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Anak Krakatau: Warnstufe nach Vulkanausbruch erneut erhöht



Die indonesischen Behörden haben am Donnerstag die Warnstufe für den Vulkan Anak Krakatau in der Sundastrasse erhöht. Gleichzeitig wurde die Verbotszone rund um den Vulkankrater auf fünf Kilometer ausgedehnt, teilte die Katastrophenschutzbehörde in Jakarta mit.

Die Anwohner wurden zudem aufgefordert, sich von der Küste fernzuhalten. Die Sorge ist gross, dass der zwischen den Inseln Java und Sumatra gelegene Vulkan erneut ausbrechen und weitere tödliche Flutwellen auslösen könnte.

epa07247266 An aerial view shows mount Anak Krakatau erupting in Lampung, Indonesia, 23 December 2018 (issued 24 December 2018). According to the Indonesian National Board for Disaster Management (BNPB), at least 281 people died and 1,016 others have been injured after a tsunami hit the coastal regions of the Sunda Strait on 22 December.  EPA/Nurul Hidayat/Bisnis Indonesia

Beim Ausbruch des Anak Krakatou am Samstag war ein Teil des Kraters abgebrochen und ins Meer gestürzt. Bild: EPA/EPA

Seit Mittwoch stösst der Vulkan erneut dicke Aschewolken aus, während Lawinen aus heisser Asche, Gasen und Gesteinstücken aus dem Krater flossen. Die Gefahr weiterer Eruptionen sei gross, warnte der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Purwo Nugroho. Die Behörden gaben die zweithöchste Warnstufe aus, alle Flüge über der Zone wurden umgeleitet.

Die neuen pyroklastischen Ströme des Anak Krakatoa selbst stellen laut den Behörden keine unmittelbare Gefahr dar, da sich die Vulkaninsel mitten in der Meerenge befindet. Bei den traumatisierten Küstenbewohnern, von denen die meisten in Notunterkünften ausharren müssen, löste die Erhöhung der Warnstufe jedoch erneute Ängste aus.

Ihre Lage wurde durch sintflutartigen Regen weiter erschwert, der in einigen Gebieten Überschwemmungen auslöste. Nach Angaben von Ärzten mangelt es bereits an sauberem Wasser und zunehmend auch an Medikamenten.

Beim Ausbruch des Anak Krakatou am Samstag war ein Teil des Kraters abgebrochen und ins Meer gestürzt. Dies löste einen verheerenden Tsunami aus. Die Flutwellen trafen im Süden Sumatras und im Westen Javas an Land, Küstenregionen und zahlreiche Ferienstrände wurden verwüstet.

Mindestens 430 Menschen kamen ums Leben, knapp 1500 Menschen wurden verletzt. 159 Menschen werden vermisst. Rund 22'000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. (sda/dpa/afp)

Vulkan Popcatepetl spuckt wieder Feuer und Asche

Video: srf/SDA SRF

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