the seventh week of lockdown ordered by the government in an attempt to fight the spread of the pandemic COVID-19 disease caused by the SARS-CoV-2 coronavirus.  EPA/Jorge Zapata

Bild: EPA

Ab diesem Wochenende dürfen die Bürger im von der Corona-Pandemie schwer betroffenen Spanien erstmals nach sieben Wochen wieder im Freien spazieren gehen oder Sport treiben. Zur Ausübung dieser Aktivitäten werde es Zeitfenster und örtliche Beschränkungen geben, erklärte Gesundheitsminister Salvador Illa.

Man werde dafür zwischen 06.00 und 10.00 sowie zwischen 20.00 und 23.00 Uhr aus dem Haus gehen und sich bei Spaziergängen nur bis zu einem Kilometer vom Wohnsitz entfernen dürfen. Beim Sport darf man die Wohngemeinde nicht verlassen.

Portugal startet vorsichtige Lockerung

Nach Ende des sechswöchigen Ausnahmezustands werden in Portugal am Montag erstmals wieder zahlreiche Läden öffnen dürfen. Ministerpräsident António Costa gab am Donnerstagabend einen detaillierten Drei-Phasen-Plan zum «schrittweisen und vorsichtigen» Ausstieg aus dem Lockdown bekannt.

«Das bedeutet aber keineswegs, dass die Pandemie vorbei ist, dass es keine Risiken mehr gibt und dass wir zu jener Normalität zurückkehren werden, die es vor dieser Krise gab», warnte der sozialistische Regierungschef. Costa appellierte an jeden Einzelnen, weiterhin Vorsichtsmassnahmen zu ergreifen. Ab Montag dürfen in Portugal zunächst kleinere Geschäfte mit einer Fläche von bis zu 200 Quadratmetern wieder öffnen, darunter Buch-, Friseur- und Schuhläden sowie Autohäuser. Man darf ausserdem wieder im Freien Sport treiben.

Franzosen dürfen wieder aufs Rad steigen

A woman wearing a face mask walks in a deserted street transformed in s movie set during nationwide confinement measures to counter the Covid-19, in Paris, Thursday, April 30, 2020. France continues to be under an extended stay-at-home order until May 11 in an attempt to slow the spread of the COVID-19 pandemic. (AP Photo/Thibault Camus)

Bild: AP

Erwachsene Franzosen dürfen für ihre sportliche Betätigung während der strengen Coronavirus-Ausgangsbeschränkungen auch mit dem Fahrrad fahren. Das entschied das oberste Verwaltungsgericht des Landes. Das Ministerium für Sport und lokale Behörden hatten demnach zuvor wiederholt betont, dass Erwachsene zwar spazieren oder joggen dürften, Radfahren aber nur Kindern erlaubt sei.

In dem Notstandsgesetz, auf dem die Ausgangsbeschränkungen in Frankreich beruhen, sei das aber nicht genau festgelegt, erklärte das Gericht. Die Regierung muss jetzt binnen 24 Stunden die Öffentlichkeit informieren, dass Fahrradfahren als Sport erlaubt ist.

Polen lockert Auflagen für Pendler

Polen lockert die wegen der Corona-Epidemie verhängten Auflagen für Pendler an der Grenze. Ab dem 4. Mai müssten polnische Bürger, die in Deutschland, der Slowakei, Tschechien oder Litauen arbeiten oder studieren, bei einer Rückkehr nach Polen nicht mehr für 14 Tage in Quarantäne, schrieb Ministerpräsident Mateusz Morawiecki auf Facebook.

Eine entsprechende Regelung habe man in Absprachen mit den Nachbarländern getroffen. Die Zunahme neuer Coronavirus-Fälle sei relativ niedrig und stabil. «Wir haben die Epidemie noch nicht besiegt, aber zunehmend unter Kontrolle. Daher können wir jetzt entschiedener handeln, damit das Wirtschaftsleben wieder Tempo aufnimmt.»

Maskenpflicht in Teherans U-Bahn und in Bussen

A man wearing a face mask to curb the spread of the new coronavirus sits at a bus stop, in Niavaran in northern Tehran, Iran, Thursday, April 16, 2020. Authorities have canceled ceremonies marking the anniversary of the death of Ayatollah Khomeini, the founder of the Islamic Republic over COVID-19 disease concerns, which underscored Iranian officials' expectation that the virus crisis will continue for several more weeks. (AP Photo/Vahid Salemi)

Bild: AP

Wegen der Corona-Krise dürfen demnächst in der iranischen Hauptstadt Teheran die Hauptstädter ohne Schutzmaske nicht mehr U-Bahn und Bus fahren. Ab Samstag müssen alle Fahrgäste nach den Anweisung des Corona-Krisenstabs in den U-Bahnen und Bussen eine Maske tragen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Sonst dürfen sie nicht mal die Bahnstation betreten oder in den Bus einsteigen. Die Maskenpflicht soll auch in den anderen iranischen Städten bald eingeführt werden.

Lange Ausgangssperre in der Türkei

In 31 türkischen Städten und Provinzen gilt seit Mitternacht (23.00 Uhr MESZ) wegen der Corona-Pandemie für drei Tage eine weitere weitgehende Ausgangssperre übers Wochenende. Wegen des Mai-Feiertags am Freitag begann sie diesmal am Donnerstag um Mitternacht. Aufgehoben wird sie Sonntagnacht.

Betroffen sind unter anderem die grösste Stadt der Türkei, Istanbul, sowie die Hauptstadt Ankara. Am Freitag sind bis 14.00 Uhr Ortszeit die Supermärkte noch geöffnet. Über das Wochenende dürfen dann Bäckereien Brot ausfahren und in den Wohnvierteln am Lastwagen verkaufen. Ausserdem bleiben Kliniken, Apotheken und andere als wichtig eingestufte Dienstleister offen. Für die meisten Menschen unter 20 Jahre, chronisch Kranke sowie alle Menschen über 65 galten schon vorher Ausgehverbote. (viw/sda/dpa)

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