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Italienerin seit zwei Tagen mit der Leiche ihres Mannes eingesperrt



Die Quarantänemassnahmen in Italien sorgen für tragische Fälle. Wie am Mittwochmorgen bekannt wurde, lebt eine Frau in der kleinen Gemeinde Borghetto Santo Spirito in Ligurien seit zwei Tagen mit dem Leichnam ihres Mannes. Wegen der verhängten Massnahmen darf die Frau das Haus nicht verlassen, ebensowenig dürfen Rettungskräfte den Leichnam abholen.

Wie CNN berichtet, starb der Mann in der Nacht auf Montag. Zuvor sei er positiv auf den Coronavirus getestet worden. Der Leichnam könne erst heute Mittwoch abgeholt werden, sagte der Bürgermeister der Gemeinde, Giancarlo Canepa, gegenüber CNN:

«Ja, es ist wahr, wir werden bis zum Mittwochmorgen nicht in der Lage sein, die Leiche abzuholen. Die Quarantäne-Protokolle erlauben es nicht, dass sich jemand der Leiche nähere. Leider müssen wir diesem Sicherheitsprotokoll folgen. »

Die Situation sei allerdings nur deshalb entstanden, weil sich der Mann geweigert habe, das lokale Spital aufzusuchen, so der Bürgermeister weiter.

Der italienische Fernsehsender IVG IT berichtet von dramatischen Szenen in dem kleinen ligurischen Städtchen. Die Witwe des Mannes hätte vom Balkon aus um Hilfe geschrien. Die Nachbarn zeigen sich gegenüber dem TV-Sender erschüttert. «Unsere Gedanken sind bei ihr. Wir hoffen, dass so schnell wie möglich jemand kommt, um den Leichnam abzuholen.»

Italien zählt mittlerweile mehr als 10'000 bestätigte Corona-Fälle. Bis am Mittwochmorgen fielen dem neuen Virus gemäss Bundesamt für Gesundheit 631 Personen zum Opfer. Damit ist das Land nach China weltweit am meisten betroffen.

(wst)

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