International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Hong Kong's Chief Executive Carrie Lam speaks at a press conference in Hong Kong Monday, Aug. 5, 2019. Lam said recent protests have pushed the city to the

Meldete sich nach einer zweiwöchigen Abwesenheit wieder zurück: Die Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam. Bild: AP

Nach 2 Wochen Schweigen: Das sagt Regierungschefin Lam zu Chaos in Hongkong



Vor dem angekündigten Generalstreik in Hongkong ist es erneut zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Dabei seien 44 Menschen festgenommen worden.

Dies teilte die Polizei in der chinesischen Sonderverwaltungszone am Montag mit. Sie setzte wieder Tränengas ein, um die Proteste aufzulösen.

Die Regierungskritiker hatten angekündigt, den Verkehr in der Millionenmetropole lahmzulegen. Hunderte maskierte und in schwarz gekleidete Demonstranten blockierten Strassen, entzündeten Feuer und übersprühten Ampeln mit Farbe.

Grosse Verspätungen

Hunderte Flüge wurden vorsorglich gestrichen, einige Bahnverbindungen wurden zudem eingestellt. Der Flughafenbetreiber rief Passagiere auf, sich vor einer Fahrt zum Flughafen zunächst an ihre Fluggesellschaft zu wenden. Demonstranten blockierten die Türen zahlreicher U-Bahnen und sorgten damit für Verspätungen. Der Metrobetreiber legte einzelne Strecken lahm.

In einer Erklärung der Regierung hiess es, die Gewalt und illegalen Proteste brächten Hongkong an eine «extrem gefährliche» Grenze. Kurz vor dem Beginn eines grossen Streiks kündigte Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam kurzfristig eine Pressekonferenz an.

«Die Proteste haben die Stadt an den Rand einer sehr gefährlichen Situation gebracht.»

Carrie Lam

Dort verurteilte sie die anhaltende Gewalt bei Demonstrationen in der Stadt. Die Proteste, die seit Wochen andauerten, hätten «die Stadt an den Rand einer sehr gefährlichen Situation gebracht», sagte Lam am Montag. «Ruhe und Ordnung» in der chinesischen Sonderverwaltungszone würden Schaden nehmen. Die Regierung der Metropole werde aber entschlossen dabei vorgehen, Recht und Ordnung in Hongkong aufrechtzuerhalten und das Vertrauen wiederherzustellen, erklärte sie.

Vielerorts gab es am Montag aufgrund von Streikmassnahmen ein Chaos in Hongkong.

Vielerorts gab es am Montag aufgrund von Streikmassnahmen ein Chaos in Hongkong. Bild: AP

Nähe zu Peking

Der Generalstreik soll den Protesten vom Wochenende folgen, bei denen wieder Zehntausende Menschen auf die Strassen gegangenen waren und es auch erneut zu Zusammenstössen mit der Polizei kam. Die Proteste hatten sich vor rund zwei Monaten an Plänen der Regierung für ein Gesetz zur Auslieferung von Beschuldigten nach China entzündet. Seit Mitte Juni weiten sie sich aus.

Die Kundgebungen richten sich auch gegen Regierungschefin Lam, der Kritiker eine zu grosse Nähe zur Regierung in Peking vorwerfen. Zudem fürchten die Demonstranten um Freiheitsrechte, die der früheren britischen Kronkolonie nach der Übergabe an China 1997 eingeräumt wurden und fordern mehr Demokratie. (sda/reu/afp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Demonstrationen in Hong Kong: So sieht die Lage aus

Die Megastadt Hongkong kommt nicht zur Ruhe

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Fluchtversuch gescheitert: 10 Hongkonger in China zu Haftstrafen verurteilt

Wegen eines Fluchtversuchs nach Taiwan sind in China zehn Hongkonger Aktivisten zu teils langen Gefängnisstrafen verurteilt worden. Die Angeklagten wurden zu Haftstrafen zwischen sieben Monaten und drei Jahren verurteilt, wie ein Gericht in der südchinesischen Stadt Shenzhen am Mittwoch mitteilte.

Die Verurteilten gehören zu einer Gruppe von zwölf Hongkongern, die im August von Chinas Küstenwache bei der Flucht nach Taiwan auf einem Schnellboot aufgegriffen, festgenommen und nach China …

Artikel lesen
Link zum Artikel